Tag Archives: OER

Cory Doctorow, Little Brother (incl. epub)

By | 24.8.2013

Ich bin ein Schüler an der Cesar Chavez High in San Franciscos sonnigem Mission-Viertel, und damit bin ich einer der meistüberwachten Menschen der Welt. Little Brother ist ein Roman für Jugendliche, 2008 erschienen. Der Autor Cory Doctorow (Wikipedia) ist in Internetkreisen bekannt als Aktivist, Autor, Blogger und Journalist und für ein rotes Cape. Das Buch spielt in einer so nahen Zukunft, dass sie fast schon Gegenwart ist. Schüler in San Francisco haben Laptops statt Schulbüchern, mit einem Betriebssystem, das auf den Schulgebrauch ausgerichtet ist und den Benutzern wenig Kontrolle über den Rechner gibt und gleichzeitig ihre Benutzung kontrolliert. Videokameras mit… Read More »

Kryptographie 2: Asymmetrische Verschlüsselung bei E-Mails

By | 3.4.2013

Wenn einer einem eine E-Mail schreibt, kann so ziemlich jede Zwischenstation auf dem Weg vom Sender zum Empfänger mitlesen, was darin steht. Schlimmer noch, eventuell kann der sogar den Inhalt der Mail verändern. Deshalb dürfen wir Lehrer auch keine personenbezogenen Daten via E-Mail versenden, und deshalb ist E-Mail auch nicht als amtliches Kommunikationsmittel mit Behörden zugelassen. Aus diesem Grund hat sich das Innenministerium schon vor einiger Zeit etwas einfallen lassen, das gerade beworben wird: Die De-Mail. Das ist eine Ergänzung zur herkömmlichen E-Mail, die unter anderem von der Telekom angeboten wird, und die das Innenministerium als Kommunikation akzeptieren will. Dabei… Read More »

Kryptographie 1: Verschlüsselung von Passwörtern

By | 2.4.2013

Ein allgemeinbildender Überblick. Bei vielen Rechnern zu Hause oder in der Schule ist es so, dass man sich mit einem Benutzernamen und einem Passwort anmelden muss, um damit arbeiten zu können. Auch wenn man in einem Onlinegeschäft etwas einkauft, muss man meist diese Daten eingeben. In beiden Fällen überprüft das System daraufhin, ob Passwort und Benutzername korrekt sind, und lässt den Benutzer erst danach weiter arbeiten. Damit das funktioniert, muss der Rechner zu Hause – oder der Rechner im Onlinegeschäft – irgendwo eine Liste von Benutzernamen und Passwörtern gespeichert haben, entweder in einer Datenbankdatei oder als einfache Textdatei: Benutzer: Passwort:… Read More »

Serious Text Games

By | 30.1.2013

„The Republia Times“ ist ein schönes Spiel, das sich vielleicht auch für das rasche Leseverstehen (skimming) im Englischunterricht eignet. Flashbasiert, im Browser zu spielen; man kann die Flashdatei aber auch einfach lokal speichern. (Via Aaron A. Reed.) Das Spiel ist einfach, aber reizvoll: Man spielt den eben ernannten Redakteur der Republia Times, einer Zeitung im diktatorisch regierten Republia. Die Presse dort ist alles andere als frei; die Familie des Redakteurs befindet sich in Geiselhaft der Regierung. Man muss zehn Tage als Redakteur überstehen: In den ersten Tagen muss man die Loyalität der Leserschaft auf einen gegebenen Wert erhöhen, indem man… Read More »

Ein Taschenrechner mit Java in der 10. Klasse (1)

By | 12.1.2013

Mit meiner 10. Klasse habe ich im ersten Halbjahr einen Taschenrechner programmiert, ziemlich bald, als Einstieg in die Algorithmik, die ich dafür dieses Jahr vorgezogen habe. Als BlueJ-Projekt sieht der Rechner so aus: Objektorientiert programmieren heißt, dass man die Programmieraufgabe auf verschiedene, relativ unabhängige Einheiten verteilt. Der Bauplan für diese Einheiten heißt „Klasse“, und eben diese programmiert man. 1. Die Klasse GUI Die Klasse GUI kann ein guter Schüler machen. Sie übernimmt das, was vom Programm äußerlich sichtbar ist. (GUI steht für Graphical User Interface.) Das ist quasi das Plastik-und-Alu-Gehäuse des Rechners. Den hat ein freiwilliger Schüler schon gleich am… Read More »

Lange Sätze in der Schule, und Satzzeichen zweiter Klasse

By | 8.11.2012

(Ich weiß nicht, ob ich das schon mal geschrieben habe. Das wird in letzter Zeit immer mehr ein Problem. Ich mache das jetzt seit achteinhalb Jahren, manchmal fällt mir nichts mehr ein; andere Male stelle ich fest, dass ich meine Gedanken schon mal früher aufgeschrieben habe.) Es geht um die Sprache in Aufsätzen ab der 10. Jahrgangsstufe bis hin zum Abitur. Die zeichnet sich aus durch Nominalisierungen, umständlichen Satzbau und Phrasen. Nominalisierungen Ein paar Beispiele aus Aufsätzen: Man kann eine Reduzierung der Verse pro Strophe feststellen. Auch ist eine Erleichterung seinerseits zu hören, denn… Das Treffen der beiden Personen geschieht,… Read More »

Interactive Fiction in der Schule

By | 1.5.2012

Ich glaube, ich habe da etwas entdeckt, das mir viel Spaß machen wird. Über Text Adventures/Interactive Fiction habe ich ja vor ein paar Tagen geschrieben. Im Englischunterricht habe ich auch schon gelegentlich eine Zork-Stunde eingeschoben, und mit einer Unterstufenklasse, die ich in Informatik und Englisch hatte, habe ich selber mit dem Schreiben experimentiert. Aber da geht noch mehr. Einmal für den Literatur- und Fremdsprachenunterricht. Es gibt tolle Spiele: Manchmal muss man viele Rätsel lösen; bei anderen Spielen geht es darum, das historische New York kennenzulernen. Man schlüpft in die Rollen von Papageien oder Kleinkindern im Krabbelalter, mit entsprechend eingeschränkten Möglichkeiten,… Read More »

Das P-NP-Problem, Teil 3: P=NP?

By | 7.3.2012

Executive summary: Die Fragen vom letzten Mal sind sich alle irgendwie ähnlich: Wenn man für eine davon einen effizienten Lösungsweg gefunden hat, kann man den auf die anderen übertragen. Wird man je einen finden? Hier zur Erinnerung noch einmal der Ausschnitt aus den Komplexitätsklassen vom letzten Mal: In P, da liegen die relativ einfachen Aufgaben. In NP (aber außerhalb von P), da liegen die schweren Aufgaben, bei denen sich die Lösung wenigstens leicht überprüfen lässt. Die Zeichnung geht davon aus, dass P eine echte Teilmenge von NP ist, was nicht unbedingt stimmen muss. In EXPTIME (aber außerhalb von NP), da… Read More »

Das P-NP-Problem, Teil 2: P und NP

By | 5.3.2012

Executive summary: Es gibt eine besondere Art von Fragen, die schwer zu beantworten sind, aber wenn man die Antwort hat, kann man relativ leicht überprüfen, ob sie auch wirklich stimmt. (Fortsetzung vom letzten Mal.) Als grobe Faustregel – und wir sind ja hier nur am Groben interessiert – kann man sagen: alle Fragen, für die sich mit linear steigendem Aufwand eine Antwort finden lässt, sind in der Praxis gut beantwortbar (und bei konstantem Aufwand sowieso) alle Fragen, für die sich mit polynomiell steigendem Aufwand eine Antwort finden lässt, sind in der Praxis gut beantwortbar alle Fragen, für die sich nur… Read More »

Das P-NP-Problem, Teil 1: Was schwierig ist

By | 4.3.2012

Executive summary: Der Schwierigkeitsgrad mancher Aufgaben bleibt bei wachsender Problemgröße konstant, bei anderen steigt er linear, polynomiell (z.B. quadratisch) oder exponentiell an. Die Informatik beschäftigt sich unter anderem damit, welche Aufgaben schwierig sind und welche leicht. Es gibt nämlich schwierige und leichte Aufgaben. Eine Deutschstunde vorzubereiten, das ist leicht; eine Deutschklausur zu korrigieren, das ist schwer. Oder war das doch umgekehrt? Wie misst man die Schwere von Aufgaben? Bei einem gängigen Ansatz in der Informatik (es gibt noch andere) interessiert man sich dafür, wie lange man für eine Aufgabe braucht. Das heißt dann Zeitkomplexität. Allerdings misst man diese Länge nicht… Read More »