A Green and Pleasant Land

Wiedergelesen: Kenneth Grahame, The Wind in the Willows (1908). Ein Klassiker. In einzelnen Episoden, aber auch einer übergreifenden Handlung, werden die Abenteuer von Maulwurf, Wasserratte und Kröte erzählt, die alle unten am Fluss wohnen. Dachs spielt auch eine wichtige Rolle, aber der lebt etwas zurückgezogener im Wald und sucht weniger die Gesellschaft anderer Tiere. Wiedergelesen hatte ich das Buch vor allem, weil ich mich an eine Episode erinnerte, die mich beim ersten Mal irritiert hatte. Die Tiere begegnen darin dem Gott Pan, ohne ihn recht zu erkennen und ohne sich danach an ihn erinnern zu können. War Pan damals populär? …

Erzählen mit Perspektivenwechsel: Eisbär im Haus

Erlebniserzählung, 6. Klasse: Umgestaltung einer Zeitungsmeldung in eine Erzählung. Als Hausaufgabe gab es einen Artikel zu einem Eisbären, den ein Junge aus Neufundland aus der elterlichen Wohnung vertrieben hatte. Aus diesem Artikel sollte eine Erzählung werden. Ich hatte ihn mal aus einer Handreichung oder einem Schulbuch gezogen, und weil ich zu faul bin, nach der Quelle zu suchen, kann ich ihn hier nicht abdrucken. Zusätzliche Bedingung bei dem Übungsaufsatz (und dann später auch in der Schulaufgabe): Es musste einmal die Erzählperspektive gewechselt werden, zum Beispiel so, dass eben zuerst aus der Sicht einer Person erzählt wird und dann – nicht …

Gemischtes Material zum Graphendurchlauf (Tiefensuche und Dijkstra)

Ein Graph ist wie die verkettete Liste eine dynamische Datenstruktur. Das ist Stoff im Fach Informatik, 11. Klasse, Bayern. Ein Graph ist im eigentlich nur ein Haufen von Punkten, von denen manche miteinander verbunden sind. Die Punkte heißen auch Knoten und die Verbindungen Kanten. Ein Graph besteht also aus einer Reihe von Knoten und einer Reihe von Kanten; jede Kante verbindet zwei Knoten, und von jedem Knoten geht eine Anzahl von Kanten weg. So einen Graph kritzelt man ganz schnell auf ein Blatt Papier. “Das ist das Haus vom Nikolaus” ist ein Graph. Die kleine Karte, die man sich bei …

Trochäische Vierheber

Metrik in der 6. Klasse: 1. Erst mal das Zählen von Silben üben. Was ist eine Silbe, was ist keine? Das Wort “Abend” hat zwei Silben, auch wenn man in der Silbentrennung nicht “A‑bend” schreiben darf. 2. Das Unterscheiden von betonten und unbetonten Silben üben. Jede Silbe ist im Deutschen eher mehr oder eher weniger betont. (Das ist nicht in allen Sprachen so.) 3. In vielen Gedichten gibt es als Gerüst eine ziemlich regelmäßige Verteilung von betonten und unbetonten Silben. Diese Verteilung heißt Metrum. An Beispielen üben. Noch nichts von Jambus oder Trochäus sagen, keine Taktstriche machen. Das sieht dann …

Stillleben zur Schullektüre

Ein Quiz: Was lesen wir gerade im Deutsch-LK? Das könnte ich öfter machen; zu jeder Lektüre ein Stillleben mit den wichtigsten Dingen aus dem Buch – Symbolen, Leitmotiven, MacGuffins. Eine Sammlung davon wäre schön, so jeweils als Einstieg zur Besprechung oder Wiederholung. (Und so haben meine Schüle auch mal Udon- und Ramen-Nudeln gesehen. Und ja, wir lesen das Buch in deutscher Übersetzung.)

Bildbeschreibung

Neulich beim Respizieren habe ich das folgende Thema gesehen. Bildbeschreibung, 45 Minuten, 7. Klasse, Bayern, Gymnasium. Einen sehr guten Beispielaufsatz schreibe ich darunter. Jean-Baptiste Siméon Chardin, “Dame beim Tee” Beschreibe das Gemälde “Dame beim Tee” von Jean-Baptiste Siméon Chardin aus dem Jahre 1735 nach den im Unterricht besprochenen Regeln und Vorgaben. Achte auf eine saubere äußere Form und sprachliche Korrektheit! Aufsatz, in gänzlich unverbesserter Form: Das 1735 entstandene Gemälde “Dame beim Tee” von Jean-Baptiste Siméon Chardin zeigt eine Frau, die in entspannter und ruhiger Haltung sitzend ihren Tee genießt. Das Bild ist insgesamt mit matten und abgeschwächten Farben gestaltet, rechts …

Vorgangsbeschreibung: Die Knalltüte

Zwischendrin zum Üben in der 6. Klasse, damit die Kinder auch genug Unfug lernen. Die Schüler haben die gezeichnete Anleitung gekriegt, aber das hat ihnen noch nicht gereicht zum Nachbauen – etwas Text dazu muss eben doch sein, etwas Erklärung, ein paar Temporalsätze und Final- oder Kausalsätze. Daher die Vorgangsbeschreibung. Die Zeichnung habe ich selbst gemacht, da ich keine freien Zeichnungen fürs Blog gefunden habe. Ist vielleicht etwas einfach für die 6. Klasse, aber immerhin bringe ich ihnen auch die Fachausdrücke “Bergfalte” und “Talfalte” bei. Ein bisschen Origami sollte ohnehin jeder können. Natürlich haben die Schüler danach nicht mehr viel …

Einfach verkettete Listen: meine Materialsammlung

Ich habe schon mal etwas über Listen geschrieben, wo ich das Konzept etwas ausführlicher erkläre. Ich wiederhole ein bisschen davon hier, will aber vor allem mein bisher erstelltes Material präsentieren, falls es jemand brauchen kann. (Zielgruppe: bayerische Informatiklehrer der 11. Klassen.) Einführung Nehmen wir an, wir wollen ein Computerspiel programmieren. Im Spiel gibt es einen Helden, Threepwood genannt. Und es gibt viele Gegenstände, die Threepwood aufheben und mitnehmen und wieder loswerden kann, darunter: Schaufel, Klavier, Spielkarte. Diese Bausteine werden jeweils separat programmiert und man hat eine Welt voller Gegenstände mit einem Helden drin. Wie kommt der Held aber an die …

Der englische Schulroman (neue Abenteuer im Papierweb)

Ende der Sommerferien brachte ich mir aus England ein Buch mit, das mir zufällig untergekommen war: Stalky & Co von Rudyard Kipling. Ich hatte schon mal davon gehört, außerdem lese ich Kipling gerne (so gerne, dass ich einen Eintrag über ihn schreiben muss), und es war eine schöne Ausgabe. In neun Episoden werden darin die Abenteuer eines Triumvirats von Schuljungen an einer public school erzählt: Stalky, M’Turk und Beetle. Toll erzählt, wie fast immer bei Kipling. Er verzichtet auch weitgehend auf die Wiedergabe von Dialekt, die manche seiner Geschichten – und vor allem manche Gedichte – für mich unlesbar macht. …

Einfach verkettete Liste, Rekursion und Entdeckungen bei Powerpoint

Gestern habe ich in Informatik die erste rekursive Methode eingeführt: die Länge einer Liste bestimmen. Hm, ja. Dann muss ich wohl zuerst erklären, was eine Liste ist. Das wird jetzt etwas technisch. wer durchhält, wird mit Videos belohnt. 1. Die Liste Eine beliebig lange Liste von Objekten, zum Beispiel Wörtern, oder Schülern, oder Gegenständen im Computerspiel, kann man mit einer einfach verketteten Liste darstellen. Einfach verkettet heißt, dass sich einfach jedes Element seinen unmittelbaren Nachfolger merkt. Das sieht dann so aus: Die Liste ist hier dargestellt als waagrechte Schnur mit Knoten daran, und an jedem Knoten baumelt – wie bei …