{"id":10649,"date":"2018-02-28T12:38:56","date_gmt":"2018-02-28T11:38:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=10649"},"modified":"2023-06-11T10:20:39","modified_gmt":"2023-06-11T08:20:39","slug":"notenmachen-leidiges-transparenz-und-notengerechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/02\/notenmachen-leidiges-transparenz-und-notengerechtigkeit.htm","title":{"rendered":"Notenmachen, leidiges: Transparenz und Notengerechtigkeit"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/02\/notenmachen-leidiges-transparenz-und-notengerechtigkeit.htm#comments'>10 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Neulich klagte eine Oberstufensch\u00fclerin \u00fcber ihre m\u00fcndliche Note (nicht in meinem Fach, und ohne dass der Name der anderen Lehrkraft oder des anderen Fachs fiel). Neun Punkte seien einfach nicht angemessen f\u00fcr die rege und kluge Mitarbeit. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sch\u00fclerin da kluge Sachen sagt.<\/p>\n<p>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler glauben immer noch daran, dass es die eine m\u00fcndliche Mitarbeitsnote gibt. Wir machen es ihnen auch leicht, in diesem Glauben zu verharren &#8211; weil es vielleicht manches einfacher macht. Tats\u00e4chlich ist es so, dass es einen Durchschnitt aus &#8222;kleinen Leistungserhebungen&#8220; gibt, also angesagten und nicht anegsagten kleineren schriftlichen Pr\u00fcfungen, Ausfragen, Gedichtaufsagen, Referat, Unterrichtsbeobachtung, irgendetwas davon. Diese kleinen Leistungserhebungen hie\u00dfen fr\u00fcher &#8222;m\u00fcndliche Leistungen&#8220;, obwohl sie zum Gro\u00dfteil gar nicht m\u00fcndlich sind. Heute muss man in der Oberstufe mindestens zwei solcher kleinen Noten haben, und davon wiederum muss eine echt m\u00fcndlich sein. All diese Noten &#8211; und das ist f\u00fcr eine Beh\u00f6rde am wichtigsten &#8211; m\u00fcssen mit Datum versehen sein, und man muss gegebenenfalls nachweisen k\u00f6nnen, dass sie gerechtfertigt entstanden sind: Datum, und am besten noch ein kurzes Protokoll der Fragen und Antworten.<\/p>\n<p>Und das f\u00fchrt dazu, dass man mit Kursen bis zu 31 Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen auch nicht zu mehr kommt als zu zwei kleinen Leistungserhebungen. Davon ist vielleicht ein schriflticher Test und eine m\u00fcndliche Note, und das reicht, und das z\u00e4hlt 50% der Semesterpunkte, und ob diese eine m\u00fcndliche Note der tats\u00e4chlichen Leistung \u00fcber das ganze Semester entspricht, ist, beh\u00f6rdlich gesprochen, egal.<\/p>\n<p>Am liebsten w\u00fcrde ich tats\u00e4chlich nach Gef\u00fchl eine m\u00fcndliche Note f\u00fcr die ganze Mitarbeit (deren Qualit\u00e4t, nat\u00fcrlich, nicht die Quantit\u00e4t) verteilen. Und ich bilde mir ein, dass das gerechter w\u00e4re als das aktuelle Verfahren. Aber das aktuelle Verfahren ist nun mal transparent (wenn auch nicht unbedingt gerecht im Sinne von: der Leistung entsprechend), und meines w\u00e4re das nicht. Und ja, gerecht w\u00e4re es vielleicht doch nicht &#8211; lieber ein schlechtes Korrektiv als gar keines. Ansonsten sitzt man den \u00fcblichen Vorurteilen auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(10 Kommentare.) Neulich klagte eine Oberstufensch\u00fclerin \u00fcber ihre m\u00fcndliche Note (nicht in meinem Fach, und ohne dass der Name der anderen Lehrkraft oder des anderen Fachs fiel). Neun Punkte seien einfach nicht angemessen f\u00fcr die rege und kluge Mitarbeit. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sch\u00fclerin da kluge Sachen sagt. 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