{"id":10842,"date":"2018-04-01T18:25:05","date_gmt":"2018-04-01T16:25:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=10842"},"modified":"2018-04-01T18:26:25","modified_gmt":"2018-04-01T16:26:25","slug":"iltb-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/04\/iltb-2018.htm","title":{"rendered":"ILTB 2018 &#8211; Basteln mit sozialen Netzwerken"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/04\/iltb-2018.htm#comments'>3 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>So mag ich meine \u00fcberregionalen Fortbildungen: Einmal ohne Umsteigen mit der U-Bahn von zu Hause aus, mit der Jahreskarte vom M\u00fcnchner Verkehrsnetz. Diesmal war es der Informatiklehrertag Bayern 2018, der letztes Jahr in Passau war und n\u00e4chstes Jahr Bayreuth stattfinden wird.<\/p>\n<p>Dieses Jahr fiel der ILTB auf die Osterferien. Denn gleichzeitig fand die &#8211; gr\u00f6\u00dfere &#8211; Tagung des MNU statt, eines Verbandes aller mathematisch-naturwissenschaftlichen F\u00e4cher, und in die wurde der ILTB integriert. Manche Lehrer und Lehrerinnen mag der Termin abgeschreckt haben, und ich h\u00e4tte auch meine Urlaubspl\u00e4ne nicht ge\u00e4ndert \u2013 aber diese Ostern bleibe ich in M\u00fcnchen, und so passte mir das gut, und viele andere Informatiklehrer und -lehrerinnen waren auch da. Aber klar, wer Kinder hat und mit denen in den Ferien Urlaub macht, der kann zu den Ferienterminen nicht kommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/iltb2018.jpg\" alt=\"Tasche mit MNU-Logo, Kressesamen als Verlagswerbung\" width=\"600\" height=\"450\" class=\"alignnone size-full wp-image-10845\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/iltb2018.jpg 600w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/iltb2018-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/iltb2018-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/iltb2018-135x101.jpg 135w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<h3>Vortrag<\/h3>\n<p>Der Tag begann mit einem Vortrag von Prof. Daniel Cremers vom Lehrstuhl f\u00fcr Computer Vision &#038; Artificial Intelligence an der TUM. Das Thema: Wie 3D-Modelle der realen Umwelt f\u00fcr den Computer entstehen. Da gibt es wohl zwei M\u00f6glichkeiten: Man scannt die Umwelt mit einem Laser ein. Das ist wohl genau, aber teuer, und eignet sich nur f\u00fcr eine unbewegte Umwelt. Die andere M\u00f6glichkeit, die von Cremers verfolgt wird, besteht darin, aus Foto- und Videoaufnahmen ein 3D-Modell zu erstellen. Das ist erst einmal gar nicht so einfach, weil diese Bilder ja nur ein 2D-Abbild darstellen. Aber <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2017\/04\/kinect-mit-scratch.htm\">wie schon bei der Kinect zu sehen,<\/a> kann man aus mehreren zweidimensionalen Bildern schon rekonstruieren, wie weit ein Bildpunklt von der Kamera entfernt war. <\/p>\n<p>Und so kann man jetzt mit ein oder zwei Kameras zu Fu\u00df oder mit dem Auto oder mit einem Quadcopter eine Strecke entlanggehen, -fahren oder fliegen, und hat danach ein brauchbares 3D-Modell. Wenn man eine Szene filmt, etwa f\u00fcr einen Film, hat man danach ein animiertes 3D-Modell der Szene, farbig, und kann dann eine virtuelle, auch bewegte, Kamera an Stellen platzieren, an denen nie eine echte Kamera war.<\/p>\n<h3>Workshop: Socialbotnet<\/h3>\n<p>Mit den beiden Workshops, die ich besuchte, hatte ich Gl\u00fcck; sie waren gut und behandelten Themen, die mich interessierten. Im ersten stellte Benjamin Knorr seine Zulassungsarbeit vor, an der er gerade arbeitet: <a href=\"https:\/\/social-bot-net.herokuapp.com\/\">Socialbotnet<\/a>. Das ist eine Art Twitter im Kleinformat, das man als Lehrer als Server laufen l\u00e4sst. Man kann sich \u00fcber den Browser registrieren, an- und abmelden, sein Profil bearbeiten und vor allem Mininachrichten ver\u00f6ffentlichen und die Nachrichten anderer Nutzer liken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/socialbotnet.png\" alt=\"Screenshot Webseite socialbotnet\" width=\"681\" height=\"800\" class=\"alignnone size-full wp-image-10847\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/socialbotnet.png 681w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/socialbotnet-128x150.png 128w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/socialbotnet-255x300.png 255w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/socialbotnet-135x159.png 135w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/p>\n<p>Das ist aber eigentlich nur die Bedingung f\u00fcr das eigentliche Projekt: Die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen schreiben Programme (zum Beispiel in Java, unter BlueJ), die sich die aktuellen Mininachrichten vom Server geben lassen, sie eventuell auswerten und auf sie mit eigenen Kommentaren oder Likes reagieren. So etwas nennt man gerne Bot. Man kann zum Beispiel einen Bot schreiben, der sich regelm\u00e4\u00dfig alle neuen Nachrichten geben l\u00e4sst und auf diejenigen, die mit &#8222;Ich bin ja kein&#8220; beginnen, eine Antwort schreibt: &#8222;Bist du doch!&#8220;<\/p>\n<p>So etwas \u00c4hnliches habe ich auch mal f\u00fcr Twitter programmiert, denn die echten sozialen Netzwerke bieten genau die gleiche M\u00f6glichkeit, programmgesteuert Nachrichten zu lesen und zu verfassen und mit anderen Nachrichten zu interagieren. Das kann gut gemacht sein; ich folge bei Twitter etwa dem <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MythologyBot\">MythologyBot<\/a>, der regelm\u00e4\u00dfig die Kategorisierung verschiedener mythologischer Motive aus dem Thompson-Index twittert. Noch surrealer ist der <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MagicRealismBot\">MagicRealismBot<\/a>, der bedachtsam generierte, oft fesselnd abstruse Kurznachrichten &#8211; oder Geschichtenvorschl\u00e4ge? &#8211; pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich kann man auch Bots erstellen, die so tun, als w\u00e4ren sie echte Menschen, und die gezielt auf ausgew\u00e4hlte Nachrichten reagieren &#8211; ob sie Falschnachrichten verbreiten oder nur Stimmung machen, sie k\u00f6nnen zur Manipulation eingesetzt werden, indem sie eine gro\u00dfe Zahl an Menschen vorgaukeln, wo keine sind, und gezielt auf bestimmte Nutzergruppen zugeschnitten sind. Wie gro\u00df die Gefahr durch diese Bots wirklich sind und ob die Falschnachrichten eher durch tats\u00e4chliche Menschen verbreitet werden: anderes Thema.<\/p>\n<h4>Technischer Einschub<\/h4>\n<p>Ein Programm kommuniziert mit so einem Server im Internet folgenderma\u00dfen: Der Server muss erst einmal so eine M\u00f6glichkeit zur Verf\u00fcgung stellen, das hei\u00dft dann API (Application Programming Interface). Wenn man zum Beispiel den Server \u00fcber folgende http(s)-Anfrage aufruft, eine sogenannte GET-Anfrage, manuell oder \u00fcber ein Programm:<\/p>\n<p><code>http:\/\/localhost:30003\/api\/posts?limit=5<\/code> bzw. auf Benjamins Beispielserver<br \/>\n<code>https:\/\/social-bot-net.herokuapp.com\/api\/posts?limit=5<\/code><\/p>\n<p>dann erh\u00e4lt man eine Antwort, n\u00e4mlich die letzten 5 Beitr\u00e4ge, die im Browser etwas un\u00fcbersichtlich dargestellt werden, f\u00fcr den Computer aber gut lesbar sind. H\u00e4ufig sind GET-Anfragen, um Informationen zu erfragen, und POST-Anfragen, um Informationen zu senden. Die genaue Form dieser API variiert von Server zu Server, und auch die Art der zur\u00fcckgegebenen Daten, beliebte Formate dazu hei\u00dfen XML oder JSON. Diese maschinenfreundlich formatierte Server-Antwort kann man dann mit dem Programm auswerten.<\/p>\n<p><strong>Habe ich das Programm zum Laufen gekriegt?<\/strong> Ja. Aber wenn man, wie ich, nicht genau wei\u00df, was man tut, ist das gar nicht so einfach. Man muss die Software Git und die Software Maven auf dem Rechner installiert haben. Dann kann man das von der Kommandozeile aus mit zwei Zeilen Code machen. Oder man hat die Entwicklungsumgebung Eclipse installiert, die Git und Maven bereits enth\u00e4lt. Mit Git kopiert man das Projekt aus dem Internet auf den eigenen Rechner (das geht, weil Benjamin wie viele andere auch ihren Code auf diese Weise zu Verf\u00fcgung stellt). Aber lauff\u00e4hig ist das Programm dann noch nicht.<\/p>\n<p>Denn ein gr\u00f6\u00dferes oder auch kleineres Softwareprojekt entsteht heutzutage nicht mehr dadurch, dass sich ein Team oder auch nur einer hinsetzt und von vorne bis hinten alles programmiert. Vielmehr greift man auf Teilprojekte zur\u00fcckt, die bereits von anderen erstellt wurden, und baut auf diesen auf. Es muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden. Also besteht ein Projekt aus 90% Code von anderen, fremden, Leuten, zu denen 10% eigener Code kommen. Wenn ich den Code meines Projekts jetzt online stelle (und nicht nur das fertige, ausf\u00fchrbare Progamm), damit andere damit arbeiten k\u00f6nnen, gibt es zwei M\u00f6glichkeiten: <\/p>\n<ul>\n<li>Ich stelle meine 10% online, und die 90% Fremdcode ebenso. Das macht Arbeit.<\/li>\n<li>Ich stelle meine 10% Code online, und vermerke, welche 90% fremde Packackes n\u00f6tig sind, damit mein Projekt funktioniert. Wer mein Projekt nutzen will, besorgt sich einfach diese 90% von anderswo her. Vielleicht hat er oder sie ja eh schon Teile davon.<\/li>\n<li>Es w\u00e4re ziemlich umst\u00e4ndlich, sich von Hand diese fehlenden Programmteile herunterzuladen.  Also gibt es wieder Software, die das f\u00fcr einen tut, so dass ich zu den 10% heruntergeladenem Code sagen kann: Besorge mir bitte die 90% fehlenden Code. Ein solches System, das nat\u00fcrlich noch viel mehr kann, hei\u00dft Maven, und das wurde bei diesem Projekt benutzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit f\u00fcr den Einsatz in der Schule:<\/p>\n<ul>\n<li>Tolle Idee, gutes Design. Inhaltlich sehr interessant f\u00fcr die Schule, zur Zeit 10. oder 12. Klasse.<\/li>\n<li>Wenn das Produkt ganz und gar fertig ist, h\u00e4tte ich gerne das vollst\u00e4ndige Programm als Download, nicht unbedingt den Code selber, sondern vor allem die ausf\u00fchrbaren Dateien. Das gibt es noch nicht.<\/li>\n<li>Ich habe das Projekt auch nur unter Eclipse zum Laufen gekriegt und nicht von der Kommandozeile aus, das macht den Einsatz in der Schule einen Tick schwerer, aber geht schon. Irgendwann kriege ich das auch mit der Kommandozeile hin.<\/li>\n<li>Die \u00c4nderungen an der Datenbank noch nicht gespeichert, sondern bei jedem Neustart wird der &#8211; allerdings ver\u00e4nderbare &#8211; Ausgangszustand wiederhergestellt. W\u00e4re anders sch\u00f6ner, ist aber kein gro\u00dfes Problem.<\/li>\n<li>Lieber w\u00e4re mir Software in PHP, die ich auch auf meinem gemieteten Server und damit im Internet laufen lassen k\u00f6nnte (auf dem ich keine Java-Programme installieren kann), aber f\u00fcr den Computerraum geht es auch so &#8211; vorausgesetzt die Windows-Firewall blockiert das nicht, wie an meiner Schule.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Workshop: InstaHub<\/h3>\n<p>Im zweiten Workshop stellte Julian Dorn sein Projekt <a href=\"https:\/\/instahub.org\/\">InstaHub.org<\/a> vor. (F\u00fcr das \u00e4hnliche Vorg\u00e4ngerprojekt hat Julian 2017 den Preis der GI \u2013 Gesellschaft f\u00fcr Informatik \u2013 erhalten.) InstaHub ist ebenfalls ein soziales Netzwerk, angelehnt an Instagram. Man arbeitet aber nur im Browser damit, es gibt keine API, um von au\u00dfen darauf zuzugreifen. Auf der Webseite kann man sich registrieren, an- und abmelden, ein Profil ausf\u00fcllen, und Bilder ver\u00f6ffentlichen und verschlagworten \u2013 und die Bilder der anderen Benutzer anschauen und mit einem Like-Sternchen versehen. Es geht aber gar nicht darum, dass man das macht; das Netzwerk ist von Anfang an bereits mit 200 Nutzern gef\u00fcllt und mit hunderten von Bildern. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/instahub-700x515.png\" alt=\"Screenshot InstaHub\" width=\"700\" height=\"515\" class=\"alignnone size-large wp-image-10869\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/instahub-700x515.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/instahub-150x110.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/instahub-300x221.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/instahub-135x99.png 135w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/instahub.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p>Vielmehr ist jede Sch\u00fclerin der (alleinige) Administrator des eigenen InstaHub-Systems. Jeder Sch\u00fcler kriegt also sein eigenes Netzwerk, das unabh\u00e4ngig von den anderen funktioniert. Als ein solcher Administrator hat man Zugang zur R\u00fcckseite des Netzwerks, sozusagen, und zwar insbesondere auf die Datenbank, in der (fast) alle Daten von InstaHub verwaltet werden. Die Datenbank ist vom im Web verbreiteten Typ MySQL, und man kann in der Datenbanksprache SQL \u2013 Stoff der 9. Jahrgangsstufe Informatik in Bayern \u2013 Anfragen stellen, also etwa:<\/p>\n<p><code>select name from users where city = 'M\u00fcnchen' and gender = 'male'<\/code><\/p>\n<p>Nach und nach k\u00f6nnen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen weitere vorgegebene Tabellen anlegen (mit Bildern, Kommentaren) und automatisch bef\u00fcllen und damit komplexere Anfragen \u00fcber mehrere Tabellen durchzuf\u00fchren. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie als Administratoren die Inhalte der Datenbank bearbeiten \u2013 Nutzer l\u00f6schen, ihr Passwort \u00e4ndern oder einsehen (allerdings in gehashter Form, also nicht im Klartext gespeichert), Beitr\u00e4ge der Nutzer \u00e4ndern, was man als Admin halt so kann, aber nicht sollte.<\/p>\n<p><strong>Habe ich das Programm zum Laufen gekriegt?<\/strong> Ja und nein, wie oben. Mit Git das Projekt aus dem Repository geklont, dann die 90% fehlenden Programmteile hinzugeladen \u2013 diesmal nicht mit Maven, sondern mit dem PHP-\u00c4quivalent Composer. Nach Beseitigung meiner Tippfehler problemlos &#8211; im Nachhinein ist das alles leicht, wenn man erst einmal wei\u00df, was das ist, was man gerade tut. Allerdings ist das Programm f\u00fcr den Einsatz auf einem echten Webserver gedacht, mit vollem Zugriff auf das benutzte MySQL-Datenbanksystem. Das schlie\u00dft leider aus, dass das Programm auf meinem billigen gehosteten Server l\u00e4uft, denn auf die MySQL-Datenbank dort habe ich keinen vollen Zugriff, sondern habe nur 1 Benutzer auf 1 Datenbank, und kann nicht automatisiert weitere Benutzer und weitere Datenbanken erstellen. <\/p>\n<p>Also lasse ich das Programm nicht auf einem echten Server im Web laufen, sondern lokal auf dem Windows-Rechner zu Hause. Dazu muss man einen MySQL-Server installieren, und einen Webserver, und die Sprache PHP, in der viele Programme f\u00fcrs Web geschrieben sind. So etwas gibt es gl\u00fccklicherweise vorkonfiguriert unter dem Stichwort XAMPP. Nur gibt es dann immer noch zwei Probleme: Erstens habe ich mit XAMPP vorerst keine Domain oder Subdomain; die Webseite ist vielmehr unter der Adresse http:\/\/localhost oder http:\/\/127.0.0.1 erreichbar. Aber damit sind keine Subdomains m\u00f6glich, und die verlangt InstaHub &#8211; jeder Sch\u00fcler kriegt sein eigenes kleines Netzwerk unter einer eigenen Subdomain, also etwa fuhse15.instahub.grg. Aber auch das ist unter Windows m\u00f6glich, dazu muss man in einer kleinen Textdatei im Windows-Ordner erg\u00e4nzen, dass Browseranfragen an instahub.grg (&#8222;GRG&#8220; ist der Name meiner Schule) umgeleitet werden sollen nach 127.0.0.1. Dann kann ich auch tats\u00e4chlich einfach http:\/\/instahub.grg in den Browser eingeben, obwohl es diese Adresse im Web gar nicht gibt, und lande bei 127.0.0.1, also letztlich dem Webserver unter XAMPP. Leider bringt mir das f\u00fcr die Schule nichts: Zum einen kann ich da nicht in die Windows-Systemdateien eingreifen, zum anderen m\u00fcsste ich jede m\u00f6gliche Subdomain von Hand in diese Textdatei eintragen.<\/p>\n<p>Leichter zu l\u00f6sen ist das zweite Problem, dass der \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche InstaHub-Ordner logisch auf der obersten Webserver-Ebene und nicht in einem Unnterverzeichnis liegen muss, wie es tats\u00e4chlich der Fall ist. Das l\u00e4sst sich aber durch eine Konfigurierung des XAMPP-System anpassen. Und dieses XAMPP-System kann ich auch in der Schule laufen lassen.<\/p>\n<p>Also werde ich in den sauren Apfel bei\u00dfen und mir einen ordentlichen Webserver mieten m\u00fcssen. Denn ausprobieren will ich InstaHub (das dann nat\u00fcrlich InstaMeineSchule hei\u00dfen w\u00fcrde) schon. <\/p>\n<p>Fazit f\u00fcr den Einsatz in der Schule:<\/p>\n<ul>\n<li>Zur Didaktik wieder nichts, weil mir da viel einf\u00e4llt.<\/li>\n<li>Sehr sch\u00f6n: das Design. Mir selber w\u00fcrde es reichen, wenn es auf einer strukturellen Ebene Instagram und dergleichen entspricht, aber angenommen werden solche Projekte von vielen Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen nur dann, wenn sie auch gut aussehen.<\/li>\n<li>Lieber w\u00e4re mir, wenn eine einzelne Datenbank ausreichen w\u00fcrde. Aber das w\u00e4re sehr unpraktisch, umst\u00e4ndlich, fehleranf\u00e4llig und von der Leistung her ung\u00fcnstig, okay, okay.<\/li>\n<li>Installation: Auf einem echten Webserver sicher leichter zu installieren, aber unter Windows kann man &#8211; leider nicht f\u00fcr den Schulbetrieb &#8211; das ganze schon einmal ausprobieren. Julians Installationsanleitung ist verst\u00e4ndlich und man kommt damit auch als verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Laie zurecht.<\/li>\n<li>Man kann auch Julians Server dazu benutzen, muss sich dazu nur bei ihm als Lehrer melden, dann gibt er einem Lehrerrechte auf seiner instahub-Installation, und als Lehrerin wiederum kann man die sich zugeordneten Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen und deren Datenbanken verwalten.<\/li>\n<li>Trotzdem erfordert das Eingew\u00f6hnungszeit, aber dann kann man sch\u00f6ne Sachen damit machen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wieder was gelernt, bei der Fortbildung, und vor allem danach, beim Ausprobieren. Fachliche Fehler sind nicht ausgeschlossen, ich habe viel zusammengefasst und m\u00f6glicherweise falsch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(3 Kommentare.) So mag ich meine \u00fcberregionalen Fortbildungen: Einmal ohne Umsteigen mit der U-Bahn von zu Hause aus, mit der Jahreskarte vom M\u00fcnchner Verkehrsnetz. 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