{"id":11397,"date":"2018-07-18T11:29:39","date_gmt":"2018-07-18T09:29:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=11397"},"modified":"2018-08-03T17:01:10","modified_gmt":"2018-08-03T15:01:10","slug":"ein-spiel-fuer-die-klasse-super-babel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/07\/ein-spiel-fuer-die-klasse-super-babel.htm","title":{"rendered":"Ein Spiel f\u00fcr die Klasse: Super-Babel"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/07\/ein-spiel-fuer-die-klasse-super-babel.htm#comments'>6 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Von Robert Abbott gibt es ein altes, schmales dtv-B\u00e4ndchen <em>Kartenspiel als Kunst,<\/em> in dem nicht nur das Spiel <em>Eleusis<\/em> vorgestellt wird, wenn auch in der alten Fassung (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2005\/03\/eleusis.htm\">Blogeintrag dazu<\/a>), sondern auch ein Spiel namens <em>Babel,<\/em> mit der Vielspielerversion <em>Super-Babel<\/em>. Babel ist ein nicht-rundenbasiertes Spiel, wie ich sie sehr sch\u00e4tze (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2017\/04\/nicht-rundenbasierte-spiele.htm\">Blogeintrag dazu<\/a>).<\/p>\n<p>Super-Babel habe ich jetzt mit einer 6. und einer 10. Klasse gespielt, jeweils mit 15 Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen &#8211; der Rest war auf Chor- und Orchesterwoche. Man m\u00fcsste das aber auch gut mit einer ganzen Klasse spielen k\u00f6nnen, und wenn man das auf Englisch spielen l\u00e4sst, kann man es vielleicht sogar als Sprach\u00fcbung verkaufen. <\/p>\n<p>Bei Super-Babel braucht man pro 3 Spieler ein Kartenspiel zu 52 Blatt. Als ehemaliger Pokerspieler habe ich genug Spiele zu Hause, gerne auch mit verschiedenem R\u00fccken, das macht das Sortieren nach dem Spielende einfacher. F\u00fcr 15 Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen  sind das also 5 Kartenspiele, gemischt. Jeder Spieler erh\u00e4lt 10 Karten. Bestimmte Kombinationen kann man bei einem Spielleiter gegen Punkte eintauschen, gibt dabei die zehn Karten ab und erh\u00e4lt zehn neue. (Aus den abgelegten Karten wird ein neuer Stapel gebildet.)<\/p>\n<p>Man kommt an die gesuchten Kombinationen, indem man Karten mit den anderen Spielerinnen tauscht &#8211; immer eine gleiche Anzahl, also zwei gegen zwei oder drei gegen drei oder eine gegen eine. Der Rest ist Verhandlungssache. Die Spielerinnen und Spieler laufen also im Klassenzimmer herum und rufen &#8222;Suche Karo&#8220; oder &#8222;Suche Achter, biete Herz&#8220;, und tauschen nach Lust und Laune. Wer ein abgabefertiges Blatt hat, tauscht das gegen Punkte ein, und sobald ein Spieler 200 Punkte erreicht hat, ist eine Partie zu Ende.<\/p>\n<p>Das Erkl\u00e4ren des Spiels dauerte knapp zehn Minuten, ein Spiel knapp vierzig Minuten. Mit M\u00fch und Not kriegt man das also in eine Einzelstunde, aber wir haben eh Doppelstunden, und so spielten wir zwei Runden.<\/p>\n<p>Die Kombinationen f\u00fcr Super-Babel kommen vom Pokern:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Straight:<\/strong> 5 aufeinanderfolgende Karten. Das As kann dabei hoch oder niedrig sein, aber nicht beides, also etwa A2345 oder TJQKA (T steht f\u00fcr Ten), nicht aber QKA23.<br \/>\nWert: 5 Punkte.<\/li>\n<li><strong>Flush:<\/strong> 5 <em>verschiedene<\/em> Karten in <em>einer<\/em> Farbe, wobei Farbe hier <em>suit<\/em> hei\u00dft: Pik, Herz, Karo (oder &#8222;Raute&#8220;, wioe es in der 6. klasse hei\u00dft), Kreuz. <em>Verschieden<\/em> hei\u00dft, dass zum Beispiel nicht zwei Kreuz Vier verwendet werden d\u00fcrfen &#8211; es gibt ja alle Karten f\u00fcnffach.<br \/>\nWert: 7 Punkte.<\/li>\n<li><strong>Full House:<\/strong> Einmal 3 verschiedene Karten von gleichem Wert (und damit automatisch verschiedener Farbe) und einmal 2 verschiedene Karten von gleichem Wert (auch die dann von verschiedener Farbe).<br \/>\nWert:<\/strong> 10 Punkte.<\/li>\n<li><strong>Four of a Kind:<\/strong> 4 verschiedene Karten von gleichem Wert, also von jeder Farbe eine.<br \/>\nWert: 15 Punkte<\/li>\n<li><strong>Straight Flush:<\/strong> 5 aufeinanderfolgende Karten in einer Farbe. Ansonsten siehe <em>straight<\/em> und <em>flush.<\/em><br \/>\nWert: 20 Punkte.<\/li>\n<li><strong>Royal Flush:<\/strong> TJQKA von einer Farbe, also der h\u00f6chstm\u00f6gliche <em>straight flush.<\/em><br \/>\nWert: 21 Punkte.<\/li>\n<li><strong>Doppel-Straight:<\/strong> 10 aufeinanderfolgende Karten, As weiterhin hoch oder niedrig, aber nicht in der Mitte.<br \/>\nWert: 30 Punkte.<\/li>\n<li><strong>Doppel-Flush:<\/strong> 10 <em>verschiedene<\/em> Karten in <em>einer<\/em> Farbe (Pik, Herz, Karo, Kreuz).<br \/>\nWert: 40 Punkte.<\/li>\n<li><strong>Doppel-Straight-Flush:<\/strong> 10 aufeinanderfolgende Karten in <em>einer<\/em> Farbe, As hoch oder niedrig.<br \/>\nWert: 80 Punkte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wichtig: Zum Abgeben braucht man entweder zwei regul\u00e4re Kombinationen oder eine Doppel-Kombination. Ein Full House allein kann man also nicht beim Spielleiter eintauschen, wenn man einmal Four of a Kind (mit den anderen Karten, versteht sich) hat, dann schon. Alle zehn Karten werden abgegeben und gegebn neue getauscht.<\/p>\n<p>Bei 15 Spielerinnen und Spielern war ich als Spielleiter schon gut besch\u00e4ftigt. Man muss schnell mischen k\u00f6nnen; wenn Luft blieb, bereitete ich schon einmal P\u00e4ckchen \u00e0 zehn Karten vor und mischte den Ablagestapel. Als Erg\u00e4nzung w\u00e4re noch eine f\u00fcr alle einsehbare Punkteliste an der Tafel gut, oder zumindest die f\u00fchrenden drei Spieler und Spielerinnen.<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne Sache f\u00fcr die Tage vor den Ferien.<\/p>\n<p>Nachtrag: Geht auch mit einer 11. Klasse in und auf Englisch. Man muss sie schon ermahnen, wirklich nur Englisch zu reden, und man muss als Regel einf\u00fchren, dass man einander nicht die Karten zeigen darf, weil es sonst zu leicht ist, sich ums Reden zu dr\u00fccken. Aber dann geht es. Vorher gemacht: Kartenvokabular eingef\u00fchrt &#8211; <em>deal, dealer, cut the cards, hand, winning\/losing hand, ante, shuffle (overhand<\/em> und <em>riffle), wild cards, taking a trick, follow suit<\/em> und, f\u00fcr dieses konkreteSpiel wichtiger: <em>suit (spades, hearts, diamonds, clubs),<\/em> und die Namen der Karten, insbesondere <em>Jack, Queen, Ace, Deuce, Trey.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(6 Kommentare.) Von Robert Abbott gibt es ein altes, schmales dtv-B\u00e4ndchen Kartenspiel als Kunst, in dem nicht nur das Spiel Eleusis vorgestellt wird, wenn auch in der alten Fassung (Blogeintrag dazu), sondern auch ein Spiel namens Babel, mit der Vielspielerversion Super-Babel. Babel ist ein nicht-rundenbasiertes Spiel, wie ich sie sehr sch\u00e4tze (Blogeintrag dazu). 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