{"id":11740,"date":"2018-09-27T18:25:22","date_gmt":"2018-09-27T16:25:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=11740"},"modified":"2023-06-11T07:02:19","modified_gmt":"2023-06-11T05:02:19","slug":"zweite-schulwoche-alles-neu-hose-nibelungen-venediggeschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/09\/zweite-schulwoche-alles-neu-hose-nibelungen-venediggeschichten.htm","title":{"rendered":"Zweite Schulwoche: Alles neu (Hose, Nibelungen, Venediggeschichten)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2018\/09\/zweite-schulwoche-alles-neu-hose-nibelungen-venediggeschichten.htm#comments'>4 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p><strong>Neue Kleidung:<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/guten_morgen.jpg\" alt=\"Selfie im Spiegel\" width=\"518\" height=\"700\" class=\"alignnone size-full wp-image-11741\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/guten_morgen.jpg 518w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/guten_morgen-111x150.jpg 111w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/guten_morgen-222x300.jpg 222w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/guten_morgen-135x182.jpg 135w\" sizes=\"auto, (max-width: 518px) 100vw, 518px\" \/><\/p>\n<p>In Berlin bei <a href=\"https:\/\/www.feinundripp.de\/\">fein und ripp<\/a> im Schaufenster gesehen, also Frau Rau, die so etwas sieht, und die mich am \u00c4rmel zupfte, und dann sagte ich ja, kann ich mir gut vorstellen, und dann sind wir da rein. Schuhe und M\u00fctze auch noch dazu, aber der Ausgangspunkt war die Hose &#8211; schwedische Forstarbeitermontur, siebzig Jahre eingelagert, ans Licht bef\u00f6rdert und jetzt in Berlin verkauft. Hat nur ganz leicht nach Kiste gerochen.<\/p>\n<p>In der Schule so gut wie nicht kommentiert, nur eine aufmerksame Sch\u00fclerin traute sich etwas zu sagen.<\/p>\n<p><strong>Neue Lekt\u00fcre: <\/strong><\/p>\n<p>Das Nibelungenlied in der 7. Klasse. Da macht man Mittelalter, und h\u00f6fische Epik interessiert mich so gar nicht, das Nibelungenlied deutlich mehr. (Und englische Artusepik am meisten, die kommt dann auch noch.) Das kann man auch als Schullekt\u00fcre lesen, muss man aber nicht &#8211; an Prosa\u00fcbersetzungen gibt es eine von Franz F\u00fchmann, die h\u00e4tte mir am besten gefallen, weil sie sehr nah am Text ist. Dann gibt eines Jugendbuchfassung von Auguste Lechner, der f\u00fcr mich jedes Flair fehlt. Die habe ich schon mal vor Jahren gelesen, geht, aber ich wollte das nicht noch einmal, auch weil mich die gegl\u00e4ttete lineare Erz\u00e4hlreihenfolge st\u00f6rt. Und es gibt eine Fassung von Michael K\u00f6hlmeier (den man von den <a href=\"https:\/\/www.br.de\/fernsehen\/ard-alpha\/sendungen\/mythen\/index.html\">Sagen des klassischen Altertums<\/a> kennt), die den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen am besten gefiel. Ich hatte ihnen alle drei Anf\u00e4nge gezeigt, auch um zu zeigen, dass es verschiedene Fassungen eines Stoffes geben kann. Mir sagte der K\u00f6hlmeier am wenigsten zu, weil der Tonfall so ein charmanter Plauderton ist und vor allem Nacherz\u00e4hlung und Kommentar mischt. <\/p>\n<p>Der Kompromiss: Wir lesen das gar nicht, sondern h\u00f6ren uns die K\u00f6hlmeier-Fassung in einzelnen Episoden an (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=OLAK5uy_lvi0kc9D_6kxPbf3u6uqyi-Sd97CoEpvI\">hier bei Youtube<\/a>), nach jeder Episode machen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein eigenes Tafelbild dazu &#8211; am Anfang noch sehr grafisch, mit Pfeilen und Herzen, sp\u00e4ter immer mehr in Stichpunkten, und schon sind wir bei der Textzusammenfassung, neu in der 7. Klasse. <\/p>\n<p><strong>Neue B\u00fccher:<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Mann, &#8222;Tod in Venedig&#8220;, und Daphne du Maurier, &#8222;Don&#8217;t Look Now&#8220; &#8211; letztes hei\u00dft auf Deutsch, zumindest in der ber\u00fchmten Verfilmung, &#8222;Wenn die Gondeln Trauer tragen&#8220;. Deswegen habe ich fr\u00fcher die beiden Titel auch immer durcheinandergebracht, auch weil die Verfilmungen beide aus der gleichen Zeit sind. Es gibt auch inhaltliche Gemeinsamkeiten: Rot als Symbol- und Signalfarbe, der vergebliche Versuch, aus der todbringenden Stadt zu entkommen, das Unheimliche und Dr\u00e4uende, die von der Polizei kleingeredete Gefahr, die Stadt selber nat\u00fcrlich mit ihren Ger\u00fcchen und ihrer Symbolik.<br \/>\nBei Mann sind die S\u00e4tze des Erz\u00e4hlers und das Innenleben Aschenbachs interessant sind &#8211; mein Lieblingssatz ist ein langer aus der Sicht Aschenbachs (wie \u00fcberhaupt der Erz\u00e4hler sich erst im letzten Drittel bemerkbarer macht, finde ich), der voller hei\u00dfer Luft und halbgaren Gedanken beginnt, so dass ich mich schon echauffieren m\u00f6chte&#8230; aber noch im letzten Drittel der &#8211; langen &#8211; Periode kommen die Gedanken Aschenbach dann selber so traumhaft vor: Traumhaft in dem Sinn, dass sie nachts unglaublich klug scheinen und am Morgen dann unverst\u00e4ndlich-oberfl\u00e4chlich sind.<br \/>\nDer Plot selber ist simpel, w\u00e4hrend er bei du Maurier verr\u00e4tselt ist, so verr\u00e4tselt, dass man auch am Ende nicht wei\u00df, was das eigentlich genau passiert ist. Hier ist es die Situation, die fasziniert. <\/p>\n<p><strong>Neue Nachrichten:<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte mich schon gefreut, dass meine Buchhandlung mir als Antwort auf eine Frage eine PGP-verschl\u00fcsselte Mail geschickt hat. Dazu muss sie ja auch meinen (\u00f6ffentlichen) PGP-Schl\u00fcssel haben. Den hatte ich vielleicht mal mitgeschickt, als Anhang? Erinnern konnte ich mich nicht daran. Also antwortete ich, dass ich die B\u00fccher gleich holen w\u00fcrde &#8211; und antwortete ebenso verschl\u00fcsslte, wozu ich den (\u00f6ffentlichen) PGP-Schl\u00fcssel der Buchhandlung haben musste. Den fand ich auch online, in einer Art Verzeichnis.<br \/>\nKurzum: Die Buchhandlung war etwas \u00fcberfordert davon, eine verschl\u00fcsselte Mail erhalten zu haben, und konnte sie auch nicht entschl\u00fcsseln. Ich kl\u00e4rte auf, soweit m\u00f6glich: Die Buchhandlung hatte den E-Mail-Client Thunderbird installiert, und dazu das Verschl\u00fcsselungs-Addon Enigmail, und jemand hatte mal einen Schl\u00fcssel f\u00fcr die Buchhandlungsadresse angelegt, und meinen (\u00f6ffentlichen) Schl\u00fcssel hatte sich Enigmail gemerkt, und ich habe den dann dort gel\u00f6scht, und gut war&#8217;s. Thunderbird\/Enigmail schicken n\u00e4mlich standardm\u00e4\u00dfig verschl\u00fcsselte Mails, wenn sie einen passenden Schl\u00fcssel parat haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(4 Kommentare.) Neue Kleidung: In Berlin bei fein und ripp im Schaufenster gesehen, also Frau Rau, die so etwas sieht, und die mich am \u00c4rmel zupfte, und dann sagte ich ja, kann ich mir gut vorstellen, und dann sind wir da rein. 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