{"id":12568,"date":"2019-03-26T06:51:45","date_gmt":"2019-03-26T05:51:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=12568"},"modified":"2023-06-10T07:58:42","modified_gmt":"2023-06-10T05:58:42","slug":"tagebuchbloggen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2019\/03\/tagebuchbloggen.htm","title":{"rendered":"Tagebuchbloggen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2019\/03\/tagebuchbloggen.htm#comments'>20 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p><em>Es soll ja auch w\u00f6chentliche Tageb\u00fccher geben, vielleicht ja auch monatliche.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Ausschreibung einer\nStelle als Seminarlehrer\/-lehrerin<\/h4>\n\n\n\n<p>Sogar hier in M\u00fcnchen. <em>Dass <\/em>die Stelle zu diesem Zeitpunkt zu besetzen sein wird, wei\u00df ich seit bestimmt einem Jahr, aber jetzt ist sie endlich wirklich ausgeschrieben. Soll ich mich bewerben? Ich will ja eigentlich schon noch mal eine andere Schule sehen, und diese w\u00e4re auch noch in M\u00fcnchen und sehr nah. Klar w\u00e4re das Arbeit und Umstellung f\u00fcr auch nicht mehr Geld oder mehr Bef\u00f6rderung, aber f\u00fcr ein bisschen neue Arbeit ist immer Luft. Zu einem gewissen Ausma\u00df kann ich sicher dabei helfen, ein guter Informatiklehrer oder eine gute Informatiklehrerin zu werden. Allerdings tue ich mir immer schwer, sicher zu sein bei irgend etwas, dazu zweifle ich zu viel. &#8211; Meine Chancen sind so mittel. Bestens qualifiziert bin ich, aber ich kenne \u00e4hnlich und noch besser qualifizierte Leute, die sich vielleicht auch bewerben wollen; au\u00dferdem bin ich alt und w\u00fcrde das nur noch h\u00f6chstens f\u00fcnfzehn Jahre machen k\u00f6nnen. Und am Ende braucht man auch noch ein Auto daf\u00fcr?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nachtrag: Beworben habe ich mich, es ist aber leider nichts daraus geworden. Ich bin sehr qualifiziert und glaube, ich h\u00e4tte das sehr gut gemacht, aber andere halt auch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbungsaufs\u00e4tze<\/h4>\n\n\n\n<p>Mit den Kollegen gibt es Diskrepanzen, es geht um die \u00dcbungsaufs\u00e4tze im Deutschunterricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Am besten lernt man das Schreiben durch Schreiben. Deshalb halten auch immer wieder Schreiben aus dem Kultusministerium dazu an, dass die jungen Leute m\u00f6glichst viel schreiben sollen. Von und f\u00fcr sich allein schreiben Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen aber meistens nicht viel, sie wollen ihre Texte meist auch begutachtet und bewertet haben. Wie viel dieser Aspekt konkret zur Verbesserung der Schreibf\u00e4higkeit beitr\u00e4gt, da bin ich skeptisch \u2013 sei\u2018s drum, es gibt da dieses Konzept der \u00dcbungsaufs\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viele sollen die Lehrer und Lehrerinnen verlangen beziehungsweise einsammeln? \u201eSo viele wie m\u00f6glich\u201c ist nicht die Anwort, denn mit dem Fach Deutsch arbeitet man eh mehr als in anderen F\u00e4chern, eben wegen dieser Korrekturen und \u00dcbungsaufs\u00e4tze. \u201eSo viele wie n\u00f6tig\u201c ist ein edler Ansatz, der aber zu unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viel Arbeit f\u00fchren kann \u2013 irgendwann ist Feierabend, im w\u00f6rtlichen Sinn. \u201eSo viele, wie die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen wollen\u201c halte ich f\u00fcr problematisch. In der Unter- und Mittelstufe m\u00fcssen alle einen Aufsatz abgeben, ob sie wollen oder nicht. In der Oberstufe wird das meist anders gehandhabt \u2013 aber auch da, behaupte ich, beeinflusst man als Lehrkraft, wie viele \u00dcbungsaufs\u00e4tze man kriegt, je nachdem, wie sehr man auf diesen insistiert. Wie viele man kriegen <em>will,<\/em> das ist aber eine schwierige Frage. Ich w\u00fcrde sie ja radikal k\u00fcrzen. \u201eSo viele wie immer\u201c funktioniert nicht mehr, da sich die Zeiten und Vorschriften \u00e4ndern. Vorschriften: Fr\u00fcher gab es n\u00e4mlich vorgeschriebene Regeln f\u00fcr die Anzahl an \u00dcbungsaufs\u00e4tzen, und diese Regeln sind als Tradition irgendwie noch vorhanden; tats\u00e4chlich dr\u00fccken sich die Vorschriften unklar aus und um eine eindeutige Regelung. Bei <em>neuen Aufsatzformaten<\/em> muss man mindestens einen \u00dcbungsaufsatz einsammeln und korrigieren, bei bekannten muss man nur allgemein \u00fcben und vorbereiten.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aufsatzformate<\/h4>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher gab es im Lehrplan n\u00e4mlich auch explizit genannte und vorgeschriebene Aufsatzformate. Die hie\u00dfen \u201eInhaltsangabe\u201c oder \u201eErweiterte Inhaltsangabe\u201c oder \u201elineare\/antithetische\/dialektische Er\u00f6rterung\u201c. Schon seit mehreren Lehrplangenerationen gibt es diese Begriffe nicht mehr. Die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen sollen zusammenfassen und darstellen k\u00f6nnen, erz\u00e4hlen, begr\u00fcnden, diskutieren \u2013 im neuen LehrplanPlus gibt es die Str\u00e4nge <em>Erz\u00e4hlen, Informieren und Argumentieren,<\/em> und das gerne auch kombiniert eingesetzt und gepr\u00fcft. &#8211; F\u00fcr das Abitur wiederum gibt es dann aber wieder doch ganz klare, vorher detailliert kommunizierte Aufgabenformate.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Umfrage<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Sch\u00fcler und\nSch\u00fclerinnen der scheidenden Q12 haben f\u00fcr die Abizeitung einen\nUmfragebogen vorbereitet, den die Lehrkr\u00e4fte ausf\u00fcllen k\u00f6nnen. Mir\ngef\u00e4llt diese Idee; ich begr\u00fc\u00dfe alles, was zu mehr\nInformationsaustausch zwischen den verschiedenen Gruppen an der\nSchule geh\u00f6rt, und habe nach bestem Wissen und Gewissen mitgemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele der Fragen kann ich aber gar nicht beantworten, darunter auch Fragen, die mich gar nicht gro\u00df interessieren. Wer war der notorischste Zusp\u00e4tkommer? Wer der Stufenclown? &#8211; Das wei\u00df ich nicht und das ist mir auch egal. Offene Fragen w\u00e4ren besser, statt &#8222;Wer wird dem Kollegium noch lange in Erinnerung bleiben?&#8220; ein &#8222;Was unterscheidet unsere Stufe von anderen Jahrg\u00e4ngen?&#8220; interessanter, aber die Ergebnisse lassen sich dann nicht mehr so sch\u00f6n in eine Toirtengrafik umwandeln. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Literatur von Frauen<\/h4>\n\n\n\n<p>Mitlesender Kollege liest vielleicht <em>Frankenstein <\/em>von Mary Shelley mit der Klasse. Das finde ich auch deshalb gut, weil es ein Roman von einer Frau ist. Klar kann man sagen, dass das Geschlecht da irrelevant ist, sondern es nur auf die Qualit\u00e4t eines Romans ankommt. Aber die Qualit\u00e4t ist ja nicht gottgegeben, die misst man an Kriterien, die der eigenen Kultur und Tradition entspringen. Und selbst da ist es ja keinesfalls so, dass stets die wertvollen Werke eines Zeitraums \u00fcberleben, selbst nach diesen Kriterien beurteilt. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fortbildung<\/h4>\n\n\n\n<p>Vor allem war ich aber auf einer Fortbildung, dem j\u00e4hrlichen Informatiklehrer\/-lehrerinnen Tag Bayern. Wieder viel Notizen gemacht, wenige Leute getroffen &#8211; Bayreuth ist halt weit weg &#8211; und Inspiration geholt, wenn auch nicht ganz so viel wie in den Jahren zuvor. Trotzdem, ich will hier wieder mehr \u00fcber Informatikprojekte aus der Schule bloggen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nachtrag:<\/em> Mit dem Masterplan Bayern Digital II kommt viel Geld an die Schulen. F\u00f6rderungsw\u00fcrdig sind dabei viele Sachen, insbesondere neue Hardware. <em>Nicht <\/em>f\u00f6rderungsw\u00fcrdig sind allerdings alle m\u00f6glichen Arten von p\u00e4dagogischer Software: Das ist der Euphemismus f\u00fcr die Art Software, die es erm\u00f6glicht, Rechner von Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen zu kontrollieren &#8211; wer ins Web darf und wer nicht, welche Software zu einem bestimmten Zeitpunkt verwendet werden darf, Anzeigenlassen der Bildschirme. Ich hasse diese Programme beziehungsweise die Art ihres Einsatzes. F\u00f6rdern will man diese Programme eben nicht, weil man selbstbestimmtes Arbeiten der Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen im Vordergrund sehen will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(20 Kommentare.) 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