{"id":1273,"date":"2008-04-01T15:29:37","date_gmt":"2008-04-01T13:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/04\/rednerpult.htm"},"modified":"2008-04-01T15:30:16","modified_gmt":"2008-04-01T13:30:16","slug":"rednerpult","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/04\/rednerpult.htm","title":{"rendered":"Rednerpult"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/04\/rednerpult.htm#comments'>17 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Eine Alternative zum Referat, die ich auch schon mal in Deutsch ausprobiert habe, habe ich vor den Ferien im LK Englisch eingesetzt: Die <strong>Rede bzw. Vorlesung<\/strong>, hier schlichter: das vorgetragene Essay. Die Vortragssituation war von Anfang an klar, der Text sollte also f\u00fcr den m\u00fcndlichen Vortrag geschrieben sein. Das hei\u00dft, dass die ersten zwei Zeilen ohnehin nicht von allen wahrgenommen werden; dass es noch wichtiger ist als im geschriebenen Text, Markierungen zur Orientierung einzusetzen (erstens, zweitens, drittens); dass  Pausen gemacht werden und Kontakt zum Publikum gehalten wird.<\/p>\n<p>Alles nat\u00fcrlich nicht gr\u00fcndlich genug vorbereitet, aber immerhin hatte ich ein <strong>Rednerpult<\/strong> organisiert. Unsere Schule hat n\u00e4mlich eines, Stahlblech, sehr solide, aber auch sehr schwer, mit Schullogo, Lese- und Ablagefl\u00e4che und sogar Beleuchtung. Dieses Pult wird sonst immer f\u00fcr Abitur- und andere Reden der Schulleitung eingesetzt und liegt sonst brach.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler hielten dort ihre Vortr\u00e4ge, ich las ein paar vorbereitete, einleitende Worte ab &#8211; und war anscheinend das erste Mal hinter einem solchen Pult. Gott war ich nerv\u00f6s. Ein Jackett hatte ich vermutlich auch noch an. Das Rednerpult machte f\u00fcr mich einen Riesenunterschied. Die Nervosit\u00e4t legte sich, aber der Unterschied blieb. Leider hatte ich vergessen, Wasser mitzunehmen (ohne Kohlens\u00e4ure, wie ich gelernt habe), ich hatte mit dem Transport des Pults alle H\u00e4nde voll zu tun. Das Wasser habe ich vermisst, den Sch\u00fclern ging es ebenso.<\/p>\n<p>Da ich in der folgenden Stunde Unterricht hatte, lie\u00df ich das Pult vorerst in dem Raum stehen. Dort entdeckte es eine zweite LK-Lehrerin und spielte damit herum. Und ein dritter LK-Lehrer half mir danach, das Pult wieder herunter zu tragen. Und wir alle meinten: So was brauchen wir unbedingt f\u00fcr den Deutsch- und Englisch-Unterricht. Man steht ganz anders da, Sch\u00fcler wie Lehrer. Und wenn schon Lehrervortrag (was ja nicht schlecht sein muss), dann gleich richtig. Hinter einem solchen Pult, so habe ich das Gef\u00fchl, kann man sich auch weniger des unverbindlichen Geschwurbels leisten, das man als Lehrer dann doch ab und zu von sich zu geben nicht umhin kann zu bemerken. \u00c4hem.<\/p>\n<p>Schon l\u00e4nger w\u00fcnsche ich mir ja eine Vortragsreihe. Zum Beispiel Deutsch, Aufkl\u00e4rung, G9 11. Klasse: alle Deutschlehrer der Klassen tun sich zusammen und halten jeweils eine Vorlesung vor allen Elftkl\u00e4sslern. Danach kurze Tutorien beim Fachlehrer, gefolgt von Leistungskontrolle. M\u00fcsste man nur mal organisieren. Und sich trauen &#8211; ich meine, ich mag die Aufkl\u00e4rung, aber kann ich mein Halbwissen wirklich sinnvoll pr\u00e4zisieren? Irgendwas \u00fcber Lessing, &#8222;Erziehung des Menschengeschlechts&#8220;, oder den Stand der naturwissenschaftlichen Erkenntnis&#8230; Eulers &#8222;Briefe an eine deutsche Prinzessin&#8220; und Lichtenberg, &#8222;\u00dcber Gewitterfurcht und Blitzableitung&#8220;.<\/p>\n<p>Rednerpulte: Das unserer Schule ist halt recht schwer, macht aber einiges her. Aus meinem Referendariat kenne ich kleine h\u00f6lzerne Halbpulte, die man auf einen normalen Schultisch stellt. Die sind leichter zu transportieren, sehen aber auch ein bisschen billiger aus. Irgendwas dazwischen muss es doch geben.<\/p>\n<p>(Sonstiges vom ersten Schultag: Erstens, ich hatte in den Ferien ganz vergessen, wie massentierhaltungsvoll unser Lehrerzimmer ist. Ich hatte es wirklich vergessen. Zweitens, eine ehemalige LK-Sch\u00fclerin, inzwischen Referendariat Grundschule, war heute praktizierend&#8230; also: als Praktikantin bei uns, um sich mal die f\u00fcnften Klassen anzuschauen. Wir haben ein bisschen geplaudert und als es um den E-Mail-Austausch ging und ich schon angefangen hatte, nach einem Zettel zu kramen, habe ich noch rechtzeitig an meine Visitenkarten gedacht. Nicht die offiziellen, sondern die kleinen mit Foto <a href=\"http:\/\/moo.com\/products\/minicards.php\">von moo<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(17 Kommentare.) Eine Alternative zum Referat, die ich auch schon mal in Deutsch ausprobiert habe, habe ich vor den Ferien im LK Englisch eingesetzt: Die Rede bzw. Vorlesung, hier schlichter: das vorgetragene Essay. Die Vortragssituation war von Anfang an klar, der Text sollte also f\u00fcr den m\u00fcndlichen Vortrag geschrieben sein. 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