{"id":13301,"date":"2019-08-15T10:05:01","date_gmt":"2019-08-15T08:05:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=13301"},"modified":"2023-06-10T07:38:16","modified_gmt":"2023-06-10T05:38:16","slug":"die-geheimnisvollste-insel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2019\/08\/die-geheimnisvollste-insel.htm","title":{"rendered":"Die geheimnisvollste Insel"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2019\/08\/die-geheimnisvollste-insel.htm#comments'>8 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Literarische Inseln gibt es viele:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><strong>Der Gesellschaftsentwurf<\/strong> oder -spiegel: Utopia, Atlantis, Liliput.<\/li><li><strong>Die Pirateninsel:<\/strong> <em>Die Schatzinsel, Monkey Island, Der Graf von Monte Cristo<\/em><\/li><li><strong>Die Toteninsel:<\/strong> <em>Reprobates\/Next Life<\/em> (Computerspiel 2007), <em>Wings of Fame<\/em> (Film 1990) &#8211; nach dem Tod findet man sich auf einer Insel wieder, zusammen mit anderen Gestorbenen; vielleicht geh\u00f6rt sogar die griechische Unterwelt mit ihren f\u00fcnf Fl\u00fcssen und den verschiedenen Bereichen hierher<\/li><li><strong>Die Robinsonade:<\/strong> <em>Robinson Crusoe<\/em>, <em>Castaway,<\/em>  die Schwundstufe der Don-Martin-Inselcartoons in <em>Mad Magazine<\/em><\/li><li><strong>Die geheimnisvolle Insel:<\/strong> Fremde kommen auf eine Insel, oft schiffbr\u00fcchig, und finden heraus, dass die Insel Geheimnisse birgt: <em>Die geheimnisvolle Insel <\/em>(Verne), <em>Die Insel des Dr. Moreau<\/em> (Wells), Graf Zaroffs Insel aus <em>The Most Dangerous Game<\/em> und dessen Kurzgeschichtenvorlage, <em>Lost,<\/em> Shakespeares <em>The Tempest<\/em> &#8211; hier ausnahmsweise einmal aus der Perspektive des Drahtziehers hinter den Inselgeheimnissen.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Die geheimnisvollste Insel ist f\u00fcr mich Fantasy Island. <em>Fantasy Island<\/em> war eine amerikanische Fernsehserie, die von 1977 bis 1984 ausgestrahlt wurde und sehr erfolgreich war. Seit meiner Jugend ist mir die Serie ein Begriff &#8211; von der deutschen Erstausstrahlung ab 1989 habe ich allerdings nichts mitgekriegt. Vielmehr muss ich die Serie bei Besuchen in den USA kennengelernt haben, oder aus dem MAD-Magazin. Ich glaube nicht, dass ich bis vor kurzem je eine ganze oder auch nur halbe Episode gesehen hatte &#8211; zu wenig h\u00e4tten sie mich interessiert, zu wenig sah meine deutsch-amerikanische Verwandtschaft fern. Aber das Konzept war mir sofort sonnenklar, glaube ich, und die Bilder der Serie sind derart ikonisch, dass man sie vielleicht nur einige Male zu sehen braucht, bevor sie sich einpr\u00e4gen:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"216\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/fantasy_island.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13388\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/fantasy_island.jpg 216w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/fantasy_island-108x150.jpg 108w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ein distinguierter Ricardo Montalb\u00e1n (schwamm fr\u00fcher mit Esther Williams und sang mit ihr <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7MFJ7ie_yGU\">&#8222;Baby , it&#8217;s cold outside&#8220;<\/a>, war danach und davor der Khan im <em>Zorn des Khan)<\/em> als Mr. Roarke mit einem kleinw\u00fcchsigen Franzosen, Tattoo genannt (Herv\u00e9 Villechaize), beide in wei\u00dfen Leinenanz\u00fcgen in tropischer Umgebung vor Korbgeflechtstuhl. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Plot jeder Episoden: Ricardo Montalb\u00e1n ist Herr \u00fcber die Urlaubsinsel <em>Fantasy Island,<\/em> die G\u00e4ste besuchen, um dort ihre Fantasien auszuleben. Einmal reich sein? Auf einer Seance den Geist des toten Bruders beschw\u00f6ren? Vielleicht sogar einmal Superman sein? Mr. Roarke macht es zwei G\u00e4sten pro Folge m\u00f6glich. Jede davon beginnt damit, dass Tattoo das Flugzeug entdeckt (&#8222;Ze plane! Ze plane!&#8220;), von Mr. Roarke ein wenig verspottet wird, bevor der in die H\u00e4nde klatscht und die willkommnenden S\u00fcdseem\u00e4dchen mit &#8222;Smiles, everyone, smiles!&#8220; auffordert, die G\u00e4ste zu empfangen. Davor kommt eine Titelmelodie, die mich an &#8222;Bali Hai&#8220; aus <em>South Pacific<\/em> erinnert, eine \u00e4hnlich mystifizierte Insel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Typische Folge<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine typische Folge: (1) Eine kleine Angestellte m\u00f6chte einmal Firmenchefin sein.  Roarke macht sie zur Chefin einer ihm bekannten Firma, weil deren Chef verschollen ist und ihm eine Vollmacht hinterlassen hat. Sie deckt einen Betrug auf, und am Ende taucht der urspr\u00fcngliche Chef wieder auf &#8211; es war ein Trick. (2) Ein Mann sucht nach Informationen \u00fcber seinen Vater, vermutlich tot, als Dieb verrufen, aber der Sohn glaubt nicht daran. In einer Gefangenenkolonie wie aus den 1930er Jahren findet er jemanden, der das Schicksal seines Vaters kennt. Am Ende Flucht, Hunde, Treibsand, Erkenntnis.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Fantasy Island <\/em>wird im <em>Mad Magazine<\/em> 203 (Dezember 1978) so parodiert: (1) Die sch\u00f6ne Farrah Fawcett Majors will einmal Aschenputtel sein und  arbeitet verkleidet als Kellnerin, Dick van Dyke verliebt sich in sie und sie werden ein Paar.   (2) Shaun Cassidy m\u00f6chte Revolverheld werden und spielt <em>Der Mann, der Liberty Valence erschoss<\/em> nach. Das klingt wie eine echte Episode, aber die hat es so nie gegeben. Aber tats\u00e4chlich gibt es  meist bekannte Schauspieler als Gaststars, wenn auch eher die der 1960er oder 1950er Jahre &#8211; Milton Berle, Bill Bixby, Linda Blair, Sonny Bono, Horst Buchholz, Joseph Cotten, Hans Conreid. Namen, die mir alle etwas sagen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>For whatever we lose (like a you or a me)<br> it&#8217;s always ourselves we find in the sea<\/p><cite>(e.e.cummings)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieses Konzept der Gaststars ist etwas, das ich sonst nur von <em>Columbo<\/em> kenne. K\u00f6nnte es das auch f\u00fcrs deutsche Fernsehen geben? Gibt es das heute noch? (Eben l\u00e4uft zuf\u00e4llig eine Folge <em>Grey&#8217;s Anatomy<\/em> mit Tyne Daly in einer Gastrolle &#8211; das Gesicht kennt man aus <em>Cagney &amp; Lacey<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bm5Vf8SA7ZA\">hier singt sie<\/a> in Bernsteins <em>On the Town<\/em>.) Das w\u00e4re so, als h\u00e4tte der Blaue Bock eine Spielfilmhandlung gehabt und alle G\u00e4ste spielten Rollen. Geht organisatorisch wohl gar nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Der letze Nachfolger dieser Art Serie war vielleicht <em>Quantum Leap\/Zur\u00fcck in die Vergangenheit<\/em> (1989-1993, Scott Bakula und Dean Stockwell): Individuelle Episoden statt gro\u00dfer Handlungsb\u00f6gen, nie ganz gekl\u00e4rte phantastische Elemente, moralisch angemessenes Schicksal aller Beteiligten. Aber <em>Quantum Leap<\/em> war weniger schr\u00e4g, weil ausgewiesener phantastisch; daf\u00fcr mit wesentlich intelligenteren, kritischeren und inklusiveren Plots.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mr. Roarke und seine Vorl\u00e4ufer<\/h3>\n\n\n\n<p>Mr. Roarke kann W\u00fcnsche erf\u00fcllen. Manche sind im Rahmen dessen, was einem exzentrischen Multimillion\u00e4r m\u00f6glich ist. (Die G\u00e4ste zahlen wohl auch f\u00fcr diese Dienstleistung, abh\u00e4nging von ihren Verh\u00e4ltnissen.) Andere W\u00fcnsche erfordern Zeitreisen oder andere Unm\u00f6glichkeiten, auch kein Problem. Die G\u00e4ste akzeptieren das, ohne nachzufragen. Wiederkehrende Rollen gibt es wenige &#8211; aber dazu geh\u00f6ren eine Meerjungfrau, die in der N\u00e4he der Insel lebt, und der Teufel h\u00f6chstpers\u00f6nlich. Mr. Roarke betont, dass er auf den Nachbarinseln keine Autorit\u00e4t habe; angedeutet wird, dass er unsterblich ist. Mit so etwas kriegt man mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich spielt er f\u00fcr die Geschichten keine Rolle; nicht mal die Insel spielt eine Rolle. <em>Fantasy Island<\/em> ist strukturell einfach eine Anthologie-Serie mit zwei v\u00f6llig unabh\u00e4ngigen abenteuerlichen, \u00fcbernat\u00fcrlichen, romantischen, exotischen, gef\u00e4hrlichen Geschichte pro Episode. Vom Realismusanspruch der Plots her sind sie auf dem Niveau meiner gesch\u00e4tzten H\u00f6rspielserien der 1940er und fr\u00fchen 1950er Jahre: <em>Escape <\/em>oder <em>Suspense.<\/em> Die Geschichten k\u00f6nnen \u00fcberall auf der Welt spielen; notfalls versetzt Mr. Roarke Zeit und Raum. Roarke ist nur die Klammer, die die Episoden verbindet, so wie <em>The Mysterious Traveler<\/em> in der gleichnamigen Radioserie. Der hatte allerdings mit den von ihm erz\u00e4hlten Geschichten wirklich gar nichts zu tun. Noch \u00e4hnlicher ist er demnach dem <em>Whistler<\/em> in der wiederum gleichnamigen Radioserie. (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/08\/the-whistler.htm\">Hier habe ich viel zu ihm geschrieben.<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Nur sehr gelegentlich interagiert die Erz\u00e4hlerfigur <em>the Whistler<\/em> mit der Welt seiner Erz\u00e4hlungen, aber es kommt schon mal vor, dass die Figuten abgelenkt werden von seinen Schritten in der Nacht oder der Melodie, die er pfeift. Oft spricht der Whistler zu seinen Figuren, quasi als Du-Erz\u00e4hler:  \u201cYes, Roy, you have it all figured out, haven\u2019t you.\u201d Allerdings h\u00f6rt Roy und h\u00f6ren die anderen Figuren ihn nicht. Anders ist das bei Mr. Roarke, mit ihm interagieren seine G\u00e4ste &#8211; aber nie so, dass das eine Wirkung h\u00e4tte. Roarke gibt kryptische Hinweise und Ratschl\u00e4ge, aber die werden erst einmal nicht angenommen &#8211; f\u00fcr den Ablauf der Handlung spielt er keine Rolle. Er k\u00f6nnte genauso gut nicht geh\u00f6rt werden und f\u00fcr den personifizierten Zufall oder die Ironie des Schicksals stehen. (Manchmal macht er den deus ex machina, aber das k\u00f6nnten auch diese Instanzen \u00fcbernehmen.) <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Though we thought it was a modern, radical idea at the time, Fantasy Island now more clearly resembles the throwback to the Vaudeville Era that it really is. <\/p><cite><a href=\"https:\/\/www.dvdtalk.com\/reviews\/54623\/fantasy-island-season-two\/\">https:\/\/www.dvdtalk.com\/reviews\/54623\/fantasy-island-season-two\/<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nein, nicht Vaudeville, sondern Radio und wohl auch Fernsehen der fr\u00fchen 1950er Jahre. Obwohl es eine Episode gibt, in der ein alter Variet\u00e9-K\u00fcnstler (Phil Silvers) noch einmal die Vaudeville-Nummer mit dem alten Partner (Phil Harris, gro\u00dfer Fan hier) vorf\u00fchren will. Ich kenne die Episode nicht, aber sie klingt ein bisschen nach <em>The Sunshine Boys<\/em> mit George Burns und Walter Matthau (1975). \u00dcberhaupt hat sich <em>Fantasy Island<\/em> wohl immer wieder mal der Plots von \u00e4lteren Kinofilmen bedient.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine Episode, Season 3 Episode 11: The Victim\/The Mermaid (1979)<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Fantasy Island  The Victim The Mermaid\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/fTJCfbllDgs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">The Mermaid<\/h4>\n\n\n\n<p>Ein Meeresbiologe will eine gro\u00dfe Entdeckung machen. Seine Frau begleitet ihn; die Ehe steckt in einer Krise. Er entdeckt die Meerjungfrau Nyah &#8211; sehr \u00fcbertrieben geschminkt, aber bei diesen Sachen kurz vor oder nach 1980 wei\u00df ich nie, ob das komisch geschminkt sein soll oder nicht.  \u201cI must tell my colleagues of your existence.\u201d   \u201cNo, please, no other mortal must know of my existence.\u201d  Er verliebt sich in sie; sie will ihn zu sich ins Meer holen, wohl eher nicht mit guten Absichten. Nyah ist eine b\u00f6se oder zumindest amoralische Meerjungfrau. Sie zieht ihn zu immer l\u00e4ngeren Tauchausfl\u00fcgen ins Wasser &#8211; nach einem liegen sie beide ermattet am Strand.  \u201cThat was an incredible experience. Unbelievable. I will never forget it.\u201d Fehlt nur noch die Zigarette.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen macht sich die Frau des Biologen Sorgen um die Beziehung. Mr. Roarke zu ihr:  \u201cCome now, Mrs deHaven, mermaids aren&#8217;t real. How could you have seen your husband with something that doesn&#8217;t exist?\u201d Das h\u00e4tte genauso gut der Whistler ungeh\u00f6rt vor sich hin sprechen k\u00f6nnen. Die Aufgabe: <em>Sie<\/em> muss um ihn k\u00e4mpfen und ihn zur\u00fcckgewinnen, und das gelingt ihr auch.  \u201cI promise I will be more understanding.\u201d &#8211; Laut imdb ein Remake von <em>Mr. Peabody and the Mermaid<\/em> (1948). <\/p>\n\n\n\n<p>Interessant noch das kurze Gepl\u00e4nkel zwischen Roarke und Nyah, das Vorgeschichte und mythischen Status andeutet: \u201cYou summoned me?\u201d  \/  \u201cWe have battled before.\u201d (Nyah wird in einer sp\u00e4teren Folge wiederkehren und selber eine Wunschvorstellung ausleben wollen.)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">The Victim<\/h4>\n\n\n\n<p>Eine Frau m\u00f6chte ein Date mit einem Mann, den sie vor vier Jahren kurz kennengelernt hat. Mr Roarke erm\u00f6glicht das, warnt sie aber vor ihm und insbesondere davor, die Insel zu verlassen. Es kommt zu einem romantischen Abendesse, komplett mit &#8222;Feelings&#8220; als Hintergrundmusik. Aber der Mann mischt ihr eine Droge ins Getr\u00e4nk und sie wacht in einem Harem auf der Nachbarinsel auf.  Dort Yvonne de Carlo als Bordellchefin und viele wei\u00dfe, hochgl\u00e4nzende, Champagner trinkende junge Frauen als Gefangene. \u201cWe perform&#8230; services, for the men he brings here,\u201d die Frauen bezeichnen sich als \u201cslave hookers\u201d. Bisschen Auspeitschen, wenn man nicht pariert, nicht zu viel; aber selbst f\u00fcr einen 10-Uhr-Fernsehslot 1979 \u00fcberraschend.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Frauen gelingt aus eigener Kraft die Flucht; sie werden von den \u00dcbelt\u00e4tern verfolgt, aber Mr. Roarke steht ihnen bei. Allerdings hei\u00dft es:  \u201cWait a minute, Roarke, you have no authority on this island.\u201d Als w\u00e4ren das Urgewalten, jeder als Herrscher \u00fcber seine eigene Insel. Woher hat Roarke die Entscheidungsgewalt auf seiner Insel? Tats\u00e4chlich hat Roarke die Polizei der Nachbarinsel mitgebracht, die sich um alles k\u00fcmmert. Danach noch homerisches Gel\u00e4chter der befreiten Sexsklavinnen bei der Aussicht auf Erholung auf Fantasy Island. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Certain aspects of the formula haven&#8217;t aged as well. <\/p><cite><a href=\"https:\/\/www.dvdtalk.com\/reviews\/54623\/fantasy-island-season-two\/\">https:\/\/www.dvdtalk.com\/reviews\/54623\/fantasy-island-season-two\/<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fortsetzungen<\/h3>\n\n\n\n<p>1998er gab es ein Remake mit Malcolm McDowell, nur eine Staffel. <\/p>\n\n\n\n<p>2015 wurden Pl\u00e4ne f\u00fcr ein Remake angek\u00fcndigt, aus dem aber wohl nichts wurde: Mit einer Frau statt Mr Roarke (okay), aber ohne Insel, sondern in der Gro\u00dfstadt. Strukturell \u00e4ndert sich nichts, aber der Charme w\u00e4re weg: Damit w\u00e4ren wir endg\u00fcltig bei der Godgames- Firma gewesen aus Chestertons <em>Club of Queer Trades<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/05\/chesterton-the-club-of-queer-trades-und-weitere-godgames.htm \">Blogeintrag<\/a>) gewesen. Dort wird eine Firma vorgestellt, bei der man Abenteuer bestellen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Februar 2020 soll eine Kinofassung kommen:  \u201cA horror adaptation of the popular &#8217;70s TV show about a magical island resort.\u201d Bin schon sehr gespannt, kann aber nur schlecht werden. Es br\u00e4uchte Gastauftritte aus der vorherigen Generation und coole Erz\u00e4hlerfiguren. (Michael Pe\u00f1a als Mr. Roarke, der Rest sagt mir nichts.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(8 Kommentare.) Literarische Inseln gibt es viele: Der Gesellschaftsentwurf oder -spiegel: Utopia, Atlantis, Liliput. 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