{"id":139,"date":"2004-10-16T22:39:40","date_gmt":"2004-10-16T20:39:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/10\/englisch-spielend-lernen.htm"},"modified":"2008-03-19T21:58:18","modified_gmt":"2008-03-19T20:58:18","slug":"englisch-spielend-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/10\/englisch-spielend-lernen.htm","title":{"rendered":"Englisch spielend lernen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/10\/englisch-spielend-lernen.htm#comments'>10 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Also, ich hab so Englisch gelernt: Einmal \u00fcber das Lesen von englischen B\u00fcchern und Comics, und au\u00dferdem \u00fcber Spiele. Ganz am Anfang standen zum Beispiel die <strong>Text-Adventures<\/strong>. Das waren Computerspiele ganz ohne Bilder; man wurde in eine mehr oder weniger gef\u00e4hrlich-phantastische Situation versetzt; bekam in englischen S\u00e4tzen beschrieben, was um einen herum geschah, und musste in englischen S\u00e4tzen oder Satzfragmenten selber dem Computer mitteilen, was man tat. H\u00e4ufige Mitteilungen waren zum Beispiel: &#8222;Go east&#8220;, &#8222;Look around&#8220;, &#8222;Take the sword&#8220; und &#8222;Attack the monster with the sword&#8220;. Da konnte man zumindest seinen Wortschatz erweitern. Ich wei\u00df heute noch, wie lange ich gegr\u00fcbelt hatte, wie ich die Fl\u00fcssigkeit aus der Flasche auf das Boot kriegen sollte, bis ich endlich auf das Verb &#8222;to pour&#8220; kam. <\/p>\n<p>Der Gro\u00dfpapa der Textadventures ist Zork I, mit den Fortsetzungen II und III. Und es freut mich sehr zu h\u00f6ren, dass Zork auf seine alten Tag eimmer noch r\u00fcstig ist: Man kann sich alle drei Spiele <a target=\"new\" href=\"http:\/\/www.infocom-if.org\/downloads\/downloads.html\">bei Infocom kostenlos<\/a> herunterladen. (Infocom waren die erkl\u00e4rten Meister der Textadventures; aus diesem Haus kamen die besten.)<\/p>\n<p>So etwa sieht Zork dann aus:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/zork.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Kein Bild, nur Text, hellgrau auf schwarz. Wer lesen kann, den st\u00f6rt das nicht, der kann sich auch ohne bewegte Bilder Welten erschaffen. Tats\u00e4chlich waren mir die reinen Textadventures tats\u00e4chlich immer am liebsten. Aber schon bald darauf erschienen die ersten Bild-Adventures: Bei diesem wurde der Text durch Grafiken erg\u00e4nzt. So etwa &#8222;Blade of Blackpool&#8220;:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/bladeofblackpool.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>und &#8222;Gruds in Space&#8220;:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/grudsinsapce.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Beide hatten mir damals viel Spa\u00df gemacht. Selten haben wir sie alleine gespielt, meistens zu zweit oder zu dritt. Irgendwer hatte meist eine Idee, wie man weitermachen konnte. Aber irgendwann war immer der Zeitpunkt erreicht, wo man nicht mehr weiter wusste und wirklich erst eine Nacht dar\u00fcber schlafen musste. Am n\u00e4chsten Morgen fiel einem dann schon ein, dass man ja versuchen konnte, die goldene Feder in das Nest auf dem Baum zu legen oder die rostige T\u00fcr im Keller mit dem \u00d6lk\u00e4nnchen aus der Werkstatt zu reparieren.<\/p>\n<p>Danach wiederum kamen die reinen Bildadventures: Kein Text mehr, nur noch Klicken mit dem Mauszeiger auf verschiedene Symbole f\u00fcr &#8222;nehmen&#8220;, &#8222;geben&#8220;, &#8222;benutzen&#8220;. Und auch diese letzten Textreste waren bald verschwunden. B\u00e4h. Wie fade.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n, dass es der Textadventure-Szene gut geht.  Unter <a href=\"http:\/\/www.martin-oehm.de\/adv\/index.html\" target=\"new\">http:\/\/www.martin-oehm.de\/adv\/index.html<\/a> kann man sich informieren, was es alles gibt; au\u00dferdem gibt es dotr einen einfachen Programmiersprache und einen Compiler dazu, mit deren Hilfe man selber Textadventures erstellen kann &#8211; und das sogar auf Deutsch, wo doch die deutsche Grammatik einem mehr Schwierigkeiten bereitet als die englische. Ich hab auch schon mal unser Schulgeb\u00e4ude in dieser Sprache modelliert, das funktioniert ganz gut. Jetzt m\u00fcsste ich nur noch ein paar feuerspeiende Drachen verteilen, und Schl\u00fcssel verstecken, und geheimnisvolle B\u00e4nde in der Bibliothek deponieren. W\u00e4r das nicht mal was f\u00fcr den Informatikunterricht?<\/p>\n<p>(Wer alte 64er-Spiele sucht: Hier gibt&#8217;s den besten <a href=\"http:\/\/www.computerbrains.com\/ccs64\/\" target=\"new\">Commodore 64-Emulator<\/a> f\u00fcr Windows; Spiele selber gibt es im WWW ebenso.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(10 Kommentare.) Also, ich hab so Englisch gelernt: Einmal \u00fcber das Lesen von englischen B\u00fcchern und Comics, und au\u00dferdem \u00fcber Spiele. Ganz am Anfang standen zum Beispiel die Text-Adventures. 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