{"id":143,"date":"2004-10-20T07:31:49","date_gmt":"2004-10-20T05:31:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/10\/cheapass-games.htm"},"modified":"2020-09-27T08:47:08","modified_gmt":"2020-09-27T06:47:08","slug":"cheapass-games","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/10\/cheapass-games.htm","title":{"rendered":"Cheapass Games"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/10\/cheapass-games.htm#comments'>1 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Einige meiner sch\u00f6nsten Stunden hatte ich bei Spieleabenden mit Freunden. Stunden, die so selbstverst\u00e4ndlich und sch\u00f6n waren, dass mir das immer erst im Nachhinein aufgefallen ist. Dieser Eintrag ist diesen Spielerunden gewidmet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cheapass.com\/\">Cheapass Games<\/a> ist ein kleiner amerikanischer Spieleverlag mit viel Humor und kleinen Preisen. Die ersten Spiele kamen in wei\u00dfen Papeirumschl\u00e4gen und enthielten keinerlei W\u00fcrfel, M\u00fcnzen doer Spielfiguren. Jeder Hobbyspieler hat davon ohnehin genug zu Hause herumliegen. Die n\u00e4chste Generation kam dann schon in etwas stabileren Pappkartons, und einige Luxusausgaben in Farbe gibt es auch schon. Die Preise sind nicht mehr ganz so niedrig, aber ab US$ 7.50 gibt&#8217;s schon eine Menge Spiele; wer keinen <em>\u00e4u\u00dferst<\/em> gut sortierten Spieleladen kennt (in M\u00fcnchen kenne ich keinen), muss auch noch Porto aus den USA zahlen.<\/p>\n<p>Die Spiele hei\u00dfen zum Beispiel &#8222;Give Me The Brain&#8220;. Die Spieler \u00fcbernehmen die Rolle von Zombies in <em>Friedey&#8217;s, the fast food restaurant from hell<\/em>. Ihr Ziel: Alle aufgetragenen Arbeiten zu erledigen und Feierabend zu haben. Jeder Spieler kriegt eine Reihe von Karten auf die Hand, die gr\u00f6\u00dftenteils verschiedene Aufgaben enthalten. Wer alle Karten los ist, hat gewonnen.<br \/>\nAuf manchen Arbeits-Karten ist eine Hand abgebildet, auf anderen zwei. Auch ein Zombie hat nur zwei H\u00e4nde, jedenfalls ohne die Zusatzkarte &#8222;I found this in the back&#8220;: Man kann pro Runde zwei Karten ausspielen, die nur eine Hand abgebildet haben, oder eine Karte, f\u00fcr die man zwei H\u00e4nde braucht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/brain2.jpg\" alt=\"\" \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/brain1.jpg\" alt=\"\" \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/brain3.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Au\u00dferdem braucht man f\u00fcr manche Jobs etwas Gehirn. Das erkennt man an dem abgebildeten Gehirn links unten. Das Problem ist nur, es gibt nur ein einziges Gehirn f\u00fcr alle mitspielenden Zombies, daher auch der Name des Spiels: &#8222;Give Me The Brain&#8220;. Nach jedem Gehirneinsatz besteht die Gefahr, dass man das Gehirn auf den Boden des Fast-Food-Restaurants fallen l\u00e4sst, worauf alle Zombies dann erst mal darum wetteifern, das Gehirn zu ergattern.<br \/>\nIch find&#8217;s lustig.<br \/>\nEs gibt bei Cheapass Game auch eine komplett tschechische Ausgabe des Spiels. Die tschechisch-englische \u00dcbersetzungshilfe darf immer nur der Spieler benutzen, der gerade das Gehirn hat.<\/p>\n<p>Das Spiel &#8222;Before I Kill You, Mr Bond&#8220; hei\u00dft jetzt aus rechtlichen Gr\u00fcnden nicht mehr so, sondern &#8222;James Ernest&#8217;s Totally Renamed Spy Game&#8220;. Es erkl\u00e4rt, warum die Helden immer doch noch aus den F\u00e4ngen der Superschurken entkommen. Jeder Spieler \u00fcbernimmt die Rolle eines Superschurken, der sich sein geheimes Superschurkenzentrum aufbaut. Punkte kriegt man durch opulent ausgestattete Zentren, und durch gefangene Geheimagenten. Die kann man gleich t\u00f6ten, oder man kann sie erst noch etwas zappeln lassen. Dann sind sie mehr Punkte wert. Und wenn man sie dann noch einmal zappeln l\u00e4sst, bringt das wieder mehr Punkte. In jeder Zappelphase haben Mitspieler Gelegenheit, dem gefangenen Agenten zur Flucht zu verhelfen.<br \/>\nDas sch\u00f6ne am Spiel sind die Karten, mit denen man sein Geheimzentrum erg\u00e4nzt (Espressomaschine, Faxger\u00e4t, Luxusyacht, Klonfabrik, Obst, Unterlinge), und vor allem die Karten, mit denen man dem gefangenen Agenten mehr Punkte entlockt (und die gleichzeitig den Mitspielern eben Gelegenheit zum St\u00f6ren geben): &#8222;I insist on engaging you a in a blindfolded karate match.&#8220; &#8222;I shall taunt you with this deadly weapon, blithely unaware that a child could have untied those ropes by now.&#8220; &#8222;Allow me to reveal the full extent of my depravity by hunting you alive on my wild game preserve.&#8220; &#8222;I shall dazzle you with my brilliance by revealing the secret manner in which I intend to conquer the world.&#8220;<br \/>\nKreative Spieler lassen diese S\u00e4tze dramatisch von der Zunge rollen, erg\u00e4nzt um eigene Kommentare, wahnsinniges Lachen und triumphierende Gesten.<\/p>\n<p>Daher auch die Einordnung dieses Eintrags zu <em>Schulkram (mal machen)<\/em>. Das w\u00e4re doch mal was f\u00fcr meine Neuntkl\u00e4ssler. Oder vielleicht das: Unter <a href=\"http:\/\/www.cheapass.com\/freegames\/major\">http:\/\/www.cheapass.com\/free\/index.html<\/a> gibt es kostenlose Spielanleitungen zum Herunterladen, auf Englisch nat\u00fcrlich. Die meisten dieser Spiele brauchen kein lustiges Zusatzmaterial, aber <em>Bleeding Sherwood<\/em> gibt&#8217;s als pdf zum Herunterladen, Ausdrucken und Ausschneiden. Ich hab&#8217;s noch nicht gespielt, es hat sich wohl nur m\u00e4\u00dfig verkauft, aber ich bring&#8217;s meinen Sch\u00fclern mal mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(1 Kommentare.) Einige meiner sch\u00f6nsten Stunden hatte ich bei Spieleabenden mit Freunden. Stunden, die so selbstverst\u00e4ndlich und sch\u00f6n waren, dass mir das immer erst im Nachhinein aufgefallen ist. Dieser Eintrag ist diesen Spielerunden gewidmet. Cheapass Games ist ein kleiner amerikanischer Spieleverlag mit viel Humor und kleinen Preisen. 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