{"id":1430,"date":"2008-06-29T16:39:55","date_gmt":"2008-06-29T14:39:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=1430"},"modified":"2008-06-29T17:03:47","modified_gmt":"2008-06-29T15:03:47","slug":"abiturfeier-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/06\/abiturfeier-2008.htm","title":{"rendered":"Abiturfeier 2008"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/06\/abiturfeier-2008.htm#comments'>12 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Die Rede der Schulleitung war gut, die des Kollegstufenbetreuers war sehr gut. Zentrale S\u00e4tze, an die ich mich erinnere: <em>Wenn euch alle erz\u00e4hlen, der Ernst des Lebens beginnt jetzt, dann ist das nicht w\u00f6rtlich zu nehmen. Verantwortung f\u00fcr sich und andere zu \u00fcbernehmen, das macht n\u00e4mlich auch Spa\u00df.<\/em><\/p>\n<p>Der Vertreter des Elternbeirats wies die Sch\u00fcler darauf hin, dass es an der Uni und im Beruf darum ginge, zu den Besten zu geh\u00f6ren. Irgendwie schon. Allerdings geh\u00f6rt nur ein Teil unserer Abiturienten zu den Besten, ein Teil wird Mittelfeld sein, ein Teil im unteren Drittel. Sollen wir denen auf den Weg mitgeben, dass sie halt Pech haben? Ich <em>m\u00f6chte<\/em> nicht nur in einer Gesellschaft leben, in der es auch denen gut geht, die nicht zu den Besten geh\u00f6ren; ich kann mir auch keine stabile Gesellschaft vorstellen, in der es anders ist. <\/p>\n<p>Insgesamt dauerte das Programm gut 4 1\/2 Stunden, was f\u00fcr unsere Abifeiern sehr kurz und z\u00fcgig ist. (Man vergleiche allerdings: die letzte Oscar-Verleihung dauerte 3 Stunden 21 Minuten.) Danach Buffett und Beisammensein.<br \/>\nAn manchen Schulen finden der offizielle Teil &#8211; die \u00dcbergabe der Zeugnisse &#8211; und der inoffizielle &#8211; Verabschiedung der LK-Lehrer &#8211; getrennt statt, das eine am Vormittag, das andere am Abend. Das geht bei uns schon mal nicht, weil zumindest das alte Schulgeb\u00e4ude keinen wirklich angemessenen Raum daf\u00fcr hat.<\/p>\n<p>Jeder LK verabschiedete sich mit einem Videofilm. Sehr professionell gemacht, \u00fcberhaupt die ganze Technik. Sind das nur eine Handvoll Sch\u00fcler, oder zeigen da pl\u00f6tzlich viele ein Potential und einen Einsatz, den wir im Schullalltag nie zu sehen kriegen? Im Anzug oder Kleid sehen die meisten Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen ohnehin viel erwachsener aus.<\/p>\n<p>Ich bin nicht gut im Verabschieden. Die Sch\u00fcler sind dann pl\u00f6tzlich so erwachsen und besch\u00e4ftigt und ich will nicht st\u00f6ren. Au\u00dferdem habe ich sie dann schon viele Wochen nicht mehr gesehen.<\/p>\n<p>Ich habe mich auch mit zwei externen Teilnehmern unterhalten, bei denen ich mitgepr\u00fcft habe. Der eine war zum zweiten Mal durchgefallen, hatte keine Lust auf Schule und Kollegstufe, und machte dann sein Abitur eben extern. Ich wei\u00df nicht, wie gut es war, und auch nicht, wie er sich vorbereitet hat. (Es gibt Institute, die sich darauf spezialisieren; die kosten unterschiedlich viel Geld und sind unterschiedlich gut.) Die zwei verlorenen Jahre hat er so wieder hereingeholt. Ich kann das sicher nicht jedem empfehlen, aber es scheint zu gehen. Leicht ist es nicht: vier schriftliche und vier m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen, also acht F\u00e4cher, \u00fcber den Stoff der 12. und 13. Klasse.<\/p>\n<p>Die besten Sch\u00fcler und diejenigen, die sich auf verschiedene Art um die Schule verdient gemacht hatten, und das waren beides viele, kriegten Buchpreise. Mein Tipp: Passig\/Scholz, <em>Lexikon des Unwissens<\/em>. Gebunden, ein Sachbuch, weist Sch\u00fcler einmal auf ihre Grenzen, aber noch mehr auf die vielen M\u00f6glichkeiten hin, die ihnen offen stehen. (Zu meiner Schulzeit gab es vorne noch eine kalligraphische Widmung mit Unterschrift des Schulleiters. Ich muss mal fragen, wie das jetzt ausschaut.) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(12 Kommentare.) Die Rede der Schulleitung war gut, die des Kollegstufenbetreuers war sehr gut. Zentrale S\u00e4tze, an die ich mich erinnere: Wenn euch alle erz\u00e4hlen, der Ernst des Lebens beginnt jetzt, dann ist das nicht w\u00f6rtlich zu nehmen. Verantwortung f\u00fcr sich und andere zu \u00fcbernehmen, das macht n\u00e4mlich auch Spa\u00df. 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