{"id":15337,"date":"2020-03-15T20:11:25","date_gmt":"2020-03-15T19:11:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=15337"},"modified":"2020-03-26T11:27:12","modified_gmt":"2020-03-26T10:27:12","slug":"ende-des-ersten-corona-wochenendes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2020\/03\/ende-des-ersten-corona-wochenendes.htm","title":{"rendered":"Ende des ersten Corona-Wochenendes"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2020\/03\/ende-des-ersten-corona-wochenendes.htm#comments'>7 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Es ist Sonntag, der 15.03.2020, gegen sieben Uhr abends. Gestern war Samstag, ich wei\u00df nicht mehr, was ich da gemacht habe. Vielleicht das gleiche wie heute, aber abends gab es ausnahmsweise nichts Gekochtes, sondern frisches selbst gebackenes Brot von Frau Rau und K\u00e4se. Einkaufen war ich wohl, lese ich im Nachbarblog, wird schon stimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute stand ich fr\u00fch auf, um zur Not Frau Rau beim Wahlhelfen zur Seite stehen zu k\u00f6nnen. Wenn da n\u00e4mlich nicht alle Eingeteilten kommen, muss man Ersatz beschaffen, notfalls jemanden von der Stra\u00dfe verpflichten, und ich hatte mich freiwillig f\u00fcr Notf\u00e4lle bereit gehalten. Ich wurde dann nicht gebraucht, was wohl auch gut war, weil ich auch so den ganzen Tag zu tun hatte. Highlights:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aus dem Haus<\/h3>\n\n\n\n<p>Morgens war ich joggen, die \u00fcbliche Theresienwiesenlaufrunde, diesmal mit einer Pause zum W\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mittagessen vorbereitet<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Frau Rau, die mittags von ihrer Wahlhelferschicht kommen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Edelste, was man mit einem toten Huhn tun kann<\/h4>\n\n\n\n<p>H\u00fchnersuppe. Man hat leckere H\u00fchnersuppe &#8211; und man hat gekochtes H\u00fchnerfleisch. Wie toll ist das denn!<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00fchnersuppe geht auch ganz einfach: Huhn kaufen, in gr\u00f6\u00dferen Topf, als man denkt tun, Wasser darauf, einschalten, gr\u00f6\u00dfere Zeitlang k\u00f6cheln. Danach salzen, wenn einem die Br\u00fche wichtig ist, vorher salzen, wenn man gerne mehr Geschmack im Fleisch h\u00e4tte. Wenn man hat, am besten noch in den Topf: Zwiebel, Pfefferk\u00f6rner. Karotte, Lauch, Sellerie, was da ist. Aber es soll keine Gem\u00fcsesuppe werden. Vorsicht bei zu viel Lorbeerblatt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fleisch kann man dann wunderbar einfach von den Knochen sch\u00e4len, ein bisschen was zur Suppe geben, die Suppe einfrieren oder nicht. Das Fleisch gibt eine F\u00fcllung f\u00fcr Sandwich, oder Gefl\u00fcgelsalat. oder man f\u00fcllt Tortillas damit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Zweitbeste, was man mit einem toten Huhn tun kann<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Br\u00fcste ausl\u00f6sen und gef\u00fcllte H\u00fchnerbrust \u00e0 la Kim machen: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Backofen auf 200 Grad vorheizen.<br>\u2013 in 2 H\u00fchnerbr\u00fcste Taschen schneiden. Mit je<br>\u2013 1 Espressol\u00f6ffel Pesto und<br>\u2013 1 Essl. Frischk\u00e4se f\u00fcllen. Um jede Brust je<br>\u2013 2 Scheiben Parma-Schinken (insgesamt also 4!) wickeln.<br>In Alufolie dicht einpacken, auf einen Rost im Ofen legen. 30 Minuten garen.<br>Aus dem Ofen nehmen, auswickeln, in dicke Scheiben geschnitten auf Tellern anrichten.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und mit dem restlichen Huhn macht man dann H\u00fchnerbr\u00fche, siehe oben, weil das ja doch das beste ist, siehe oben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Was Frau Rau m\u00f6chte, dass mit einem toten Huhn passiert<\/h4>\n\n\n\n<p>Braten. Sie m\u00f6chte Brathuhn. <\/p>\n\n\n\n<p>Heute gab es als Kompromiss ein halbes Brathuhn aus dem Ofen, aus der anderen H\u00e4lfte durfte ich H\u00fchnerbr\u00fche machen. Wir teilten. Die H\u00fchnerbr\u00fche steht bereit f\u00fcr den Notfall.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was ich ansonsten gemacht habe<\/h3>\n\n\n\n<p>Ja, \u00e4h, das war eigentlich die Hauptsache, und deswegen bin ich auch ein bisschen bl\u00f6d im Kopf. \u00dcber Info-Portal und Mail und Twitter Probleme bei Mebis gekl\u00e4rt. Proaktiv schon ein bisschen was f\u00fcr die Schulleitung angedacht f\u00fcr n\u00e4chste Woche, wie das mit der Schule weitergehen soll. Den Mebis-Lehrkr\u00e4ftekurs ausgebaut, Links zu den Tutorials und Erkl\u00e4rvideos, die \u00fcber das Mebis-Koordinations-Portal st\u00e4ndig reinkamen. Beispiele f\u00fcr ganz basale Arbeitsform. (Finger weg von Datenbanken und Quiz-Aufgaben.) Eine Frage kam auch \u00fcber Mail rein, gar nicht von meiner Schule. Dazwischen immer wieder getwittert &#8211; Twitter ist so eine Art Gro\u00dfraumb\u00fcro, wo man mitkriegt, was die Kollegen gerade so machen. Im Moment schreien manche ein bisschen laut herum im B\u00fcro; ich habe mich erst \u00fcber die Systemweisen ge\u00e4rgert, die jetzt Morgenluft f\u00fcr ihre Tr\u00e4ume von radikalen Bildungsreformen wittern, und sie dann stummgeschaltet. Ah, schon konnte ich besser arbeiten. M\u00f6glicherweise lasse ich das so oder entfolge gleich, die irren zwar st\u00e4ndig, aber ich habe halt zu tun. Zwischendrin nat\u00fcrlich immer wieder vergessene Mebis-Passw\u00f6rter und -Anfragen. Ganz kurz auch das N\u00f6tigste f\u00fcr einen Teil meiner Klassen vorbereitet. Wenn die anderen nichts von mir kriegen, ist das auch in Ordnung. Telefonnummer angelegt und in den Kursen ver\u00f6ffentlicht, wenn Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen Sorgen haben, sollen sie sich auch so an mich wenden. (Das werden wenige tun, und ich bin wohl auch nicht der Typ daf\u00fcr, aber ich halte solche Angebote und die Aufforderung, sie wahrzunehmen, f\u00fcr wichtig.) Ein paar Sch\u00fcler wollten schon mit dem gr\u00f6\u00dferen Informatik-Projekt beginnen, das eigentlich erst nach den Osterferien losgehen sollte, da mein Okay zum Thema gegeben. Eine andere Sch\u00fclerin, mit der ich mich immer wieder \u00fcber Twitter unterhalte, wollte Englischlekt\u00fcren haben, also empfahl ich einen Epub-Reader f\u00fcrs Handy und schickte einen Strau\u00df B\u00fccher r\u00fcber &#8211; P.G. Wodehouse, Jane Austen, Raymond Chandler, Arthur Conan Doyle, Lovecraft, Isak Dinesen, was mir geeignet schien. Schon lange will ich eine digitale Schulbibliothek mit frei zug\u00e4nglichen Werken im Format  epub\/mobi erstellen, auch als P-Seminar. (Der Hauff in der Bibliothek Gutenberg ist in einem desolaten Zustand, was Tipp- und Scanfehler betrifft.)<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4h, ja. Dann jetzt also Feierabend, kurz nach 20 Uhr. Frau Rau kommt erst sp\u00e4ter vom Wahlhelfen zur\u00fcck. Ich plane jetzt noch ein bisschen herumzusitzen und gespeicherte Filme zu sehen. &#8222;Drums of Fu Manchu&#8220;, das Republic-Serial von 1940, weil es auf der Liste steht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stimmung<\/h3>\n\n\n\n<p><em>The Postman<\/em> ist ein postapokalyptischer Actionfilm von und mit Kevin Costner, basierend auf einem Science-Fiction-Roman, der seinerseits zuvor in zwei einzelnen Teilen erschienen war. Der Film war kein Erfolg, aber ich habe entweder den ersten Teil des Romans gelesen oder etwas \u00e4hnliches: Ein Mann mit Brieftr\u00e4geruniform h\u00e4lt den Glauben an eine staatliche Ordnung in einer chaotischen Welt aufrecht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(7 Kommentare.) Es ist Sonntag, der 15.03.2020, gegen sieben Uhr abends. Gestern war Samstag, ich wei\u00df nicht mehr, was ich da gemacht habe. 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