{"id":1716,"date":"2008-08-10T16:31:48","date_gmt":"2008-08-10T14:31:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=1716"},"modified":"2008-08-10T16:31:48","modified_gmt":"2008-08-10T14:31:48","slug":"wordpress-als-datenbank-benutzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/08\/wordpress-als-datenbank-benutzen.htm","title":{"rendered":"Wordpress als Datenbank benutzen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/08\/wordpress-als-datenbank-benutzen.htm#comments'>7 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p><small>(Warnung: Ist ein bisschen technisch geworden, der Eintrag.)<\/small><\/p>\n<p><strong>Ich mache gerne Listen<\/strong> und habe viele davon: Eine Liste von Liedern, in denen es um Kleidungsst\u00fccke geht. Eine Liste von Liedern, die zu bestimmten Schulf\u00e4chern passen. Eine Liste von Geschichten, in denen es um Skat geht, oder Schach, oder Cricket. Eine <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/05\/geheimnisvolle-laeden.htm\">Liste von Geschichten um geheimnisvolle L\u00e4den<\/a>, die wieder verschwinden.<\/p>\n<p>Diese Listen sind in verschiedenen Textdateien in verschiedenen Verzeichnissen deponiert, teilweise auch in Wiki-Seiten gespeichert. Vermutlich gibt es auch noch einige auf diversen Zettelchen. Das ist nicht praktisch.<br \/>\nMein Ausgangswunsch war also der: Diese Listen w\u00fcrde ich gerne in einer Online-Datenbank verwalten. <\/p>\n<p>Da ich die M\u00f6glichkeiten des Austausches im Web sch\u00e4tze, sollte diese Datenbank die M\u00f6glichkeit des Kommentierens und vor allem des Bastelns und Exportierens haben. Am liebsten gleich Wordpress. Um bei dem Beispiel der erw\u00e4hnten Kurzgeschichten-Sammlung zu bleiben: Jede Kurzgeschichte wird in einem Blogeintrag erfasst. Der <strong>Titel<\/strong> des Blogeintrags enth\u00e4lt den Autor und den Titel der Geschichte, die <strong>Kategorien oder Schlagw\u00f6rter<\/strong> geben an, unter welchem Aspekt ich die Geschichte erfasse: Verschwindende L\u00e4den, Geschichten mit Regen drin, <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2005\/05\/rashomon-episoden.htm\">Rashomon-Episoden<\/a>. Der <strong>Text<\/strong> des Blogeintrags w\u00e4ren Notizen zur Fundstelle oder zum Inhalt der Geschichte, bei gemeinfreien Geschichten auch die Geschichte selber. Die <strong>Kommentare<\/strong> w\u00e4ren f\u00fcr R\u00fcckmeldung durch Leser.<\/p>\n<p>Allerdings w\u00e4re mir die Eingabe im normalen Wordpress-Backend zu umst\u00e4ndlich. Es m\u00fcsste eine M\u00f6glichkeit geben, die Daten relativ rasch \u00fcber eine Maske zu erfassen. Beim Suchen stie\u00df ich auf einen Blogeintrag zum Thema <a href=\"http:\/\/inn0vate.blogspot.com\/2007\/10\/wordpress-as-database.html\">wordpress as database<\/a>. Dort wurde von einer Seite berichtet, die etwas \u00e4hnliches machte: Die australische Seite <a href=\"http:\/\/getup.org.au\/promisewatch\/\">Promise Watch<\/a> <strong>sammelt Wahlversprechen<\/strong>, um danach zu beurteilen, welche davon eingehalten wurden und welche nicht. Das Besondere: <a href=\"http:\/\/getup.org.au\/promisewatch\/submit-a-promise\">\u00dcber eine Eingabemaske<\/a> (anschauen!) k\u00f6nnen Besucher der Seite letzendlich einen Blogeintrag gleich selber schreiben. Sie geben \u00fcber Textfeld oder Dropdown-Men\u00fc in die entsprechenden Felder ein: Name, Postcode, Email; den Politiker, der das Versprechen gegeben hat, seine Partei, das Thema, Zeitpunkt und Details; eine Quelle zum Fundort des Versprechens.<br \/>\nAus diesen Angaben wird ein Blogeintrag generiert und als unver\u00f6ffentlichter Eintrag in Wordpress gespeichert. Ein Redakteur schaut sich diese Beitr\u00e4ge an und schaltet sie nach dieser \u00dcberpr\u00fcfung frei.<\/p>\n<p>Zwei Dinge:<\/p>\n<p>Zum einen arbeitet diese Seite mit <strong>benutzerdefinierten Feldern<\/strong>. Regul\u00e4r und intern geh\u00f6rt zu einem Wordpress-Eintrag nur: Titel, Inhalt, Kategorie, Schlagw\u00f6rter, Angaben zum Autor, Ver\u00f6ffentlichungsstatus, Datum. Es ist aber problemlos m\u00f6glich, weitere benutzerdefinierte Felder anzulegen. Die tauchen im Wordpress-Backend dann unterhalb der \u00fcblichen Eingabefelder auf. Man k\u00f6nnte eines anlegen f\u00fcr: &#8222;Lieblingslied zur Zeit&#8220;, &#8222;Fr\u00fchst\u00fcck des Tages&#8220; oder eben auch &#8222;Name des Politikers&#8220; und &#8222;Gegebenes Versprechen&#8220;, w\u00fcrde das jeweils eingeben, und k\u00f6nnte diese Daten dann im Wordpress-Template auswerten, zum Beispiel in der Sidebar oder unterhalb des eigentlichen Blogeintrags als Anhang.<br \/>\nSoweit wollte ich nicht gleich gehen, eine schlampige Liste w\u00fcrde mir erst einmal reichen.<\/p>\n<p>Zum anderen verlangte diese Methode einige php-Bastelei. Wie so vieles, geh\u00f6rt php nicht zu meinen St\u00e4rken. Also suchte ich nach einem Plugin, das mir die Arbeit abnehmen w\u00fcrde. Mein urspr\u00fcngliches Ziel war zu diesem Zeitpunkt etwas in den Hintergrund geraten. Jetzt sah ich vor allem eine M\u00f6glichkeit, Besucher einer Seite selbst Texte verfassen zu lassen. Das k\u00f6nnte man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zum Beispiel bei einer Seite wie Jochen L\u00fcders&#8216; <a href=\"http:\/\/jochenlueders.wordpress.com\/\">Blog zu englischen Schullekt\u00fcren<\/a> nutzen. Ich rechne zwar nicht ernsthaft damit, dass wirklich viele Englischlehrer ihr tr\u00e4ges Fleisch in Bewegung setzen w\u00fcrden, wenn sie so ohne jede Anmeldung einen Beitrag leisten k\u00f6nnten. Aber es w\u00fcrde das Mitmachen sehr erleichtern, wenn der Besucher eine Eingabemaske f\u00e4nde mit: Titel, Kurzbeschreibung, Schlagw\u00f6rtern, Dropdown-Kategorie, und das dann einfach abschicken w\u00fcrde.<br \/>\nLetztlich ist das nichts anderes als ein <strong>Kontaktformular,<\/strong> nur dass die Daten nicht per Email an jemanden geschickt werden, sondern gleich an Wordpress, wo sie in der Moderationsschleife warten, bis ein Administrator sie freigibt.<\/p>\n<p>Und wie sch\u00f6n: Es gibt ein geeignetes Plugin. <a href=\"http:\/\/wordpress.org\/extend\/plugins\/tdo-mini-forms\/\">TDO Mini Forms<\/a> macht genau das, was ich m\u00f6chte. <\/p>\n<p>Das Plugin legt einen Benutzer ohne Ver\u00f6ffentlichungsrechte an. Alles, was \u00fcber ein frei zu gestaltendes Formular, das zweckm\u00e4\u00dfig auf einer Wordpress-Seite liegt, abgeschickt wird, landet als Wordpress-Blogeintrag in der Warteschlange.<br \/>\nDas Formular kann enthalten: Angaben zum Absender, Titel und Inhalt des zuk\u00fcnftigen Blogeintrags, Captcha \u00fcber ein Bild oder eine Frage, Schlagw\u00f6rter, Kategorien (als Dropdown oder, falls Mehrfachauswahl gew\u00fcnscht, zum Ankreuzen). Zur Wahl stehen weiterhin ein K\u00e4stchen, das man anklicken muss (neben dem stehen k\u00f6nnte: habe Spielanleitung gelesen), ein Datei-Upload und weitere Kleinigkeiten. Und schlie\u00dflich kann man auch benutzerdefinierte Felder eingeben &#8211; und zwar genau die oben erw\u00e4hnten. Damit l\u00e4sst sich eine Seite wie <strong>Promise Watch<\/strong> rasch erstellen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Ausgangsthema: Meine Kurzgeschichten-Datenbank kann ich so ein bisschen schneller anlegen, n\u00e4mlich vom Formular aus, ohne dass ich je ins Wordpress-Backend m\u00fcsste. Zugegeben, f\u00fcr gro\u00dfe Datenmengen ist das immer noch keine L\u00f6sung. Dazu m\u00fcsste ich erst aus, sagen wir, meiner langen Excel-Tabelle mit Kurzgeschichten eine Datei im RSS-Format erstellen, und \u00fcber einen Feed-Aggregator den Feed-Inhalt in Wordpress-Eintr\u00e4ge umwandeln. Ist prinzipiell auch kein Problem, und vielleicht schaue ich mich mal nach einer L\u00f6sung um. <\/p>\n<p>Tats\u00e4chliche Datenbankfunktionen erf\u00fcllt dieses System nat\u00fcrlich nicht. Dazu m\u00fcsste es zumindest die M\u00f6glichkeit geben, alle Angaben mittels Ankreuzfelder und Dropdown-Men\u00fc aus einer gegebenen Liste auszuw\u00e4hlen, und nicht nur die Kategorien. Aber das vermisse ich nicht.<br \/>\nWarum \u00fcberhaupt Wordpress? Weil ich gerne damit bastle und wei\u00df, wie ich Templates anlege (so dass auch die Benutzeroberfl\u00e4che nicht mehr nach Blog sondern nach Datenbank ausschieht) und wie ich Daten ex- und importiere, und weil es so viele Plugins daf\u00fcr gibt.Alternativ ist noch ein Wiki m\u00f6glich. Aber ein Wiki ist mir strukturell dann wieder zu weit von einer Datenbank entfernt.<\/p>\n<p>Zum Basteln habe ich mir ein Blog angelegt, in dem ich in Zukunft meine Notizen zu Geschichten sammle. Die Blogsoftware ist nicht Wordpress, sondern das eng verwandte Wordpress MU, die Multi-User-Variante, die auch von wordpress.com f\u00fcr die dort beheimateten Blogs eingesetzt wird.<\/p>\n<p>Zum Anschauen das noch sehr kahle Blog <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/blogs\/geschichten\">https:\/\/www.herr-rau.de\/blogs\/geschichten<\/a>, das ich in den n\u00e4chsten Tagen ein bisschen mit Geschichten f\u00fcllen m\u00f6chte. Mit der \u00dcbersetzung der Blogoberfl\u00e4che ins Deutsche und der Design-Anpassung habe ich mir noch keine M\u00fche gegeben.<\/p>\n<p>Hier die Maske zum Eingeben: <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/blogs\/geschichten\/geschichteneingabe\/\">https:\/\/www.herr-rau.de\/blogs\/geschichten\/geschichteneingabe\/<\/a>. Noch kann jeder einen Eintrag machen, ob angemeldet oder nicht. Es darf auch jeder gerne mal herumspielen und einen Probetext schicken, ich l\u00f6sche dann einfach die Beitr\u00e4ge aus der Warteschleife, die offensichtlich nur als Test gedacht waren. &#8212; Falls die Spambots auf die Seite sto\u00dfen, werde ich eventuell zus\u00e4tzlich Akismet einschalten oder ein besseres Captcha.<\/p>\n<p>Wozu kann man das ganze noch nutzen? Zum Beispiel dazu, wenn man m\u00f6chte, das Sch\u00fcler oder Schulleitung einen Blogeintrag schreiben, man ihnen aber den Umgang mit dem Wordpress-Backend aber nicht zutraut.<br \/>\nOder wenn man m\u00f6chte, dass Sch\u00fcler Daten in geordneter Form eintragen, \u00e4hnlich wie bei der Datenbank-Aktivit\u00e4t in Moodle (die auch keine echte Datenbank darstellt). Vor vielen Jahre habe ich zum gleichen Zweck ein AOL-G\u00e4stebuch meiner damaligen Homepage missbraucht. Da wollte ich von einer 7. Klasse Inhaltsangaben haben, jeweils mit Autor, Titel, Originaltitel und Zusammenfassung, und zwar so, dass ich diese Daten dann ziemlich automatisch formatieren konnte. Am Schluss hatte ich dann eine lange G\u00e4stebuch-HTML-Seite, die statt der \u00fcblichen Angaben (Name, Email, Webseite, Text) meine gew\u00fcnschten Informationen hatte. Und die lie\u00dfen sich in Word leicht in eine mehrspaltige Tabelle umwandeln.<\/p>\n<p>(Noch sch\u00f6ner als meine Geschichtensammlung w\u00e4re ein Wiki wie dieses wunderbare <a href=\"http:\/\/tvtropes.org\/pmwiki\/pmwiki.php\/Main\/Tropes\">Tropen-Lexikon<\/a>. Aber das w\u00e4re doch ein gr\u00f6\u00dferes Projekt, f\u00fcr das es keine Mitstreiter gibt. F\u00fcr ein gro\u00dfes Projekt ist ein Wiki dann wieder besser.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(7 Kommentare.) (Warnung: Ist ein bisschen technisch geworden, der Eintrag.) Ich mache gerne Listen und habe viele davon: Eine Liste von Liedern, in denen es um Kleidungsst\u00fccke geht. Eine Liste von Liedern, die zu bestimmten Schulf\u00e4chern passen. Eine Liste von Geschichten, in denen es um Skat geht, oder Schach, oder Cricket. 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