{"id":18678,"date":"2021-06-26T09:06:01","date_gmt":"2021-06-26T07:06:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=18678"},"modified":"2021-06-26T13:00:32","modified_gmt":"2021-06-26T11:00:32","slug":"englische-gedichte-vorlesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2021\/06\/englische-gedichte-vorlesen.htm","title":{"rendered":"Englische Gedichte vorlesen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2021\/06\/englische-gedichte-vorlesen.htm#comments'>6 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Auf Anregung eines Teilnehmers m\u00fcssen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen in meinem Kurs englische Konversation jetzt Gedichte vorlesen &#8211; lange Gedichte, und danach wenig dar\u00fcber reden; oder kurze Gedichte und daf\u00fcr mehr dar\u00fcber reden; auch Ausz\u00fcge m\u00f6glich. Ich stellte eine Liste mit Gedichtsammlungen zur Verf\u00fcgung, mit dem Schwerpunkt auf Gedichten, die sich zum Vortrag besonders eignen, machte anhand eines von mir ausgew\u00e4hlten Gedichts vor, wie ich mir das vorstellte, und seitdem verbringen wir die letzten Wochen des Schuljahres so &#8211; 20 Minuten Coronatesten, in zwei Gruppen, unter heftigem [Niesen], dann die Gedichte, zwischendrin Pause.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin sehr daran interessiert, welche Gedichte die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen ausw\u00e4hlen und was sie dazu zu sagen haben. Bisher waren das lauter interessante Sachen. Aber: Das mit dem Vortrag muss man noch mehr \u00fcben. Die Aussprache der W\u00f6rter ist schon gut, aber dass man auch unterhaltsam vorlesen kann, oder in mehr als einem Tonfall, das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. (Ich wusste das, und wir hatten ja vorher dramatisches Lesen anhand eines Dramas ge\u00fcbt, so mit Pausen und Timing und die Zuh\u00f6renden im Auge behalten. Dennoch. Gilt f\u00fcr Deutsch genauso wie f\u00fcr Englisch, \u00fcbrigens.)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gedichte bisher:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.poetryfoundation.org\/poems\/43187\/the-highwayman\">Alfred Noyes: &#8222;The Highwayman&#8220;<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gut hundert Verse, keinen ausgelassen. Eine dramatische Ballade um einen Stra\u00dfenr\u00e4uber, b\u00f6se Soldaten und eine sich opfernde Wirtshaustochter. Und noch heute erz\u00e4hlt man sich, so die letzten Strophe, dass in einer klaren Winternacht der R\u00e4uber zu sehen ist und die Sch\u00f6ne, zu der er reitet&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><em>The wind was a torrent of darkness among the gusty trees,<br>The moon was a ghostly galleon tossed upon cloudy seas,<br>The road was a ribbon of moonlight over the purple moor,<br>And the highwayman came riding\u2014<br>Riding\u2014riding\u2014<br>The highwayman came riding, up to the old inn-door.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Aussprache von &#8222;breeches&#8220; thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/genius.com\/Cavetown-boys-will-be-bugs-lyrics\">cavetown: Boy will be bugs<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Auszug aus einem Lied eines englischen Musikers mit Youtubekanal; Inhalt: Teenager mit Problemen. Vorgelesen im Tonfall eines Teenagers mit Problemen. Also, einerseits treffend, andererseits vielleicht weniger schwierig in der Gestaltung als andere Werke. <\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.familyfriendpoems.com\/poem\/equipment-by-edgar-a-guest\">Edgar Guest: Equipment<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein ber\u00fchmtes <em>inspirational poem.<\/em> Tenor: All die Reichen und Ber\u00fchmten haben ihr Leben auch nur mit der gleichen Ausr\u00fcstung begonnen wie du, &#8222;my lad&#8220;, und es ist deine Aufgabe, das beste daraus zu machen! R\u00fchrend, und auf den ersten Blick motivierend, und sehr amerikanisch, und nat\u00fcrlich so was von falsch:<\/p>\n\n\n\n<p><em>So figure it out for yourself, my lad,<br>You were born with all that the great have had,<br>With your equipment they all began.<br>Get hold of yourself, and say: &#8222;I can.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/poets.org\/poem\/sick\">Shel Silverstein: Sick<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;I cannot go to school today,&#8220;<\/em><br><em>Said little Peggy Ann McKay.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und der Rest ist eine lange w\u00f6rtliche Rede, was alles mit der kleinen Peggy nicht stimmt, die aber einfach nur keine Lust hat, in die Schule zu gehen, und erst in den letzten Versen merkt, dass ja gar kein Schultag ist &#8211; worauf sie ganz schnell gesundet. Mein Favorit ist der eingest\u00fcrzte Bauchnabel. Ein Sch\u00fcler meinte, der Autor m\u00fcsse ja wohl ein besorgter und r\u00fchrender Vater gewesen sein, und ich musste mir leider aus Zeitgr\u00fcnden einen Exkurs zu &#8222;A Boy Named Sue&#8220; verkneifen &#8211; das kennt man von Johnny Cash und in vielen anderen Versionen, geschrieben wurde es von Shel Silverstein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.familyfriendpoems.com\/poem\/the-pig-by-roald-dahl\">Roald Dahl: The Pig<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch gut geeignet zum Vortrag: Paarreim, ohne Enjambent, also mit das schlichteste, was \u00fcberhaupt geht, wie es sich f\u00fcr ein Schwein geh\u00f6rt. Und um ein Schwein geht es, das \u00fcber den Sinn des Lebens reflektiert und herausfindet, dass es geschlachtet und verwurstet werden soll. Gl\u00fccklicherweise bietet sich vorher Gelegenheit, den Bauern selber aufzufressen. (Als Fu\u00dfnote darauf hinweisen, dass Schweine Allesfresser sind und es historische Vorbilder gibt.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>William Blake: The Chimney Sweeper<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und zwar das Gedicht von 1789 (aus: Songs of Innocence) und das von 1794 (aus: Songs of Experience). Die Sch\u00fcler:in hat viel Hintergrund dazu erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Christina Rossetti: Remember<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Sonett. Viele Antithesen, weil ja auch Sonett halt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(6 Kommentare.) Auf Anregung eines Teilnehmers m\u00fcssen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen in meinem Kurs englische Konversation jetzt Gedichte vorlesen &#8211; lange Gedichte, und danach wenig dar\u00fcber reden; oder kurze Gedichte und daf\u00fcr mehr dar\u00fcber reden; auch Ausz\u00fcge m\u00f6glich. 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