{"id":2049,"date":"2008-10-16T22:54:21","date_gmt":"2008-10-16T20:54:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=2049"},"modified":"2023-05-24T13:19:50","modified_gmt":"2023-05-24T11:19:50","slug":"panoramabilder-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/10\/panoramabilder-1.htm","title":{"rendered":"Panoramabilder 1"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/10\/panoramabilder-1.htm#comments'>4 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Ein sehr gutes Programm zum Erstellen von Panoramabildern ist <strong><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hugin_(Software)\">Hugin<\/a><\/strong>. (Genau genommen ist es eine grafische Schnittstelle zu einigen anderen, selbstst\u00e4ndigen Programmen zum Zusammensetzen, zum Finden identischer Punkte in den Bildern, zum Verbiegen und Belichten und \u00dcberblenden.) Hugin macht vieles automatisch, man kann au\u00dferdem manuell eingreifen. Aber auch ohne Hilfe kann Hugin sechs Urlaubsbilder zu folgendem Panoramabild zusammensetzen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"380\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/pano_madrid.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2053\" title=\"pano_madrid\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Leider merkt man so gleich, dass ich an einer Stelle eine L\u00fccke gelassen habe: der schwarze Spalt in der Mitte unten. Den k\u00f6nnte ich vielleicht nachbessern, aber eigentlich muss man schon alles fotographieren, was man auf dem Bild haben m\u00f6chte. Erfinden sollte Hugin nichts m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem meinem Glaspavillon frage ich mich: Warum tritt man nicht gleich ein paar Meter zur\u00fcck oder benutzt ein Superweitwinkel- oder ein Fischauge-Objektiv? Erstens, weil ich das nicht habe, zweitens, weil da manchmal kein Platz ist zum Zur\u00fccktreten. Das Bild oben sieht ja auch nicht sehr nach Panorama aus &#8211; anders ist es bei folgenden Bildern, beide f\u00fcrs Blog stark verkleinert:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/pano_spanien_gross.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"128\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/pano_spanien-550x128.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2055\" title=\"pano_spanien\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/pano_pier_gross.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"69\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/pano_pier-550x69.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2054\" title=\"pano_pier\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8211; So sch\u00f6n diese Panoramen sein k\u00f6nnen (und es gibt viele sch\u00f6ne, zu sehen unter anderem in diesem <a href=\"http:\/\/allerh.antville.org\/\">Blog<\/a>, auf das ich im n\u00e4chsten Eintrag zur\u00fcckkommen m\u00f6chte), so sch\u00f6n sind aber auch unvollst\u00e4ndig zusammengesetzte Bilder. Manchmal sind sie sogar noch sch\u00f6ner. Der britische K\u00fcnstler <b><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/David_Hockney\">David Hockney<\/a><\/b> hat in den 80ern aus einzelnen Fotos ganz tolle Bilder zusammengesetzt: <a href=\"http:\/\/www.ibiblio.org\/wm\/paint\/auth\/hockney\/hockney.pearblossom-highway.jpg\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.ibiblio.org\/wm\/paint\/auth\/hockney\/hockney.furstenberg-paris.jpg\">hier<\/a>. Beide Beispiele z\u00e4hlen nicht zu meinen Lieblingscollagen von Hockney, da gibt es viel bessere, einige auf <a href=\"http:\/\/www.hockneypictures.com\/works_photos.php\">Hockneys offizieller Seite<\/a>: Es gibt eine ganze Reihe von Ganzk\u00f6rperportraits, zusammengesetzt aus Polaroidbildern &#8211; durch das quadratische Format der Bilder und die wei\u00dfen R\u00e4nder gibt es einen interessanten flirrenden Effekt. Sieht im Bildband allerdings weit besser aus als online.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Favorit ist nicht dabei: <strong>&#8222;Billy Wilder lighting his Cigar&#8220;<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.worldcollectorsnet.com\/news\/newstories\/news776.html\">kleines Bild<\/a>), eine Collage aus sechs Bildern. Es ist vielleicht nicht nachvollziehbar, ist schon f\u00fcr mich fast nur noch Erinnerung: als ich vor f\u00fcnfzehn Jahren beim St\u00f6bern in einem Hockney-Bildband unvermittelt auf dieses Bild stie\u00df, hatte ich &#8211; na ja, vielleicht keine Epiphanie, weil mir schlie\u00dflich nichts klar geworden ist, aber doch einen intensiven Moment. Die Franzosen haben bestimmt ein Wort daf\u00fcr. Das Besondere an dem Bild, damals, f\u00fcr mich, war, wie in wenigen Bildern eine ganze Bewegung festgehalten war. Wie ein Film, den man auf einen Blick sieht. Eben weil das Bild kein Panorama zeigt, sondern Facetten. (Wie ja \u00fcberhaupt die Hockney-Collagen nahe am Kubismus sind, so wie ich ihn laienhaft verstehe.)<\/p>\n\n\n\n<p>Einen \u00e4hnlichen Momente hatte ich einmal beim Lesen eines Haikus. Das war in England, auch vor f\u00fcnfzehn Jahren. (Das bedeutet vermutlich was.) Den Zusammenhang wei\u00df ich nicht mehr, es ging nicht um japanische Lyrik als solche, aber vielleicht um Lyrik des Imagismus. Es war jedenfalls in einem literatur- oder vielleicht auch kognitionstheoretischen Buch, in dem ich auf folgende \u00dcbersetzung eines Haiku stie\u00df:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>The fallen blossom flies back to the branch:<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;A butterfly.<br><em>Moritake<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Autor ist Arakida Moritake, der Haiku ber\u00fchmt und in vielen Versionen \u00fcbersetzt. Auch hier war es f\u00fcr mich eine Offenbarung, wie ich die in aufeinanderfolgenden Zeilen geschilderte Bewegung scheinbar auf einmal wahrnahm.<\/p>\n\n\n\n<p>(Einen \u00e4hnlichen, aber nicht unmittelbaren, Moment der Offenbarung, was die Darstellung von zeitlicher Folge betrifft, kenne ich noch aus einem Gary-Larson-Cartoon: Engel und Teufel auf gegen\u00fcberliegenden Rolltreppen, der Engel mit einem Kuchen im Gesicht. Man liest den Cartoon nat\u00fcrlich von links nach rechts, aber um sich den Kuchen im Gesicht zu erkl\u00e4ren, muss man ein paar Sekunden zur\u00fcck in die Vergangenheit, als Engel und Teufel noch jeweils in der anderen Bildh\u00e4lfte waren.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(4 Kommentare.) Ein sehr gutes Programm zum Erstellen von Panoramabildern ist Hugin. 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