{"id":21662,"date":"2022-09-18T14:22:12","date_gmt":"2022-09-18T12:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=21662"},"modified":"2023-06-09T20:42:10","modified_gmt":"2023-06-09T18:42:10","slug":"emotional-im-sabbatjahr-angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2022\/09\/emotional-im-sabbatjahr-angekommen.htm","title":{"rendered":"Emotional im Sabbatjahr angekommen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Sommerferien sind vorbei, alle Lehrkr\u00e4fte sind zur\u00fcck in der Schule. Alle? Nein. Manche sind keine Lehrkr\u00e4fte mehr, andere sind krank geschrieben. einige haben ein Sabbatjahr, so wie ich, und schauen von au\u00dfen zu. Daran muss ich mich erst gew\u00f6hnen. Fehler auf der Schulhomepage? Halte ich mich heraus. Beitr\u00e4ge im kollegialen Info-Portal, dass sich einem die Zehenn\u00e4gel aufrollen? M\u00fcssen sich von selbst wieder entrollen. Schulentwicklung an meiner Schule? Entwickelt sich ohne mich, was ich mit einer gewissen Skepsis sehe. Der Verfall der Diskussionskultur durch Trolle und Rechtsau\u00dfen im gr\u00f6\u00dften deutschen Lehrerforum? Seit Wochen nicht mehr dort gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rolle als Lehrkraft habe ich heruntergefahren. Twitter habe ich damit auch ein wenig heruntergefahren, verfolge nur oberfl\u00e4chlich die spannenden Sachen (Digitalisierung), von denen dort berichtet wird. Und ich frage mich ein bisschen, was dann von mir bleibt, wenn ich nicht Lehrer bin. Blogger? Noch am ehesten, auch wenn ich f\u00fcr mein Hauptthema jetzt weniger Familienmitglied bin. Familienmitglied und Partner, das auf jeden Fall. Privatgelehrter und Forscher an obskuren Dingen? Ein bisschen. Ehrenamtlicher oder Aktivist: Nein, Fehlanzeige.<\/p>\n\n\n\n<p> Auch wenn ich noch nach Rollen suche, geht es mir sehr gut dabei, was mich \u00fcberrascht. Ist es so dann auch als Pension\u00e4r? Ich stehe um halb sieben statt um sechs auf und kriege einen Milchkaffee. Jeden Tag eine halbe Stunde Fremdsprachen lernen mit Duolingo, jeden Tag eine halbe Stunde Yoga oder Joggen, dann Duschen, und dann ist auch schon ein Uhr, so mit Internet lesern dazwischen. Dann eine Einkaufsrunde, gerne auch weiter weg (Reinigung, Spezialit\u00e4ten, B\u00fccherschrank), eine halbe Stunde Fernsehen, schon ist der Tag vorbei und man kann die Vorbereitung des Abendessens oder eines Kochprojekts angehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazwischen Lesen, nicht so viel, wie ich gerne m\u00f6chte, aber mehr als in den Septembren der letzten Jahre; analoges und digitales R\u00e4umen, so dass die gro\u00dfen Projekte immer weiter nach oben auf der Zu-tun-Liste wandern &#8211; das Transkribieren von drei Audiokassetten mit Interviews, die seit Jahren darauf warten; ein Schreibvorhaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber jetzt bin ich erst einmal eine Weile in San Sebasti\u00e1n\/Donostia:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/3AD9D93E-ADEA-406B-9FB5-AB844AEEDB6C-700x1244.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21670\" width=\"525\" height=\"933\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/3AD9D93E-ADEA-406B-9FB5-AB844AEEDB6C-700x1244.jpeg 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/3AD9D93E-ADEA-406B-9FB5-AB844AEEDB6C-169x300.jpeg 169w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/3AD9D93E-ADEA-406B-9FB5-AB844AEEDB6C-84x150.jpeg 84w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/3AD9D93E-ADEA-406B-9FB5-AB844AEEDB6C-864x1536.jpeg 864w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/3AD9D93E-ADEA-406B-9FB5-AB844AEEDB6C-1152x2048.jpeg 1152w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/3AD9D93E-ADEA-406B-9FB5-AB844AEEDB6C-scaled.jpeg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Bild: Dienstger\u00e4t.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Davor Paris, insbesondere ein Abend im Moulin Rouge. Nach der Revue im Friedrichstadtpalast in Berlin, zweimal, musste das sein, zum Vergleich und alter Zeiten wegen. Nur Touristen, Massenabfertigung, aber durchaus liebevoll, und anders ist so eine Tradition wohl kaum zu halten. Die B\u00fchne sehr viel kleiner als in Berlin, also keine Trapeznummern, aber das Programm holte heraus, was herauszuholen war. Zum Ende des  Vorprogramms w\u00e4hrend des Essens lud das kleine Orchester zum Tanz auf dem Platz vor der B\u00fchne ein. Zwar nahm nur ein Paar das Angebot an &#8211; bei Foxtrott h\u00e4tte ich Frau Rau sicher aufs Parkett gebeten -, aber das war dramaturgisch wichtig: Denn nach Lichtaus-Lichtan war genau diese Fl\u00e4che als heraufgefahrene Hebeb\u00fchne Teil der restlichen B\u00fchne geworden. Und in einer weiteren Nummer fuhr an diesem Ort ein riesiges Aquarium aus dem Boden, in dem sich eine T\u00e4nzerin mit zwei oder drei sehr gro\u00dfen W\u00fcrgeschlangen tummelte. Das war schon beeindruckend, auch wenn man Nummern mit Tieren heute vielleicht nicht mehr planen w\u00fcrde. Aber das Programm ist von 1999, l\u00f6ste das Programm zuvor ab, das elf Jahre gegeben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Cancan hatte etwas von Capoeira. Wir sa\u00dfen so nahe, dass wir die Schritte der T\u00e4nzer und T\u00e4nzerinnen h\u00f6rten (es war sch\u00f6n, toll, wirklich, aber eine kleine Assoziation war Sportunterricht), ebenso wie das Geklapper des Schmucks. Ich habe lange keinen Grand Prix d\u2019Eurovision mehr geschaut, der ja wohl auch nicht mehr so hei\u00dft, aber fr\u00fcher gab es viele Nummern mit T\u00e4nzer:innen, die sich die Kleider vom Leib rissen und darunter andere anhatten, die dann sp\u00e4ter in der Nummer auch noch zu leuchten und und zu blinken bekannen &#8211; vielleicht waren solche Revues Vorbild daf\u00fcr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sommerferien sind vorbei, alle Lehrkr\u00e4fte sind zur\u00fcck in der Schule. Alle? 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