{"id":2227,"date":"2009-04-08T07:17:00","date_gmt":"2009-04-08T05:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=2227"},"modified":"2023-05-14T10:01:25","modified_gmt":"2023-05-14T08:01:25","slug":"einmal-sprachgeschichte-bitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/04\/einmal-sprachgeschichte-bitte.htm","title":{"rendered":"Einmal Sprachgeschichte bitte"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/04\/einmal-sprachgeschichte-bitte.htm#comments'>22 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Osterferien.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war eine Sequenz zur Sprachgeschichte im Leistungskurs Deutsch, Ende Januar\/Anfang Februar. Der Blog-Eintrag ist wieder recht lang, er w\u00e4re vielleicht weniger erschreckend, wenn ich eine Serie daraus machte, aber ich fasse lieber alles auf einer Seite zusammen, falls ich das mal wiederholen will.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 1: Das R\u00e4tsel<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"157\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte1-550x157.png\" alt=\"sprachgeschichte1\" class=\"wp-image-2334\" title=\"sprachgeschichte1\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte1-550x157.png 550w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte1-150x43.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte1-1024x293.png 1024w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte1.png 1650w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><small>(Quelle: Bernard Victorri, &#8222;Die Debatte um die Ursprache&#8220;, in: <em>Spektrum der Wissenschaft. Dossier: Die Evolution der Sprache. Nachdruck 4\/2001<\/em>, p. 17)<\/small><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Teilen Sie die angegebenen neun Sprachen A-I in Familien und Unterfamilien ein, indem Sie die Form der 13 in phonetischer Umschrift gegebenen W\u00f6rter vergleichen und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden suchen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Immerhin, die Sch\u00fcler machten das ganz gut. Einige hatten zu Hause und mit Hilfe des Web herausgefunden, dass die eine Sprache Altgriechisch ist, die andere Latein, eine dritte Awestisch. (&#8222;Herr Rau, was ist denn Awestisch?&#8220;) Auch die Einteilung, welche Sprachen zusammengeh\u00f6ren und welche nicht, f\u00e4llt auf der obersten Ebene leicht: Eine Sprache von A bis I steht isoliert, zwei sind nur miteinander verwandt, und die restlichen sechs sind mehr oder weniger eng miteinander verwandt. Da kann man auch Unterfamilien bilden, aber das ist schwerer.<\/p>\n\n\n\n<p>Und damit die Sch\u00fcler nicht jede mehr oder wenige gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit als Beweis f\u00fcr Verwandtschaft nehmen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Es gibt mehrere m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen, warum sich W\u00f6rter verschiedener Sprachen \u00e4hneln:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Zufall<br>2. Onomatopoesie (also Imitation eines nat\u00fcrlichen Ger\u00e4usches)<br>3. Entlehnung<br>4. Verwandtschaft<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 2: Der Stammbaum<\/h3>\n\n\n\n<p>Manche Sprachen sind also irgendwie miteinander verwandt. Das ist sehr bunt illustriert in diesem (nicht ganz vollst\u00e4ndigen) Stammbaum der indoeurop\u00e4ischen Sprachen. Wenn man den Sch\u00fclern im LK zeigt, haben die von selbst genug Fragen dazu, die sie gerne beantwortet h\u00e4tten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/991px-IndoEuropeanTree.svg_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"532\" height=\"550\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/991px-IndoEuropeanTree.svg_-532x550.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3599\" title=\"991px-IndoEuropeanTree.svg\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/991px-IndoEuropeanTree.svg_-532x550.png 532w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/991px-IndoEuropeanTree.svg_-145x150.png 145w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/991px-IndoEuropeanTree.svg_.png 991w\" sizes=\"auto, (max-width: 532px) 100vw, 532px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><small>(Quelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:IndoEuropeanTree.svg&amp;filetimestamp=20110803180459\">Wikipedia<\/a>, Multiple authors, first version by Mandrak, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.de\">CC-BY-SA 3.0 unported<\/a>)<\/small><\/p>\n\n\n\n<p>(Urspr\u00fcnglich gab es hier ein anderes Bild, das ich aus urheberrechtlichen Gr\u00fcnden dann doch entfernt habe.)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stammbaum ist insofern irref\u00fchrend, als Sprachen sich nicht wie Tierarten ver\u00e4ndern: V\u00f6llig unverwandte Sprachen k\u00f6nnen sich gegenseitig beeinflussen, \u00fcberhaupt gibt es st\u00e4ndig gegenseitige Beeinflussung, und Wortschatz, Grammatik und Lautung k\u00f6nnen sich unabh\u00e4ngig voneinander entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212; Wenn Zeit bleibt, kriegen die Sch\u00fcler noch zwei Lieder zu h\u00f6ren. Zum Eingew\u00f6hnen &#8222;Nunc hic aut numquam&#8220; von <a href=\"http:\/\/www.drammondt.com\/english\/index.php?page=music\">Doctor Ammondt<\/a>, eine lateinische Version von &#8222;It&#8217;s now or never&#8220;. Den Text parallel dazu Latein\/Englisch mit Folie oder Beamer an die Wand.<br>Aber vor allem kommt es mir auf das zweite Lied an: Zuerst h\u00f6ren die Sch\u00fcler zumindest den Anfang von &#8222;Blue Suede Shoes&#8220;: &#8222;Well, its one for the money \/ Two for the show \/ Three to get ready \/ Now go, cat, go.&#8220; Danach die Version von Doctor Ammondt in rekonstruiertem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sumerische_Sprache\">Sumerisch<\/a>, anders und mit anderem Rhythmus arrangiert.<br>R\u00fcck\u00fcbersetzt aus dem im Booklet abgedruckten sumerischen Original lauten die ersten Zeilen &#8222;Well, silver is one thing \/ show is another \/ to get ready is three \/ now, cat, go!&#8220; Eines der wenigen Lieder, das in meiner mp3-Sammlung das Genre &#8222;Unclassifiable&#8220; gekriegt hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 3: Sprache im Wandel<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Stammbaum enth\u00e4lt viele Sprachen und viele Verzweigungen. Deshalb haben wir uns als N\u00e4chstes angeschaut, was denn eine Sprache von einer anderen unterscheidet, was denn an diesen Verzweigungen passiert ist. Dazu war es sinnvoll, erst einmal zu sehen, dass die Abgrenzung zwischen Dialekt und Sprache flie\u00dfend ist:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte3neu.jpg\" alt=\"sprachgeschichte3\" title=\"sprachgeschichte3\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie entwickeln sich Sprachen aus anderen Sprachen? \u00dcber (regionale, auch soziale) Varianten, die sich immer weiter voneinander entfernen, bis es irgendwann sinnvoll ist, sie als eigene Sprachen zu bezeichnen. Oft ist es eine politische Entscheidung, was als Dialekt und was als eigene Sprache gesehen wird, siehe etwa die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Urdu#Verh.C3.A4ltnis_zwischen_Urdu_und_Hindi\">Unterscheidung zwischen Urdu und Hindi<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blick aufs Detail: In welcher Weise k\u00f6nnen sich W\u00f6rter ver\u00e4ndern? Auf verschiedene, und nat\u00fcrlich ver\u00e4ndert sich auf Flexion und Syntax, aber f\u00fcr den Anfang reicht die Unterscheidung in lautliche Form und Bedeutung:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"434\" height=\"257\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte4.jpg\" alt=\"sprachgeschichte4\" class=\"wp-image-2337\" title=\"sprachgeschichte4\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte4.jpg 434w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte4-150x88.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 434px) 100vw, 434px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Bedeutungs\u00e4nderung k\u00f6nnte man noch aufteilen in <strong>Bedeutungsverengung und -erweiterung,<\/strong> -verbesserung und verschlechterung. Mir reichen die ersten beiden Begriffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn sich ein Wort sowohl inhaltlich und lautlich sehr weit vom einem fr\u00fcheren Stadium entfernt hat, ist die Verwandtschaft fast nur zu erkennen, wenn man die Zwischenstufen kennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die lautliche Ver\u00e4nderung schauten wir uns dann noch einmal im Detail an:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 4: Systematischer Sprachwandel<\/h3>\n\n\n\n<p>Da als n\u00e4chste Unterrichtssequenz die Romantik anstand, wolle ich gleich mal die Br\u00fcder Grimm und deren deutsches W\u00f6rterbuch vorstellen. Mit der Romantik beginnt das Interesse an der Literatur des deutschen Mittelalters und damit auch die Untersuchung der Sprache des Mittelalters: Die Wissenschaft der Germanistik entsteht. Das kann man sich so vorstellen, dass Wilhelm und Jacob Grimm (und andere nat\u00fcrlich auch) jede Menge alter Handschriften lesen und sich auf Notizzettelchen jeweils herausschreiben, was welches Wort bedeutet. Die sehen dann etwa so aus:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte5.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte5.jpg\" alt=\"sprachgeschichte5\" title=\"sprachgeschichte5\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><small>(&#8222;Ooo, sch\u00f6ne Schrift, Herr Rau.&#8220;)<\/small><\/p>\n\n\n\n<p>Und dann haben Jacob und Wilhelm Grimm die Zettelchen miteinander verglichen und dabei gewisse mehr oder wenige systematische Unterschiede gefunden. Das sollten die Sch\u00fcler anhand von Arbeitsbl\u00e4ttern ein wenig nachvollziehen. Noch sch\u00f6ner w\u00e4re es gewesen, wenn ich tats\u00e4chlich viele Karteik\u00e4rtchen mit verwandten W\u00f6rtern verschiedener Sprachen verteilt h\u00e4tte. Aber erstens war mir das zu viel Schnipselarbeit, zweitens h\u00e4tten die Sch\u00fcler dann deutlich l\u00e4nger gebraucht. Vielleicht mache ich das noch mal, m\u00f6glicherweise in Abwandlung der <a href=\"http:\/\/wordpress.blokey.de\/2009\/03\/31\/notiz-methode-mystery\/\">Mystery-Methode<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die 2. Lautverschiebung<\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Versetzen Sie sich in die Lage eines Sprachhistorikers zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie arbeiten mit alten Manuskripten in verschiedenen Sprachen. Es fallen Ihnen \u00c4hnlichkeiten zwischen der Lautform von vielen W\u00f6rtern dieser Sprachen auf.<br>Dabei stellen Sie fest, dass sich die niederdeutschen und (alt)englischen W\u00f6rter noch mehr als die (alt)hochdeutschen Entsprechungen \u00e4hneln. Sie wollen herausfinden, woran das liegt.<br>Sie beschlie\u00dfen, aus den vielen Einzelf\u00e4llen allgemeine Regeln abzuleiten. Benutzen Sie das dazu vorbereitete Wortmaterial. Denken Sie beim Regelbilden stets daran, dass eine erste Hypothese nicht alle F\u00e4lle abdecken muss; scheinbare Ausnahmen kann man bei der Verfeinerung der Regeln mit einbeziehen.<br>Wenn Sie die Regeln gefunden haben, dann haben Sie die Regeln der 2. oder hochdeutschen Lautverschiebung entdeckt &#8211; eine systematische Ver\u00e4nderung bestimmter Laute, die um 500-800 n. Chr.. das Althochdeutsche von anderen westgermanischen Dialekten (wie Altenglisch, Niederdeutsch) getrennt hat.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Kurzfassung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>2. Lautverschiebung\/althochdeutsche Lautverschiebung<\/li>\n\n\n\n<li>500-800 n. Chr.<\/li>\n\n\n\n<li>systematischer Lautwandel, den nur das Althochdeutsche mitgemacht hat, aber nicht die verwandten westgermanischen Sprachen (Altenglisch, Niederdeutsch)<\/li>\n\n\n\n<li>bei der 2. LV werden u.a. folgende Konsonanten verschoben, vollst\u00e4ndig nur in S\u00fcdwestdeutschland, je weiter man nach Norden kommt, desto weniger:<br>p &gt; pf\/f (je nach Position)<br>t &gt; ts\/s (je nach Position)<br>k &gt; kch\/ch (je nach Position)<\/li>\n\n\n\n<li>als Beispiele jeweils der Vergleich des entsprechenden Worts in einer nah verwandten Sprache, die diese Lautverschiebung <em>nicht<\/em> mitgemacht hat, zum Beispiel Englisch: Zeit\/tide, Wasser\/water, machen\/make<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeitsblatt dazu mit W\u00f6rterliste, anhand derer die Sch\u00fcler das herausfinden sollen (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte_2_lv.odt\">odt<\/a>\/<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte_2_lv.pdf\">pdf<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Denkfrage, an der die meisten erst einmal scheitern: Wann wurde das Wort &#8222;Pein&#8220; aus dem Lateinischen <em>poena<\/em> in die deutsche Sprache entlehnt: Vor oder nach der 2. Lautverschiebung?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die 1. Lautverschiebung<\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Versetzen Sie sich in die Lage von Jacob Grimm, einem Sprachforscher zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie arbeiten mit alten Manuskripten in verschiedenen Sprachen, etwa Latein und Deutsch oder Englisch. Es fallen Ihnen \u00c4hnlichkeiten zwischen der Lautform von vielen W\u00f6rtern dieser Sprachen auf.<br>Dabei stellen Sie fest, dass sich viele W\u00f6rter aller germanischen Sprachen untereinander mehr \u00e4hneln als dem Lateinischen oder Griechischen.<br>Sie beschlie\u00dfen, aus den Einzelf\u00e4llen allgemeine Regeln abzuleiten. Benutzen Sie das dazu vorbereitete Wortmaterial. Wenn Sie die Regeln gefunden haben, dann haben Sie die Regeln der 1. oder germanischen Lautverschiebung entdeckt &#8211; eine systematische Ver\u00e4nderung bestimmter Laute, die um 1000-500 v. Chr. nur das Germanische mitgemacht hat, nicht aber das Lateinische oder Griechische. Zu Ihren Ehren wird man diese Regeln auch Grimm&#8217;s law nennen.<br>Der Einfachheit halber vergleichen wir hier Latein und Englisch &#8211; denn das Deutsche hat sich durch die sp\u00e4ter erfolgte 2. Lautverschiebung ja noch weiter ver\u00e4ndert, und das w\u00fcrde Ihnen die Untersuchung zus\u00e4tzlich erschweren.Wundern Sie sich nicht, wenn die W\u00f6rter sich weniger \u00e4hneln, die Trennung zwischen germanischen und lateinischen Dialekten erfolgte schon vor langer Zeit, und beide Sprachen haben sich danach weiter ver\u00e4ndert.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Kurzfassung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>1. Lautverschiebung\/germanische Lautverschiebung<\/li>\n\n\n\n<li>1000-500 v. Chr.<\/li>\n\n\n\n<li>systematischer Lautwandel, den nur das Germanische mitgemacht hat, aber nicht die verwandten indoeurop\u00e4ischen Sprachen (Lateinisch, Griechisch)<\/li>\n\n\n\n<li>bei der 1. LV werden u.a. folgende Konsonanten verschoben, und zwar zuerst:<br>p &gt; f<br>t &gt; th<br>k &gt; h<\/li>\n\n\n\n<li>Danach (warum erst danach?):<br>b &gt; p<br>d &gt; t<br>g &gt; k<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeitsblatt dazu mit W\u00f6rterliste, anhand derer die Sch\u00fcler diese Regeln herausfinden sollen (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte_1_lv.odt\">odt<\/a>\/<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte_1_lv.pdf\">pdf<\/a>) &#8211; leider noch ziemlich kurz, sollte mal erg\u00e4nzt werden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 5: Exkurs Dialektologie<\/h3>\n\n\n\n<p>Hier bietet sich eine gute Gelegenheit, die heutigen deutschen Dialekte anzuschauen, die in mancher Hinsicht einen \u00e4lteren Sprachstand darstellen: W\u00e4hrend vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen die Laute \/ei\/ und \/\u00ee\/ zum nhd. \/a\u0131\/ zusammengefallen sind, unterscheiden das Bairische und das Schw\u00e4bische diese Laute noch: Hochdeutsch hei\u00dft es <em><strong>ei<\/strong>ns, zw<strong>ei<\/strong>, dr<strong>ei<\/strong><\/em> (von mhd. <em>ein(e)z, zwei, dr<strong>\u00ee<\/strong><\/em>), schw\u00e4bisch hei\u00dft es <em>oins, zwoi, dr<strong>ei<\/strong><\/em> und bairisch <em>oans, zwoa, dr<strong>ei<\/strong><\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt grob drei deutsche Dialektgebiete: das Niederdeutsche im Norden, das Mitteldeutsche darunter, das Oberdeutsche im S\u00fcden. Ober- und Mitteldeutsch hei\u00dfen zusammen auch Hochdeutsch. Das Niederdeutsche hat die zweite Lautverschiebung gar nicht, das Mitteldeutsche zum Teil, das Oberdeutsche zum Gro\u00dfteil mitgemacht. Vollst\u00e4ndig nur das Alemannische im S\u00fcdwesten. (Schlussfolgerung: Entwicklung von S\u00fcden nach Norden.)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"401\" height=\"606\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte6.jpg\" alt=\"sprachgeschichte6\" class=\"wp-image-2340\" title=\"sprachgeschichte6\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte6.jpg 401w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte6-99x150.jpg 99w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte6-363x550.jpg 363w\" sizes=\"auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die gelben Fl\u00e4chen sind Niederdeutsch, die t\u00fcrkisfarbenen Mitteldeutsch. Und die schwarze Linie, die sie trennt, hei\u00dft auch <strong>Benrather Linie<\/strong>. (Benannt nach Benrath, inzwischen ein Stadtteil D\u00fcsseldorfs.) N\u00f6rdlich davon: maken (ndd.), s\u00fcdlich davon: machen (hd.). Die blaue Linie ist die Appel-Apfel-Grenze, sie trenn die mittel- von den oberdeutschen Dialekten. Hei\u00dft auch: <strong>Speyerer Linie<\/strong>. Die gelbe Linie trennt das Fr\u00e4nkische, das Bairische und das Schw\u00e4bische. Alle Dialektgebiete kann man anhand weiterer <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isoglosse\">Isoglossen<\/a> noch weiter unterteilen, das Schw\u00e4bische vor allem in das Alemannische, das Hoch- und das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%B6chstalemannisch\">H\u00f6chstalemannische<\/a> im Berner Oberland.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch dazu gab&#8217;s ein Arbeitsblatt mit einer besseren und detaillierteren Karte, das ich eben deshalb nicht ver\u00f6ffentlichen darf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 6: Exkurs Phonetik<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn man schon mal bei der Lautverschiebung war, kann man sich gleich die Konsonanten im Deutschen mal anschauen. Und den Unterschied zwischen Laut und Buchstabe wiederholen, damit niemand mehr sagt, bei einer Alliteration fingen W\u00f6rter mit dem gleichen Buchstaben an.<\/p>\n\n\n\n<p>Laute kann man einteilen unter anderem (1) nach <strong>stimmhaft oder stimmlos<\/strong> (zum Testen einen Finger an den Kehlkopf legen und schauen, ob der vibriert oder nicht), (2) nach <strong>Artikulationsart<\/strong> (das hei\u00dft, auf welche Weise der Luftstrom modifiziert wird &#8211; bei Konsonanten etwa plosiv, frikativ, nasal) und (3) nach dem <strong>Artikulationsort<\/strong> (also an welchem Ort der Luftstrom modifiziert wird).<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2341\" title=\"sprachgeschichte7\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte7.png\" alt=\"sprachgeschichte7\" width=\"350\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte7.png 350w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte7-119x150.png 119w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><br>(<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:Places_of_articulation.svg&amp;filetimestamp=20070311125023\">Quelle Wikipedia<\/a>. Created by User:ish shwar. <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.de\">CC-BY-SA 3.0 unported<\/a>. Weitere <a href=\"http:\/\/images.google.de\/images?hl=de&amp;q=artikulationsort+OR+artikulationsorte&amp;btnG=Bilder-Suche&amp;aq=f&amp;oq=\">Bilder f\u00fcr Arbeitsbl\u00e4tter bei Google<\/a>.)<\/p>\n\n\n\n<p>Artikulationsorte:<br>2. labial 3. dental 4. alveolar 5. postalveolar 7. palatal 8. velar 9. uvular 11. glottal<\/p>\n\n\n\n<p>Zumindest die wichtigsten und einfachsten Artikulationsarten und -orte mussten die Sch\u00fcler mit einem Arbeitsblatt (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/konsonanten.odt\">odt<\/a>\/<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/konsonanten.pdf\">pdf<\/a>) lernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das deutsche &#8222;b&#8220; ist demnach also ein stimmhafter, bilabialer Plosiv. Das &#8222;v&#8220; ein stimmhafter, labio-dentaler Frikativ. Und der spanische Buchstabe b bezeichnet eben so wie das v meist einen stimmhaften, bilabialen Frikativ &#8211; einen Laut, den es im Deutschen nicht gibt, der die Artikulationsart vom &#8222;v&#8220; hat und den Ort vom &#8222;b&#8220;. Darum kann Gottfried Benn auch &#8222;Habana&#8220; statt &#8222;Havanna&#8220; schreiben. &#8211; Den Laut kann man lustig sprechen \u00fcben, George Carlin hat <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=h47Jd2szwHw&amp;hl=de\">einen Teil einer Nummer dazu<\/a> gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei &#8222;uvular&#8220; muss man \u00fcbrigens mit dem wackelnden Zeigefinger das Z\u00e4pfchen simulieren und auf Simpsons-Episoden verweisen. Daher kennen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen das Z\u00e4pfchen alle.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man Artikulationsarten und -orte kennt, l\u00e4sst sich auch besser nachvollziehen, warum in der Lautverschiebung ausgerechnet die jeweiligen Laute verschoben wurden &#8211; in der 2. LV zum Beispiel die Plosive jeweils zu den Frikativen oder Affrikaten am verwandtem Artikulationsort.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 7: Das Lachsargument<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum Selbermachen und damit die Sch\u00fcler mal einen popul\u00e4rwissenschaftlichen Aufsatz zur Sprache gelesen haben, kriegten die Sch\u00fcler den Anfang des Artikels &#8222;W\u00f6rter aus der Steinzeit &#8211; V\u00f6lker aus dem Nichts&#8220; von Vera E. Binder, ebenfalls aus dem oben schon erw\u00e4hnten Spektrum-Dossier.<br>Was die Sch\u00fcler herausholen sollen: Man hat festgestellt, dass es in den meisten indoeurop\u00e4ischen Sprachen das Wort &#8222;Buche&#8220; in der einen oder anderen Form gibt. Nun ist man vielleicht versucht daraus zu schlie\u00dfen, dass die Ur-Indoeurop\u00e4er eben dieses Wort kannten und deshalb aus einer Gegend stammen m\u00fcssen, in der Buchen wachsen. Das ist aber ein Trugschluss, denn wer wei\u00df, ob bei allem dem Bedeutungswandel das Wort &#8222;Buche&#8220; auch tats\u00e4chlicher immer genau diesen Baum bezeichnet hat, und nicht einen anderen Laubbaum, oder B\u00e4ume insgesamt. (Siehe dazu auch das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lachsargument\">Lachsargument<\/a> bei Wikipedia.)<br>Noch schlimmer ist es, wenn man aus dem Fehlen eines gemeinsamen indoeurop\u00e4ischen Worts f\u00fcr eine Sache schlie\u00dfen m\u00f6chte, dass den Ur-Indoeurop\u00e4ern diese Sache unbekannt war.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 8: Testfragen<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche zwei systematischen F\u00e4lle von Lautwandel kennen Sie; wann fanden sie ungef\u00e4hr statt; welche zwei Sprachfamilien werden durch sie jeweils von einander getrennt?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Erkl\u00e4rungen sind daf\u00fcr denkbar, dass sich W\u00f6rter zweier Sprachen \u00e4hneln? (Am besten mit Beispielen.)<\/li>\n\n\n\n<li>Nennen Sie drei sprachliche Bereiche, bei denen sich Dialekte voneinander unterscheiden k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wie hei\u00dfen die drei gro\u00dfen Sprachgebiete, in die man die deutschen Dialekte einteilen kann?<\/li>\n\n\n\n<li>Erkl\u00e4ren Sie kurz das Verh\u00e4lntis von Sprache und Dialekt zu einander.<\/li>\n\n\n\n<li>Von welcher Himmelsrichtung in welche andere Himmelsrichtung breitete sich die zweite Lautverschiebung aus?<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt in (fast) allen indoeurop\u00e4ischen Sprachen ein gemeinsames Wort f\u00fcr &#8222;Lachs&#8220;. Zu welcher Vermutung hat das Anlass gegeben, und warum muss diese Vermutung nicht stimmen?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche drei Kriterien kennen Sie, nach denen man Laute &#8211; im Unterricht waren es nur Konsonanten &#8211; unterscheiden kann?<\/li>\n\n\n\n<li>Bestimmen Sie die folgenden Laute nach diesen drei Kriterien: \/d\/, \/m\/, \/z\/<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 9: Wozu das ganze?<\/h3>\n\n\n\n<p>Damit kann man schon mal zwei Wochen im Leistungskurs verbringen. Ob in der neuen Oberstufe Spielraum daf\u00fcr sein wird, wei\u00df ich nicht. Auf jeden Fall stehen Reflexion \u00fcber Sprache, Sprachwissenschaft, Sprachbeschreibung auch weiter auf dem Lehrplan.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum also? Damit man wei\u00df, <em>warum<\/em> sich der Deutsche Bundestag bei <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/wissen\/analysen\/\">seinen Analysen<\/a> f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/wissen\/analysen\/2009\/bedrohte_sprachen.pdf\">Bedrohte Sprachen &#8211; Zur Situation der Regional- und Minderheitensprachen<\/a> interessiert. Und weil in einen Leistungskurs Deutsch ein bisschen Grundwissen \u00fcber Sprache geh\u00f6rt und nicht nur abiturvorbereitendes Er\u00f6rtern und Interpretieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem brauche <em>ich<\/em> das ab und zu, um mir meine Arbeitskraft und meine gute Laune zu erhalten. Richtig tief ist das alles nicht, das ist erstes, sp\u00e4testens zweites Semester im Studium. Wobei ich Phonetik fast ausschlie\u00dflich in Englisch gelernt habe, wenn ich mich richtig erinnere.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nachtrag: Wenn ich Zeit habe, baue ich das ganze mal zu einem Moodle-Kurs zusammen. Da kann ich dann auch mehr Rechercheauftr\u00e4ge verteilen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hier der Moodlekurs, Stand 2022, erstellt f\u00fcr teachSHARE, das sind die geteilten (und damit urheberrechtsgepr\u00fcften) Kurse bei Mebis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-dd793c80-b14a-4fed-92ad-55ed1629e72a\" href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sicherung-moodle2-course-1213913-sprachgeschichte_teachshare-20220801-1314-nu.mbz\">sicherung-moodle2-course-1213913-sprachgeschichte_teachshare-20220801-1314-nu<\/a><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sicherung-moodle2-course-1213913-sprachgeschichte_teachshare-20220801-1314-nu.mbz\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-dd793c80-b14a-4fed-92ad-55ed1629e72a\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(22 Kommentare.) Osterferien. Das war eine Sequenz zur Sprachgeschichte im Leistungskurs Deutsch, Ende Januar\/Anfang Februar. Der Blog-Eintrag ist wieder recht lang, er w\u00e4re vielleicht weniger erschreckend, wenn ich eine Serie daraus machte, aber ich fasse lieber alles auf einer Seite zusammen, falls ich das mal wiederholen will. Kapitel 1: Das R\u00e4tsel (Quelle: Bernard Victorri, &#8222;Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2334,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[101,5],"tags":[229,131,231,46],"class_list":["post-2227","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutsch","category-schule-mal-gemacht","tag-arbeitsblaetter","tag-bycs","tag-deutsch","tag-sprache"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/sprachgeschichte1.png","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2227"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2227\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56509,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2227\/revisions\/56509"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2334"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2227"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2227"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}