{"id":22337,"date":"2022-11-13T18:56:20","date_gmt":"2022-11-13T17:56:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=22337"},"modified":"2022-11-13T18:56:20","modified_gmt":"2022-11-13T17:56:20","slug":"black-panther-wakanda-forever-kleinere-spoiler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2022\/11\/black-panther-wakanda-forever-kleinere-spoiler.htm","title":{"rendered":"Black Panther: Wakanda Forever (kleinere Spoiler)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2022\/11\/black-panther-wakanda-forever-kleinere-spoiler.htm#comments'>2 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Als Marvel-Fan seit jungen Jahren freue ich mich, dass der Film ordentliche bis gute Besprechungen kriegt. Ich verfolge die Marvel-Filme genau, auch die immer zentraler werdenden Disney-TV-Serien, aber die Serien kann ich gar nicht schauen und von den Filmen habe ich jetzt auch etliche verpasst. Wenn nicht Frau Rau insistiert h\u00e4tte, vielleicht h\u00e4tte ich diesen Film jetzt gar nicht gesehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zu lang<\/h2>\n\n\n\n<p>Er hat mir dann auch nur m\u00e4\u00dfig gefallen. Zu lang, zu viel Material, das f\u00fcr die Geschichte oder die Charakterisierung der Figuren nicht wichtig ist. Ich mag ja Ostereier, aber hier sind die Ostereier, die man fr\u00fcher in eine Post-Credits-Szene gesteckt h\u00e4tte, ausgewalzt zu einem s\u00e4ttigenden Omelette. Ich sehe Martin Freemann immer gerne, aber seine Figur und deren Ex-Frau\/CIA-Chefin tragen nichts zum Film bei. Auch &#8222;the scientist&#8220; ist \u00fcberfl\u00fcssig: Es handelt sich um eine Figur, die eine Erfindung gemacht hat, die inzwischen vom CIA verwendet wird &#8211; und Namor will die Verbreitung der Erfindung verhindern, indem er &#8222;the scientist&#8220; (eher: the engineer?) t\u00f6tet. Ich mag ja gern glauben, dass das eine Welt ist, in der Erfinder ganz allein in der Garage Unerh\u00f6rtes erfinden, aber wenn die Erfindung erst einmal in der Welt ist, l\u00e4sst sie sich auch da nicht mehr so einfach zur\u00fcckholen. Da h\u00e4ngt mein Disbelief schief. Tats\u00e4chlich ist &#8222;the scientist&#8220; ja nur im Film, um dann am Ende ein Superheldenkost\u00fcm zu kriegen und f\u00fcr den angek\u00fcndigten Disney-Sechsteiler vorgestellt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ende ist wieder die \u00fcbliche Marvel-Schlacht, lang und breit, aber diesmal immerhin mit einer Funktion: Beim Zuschauen soll man der Sachen \u00fcberdr\u00fcssig werden, sich w\u00fcnschen, dass die endlich aufh\u00f6ren. Lasse ich gelten, auch wenn nicht sehr subtil. Parallelen zum Zeitgeschehen habe ich noch in keiner Besprechung gelesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bonuspunkte f\u00fcr alle Szenen mit M&#8217;Baku (Winston Duke) und General Okoye (Danai Gurira).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wings and all<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Namor, the Submariner,<\/em> eine Golden-Age-Figur, 1939 von Bill Everett erfunden, ist eine schwierige Gestalt. Unterwassergesellschaften sind immer schwierig: Pinkeln die einfach ins Wasser oder wie? Wie kommunizieren sie, so mit Schallwellen unter Wasser? Er ist auch schwierig, weil er zwar auch im Comic keine wei\u00dfen, kaukasischen Z\u00fcge tr\u00e4gt, aber als Kind eines westlichen Mannes und einer Atlanterin doch irgenwie der wei\u00dfh\u00e4utige Anf\u00fchrer der blauh\u00e4utigen Eingeborenen ist. Und er ist schwierig, weil er fliegen kann mit seinen kleinen niedlichen Fl\u00fcgelchen an den Fu\u00dfgelenken. <\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfes Lob f\u00fcr Marvel, dass es sich all dem gestellt hat, einschlie\u00dflich der Fl\u00fcgelchen, die wirklich ein bisschen d\u00e4mlich aussehen. Aber das muss so. Ansonsten haben sie die Hintergrundgeschichte von Namor doch recht angepasst, den Kern aber behalten. Das Vornehme der Comicversion fehlt allerdings. Er ist nicht sehr sympathisch, aber so war er ja auch gedacht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Normale Menschen<\/h2>\n\n\n\n<p>Normales Menschen, also nichtsuperheldische, spielen keine Rolle. Normale Nationen, also nichtsuperheldische, auch nicht. Der erste Film endet mit einem neuen Thema, den sich neu anbahnenden Beziehungen zwischen Wakanda und dem Rest der Welt. Der zweite Film beginnt damit, dass Wakanda genau diese Beziehungen wieder abbricht. Das ist gut genug motiviert, aber halt nicht das, was mich interessiert h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Mangel an Zivilisten ohne Superf\u00e4higkeiten habe ich zum ersten Mal 2014 in einem Blogeintrag zu Captain America 2 festgehalten, und es ist noch schlimmer geworden. Die Comics sind voll von Nebenfiguren ohne Superf\u00e4higkeiten. Ja, das gilt nat\u00fcrlich besonders f\u00fcr Spider-Man, den b\u00fcrgern\u00e4hsten Superhelden; eine Selbstbezeichung ist ja auch <em>your friendly neighborhood Spider-Man<\/em>. Das waren Dutzende. Aber auch bei den Fantastic Four gab es zumindest in den ersten Jahrzehnten Wyatt Wingfoot, Willie Lumpkin, den Vermieter des Baxter Building (Name f\u00e4llt mir nicht ein&#8230; evtl ein Herr Baxter?), die Fans, die Johnny Storm um Autogramme bitten, Alicia Masters. Die Avengers hatten Jarvis, und, und, ich m\u00fcsste nachschauen &#8211; Presseinterviews, Rick Jones, da waren bestimmt noch mehr. Die Serie <em>Damage Control<\/em> zeigte die Marvel-Welt aus Sicht der Menschen ohne Kr\u00e4fte, die hinterher den Dreck aufnehmen m\u00fcssen, \u00e4hnlich auch <em>Marvels <\/em>von Kurt Busiek und Alex Ross. Der Alltag halt. Ein bisschen geht wohl auch die Disney-Serie <em>She-Hulk<\/em> in diese Richtung, habe ich gelesen, aber in den Filmen merkt man nichts davon &#8211; zugegeben, die letzten Spider-Man-Filme haben noch Reste davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist ein ausf\u00fchrlicher Video-Essay von Patrick Willems and Siddhant Adlakha, der sich mit genau diesem Thema besch\u00e4ftigt und argumentiert, dass die Spider-Man-Filme von Sam Raimi die besten sind, eben weil sie voller unsuperheldischer Nebenfiguren sind &#8211; Polizisten, Fu\u00dfg\u00e4nger, Vermieter, Zeitungsverk\u00e4ufer, Stra\u00dfenmusikerin, Punk (Lucy Lawless), Pizzakundin (Emily Deschanel), Anmeldung beim Wrestling (Octavia Spencer), Paketdienst (Jim Norton) &#8211; alle interagieren mit Spider-Man oder Peter Parker.<\/p>\n\n\n\n<p>(Der eigentliche Essay beginnt erst ab Minute 5 oder so, der Link f\u00fchrt dahin.)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Secret Ingredient That Makes Raimi&#039;s SPIDER-MAN So Great (Season Premiere)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/xFpQBOopf84?start=313&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(2 Kommentare.) 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