{"id":22387,"date":"2023-04-06T18:14:25","date_gmt":"2023-04-06T16:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=22387"},"modified":"2023-06-09T08:33:23","modified_gmt":"2023-06-09T06:33:23","slug":"warum-mache-ich-das-eigentlich-wuerde-ich-wieder-lehrer-werden-kann-ich-das-empfehlen-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/04\/warum-mache-ich-das-eigentlich-wuerde-ich-wieder-lehrer-werden-kann-ich-das-empfehlen-2023.htm","title":{"rendered":"Warum mache ich das eigentlich? W\u00fcrde ich wieder Lehrer werden? Kann ich das empfehlen? (2023)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/04\/warum-mache-ich-das-eigentlich-wuerde-ich-wieder-lehrer-werden-kann-ich-das-empfehlen-2023.htm#comments'>5 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-right\">&#8222;Ich k\u00f6nnte das nicht. Muss ja schlimm sein.&#8220;<br>&#8222;Ach, alle Lehrer jammern st\u00e4ndig.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist mein Beruf?<\/h2>\n\n\n\n<p>Lehrer f\u00fcr die F\u00e4cher Deutsch, Englisch und Informatik an einem bayerischen Gymnasium au\u00dferhalb von M\u00fcnchen. An anderen Schularten, in anderen Bundesl\u00e4ndern kann alles anders sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kann ich diesen Beruf empfehlen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ja. Ich habe noch das Gef\u00fchl, etwas Sinnvolles zu machen. Es macht Spa\u00df, Dinge zu wissen; es macht Spa\u00df, vor einer Klasse zu stehen und zu erkl\u00e4ren, oder auch nur zuzuschauen, wie sie etwas lernen. Einmal im Jahr sind Sommerferien, da hat man einen leeren Schreibisch und kann gr\u00fcndlich verschnaufen. Wenn man nicht an einer Ganztagsschule ist, hat man relativ viel Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber die eigene Zeit. (Aber ja, man kann immer nur w\u00e4hrend der Schulferien Urlaub machen.) Das Geld ist nicht schlecht. Die Arbeit ist anstrengend, aber machbar,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">W\u00fcrde ich das wieder machen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Puh. Immer schwierig. Vielleicht. Entweder das, oder etwas mehr mit Computern? Andererseits hat mich das Anglistikstudium unglaublich bereichert, und das Germanistik-Studium schon auch. Klugschei\u00dfen liegt mir, aber akademische Karriere nicht, denke ich. Wenn ich etwas anderes machen w\u00fcrde, dann nicht, weil ich unzufrieden mit dem Beruf als Lehrer bin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was braucht man, um eine gute Lehrkraft zu sein?<\/h2>\n\n\n\n<p>Was wei\u00df ich. Es gibt wohl viele M\u00f6glichkeiten, eine gute Lehrkraft zu sein. Vermutlich geh\u00f6rt eine Sache immer dazu: Die Arbeit muss einem dauerhaft Spa\u00df machen. Nicht an jedem Tag, aber doch meistens. (Oder ist das Projektion? Wenn einem die Arbeit keinen Spa\u00df macht, kann man nicht gut sein. Ich kann nicht hineinschauen in die Leute.) Dazu m\u00fcssen manche ihre Erwartungen herunterschrauben, andere eher nicht. Und eine gute Lehrkraft hei\u00dft nicht nur, guten Unterricht zu machen, sondern auch, gut im Kollegium zusammenzuarbeiten. Und guten <em>Unterricht<\/em> zu machen, da braucht es vor allem eines: sich hineinversetzen k\u00f6nnen in die Position der Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen. Und Classroom Management.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie anstrengend ist das?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ah, die Kernfrage. Ich kann nur etwas zu Vollzeit ohne eigene Kinder sagen. Und das ist auch sehr fachabh\u00e4ngig, Deutsch kostet mehr Zeit als Englisch, Englisch mehr als Mathematik. Es gibt immer wieder Phasen im Jahr, in denen es besonders viel Arbeit gibt (Dezember, Abitur). Ich arbeite eigentlich an jedem Wochenende einen, an manchen zwei Tage, und auch in den meisten Ferien an den meisten Tagen, da aber nicht so viel. Es gibt auch Phasen, wo ich mehr Ruhe habe. Und es ist wichtig, dass man seine Zeit einteilt. Am Anfang und auch noch zur Mitte meiner Laufbahn bin ich ab und an eine Stunde fr\u00fcher aufgestanden, weil noch etwas erledigt werden musste; heute bleibt das dann halt liegen. Nach acht Uhr abends habe ich noch nie gearbeitet und ich h\u00f6re oft deutlich vorher auf. Andere machen das anders, gerne, wer mag und kann. Es ist jedenfalls wichtig, auf sich zu achten und notfalls schlampig zu arbeiten. Perfekt geht halt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings bin ich wohl recht belastbar, arbeite schnell, habe viel Zeit. F\u00fcr Leute wie mich sollte das System nicht ausgelegt sein. Ich zitiere mal einen alten Blogeintrag:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Das erinnert mich ein bisschen an &#8222;Der Minimalforscher&#8220; von Robert Sheckley, eine nicht ganz ernst gemeinte Science-Fiction-Kurzgeschichte. Fremde Planeten werden dort erst auf Tauglichkeit gepr\u00fcft, indem ein Kolonist dort alleine ein Jahr \u00fcberleben muss, um sicherzustellen, dass es keine Gefahr durch wilden Tiere, Bakterien, Umweltgifte, in den Wahnsinn treibende Naturph\u00e4nomene gibt. Die Beh\u00f6rde, die das organisiert, ist allerdings davon abgekommen, t\u00fcchtige, kr\u00e4ftige, geschickte M\u00e4nner als Kolonist einzusetzen, weil die die Gefahren oft gar nicht mitkriegen. Stattdessen werden eher ungeschickte T\u00f6lpel eingesetzt &#8211; wenn die die Zeit als Kolonist \u00fcberstehen, dann ist der Planet auch wirklich f\u00fcr alle tauglich.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich kenne Lehrkr\u00e4fte, die das System krank gemacht hat; Lehrkr\u00e4fte, die freiwillig ihre Stundenzahl reduzieren, um den eigenen Anspr\u00fcchen zu gen\u00fcgen. Schlimm ist vor allem, wenn F\u00fchrungspersonal solche Maximalforscher sind. Die Hauptsache ist nicht, dass der Laden l\u00e4uft, sondern dass es allen so gut geht wie m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was sollte man am Anfang wissen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Noten aus der Uni sind wichtig f\u00fcr die Karriere, die Noten aus dem Referendariat weniger. Und: Man kriegt nicht mehr Geld oder eine Bef\u00f6rderung, weil man eine gute Lehrkraft ist. Es mag gute und schlechte Lehrkr\u00e4fte geben, aber die kriegen alle genau gleich viel Geld (von gelegentlichen, eher seltenen Bonuszahlungen abgesehen). Theoretisch sind alle Lehrkr\u00e4fte gleich gut, man kriegt, ich wiederhole es, nicht mehr Geld, weil und wenn man eine gute Lehrkraft ist. Mit einer guten Beurteilung f\u00fchlt man sich gut, mit einer schlechten nicht so, aber man kriegt genau das gleiche Geld. <em>Mehr<\/em> Geld kriegt man dann, wenn man eine mehr oder auch weniger verantwortungsvolle Aufgabe \u00fcbernimmt. Und daf\u00fcr ist die Beurteilung dann wichtig. Manchmal geht die Aufgabe an die richtigen, manchmal nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Unterrichten<\/h2>\n\n\n\n<p>Weit verbreitet ist die Vorstellung, Unterricht bestehe darin, etwas gut und anschaulich erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Vor allem Laien, also aus Politik und Wirtschaft, glauben das oft. Kritik an der Schule besteht dann darin, dass die Lehrkr\u00e4fte nicht gut erkl\u00e4ren k\u00f6nnen und keine guten Beispiele verwenden. Ach, wenn es doch nur so einfach w\u00e4re. Es gibt immer noch Erkl\u00e4runterricht, und den kann man schlecht oder auch gut machen, aber Unterricht ist so viel mehr als das.<\/p>\n\n\n\n<p>Das traditionelle Konzept sieht Lehrkr\u00e4fte als wohlwollende K\u00f6nige oder K\u00f6niginnen in der Klasse, die Lernsituationen schaffen. So bin ich sozialisiert. Dennoch sollte man Gelegenheiten suchen und nutzen, Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen mit entscheiden zu lassen. Modernere Konzepte gibt es auch. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ist es nicht langweilig, jedes Jahr das gleiche zu machen? Oder immer nur mit Kindern und Jugendlichen zu tun zu haben?<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt nicht. Es ist ja nicht das gleiche jedes Jahr. Lehrpl\u00e4ne und Inhalte \u00e4ndern sich, Lekt\u00fcren wechseln sich ab, aber vor allem: Klassen sind unterschiedlich. Ich mache nie jedes Jahr das gleiche. Intellektuell stimulierend ist das alles auch, wenn man will; die Inhalte der Oberstufe, aber auch der Mittelstufe sind keineswegs trivial, und wie man sie aufbereitet, das ist ohnehin immer eine schwierige Frage. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stimmt es, dass man irgendwohin geschickt werden kann?<\/h2>\n\n\n\n<p>Wohl ja. Zumindest im Referendariat und danach kann man sich nicht aussuchen, wo man eingesetzt wird. Sp\u00e4ter kann man sich versetzen lassen; ich kenne nur F\u00e4lle, wo das relativ schnell geklappt hat, aber ich kenne ja nur wenige F\u00e4lle. Wichtig: So eine Versetzung ist kaum mehr m\u00f6glich, wenn man alt und bef\u00f6rdert ist. Als A15 w\u00e4re man bei der Marine Fregattenkapit\u00e4n, und geht dementsprechend als letztes von Bord.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was sch\u00f6n ist<\/h2>\n\n\n\n<p>Relativ freie Zeiteinteilung, relativ freie Wahl bei der Gestaltung. Das Gef\u00fchl, Entscheidungen treffen und etwas bewirken zu k\u00f6nnen. Ja, man muss sich an viele Regeln halten. Manche scheinen willk\u00fcrlich (bis man selber mal am anderen Ende der Regeln gesessen ist, weshalb ich finde, dass m\u00f6glichst viele Lehrkr\u00e4fte m\u00f6glichst viele Jobs an der Schule mal gemacht haben sollten), manche sind willk\u00fcrlich. Damit muss man leben. Aber ich war bei Bundeswehr, da ging das auch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sind die Kinder wirklich so schlimm? Und die Eltern?<\/h2>\n\n\n\n<p>Nein, gar nicht, weder die einen noch die anderen. Klar sind da manchmal schwierige dabei, aber das sind Ausnahmen, und das ist schon okay.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spannungsfeld P\u00e4dagogik-Politik<\/h2>\n\n\n\n<p>Damit muss man leben. Die Politik trifft oft aus sachfremden Gr\u00fcnden Entscheidungen. Und P\u00e4dagogik und Didaktik &#8211; da gibt es viel Kluges, aber auch Moden; in der akademischen Forschung geht es ja auch darum, Neues auszuprobieren und zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verbeamtung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die meisten Lehrkr\u00e4fte in Bayern sind verbeamtet, viele aber auch angestellt. Manche Bundesl\u00e4nder haben mehr Angestellte, manche verbeamten inzwischen wieder mehr. Der Unterschied im Schulalltag ist sehr gering: Streiken d\u00fcrfen nur Angestellte, das kommt in Bayern kaum vor. Hoheitliche Aufgaben erf\u00fcllen beide, die theoretische Begr\u00fcndung f\u00fcr das Beamtentum halte ich also f\u00fcr sehr wackelig, aber das ist ein anderes Thema. Einen Unterschied gibt es beim Geld: Angestellte Lehrkr\u00e4fte zahlen Arbeitslosen-, Pflege-, Rentenversicherung, beamtete nicht; die einen sind oft gesetzlich krankenversichert, die anderen oft (aus besoldungstechnischen Gr\u00fcnden) privat. Bei beamteten Lehrkr\u00e4ften bleibt also mehr \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft hei\u00dft es, dass Beamte besonders unk\u00fcndbar seien. Das gilt \u00e4hnlich f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst allgemein, man muss sich auch als angestellte Lehrkraft nicht sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Problem des Beamtentums ist das hier: Wenn man mittendrin feststellt, dass der Beruf nichts f\u00fcr einen ist, kann man nicht so leicht aussteigen. Das hei\u00dft, man kann nat\u00fcrlich schon. Dann zahlt der Arbeitgeber seinen Anteil der Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge nach. <s>Der Arbeit<em>nehmer<\/em>anteil wird allerdings nicht nachgezahlt, es ist also insgesamt nicht so viel in die Rentenversicherung eingezahlt worden und man kriegt entsprecht wenig Rente.<\/s> (Ist wohl nicht so, aber man kriegt trotzdem weniger Rente, siehe Kommentar unten.) Das macht das Losl\u00f6sen vom Beamtentum schwer. H\u00e4tte man von dem Mehr-Netto-vom-Brutto ja zur\u00fccklegen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Beamtenstatus muss man loyal dem Dienstherrn gegen\u00fcber sein. Man hat etwas weniger Freiheiten im Vergleich zu den Angestellten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ja, man macht das auch f\u00fcrs Geld<\/h2>\n\n\n\n<p>Es macht schon auch Spa\u00df, und ich habe sehr viel gelernt als Lehrer, aber ich mache es auch f\u00fcr das Geld.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Referendariat kriegt man Anw\u00e4rterbez\u00fcge. Danach steigt man im Gymnasium in Bayern in der Besoldungsgruppe A13 ein, wird dann nach acht oder zehn oder zw\u00f6lf Jahren A14, und f\u00fcr etwa ein F\u00fcnftel aller Lehrkr\u00e4fte gibt es eine Funktionsstelle mit A15. Schulleitungen erhalten A16. An anderen Schularten steigt man teilweise mit A12 ein, A13 f\u00fcr alle ist angek\u00fcndigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem gibt es Altersstufen. Alle paar Jahre &#8211; am Anfang schneller, sp\u00e4ter langsamer &#8211; steigt man auf und erh\u00e4lt etwas mehr Geld, bis man die H\u00f6chststufe 11 erreicht hat. Bei mir war das mit Anfang 53 Jahren der Fall. Jetzt g\u00e4be es nur noch mehr Geld f\u00fcr mich, wenn ich in eine h\u00f6here Besoldungsgruppe k\u00e4me, au\u00dferdem gibt es alle paar Jahre mehr Geld wegen Inflation und so. (Dabei werden in der Regel die Tarifabschl\u00fcsse f\u00fcr angestellte Lehrkr\u00e4fte auf die Beamten \u00fcbertragen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin jetzt Mitte 50 und der Staat zahlt brutto f\u00fcr mich 7058 \u20ac im Monat bei Vollzeit, dazu noch 150 \u20ac, weil ich verheiratet bin. Ich bin A15, sitze also auf einer der begehrten Funktionsstellen, habe Altersstufe 11, mehr kann es also nicht werden, wenn ich nicht Schulleitung werden wollte. (Es gibt aber auch noch Position A15 plus Zulage.) Abz\u00fcglich Steuer und Krankversicherung bleiben davon netto etwa 4650 \u20ac im Monat. Wenn man das Weihnachtsgeld dazu z\u00e4hlt, sind es im Monat netto 4850 \u20ac. Details findet man, wenn man einen entsprechenden Gehaltsrechner im Web sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man mit A13 und Altersstufe 5 (ich wei\u00df nicht, ob die realistisch ist; als ich anfing, war das System noch anders) einsteigt, sind das netto ohne Weihnachtsgeld, aber mit Versicherung 3450 \u20ac im Monat. Die genaue Summe h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von der konkreten Versicherung und der endg\u00fcltigen Steuererkl\u00e4rung ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wann kann man in Rente gehen?<\/h2>\n\n\n\n<p>(Wer das hier liest, wei\u00df das, oder es \u00e4ndert sich eh, bis das relevant wird.) Beamte gehen nicht in Rente, sondern werden pensioniert. Aktuell mit 67 Jahren, und nur zum Schuljahresanfang oder Halbjahr, Details h\u00e4ngen vom exakten Geburtstag ab. Es gibt Altersteilzeitmodelle, Sabbatjahre, und mit mehr oder weniger viel Abschl\u00e4gen (also weniger Pension) kommt man noch fr\u00fcher weg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Referendariat<\/h2>\n\n\n\n<p>Das ist bei mir so lange her, dass die Erfahrungen f\u00fcr heute kaum mehr relevant sind. Ich wei\u00df wenig \u00fcber das Referendariat heute. Im Web lese ich viele Klagen, vor allem in den Tageszeitungen, wenn sie gerade \u00fcber Lehrer und Lehrerinnen schreiben und welche interviewen; wie repr\u00e4sentativ das ist, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was nervt am meisten?<\/h2>\n\n\n\n<p>Vermutlich das Kultusministerium, aber auch nicht sehr. Ich gebrauche es zum Dampfablassen. Klar machen die viel falsch, aber das sage ich eher als B\u00fcrger. Die Ungerechtigkeit bei der Arbeitsverteilung innerhalb meiner Schulart und beim Vergleich der Schularten st\u00f6rt. Die Sticheleien aus der zeitgen\u00f6ssischen Twitterecke gegen Gymnasialkr\u00e4fte st\u00f6ren aber auch, andererseits bin ich nicht mehr wirklich bei Twitter. Die Gesellschaft sch\u00e4tzt Lehrkr\u00e4fte jedenfalls schon, f\u00fcr meine \u00e4lteren Nachbarn und Nachbarinnen bin ich als Lehrer schon eine Respektsperson. <\/p>\n\n\n\n<p><em>(Aus dem Sabbatjahr aus dem Urlaub gesendet. Also vielleicht mit Vorsicht zu genie\u00dfen.) <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(5 Kommentare.) &#8222;Ich k\u00f6nnte das nicht. Muss ja schlimm sein.&#8220;&#8222;Ach, alle Lehrer jammern st\u00e4ndig.&#8220; Was ist mein Beruf? Lehrer f\u00fcr die F\u00e4cher Deutsch, Englisch und Informatik an einem bayerischen Gymnasium au\u00dferhalb von M\u00fcnchen. An anderen Schularten, in anderen Bundesl\u00e4ndern kann alles anders sein. Kann ich diesen Beruf empfehlen? Ja. 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