{"id":2388,"date":"2009-05-23T22:22:58","date_gmt":"2009-05-23T20:22:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=2388"},"modified":"2009-05-23T22:22:58","modified_gmt":"2009-05-23T20:22:58","slug":"mit-schuelern-ins-theater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/05\/mit-schuelern-ins-theater.htm","title":{"rendered":"Mit Sch\u00fclern ins Theater"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/05\/mit-schuelern-ins-theater.htm#comments'>10 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Am Freitag war ich mit Sch\u00fclern einer 9. Klasse im Theater &#8211; etwa mit der H\u00e4lfte der Klasse, in <a href=\"http:\/\/www.bayerischesstaatsschauspiel.de\/presse\/presse.php?cat=show&#038;id=303\">Der Gott des Gemetzels<\/a> von Yasmina Reza. Das St\u00fcck lief letztes Jahr in Augsburg, da habe ich bei einer Freundin, die ebenfalls Deutschlehrerin ist, das St\u00fcck im Stehen gelesen. Dieses Jahr schlug die 9. Klasse das als Lekt\u00fcre vor &#8211; 14,90 Euro f\u00fcr gut 90 Seiten sprachen allerdings dagegen.<\/p>\n<p>Aber wir gingen ins Theater, das St\u00fcck anschauen. Residenz-Theater, Sch\u00fclerkarten zu 8 Euro, praktische Einrichtung.<\/p>\n<p>Es war sch\u00f6n. Die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen haben einen sehr guten Eindruck gemacht, richtig stolz kann man auf die Jugend von heute sein. Schick, selbstbewusst, im Theater unaufdringlich. (Zugegeben, auf der Fahrt <em>nach<\/em> F\u00fcrstenfeldbruck sa\u00df eine andere, eigentlich ganz \u00e4hnlich kichernde M\u00e4dchenhorde in der S-Bahn, die mir eher auf die Nerven ging. Aber sobald man die Leute kennt, ist das etwas anderes und eher herzerfrischend.) <\/p>\n<p>Das St\u00fcck selber: Unterhaltsam. F\u00fcr mich zehn Minuten zu lang, aber trotzdem viel Gel\u00e4chter. Die Brech-Szenen erinnerten dezent an Monthy Python &#8211; Slapstick funktioniert immer. Beim Lesen hat mich das St\u00fcck damals nicht sehr interessiert, da wurde viel in der Inszenierun herausgeholt.<\/p>\n<p>&#8212; Die sch\u00f6nen Sch\u00fclerkarten gibt es allerdings erst ab Gruppen von 12 Sch\u00fclern. Und die sind nicht immer leicht zusammenzukriegen, in einem Leistungs- oder Grundkurs schon gleich gar nicht. Ich habe deshalb gestern einen Moodle-Kurs &#8222;Theatergehen&#8220; eingerichtet. Mit der Abstimm-Aktivit\u00e4t k\u00f6nnen die Kursleiter ein Theaterst\u00fcck und einen Termin vorschlagen, und wer sich bis zu einem gegebenen Zeitpunkt eingetragen hat (egal aus welcher Klasse oder welchem Kurs), kriegt eine Karte bestellt und bezahlt sie und geht mit &#8211; oder sucht selbstst\u00e4ndig einen Ersatz.<\/p>\n<p>Jetzt muss ich das nur noch bekannt machen und br\u00e4uchte dann vor allem einen Kollegen, der das in die Hand nimmt. Selber bin ich nicht besonders dazu geeignet, erstens mache ich eh schon genug und zweitens: Ich schaue nicht gerne Theaterst\u00fccke an. Epik und Lyrik ist mir viel lieber, und wenn schon Drama, dann am liebsten eines, das ich in Ruhe <em>lesen<\/em> kann. Das darf ich als Deutschlehrer gar nicht zugeben; wie seit dreihundert Jahren ist Drama immer noch die Textsorte mit dem gr\u00f6\u00dften kulturellen Status. Aber ich mag&#8217;s nicht besonders. Ich mag Sprache, finde <em>Iphigenie<\/em>  von Goethe ganz toll. Aber in einer Inszenierung geht es oft nicht um die Sprache, sondern um Personen, die in verschiedenen Konstellationen auf einer B\u00fchne stehen und bedeutungsschwangere Pausen machen (\u00e4hnlich dem &#8222;smell-the-fart-acting&#8220; von Joey aus <em>Friends<\/em>). Nee danke, das brauche ich nicht. Je mehr Pausen, desto weniger ist das was f\u00fcr mich. Aber wenn Sch\u00fcler ins Theater wollen, gehe ich nat\u00fcrlich mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(10 Kommentare.) Am Freitag war ich mit Sch\u00fclern einer 9. Klasse im Theater &#8211; etwa mit der H\u00e4lfte der Klasse, in Der Gott des Gemetzels von Yasmina Reza. Das St\u00fcck lief letztes Jahr in Augsburg, da habe ich bei einer Freundin, die ebenfalls Deutschlehrerin ist, das St\u00fcck im Stehen gelesen. Dieses Jahr schlug die 9. 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