{"id":2451,"date":"2009-06-25T14:01:11","date_gmt":"2009-06-25T12:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=2451"},"modified":"2023-07-15T19:10:53","modified_gmt":"2023-07-15T17:10:53","slug":"old-jews-telling-jokes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/06\/old-jews-telling-jokes.htm","title":{"rendered":"Old Jews Telling Jokes"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/06\/old-jews-telling-jokes.htm#comments'>3 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p><a href=\"http:\/\/oldjewstellingjokes.com\/\">Old Jews Telling Jokes<\/a>. Mehr muss man fast nicht dazu sagen. Und man kann sie per RSS abonnieren!<\/p>\n<p>Einer der saubersten, &#8222;Silent Gas Emission&#8220;:<\/p>\n<p>F\u00fcr den muss man wissen, was ein <a href=\"http:\/\/en.wiktionary.org\/wiki\/schmuck\"><em>schmuck<\/em><\/a> ist:<\/p>\n<p>Und da ist auch schon das Problem, falls man diese Witze in der Schule verwenden wollte: Man braucht Weltwissen, um Witze zu verstehen. Und au\u00dferdem Humor. Anderseits sind Witze eine gro\u00dfartige Kommunikationssituation. Ich habe das vor vielen Jahren mal in einem Englisch-Grundkurs gemacht, als Erg\u00e4nzung zu den \u00fcblichen Referaten: jeder Sch\u00fcler musste einen Witz erz\u00e4hlen. Das hat damals nicht gut geklappt. Ich habe das nicht energisch genug durchgezogen, und das muss man wohl, denn die Schwierigkeiten sind gro\u00df: die meisten Sch\u00fcler k\u00f6nnen zumindest im Klassenzimmer, vor den anderen Sch\u00fclern, keine Witze erz\u00e4hlen. Kein Sinn f\u00fcr Tempo und Pointierung, dazu zu leises Sprechen und undeutliche Aussprache. Und das Publikum ist auch kein sehr einfaches &#8211; damit meine ich die Mitsch\u00fcler und nicht den Lehrer.<\/p>\n<p>Trotzdem, das mache ich noch einmal. Schlie\u00dflich sind Witze kurz, und man kann schnell feststellen, ob die Kommunikation gelungen ist &#8211; das Publikum lacht oder es lacht nicht. Laut und deutlich zu sprechen und auf das Publikum zu achten, das mag schwer sein, aber das kann und muss man lernen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem bei vielen Witzen ist au\u00dferdem, dass sie recht freiz\u00fcgig sind. Nu, das muss man sich und den Sch\u00fclern ausmachen. Es muss ja nicht gleich soweit kommen, dass man <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_Aristocrats_(film)\">The Aristocrats<\/a> als Improvisations\u00fcbung heranzieht. Obwohl das vielleicht auch nicht schlecht w\u00e4re. &#8222;Anyone feels like having a go at the aristocrats joke today?&#8220;<\/p>\n<p>&#8212; \u00dcber das Erz\u00e4hlen von Witzen: Ich mag ja die langen Geschichten, von denen man bis zur Pointe nicht wei\u00df, worauf sie hinauswollen. P.G. Wodehouse erz\u00e4hlt in <em>Over Seventy<\/em> (als Teilband von <em>Wodehouse On Wodehouse<\/em>, nochmal vielen Dank f\u00fcr den Tipp, Estara) von W.S. Gilbert (der von Gilbert &#038; Sullivan), der seine G\u00e4ste beim Abendessen wohl auch gerne mit einer solchen Anekdote unterhielt. &#8222;It was one of those very long deceptively dull stories where you make the build-up as tedious as you can, knowing that the punch line is going to pay for everything, and pause before you reach the point so as to stun the audience with the unexpected snaperoo.&#8220; W.S. Gilbert arbeitet sich an diesen Punkt heran, und der tumbe junge Wodehouse lacht zum falschen Zeitpunkt, n\u00e4mlich in der Pause vor der Pointe, und verhindert damit das Ende der Geschichte, weil die anderen G\u00e4ste nerv\u00f6s in das Lachen einfallen. Gilbert schaut fuchsteufelswild. Aber der hinter ihm stehende Butler strahlt: &#8222;For some reason which I was unable to understand, I appeared to have made his day. I know now what the reason was. I suppose he had heard that story build up like a glacier and rumble to its conclusion at least fifty times, probably more, and I had killed it.&#8220;<\/p>\n<p>(H\u00e4tte sich W.S: Gilbert besser eines der Mitglieder des <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/05\/chesterton-the-club-of-queer-trades-und-weitere-godgames.htm\">Club of Queer Trades<\/a> bedient &#8211; desjenigen n\u00e4mlich, der sein Geld damit verdient, anderen G\u00e4sten beim Essen die Pointen zuzuschieben.)<\/p>\n<p>(Sch\u00f6n bei Wodehouse auch seine Erkl\u00e4rung, wie Dichter zu Dichtern werden. Der Limerick ist der Grund: Die ersten zwei Zeilen sind tr\u00fcgerisch leicht, so dass man weitermachen m\u00f6chte. Aber sp\u00e4testens die letzte Zeile ist dann so schwer, dass die Leute dann doch lieber ernsthafte Lyrik schreiben. Tennyson schmiss seinen Limerick nach &#8222;There was a young fellow called Artie\/Who was always the life of the party&#8220; hin und schrieb stattdessen <em>Idylls of the Kings<\/em>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(3 Kommentare.) Old Jews Telling Jokes. Mehr muss man fast nicht dazu sagen. Und man kann sie per RSS abonnieren! 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