{"id":2589,"date":"2009-10-28T22:07:07","date_gmt":"2009-10-28T21:07:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=2589"},"modified":"2023-05-25T10:16:43","modified_gmt":"2023-05-25T08:16:43","slug":"der-englische-schulroman-neue-abenteuer-im-papierweb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/10\/der-englische-schulroman-neue-abenteuer-im-papierweb.htm","title":{"rendered":"Der englische Schulroman (neue Abenteuer im Papierweb)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2009\/10\/der-englische-schulroman-neue-abenteuer-im-papierweb.htm#comments'>13 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Ende der Sommerferien brachte ich mir aus England ein Buch mit, das mir zuf\u00e4llig untergekommen war: <strong>Stalky &amp; Co<\/strong> von Rudyard Kipling. Ich hatte schon mal davon geh\u00f6rt, au\u00dferdem lese ich Kipling gerne (so gerne, dass ich einen Eintrag \u00fcber ihn schreiben muss), und es war eine sch\u00f6ne Ausgabe. In neun Episoden werden darin die Abenteuer eines Triumvirats von Schuljungen an einer <em>public school<\/em> erz\u00e4hlt: Stalky, M&#8217;Turk und Beetle.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"167\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/kipling_stalky.jpg\" alt=\"kipling_stalky\" class=\"wp-image-2593\" title=\"kipling_stalky\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/kipling_stalky.jpg 167w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/kipling_stalky-100x150.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p> Toll erz\u00e4hlt, wie fast immer bei Kipling. Er verzichtet auch weitgehend auf die Wiedergabe von Dialekt, die manche seiner Geschichten &#8211; und vor allem manche Gedichte &#8211; f\u00fcr mich unlesbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;In Ambush&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die drei Helden werden vorgestellt. Selbstbewusste, selbstst\u00e4ndige Au\u00dfenseiter; machen nicht bei den semi-freiwilligen Football-Spielen mit, nicht mal als Zuschauer. Sie stehlen sich lieber heimlich davon, um zu rauchen und, \u00e4h, zu lesen. Ihr geheimes Lager befindet sich zur Zeit auf dem Grundst\u00fcck eines streitbaren benachbarten Gutsbesitzers, der eigentlich gar nicht gut auf Fremde zu sprechen ist, die sich auf seinem Gel\u00e4nde herumtreiben. Die drei haben ihn sich mit folgender Szene zum Freund gemacht, die ich dreimal lesen musste, bevor ich sie verstanden habe. Der Hintergrund: die drei werden fast vom Aufseher erwischt, als er Sch\u00fcsse aus seinem Gewehr abgibt. Statt sich davon zu machen, st\u00fcrmt der junge M&#8217;Turk, selbst zuk\u00fcnftiger Landbesitzer, emp\u00f6rt zum Gutsbesitzer:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>He choked with emotion. M&#8217;Turk&#8217;s heel tapped the lawn and he stuttered a little&#8211;two sure signs that he was losing his temper. But why should he, the offender [i.e. the trespasser], be angry?<br>&#8222;Lo-look here, sir. Do&#8211;do you shoot foxes? Because, if you don&#8217;t, your keeper does. We&#8217;ve seen him! I do-don&#8217;t care what you call us&#8211;but it&#8217;s an awful thing. It&#8217;s the ruin of good feelin&#8216; among neighbors. A ma-man ought to say once and for all how he stands about preservin&#8216;. It&#8217;s worse than murder, because there&#8217;s no legal remedy.&#8220;<br>M&#8217;Turk was quoting confusedly from his father, while the old gentleman made noises in his throat.<br>&#8222;Do you know who I am?&#8220; he gurgled at last; Stalky and Beetle quaking.<br>&#8222;No, sorr, nor do I care if ye belonged to the Castle itself. Answer me now, as one gentleman to another. Do ye shoot foxes or do ye not?&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Von einem Gentleman zum anderen, auf Augenh\u00f6he sozusagen: es gibt nichts Sch\u00e4ndlicheres, als nach F\u00fcchsen zu schie\u00dfen. Fie! Der Aufseher wird nat\u00fcrlich sofort entlassen, der Gutsbesitzer entschuldigt sich vielmals.<br>Da rieb ich mir das erste Mal verdutzt die Augen und ich wusste, dass ich mich in einer fremden Welt befand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;An Unsavoury Interlude&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch diese Schule ist in <em>houses<\/em> unterteilt. Das Haus von Stalky &amp; Co wird beleidigt, sie r\u00e4chen sich. Sch\u00f6n ist der Einblick in die Welt der Lehrer und der Dienstboten, die alle in den kleinen Krieg hineingezogen werden und keinesfalls unparteiisch bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Personal: Es gibt die <em>masters<\/em> (Macrea, Hartopp, King, Prout); jeder hat ein <em>house<\/em> unter sich, ihr gemeinsames Reich ist der <em>common room<\/em>. \u00dcber allem steht der <em>head<\/em>.<br><em>Forms<\/em> sind die verschiedenen Klassen, einz\u00fcgig nat\u00fcrlich; die \u00e4ltesten sind in der <em>sixth form<\/em>. (Teilweise wird noch nach <em>upper<\/em> und <em>lower<\/em> unterschieden, etwa in: <em>upper third<\/em>.) <em>Prefects<\/em> sind \u00e4ltere, Aufsicht f\u00fchrende Sch\u00fcler; eine Vertrauensposition, die Stalky &amp; Co verwehrt bleibt. <em>Fags<\/em> sind junge Sch\u00fcler, die Dienstbotenaufgaben f\u00fcr \u00e4ltere Sch\u00fcler verrichten (oder verrichten m\u00fcssen) und daf\u00fcr gewisse Privilegien genie\u00dfen.<br>Die Sch\u00fcler leben ziemlich selbstst\u00e4ndig in ihren R\u00e4umen. &#8222;Number 12 form room&#8220; ist das Aufenthaltszimmer einer Klasse; verdiente Sch\u00fcler ergattern einen der kleineren R\u00e4ume f\u00fcr sich, etwa &#8222;number five study&#8220;, in der Stalky &amp; Co untergebracht sind.<br>Pr\u00fcgelstrafe ist akzeptiert und an der Tagesordnung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;The Impressionists&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Lehrer behauptet, Stalky &amp; Co seien ein schlechter Einfluss f\u00fcr die Schule. Daraufhin erwecken sie gezielt den Eindruck, ihr Haus sei moralisch v\u00f6llig verkommen &#8211; Gl\u00fccksspiel, Wucher, dunkle Andeutungen wesentlich schlimmerer Dinge. Mitsch\u00fcler laufen bleich und verst\u00f6rt herum &#8211; dabei haben sie nur harmlose Gruselgeschichten erz\u00e4hlt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;You remember Mrs. Oliphant&#8217;s &#8218;Beleaguered City&#8216; that you lent me last term?&#8220; said Beetle.<br>The Padre nodded.<br>&#8222;I got the notion out of that. Only, instead of a city, I made it the Coll. in a fog\u2014besieged by ghosts of dead boys, who hauled chaps out of their beds in the dormitory.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Gut, musste ich mir also gleich das Buch besorgen. Und au\u00dferdem wei\u00df ich jetzt, wo Neil Gaiman &#8211; ein gro\u00dfer Kipling-Freund &#8211; seine Untoten-Schule in <em>Sandman<\/em> #24 her hat, die zur Spin-off-Serie der <em>Dead Boy Detectives<\/em> gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;The Moral Reformers&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unangenehme Vorg\u00e4nge unter den Jungen. Und wieder: dunkle Andeutungen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Good heavens!&#8220; said the Reverend John absently. It was some years before Beetle perceived that this was rather a tribute to [Beetle&#8217;s] innocence than observation. The long, light, blindless dormitories, devoid of inner doors, were crossed at all hours of the night by masters visiting one another; for bachelors sit up later than married folk. Beetle had never dreamed that there might be a purpose in this steady policing.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Aber erst einmal nichts Sexuelles, sondern nur ein schwerer Fall von <em>bullying<\/em>. Der Hauspfarrer bittet die Jungs, doch mal die Augen aufzuhalten und sich darum zu k\u00fcmmern. Und das machen sie, indem sie die drei \u00dcbelt\u00e4ter in eine Falle locken, indem sie einen von sich zum Opfer anbieten (&#8222;The bleatin&#8216; of the kid excites the tiger&#8220;). Sobald die drei in ihrer Gewalt sind, werden sie strikt nach Katechismus ein bisschen zur\u00fcckgefoltert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Did you give Clewer Head-knuckles?&#8220; [&#8230;]<br>&#8222;We did, confound you!&#8220;<br>&#8222;Then you&#8217;ll be knuckled;&#8220; and knuckled they were, according to ancient experience. Head-knuckling is no trifle; &#8222;Molly&#8220; Fairburn of the old days could not have done better.<br>&#8222;Did you give Clewer Brush-drill?&#8220; This time the question was answered sooner, and Brush-drill was dealt out for the space of five minutes by Stalky&#8217;s watch. They could not even writhe in their bonds. No brush is employed in Brush-drill.<br>&#8222;Did you give Clewer the Key?&#8220; [&#8230;]<br>The torture of the Key &#8211; which has no key at all &#8211; hurts excessively. They endured several minutes of it, and their language necessitated the gag.<br>&#8222;Did you give Clewer Corkscrews?&#8220;<br>&#8222;Yes. Oh, curse your silly souls! Let us alone, you cads.&#8220;<br>They were corkscrewed, and the torture of the Corkscrew\u2014this has nothing to do with corkscrews\u2014is keener than the torture of the Key.<br>[&#8230;]<br>&#8222;He says no. Rock him to sleep. Campbell can watch.&#8220;<br>It needs three boys and two boxing-gloves to rock a boy to sleep. Again the operation has nothing to do with its name. Sefton was &#8222;rocked&#8220; till his eyes set in his head and he gasped and crowed for breath, sick and dizzy.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nachtrag: Siehe auch die Stelle in Philip Roth, Our Gang (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2019\/08\/philip-roth-our-gang.htm\">Blog<\/a>), wo Pfadfinder-Taschenmesser aus politischen Gr\u00fcnden d\u00e4monisiert werden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Let&#8217;s begin here, with the smallest of the four blades. In the language of those who employ such weapons, it is knowns as the &#8222;bottle opener.&#8220; I&#8217;ll tell you how it got that name in a moment. <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;The Flag of Their Country&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stalky, Beetle und M&#8217;Turk werden im Lauf der Geschichten \u00e4lter. Sie rauchen Zigarren, bis sie kotzen m\u00fcssen. (Und konjugieren dabei: <em>Je cat, tu cat, il cat. Nous cattons!<\/em> Cat = schoolboy slang f\u00fcr &#8222;kotzen&#8220;.) Sie flirten mit der Bedienung und deren Mutter. In den letzten Geschichten findet die Welt au\u00dferhalb der Schule mehr und mehr ihren Weg zu den Sch\u00fclern. Ehemalige kommen zu Besuch, die vom Empire erz\u00e4hlen, vom Krieg, von den ersten gefallenen Ehemaligen. Der Erz\u00e4hler l\u00e4sst gelegentlich Bemerkungen fallen \u00fcber die Zukunft der Jungen: &#8222;&#8230; said Hogan, not foreseeing that three years later he should die in the Burmese sunlight outside Minhla Fort.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;The Flag of Their Country&#8220; ist eine der witzigsten Geschichten im Buch. Ich musste &#8211; allerdings nicht zum ersten Mal im Buch &#8211; mehrfach laut lachen. Ich wei\u00df nicht, ob ich das hier erkl\u00e4ren kann.<br>Die Handlung beginnt mit Extrasportstunden als Strafarbeit, und w\u00e4hrend dieser Stunden m\u00fcssen die Sch\u00fcler (von denen ein Gro\u00dfteil sp\u00e4ter zum Milit\u00e4r gehen wird) Formalausbildung machen, also: Marschieren \u00fcben, Rechtsum, solche Sachen. Das sieht ein Gast, h\u00e4lt das Herumalbern f\u00fcr Ernst und sorgt daf\u00fcr, dass ein Kadettenkorps an der Schule eingerichtet wird. Das ist freiwilliger Extraunterricht, mit dem sich Sch\u00fcler auf die Milit\u00e4rakademie vorbereiten k\u00f6nnen; sp\u00e4ter sind auch Uniformen angek\u00fcndigt, ge\u00fcbt wird mit echten, aber unbrauchbar gemachten Gewehren.<br>Den Jungs macht das Spa\u00df, auch wenn sie keinen anderen aus der Schule zuschauen lassen, auch keine Lehrer, und sich weigern, \u00f6ffentlich aufzutreten. Sie \u00fcben zum Beispiel auch dadurch, dass sie &#8211; immer abwechselnd &#8211; sich vor die stillgestandene Mannschaft stellen und diese im besten Kasernentonfall anschreien und beleidigen. Wer zuckt oder rot wird, muss nach vorne und l\u00f6st den bisherigen Anschreier ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vergn\u00fcgen daran wird ihnen dadurch genommen, dass ein wohlmeinender M.P. stolz an der Schule vorbeischaut und einen patriotischen Vortrag h\u00e4lt, der gegen die Kate Fox&#8217;schen Prinzipien <em>moderation<\/em> und <em>modesty<\/em> verst\u00f6\u00dft. Damit ist das Kadettenkorps an der Schule Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"159\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/orwell_essays.jpg\" alt=\"orwell_essays\" class=\"wp-image-2594\" title=\"orwell_essays\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/orwell_essays.jpg 159w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/orwell_essays-95x150.jpg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich musste ich danach den Essay <strong>Boys&#8216; Weeklies<\/strong> von George Orwell lesen. Darin berichtet er von der F\u00fclle an Zeitschriften f\u00fcr Jungs, die es zu seiner Zeit gab, von vielen neuen, aber auch zwei der \u00e4lteren Vorbildgeneration. Allen gemein ist, dass ein idealisiertes Bild der <em>public school<\/em> gezeichnet wird. Ein Bild, das sich obendrein seit vor dem ersten Weltkrieg nicht ver\u00e4ndert hat. Orwell sieht <em>Stalky<\/em> klar als Vorl\u00e4ufer dieser Geschichten, auch wenn Kipling sicher meisterlicher und auf ganz andere Art blau\u00e4ugig schreibt.<br>Nach Orwells Einsch\u00e4tzung lesen die meisten englischen Jungs diese Magazine, aber wer dann mit zw\u00f6lf tats\u00e4chlich auf eine renommierte public school geht, h\u00f6rt dann auf damit; wer auf eine weniger renommierte Privatschule geht, liest sie ein paar Jahre weiter. Und ja, auch die working class mag diese Geschichten und tr\u00e4umt von den public schools. Lesenswert ist der Essay, wenn es um die Leserschaft solcher Magazine geht, und weil darin viel \u00fcber das Wesen von Serien \u00fcberhaupt gesagt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>The Magnet<\/em> hie\u00df das bekannteste dieser Magazine, und ihr bekanntester Held war Billy Bunter, &#8222;one of the best-known figures in English fiction&#8220;. Die Geschichten sind &#8222;the clean-fun, knock-about type of story&#8220;. &#8222;Sex is completely taboo, especially in the form in which it actually arises at public schools&#8220;. (Vergleiche <strong>Stephen Fry, <em>The Liar<\/em><\/strong>.)<\/p>\n\n\n\n<p>Also musste ich <strong>Billy Bunter<\/strong> lesen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"166\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/richards_bunter.jpg\" alt=\"richards_bunter\" class=\"wp-image-2595\" title=\"richards_bunter\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/richards_bunter.jpg 166w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/richards_bunter-99x150.jpg 99w\" sizes=\"auto, (max-width: 166px) 100vw, 166px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Billy_Bunter\">Billy Bunter<\/a> war zuerst eine Nebenfigur in den <em>Magnet<\/em>-Geschichten um die Schule Greyfriars. Die Hauptpersonen waren die <em>Famous Five<\/em> (nicht zu verwechseln mit den Famous Five von Enid Blyton): Harry Wharton, Bob Cherry, Frank Nugent, Johnny Bull und Hurree Jamset Ram Singh, Sohn eines indischen Nabob mit idosynkratischem Englisch. Alles aufrechte, wackere Internatssch\u00fcler. Aber Billy Bunter wurde schnell popul\u00e4rer als diese Helden: er ist dick, faul, geschw\u00e4tzig, gefr\u00e4\u00dfig, eigenn\u00fctzig, ein chronischer Schnorrer, dessen angek\u00fcndigter Brief mit Geld nie ankommt und der seine Schulden nie zur\u00fcckzahlt. Ein echter Antiheld. Seine Abenteuer erschienen von 1908 bis 1940 in <em>The Magnet<\/em> und danach in Romanform. 1967 erschienen die letzten Romane des urspr\u00fcnglichen Autors.<\/p>\n\n\n\n<p>(Aber auch danach blieb Bunter aktiv. Er spielt in Alan Moores <em>The League of Extraordinary Gentlemen: The Black Dossier<\/em> mit. In <em>But for Bunter<\/em> (1985) von David Hughes taucht Bunter als r\u00fcstiger Neunundachtzigj\u00e4hriger auf. Von Val Andrews gibt es <em>Sherlock Holmes and the Greyfriars School Mystery<\/em>. Und <em>Bunter Sahib<\/em> (1985) von Daniel Green erz\u00e4hlt die Abenteuer seines Ururgro\u00dfvaters im Indien des 19. Jahrhunderts. Bemerkenswert ist da die Parallele zu <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/07\/george-macdonald-fraser-flashman.htm\">Flashman<\/a>, dem ber\u00fchmtesten Antihelden und Abenteurer des 19. Jahrhunderts, ebenfalls einem Public-School-Roman entsprungen. &#8212; Jedenfalls musste ich mir die drei genannten B\u00fccher gleich besorgen, aber davon wird ein anderes Mal die Rede sein.)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Billy Bunter&#8217;s Rebellion<\/em> ist eher harmlos. Bunter weigert sich, zu arbeiten, wird bestraft, verweigert die Bestrafung, h\u00e4rtere Strafen werden angek\u00fcndigt, aber Bunter entgeht immer wieder der Durchsetzung, und der Konflikt zwischen Autorit\u00e4t des Lehrers und Trotz des Sch\u00fclers schaukelt sich immer weiter hoch, bis Grenzen \u00fcberschritten werden &#8211; aber eine befriedigende Aufl\u00f6sung fehlt. Irgendwann hei\u00dft es dann, dass Bunter wieder im Karzer sitzt, arbeiten muss, mit Pr\u00fcgeln gestraft wird, und nicht mehr auskommen kann. Aber richtig befriedigend ist dieses Ende nicht. Immerhin, ich habe mir ein paar Magnet-Faksimile-Ausgabe besorgt, um mir mal die Originaltexte anzuschauen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"159\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/golding_lord_flies.jpg\" alt=\"golding_lord_flies\" class=\"wp-image-2590\" title=\"golding_lord_flies\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/golding_lord_flies.jpg 159w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/golding_lord_flies-95x150.jpg 95w\" sizes=\"auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Kapitel von <em>Billy Bunter&#8217;s Rebellion<\/em> ist betitelt: <strong>&#8222;Waxy!&#8220;<\/strong> Sch\u00fclerjargon dieser Zeit. Diesem Wort war ich vorher nur einmal begegnet, aber das doch so, dass ich es mir gemerkt habe. Und das war in <strong>William Golding, <em>Lord of the Flies<\/em><\/strong>. (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2005\/07\/william-golding-lord-of-the-flies-und-ein-bisschen-madagaskar.htm\">Blogeintrag dazu<\/a>, in dem ich auf den sch\u00f6nen alten public-school-Slang hinweise. Da wusste ich noch nicht, <em>wie<\/em> alt diese Sprache war.)<\/p>\n\n\n\n<p>Und pl\u00f6tzlich ging mir ein Licht auf. <em>Lord of the Flies<\/em> muss man eigentlich vor dem Hintergrund dieser haneb\u00fcchenen Schulromane lesen. Vor allem die in Richtung Billy Bunter. Denn Kipling wusste in <em>Stalky<\/em> sehr wohl, dass Jungen Wilde sein k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Now that West-African war-drum had been made to signal across estuaries and deltas. Number Five was forbidden to wake the engine [d.h. diese Trommel] within earshot of the school. But a deep, devastating drone filled the passages as M&#8217;Turk and Beetle scientifically rubbed its top. Anon it changed to the blare of trumpets&#8211;of savage pursuing trumpets. Then, as M&#8217;Turk slapped one side, smooth with the blood of ancient sacrifice, the roar broke into short coughing howls such as the wounded gorilla throws in his native forest.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>So bereiten sich Stalky &amp; Co darauf vor, die Ehre ihres Hauses zu verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"152\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/hughes_tom_brown.jpg\" alt=\"hughes_tom_brown\" class=\"wp-image-2592\" title=\"hughes_tom_brown\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/hughes_tom_brown.jpg 152w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/hughes_tom_brown-91x150.jpg 91w\" sizes=\"auto, (max-width: 152px) 100vw, 152px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfvater all dieser Schulromane ist nat\u00fcrlich <strong><em>Tom Brown&#8217;s Schooldays<\/em><\/strong> von <strong>Thomas Hughes<\/strong>. Das ist auch der Roman, dem George Macdonald Fraser den fiesen Harry Flashman entnommen und zum Helden der oben schon erw\u00e4hnten <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/07\/george-macdonald-fraser-flashman.htm\">Flashman<\/a>-Serie gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schlagwort zu Hughes&#8216; Erziehungskonzept lautet <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Muscular_Christianity\">Muscular Christianity<\/a>: Christliche Werte, ja, aber auch viel Sport. Der gesellige, selbstbewusste, aktive Tom Brown und der kluge, flei\u00dfige, aber sch\u00fcchterne Arthur erg\u00e4nzen sich erst zum Idealbild. Ach ja, und der Roman spielt in Rugby (der public school), wo das gleichnamige Spiel erst kurz zuvor erfunden worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Vorwort zur 6. Auflage:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Several persons, for whose judgment I have the highest respect, while saying very kind things about this book, have added, that the great fault of it is &#8218;too much preaching&#8216;; but they hope I shall amend in this matter should I ever write again. Now this I most distinctly decline to do. Why, my whole object in writing at all was to get the chance of preaching! When a man comes to my time of life and has his bread to make, and very little time to spare, is it likely that he will spend almost the whole of his yearly vacation in writing a story just to amuse people? I think not. At any rate, I wouldn&#8217;t do so myself.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Erfrischend ehrlich, und trotzdem gar nicht so \u00fcbel zu lesen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Was mir aufgefallen ist: Hat der Schulroman als typisch englische Gattung auch zum Entstehen der typisch englischen Gattung des Universit\u00e4tsromans gef\u00fchrt? Bedeuten die erkennbaren Parallelen zwischen Kiplings Schul- und Regimentsgeschichten etwas? Auch die Regimentsgeschichten um <a href=\"http:\/\/www.amazon.co.uk\/Complete-McAuslan-George-MacDonald-Fraser\/dp\/0006513719\">Private McAuslan<\/a> von, wieder einmal, George Macdonald Fraser geh\u00f6ren in diese Ecke, und nicht zu vergessen die letzte Stalky-Geschichte von Kipling:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Slaves of the Lamp. Part II&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Teil, einem fr\u00fchen Kapitel, hatten die Sch\u00fcler der Schule ein orientalisches Theaterspiel aufgef\u00fchrt. Themen und Methoden des dort geschilderten Streichs werden hier wieder aufgegriffen &#8211; aber die Geschichte, die in einer Rahmenhandlung erz\u00e4hlt wird, spielt f\u00fcnfzehn Jahre sp\u00e4ter, in Afghanistan, im Krieg im Dienste der K\u00f6nigin.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier sind wir schon sehr nah an der Grenze zu <em>Flashman<\/em>, zu Armee-Anekdoten aus dem Empire. Und diente nicht Kiplings fiktive Schule dazu, genau solches Menschenmaterial f\u00fcr das Empire heranzuziehen? Das erkl\u00e4rt, warum die letzten Geschichten mehr und mehr mit der Armee zu tun haben. Allerdings ist das auch wieder realistisch; f\u00fcr Sch\u00fcler dieser Schule und Kinder dieser Eltern ist die Armee der nat\u00fcrliche Schritt nach dem Schulabschluss.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch: eine ungemein interessante, fremde und witzige Lekt\u00fcre mit einer ganz eigenen, die folgenden Generationen pr\u00e4genden Sprache.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rahmenhandlung der letzten Geschichte beginnt \u00fcbrigens damit, dass alte Schulfreunde bei Wein und Tabak zusammensitzen und sich an ihre Schulzeit erinnern, Geschichten aus den Kriegen in Afghanistan austauschen und vor allem an den einen Sch\u00fcler denken, der nicht unter ihnen sitzt, aber dennoch sehr pr\u00e4sent ist &#8211; in diesem Fall Stalky.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/pb_losthorizon.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Eines meiner Lieblingsb\u00fccher, <strong><em>Lost Horizon<\/em><\/strong> von <strong><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/05\/james-hilton.htm\">James Hilton<\/a><\/strong>, beginnt mit einer vergleichbaren, nur etwas realistischeren Szene:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Cigars had burned low, and we were beginning to sample the disillusionment that usually afflicts old school friends who have met again as men and found themselves with less in common than they had believed they had.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese Szene spielt vierzig Jahre sp\u00e4ter als die letzte Stalky-Geschichte, aber es geht wieder um Afghanistan, und der abwesende gemeinsame Schulfreund hei\u00dft Hugh Conway &#8211; und seine Geschichte ist es, die im Roman erz\u00e4hlt wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"153\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/hilton_chips.jpg\" alt=\"hilton_chips\" class=\"wp-image-2591\" title=\"hilton_chips\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/hilton_chips.jpg 153w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/hilton_chips-91x150.jpg 91w\" sizes=\"auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Zu Harry Potter m\u00fcsste ich noch was schreiben, und zum Genre des <a href=\"http:\/\/neverenoughhomework.wordpress.com\/2009\/09\/23\/lev-grossman-the-magicians\/\">magischen Schulromans<\/a>. Aber irgendwann muss Schluss sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Und all das nur, weil ich in England auf <em>Stalky &amp; Co<\/em> gesto\u00dfen bin. Eigentlich hatte ich andere Pl\u00e4ne. Damn you, Kipling!<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212; Zur Zeit lese ich <em>Her Fearful Symmetry<\/em> von Audrey Niffenegger. Und schon jetzt m\u00f6chte ich <em>A Fine and Private Place<\/em> von Peter S. Beagle wiederlesen, der einige ganz \u00e4hnliche Motive benutzt &#8211; einen Friedhof als Schauplatz; menschenscheue Gestalten; etwas Phantastik. Der Titel dieses Erstlingswerks ist ein Zitat aus Andrew Marvells &#8222;To His Coy Mistress&#8220;, ein Gedicht, das Niffenegger in <em>ihrem<\/em> ersten Roman, <em>The Time Traveler&#8217;s Wife<\/em> als Leitmotiv einsetzt. Es h\u00e4ngt irgendwie schon wieder alles zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(13 Kommentare.) Ende der Sommerferien brachte ich mir aus England ein Buch mit, das mir zuf\u00e4llig untergekommen war: Stalky &amp; Co von Rudyard Kipling. Ich hatte schon mal davon geh\u00f6rt, au\u00dferdem lese ich Kipling gerne (so gerne, dass ich einen Eintrag \u00fcber ihn schreiben muss), und es war eine sch\u00f6ne Ausgabe. In neun Episoden werden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2590,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7,94,195],"tags":[224,230,180],"class_list":["post-2589","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-buecher","category-englisch","category-lieblingseintraege","tag-buecher","tag-englisch","tag-rudyard-kipling"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/golding_lord_flies.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2589"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2589\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58148,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2589\/revisions\/58148"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}