{"id":2647,"date":"2010-01-05T07:00:41","date_gmt":"2010-01-05T06:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=2647"},"modified":"2011-10-11T08:37:21","modified_gmt":"2011-10-11T06:37:21","slug":"das-wasserfallmodell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/01\/das-wasserfallmodell.htm","title":{"rendered":"Das Wasserfallmodell"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/01\/das-wasserfallmodell.htm#comments'>12 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Wie entsteht eigentlich Software? Sicher ist meist nur: es gibt einen Auftraggeber mit bestimmten W\u00fcnschen, es gibt ein Team von Programmierern (denn gr\u00f6\u00dfere Softwareprojekte werden kaum mehr von einzelnen Programmierern angegangen), und irgendwann gibt es dann eine mehr oder weniger lauff\u00e4hige Software. <\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Wege, nach denen ein Team bei der Softwareentwicklung vorgehen kann. Der wohl bekannteste ist das <strong>Wasserfallmodell<\/strong> (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wasserfallmodell\">Wikipedia<\/a>). Es ist vielleicht schon ein bisschen altbacken, es gibt Kritikpunkte, es gibt Alternativen &#8211; aber f\u00fcr die Schule reicht es vorl\u00e4ufig. (L\u00e4ngere Fu\u00dfnote dazu unten.)<\/p>\n<p>Je nach Ausformung besteht das Wasserfallmodell aus 5-7 Stufen (je nach genauer Ausformung des Modells), entlang derer die Entwicklungsarbeit l\u00e4uft. Am Ende jeder Stufe steht ein greifbares Dokument oder Produkt, von dem aus es dann weiter zur n\u00e4chsten Stufe geht. Stellt sich heraus, dass f\u00fcr die aktuelle Stufe keine befriedigende L\u00f6sung gefunden werden kann, geht man beim erweiterten Wasserfallmodell zur letzten Stufe zur\u00fcck und versucht es da noch einmal &#8211; und notfalls kaskadenartig noch weiter zur\u00fcck:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wasserfallmodell.wikipedia.png\" alt=\"\" title=\"wasserfallmodell.wikipedia\" width=\"500\" height=\"318\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2663\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wasserfallmodell.wikipedia.png 500w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wasserfallmodell.wikipedia-150x95.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><br \/>\n<small>(Maciej Jaros; GFDL ver. 1.2 or CC-by-sa ver. 2.5, 2.0, and 1.0; <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:Wasserfallmodell.svg&#038;filetimestamp=20060904191236\">Wikipedia<\/a>)<\/small><\/p>\n<p>Etwas ausf\u00fchrlicher:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wasserfallmodell.png\" alt=\"\" title=\"wasserfallmodell\" width=\"534\" height=\"504\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2661\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wasserfallmodell.png 534w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wasserfallmodell-150x141.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/p>\n<p>Konkret s\u00e4he das so aus:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Planungsphase<\/strong><br \/>\nDer Lehrer als Kunde erteilt einen Auftrag. Er h\u00e4tte gerne ein Programm zur Verwaltung von Sch\u00fclern. Oder ein Spiel. Seine genauen W\u00fcnsche werden in einem <strong>Lastenheft<\/strong> festgehalten. Darin steht, was das Programm k\u00f6nnen soll. Wie das umzusetzen ist, ist erst mal nicht sein Problem.\n<\/li>\n<li><strong>Definitionsphase<\/strong><br \/>\nDie Sch\u00fcler \u00fcbersetzen die Kundenw\u00fcnsche in eigene Teilaufgaben. Was muss erledigt werden, wer k\u00fcmmert sich um welchen Teil? Das wird im <strong>Pflichtenheft<\/strong> festgehalten. Wenn sich jetzt schon abzeichnet, das etwas so nicht geleistet werden kann, muss man zur\u00fcck in die Planungsphase.\n<\/li>\n<li><strong>Entwurfsphase<\/strong><br \/>\nDie Sch\u00fcler entwerfen ein Modell des Projekts. Mit entsprechenden Tools oder mit Bleistift und Papier. F\u00fcr solche <strong>Entw\u00fcrfe<\/strong> gibt es verbreitete Normen, etwa die UML-Notation (Unified Modeling Language). Der Entwurf ist etwa ein Datenbankentwurf in Form eines Entity-Relationship-Diagramms oder ein Klassendiagramm.\n<\/li>\n<li><strong>Implementierungsphase<\/strong><br \/>\nAnhand des Entwurfs wird jetzt programmiert. Wenn der Entwurf gut ist, geht das z\u00fcgig. Oft wird man aber zur\u00fcck zum Entwurf m\u00fcssen und da etwas \u00e4ndern, weil sich beim Programmieren herausstellt, das bestimmte Aspekte so nicht gehen. Am Schluss stehen die fertigen <strong>Programme<\/strong>.\n<\/li>\n<li><strong>Testen und Einf\u00fchren<\/strong><br \/>\nDie Teilprogramme werden zusammengebaut und getestet.\n<\/li>\n<li><strong>\u00dcbergabe und Wartung<\/strong><br \/>\nDer Lehrer kriegt das Programm und das <strong>Handbuch<\/strong> (mit dem man wohl schon in fr\u00fcheren Phasen begonnen hat) ausgeliefert. Er kriegt eine Einf\u00fchrung in den Umgang mit dem Programm, au\u00dferdem steht das Team f\u00fcr Anpassungen und Wartung zur Verf\u00fcgung.\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich k\u00f6nnte mir schon vorstellen, so auch in der Schule vorzugehen. Allerdings w\u00fcsste ich auch gerne Alternativen zur Projektplanung an Schulen. Denn so richtig passt das Wasserfallmodell nicht auf die Lernsituation. Der Lehrer sieht vielleicht schon Fehler auf der ersten oder zweiten und vor allem dritten Ebene, auf die die Sch\u00fcler dann erst in der vierten Phase sto\u00dfen und wieder zur\u00fcck zum Rei\u00dfbrett m\u00fcssen. Das ist frustrierend und zeitraubend &#8211; mehr Zeit, als eine funktionierende Softwarefirma hat und mehr Zeit als man in der Schule hat. (Dabei ist es schon wichtig, dass Sch\u00fcler Zeit haben, Fehler zu machen und sie zu verbessern. Das haben Sie fast nie. Trotzdem musss man sie nicht jeden Fehler machen lassen.)<\/p>\n<p>Vielleicht passt ja ein andere Entwicklungsmodell besser auf die Situation in der Schule.<\/p>\n<p><em>(Weitere Gedanken zu Softwareentwicklung in der Schule <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2011\/09\/das-schuljahr-beginnt-projektsoftware-datenschutzfragen.htm\">in diesem Blogeintrag<\/a>.)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(12 Kommentare.) Wie entsteht eigentlich Software? Sicher ist meist nur: es gibt einen Auftraggeber mit bestimmten W\u00fcnschen, es gibt ein Team von Programmierern (denn gr\u00f6\u00dfere Softwareprojekte werden kaum mehr von einzelnen Programmierern angegangen), und irgendwann gibt es dann eine mehr oder weniger lauff\u00e4hige Software. 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