{"id":2998,"date":"2010-10-10T07:30:17","date_gmt":"2010-10-10T05:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=2998"},"modified":"2010-10-24T07:41:42","modified_gmt":"2010-10-24T05:41:42","slug":"inzell-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/10\/inzell-2010.htm","title":{"rendered":"Inzell 2010"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/10\/inzell-2010.htm#comments'>19 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unserer 7. Klassen fahren am Anfang des Schuljahrs immer f\u00fcr eine Woche ins <a href=\"http:\/\/www.blsv.de\/sport-camp-inzell\/\">Sportcamp Inzell<\/a>. Als Klassleiter einer 7. Klasse war ich diesmal auch wieder dabei. <\/p>\n<p><strong>Tag 1:<\/strong><br \/>\nAnfahrt, H\u00fctten beziehen, Mittagessen. Ein paar Sch\u00fcler sprangen ins Schwimmbecken:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_2005_1.jpg\" alt=\"\" title=\"inzell2010_(2005)_1\" width=\"550\" height=\"413\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3007\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_2005_1.jpg 550w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_2005_1-150x112.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p>\n<p>Danach Wanderung nach Inzell und zur\u00fcck, abends Disco, organisiert von der Heimleitung. Selber sehr m\u00fcde abends.<\/p>\n<p><strong>Tag 2:<\/strong><br \/>\nVormittags Rh\u00f6nrad und Airtramp. Rh\u00f6nrad sieht so aus, wenn es Sch\u00fcler machen:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_1.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"550\" height=\"413\" \/><\/p>\n<p>Und so, wenn ich im Rad h\u00e4nge:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_2.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"550\" height=\"413\" \/><\/p>\n<p>In der anderen H\u00e4lfte der Turnhalle Airtramp:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_3.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"550\" height=\"413\" \/><br \/>\nJe eine Seite des Quadrats versucht dabei, den Ball mit den F\u00fc\u00dfen \u00fcber den Rand der gegen\u00fcberliegenden Seite zu bringen.<\/p>\n<p>Danach Wanderung auf die <a href=\"http:\/\/www.chiemgau-wandern.de\/miete\/zur-baeckeralm\/index.html\">B\u00e4ckeralm<\/a>, eine Abk\u00fcrzung hinauf &#8211; Abk\u00fcrzung im Sinne von: da kommt dann irgendwo der Weg. Die Alm war noch offen, die Sch\u00fcler vertilgten appetitlich Kaiserschmarrn und K\u00e4sebrote (mit Almk\u00e4se). Auf dem R\u00fcckweg gro\u00dfes Interesse der Sch\u00fcler daran, die K\u00fche auf der Weide zu streicheln. Abends Spiel ohne Grenzen (wieder von dort organisiert), mit den Lehrern als Punktrichtern: Team-Aufgaben im Zirkeltrainingsformat in der Turnhalle.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_2005_2.jpg\" alt=\"\" title=\"inzell2010_(2005)_2\" width=\"550\" height=\"413\" class=\"aligncenter size-full\" \/><\/p>\n<p>Abends schon wieder m\u00fcde, also ich jedenfalls.<\/p>\n<p><strong>Tag 3:<\/strong><br \/>\nVormittags ein wenig Nieselregen. Programm: Sport im Dorf. Beim Biathlon liefen die Sch\u00fcler immer abwechselnd eine Runde ums Dorf und schossen dann mit Laserwaffen &#8211; keinen futuristischen, sie sahen aus und waren \u00e4hnlich zu bedienen wie herk\u00f6mmliche Sportwaffen &#8211; auf Zielscheiben. Liegend, ohne Aufst\u00fctzen. Danach gab es als Angebot: Bogenschie\u00dfen, Hi-Ball, Kletterturm, Tennis. (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2005\/09\/sport-und-wanderwoche-i.htm\">Fotos davon in \u00e4lterem Beitrag.<\/a>) Noch mehr Rh\u00f6nrad. Oder einfach einen Ball nehmen und irgend etwas damit spielen. Slackline, Beachvolleyball Lehrer gegen Sch\u00fcler.<br \/>\nAbends dann eine gef\u00fchrte Nachtwanderung: die hat mich richtig wach gemacht. Es war stockdunkel. Sechzig Sch\u00fcler, die meist nur den Vordermann sehen k\u00f6nnen, und nicht immer das. Und dann durch den Wald, vermutlich schon auf Wegen, aber wer wei\u00df das nachts so genau? Die Anweisungen lauteten zum Beispiel: &#8222;F\u00fcnf Meter geradeaus, dann an einer Esche links vorbei, drei Meter vor, dann sp\u00fcrt man im Boden ein Holzbrett, auf dem sollte man gehen, weil es daneben matschig ist. Dann kommt eine Holzbr\u00fccke, bitte aufpassen, da fehlen zwei Bretter am Boden.&#8220; (Und sie fehlten auch tats\u00e4chlich.) Im Dunkeln ist das schon aufregend, und unsere Sch\u00fcler fanden das auch aufregend, einige sogar zu aufregend. Es ging recht stockend, weil die Verbindung zum Vordermann immer wieder abriss, und man nachts schon sehr vorsichtig ist, wo man seine F\u00fc\u00dfe hinsetzt.<br \/>\nAber danach war ich jedenfalls hellwach.<\/p>\n<p><strong>Tag 4:<\/strong><br \/>\nEine Ganztagswanderung auf den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rauschberg\">Rauschberg<\/a>, Lunchpakete dabei. Die Sch\u00fcler mit gutem Schuhwerk und ohne Erk\u00e4ltung, die hinauflaufen wollten &#8211; f\u00fcnfzehn Leute etwa &#8211; stiegen die tausend H\u00f6henmeter nach oben, der Rest fuhr mit der Seilbahn. Durch den Nebel kommend war das ein toller Anblick oben:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_4.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"550\" height=\"413\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_5.jpg\" alt=\"\" title=\"\" height=\"550\" width=\"413\" \/><\/p>\n<p>Wir Berghinauffahrer (das ist \u00e4hnlich wie Warmduscher) wanderten oben aber auch noch mal drei Stunden bis zu einem kleinen Gipfel und zur\u00fcck. Da, auf dem Bild rechts oben:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/inzell2010_6.jpg\" alt=\"\" title=\"\" height=\"550\" width=\"413\" \/><\/p>\n<p>Runter liefen dann wieder fast alle. Ich kriegte tats\u00e4chlich etwas Farbe ins Gesicht.<br \/>\nAbends Disco. Ich immer noch wach.<\/p>\n<p><strong>Tag 5:<\/strong><br \/>\nH\u00fcttenabnahme nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, dann Heimfahrt. Einziger Programmpunkt dabei war der Besuch des <a href=\"http:\/\/www.salzzeitreise.de\/\">Salzbergwerks Berchtesgaden<\/a>. Hat mir sehr gut gefallen, seit meinem letzten Besuch sind einige Punkte dazu gekommen. H\u00f6hepunkte: die ziemlich flotte Einfahrt mit einer kleinen Grubenbahn durch enge G\u00e4nge, die Rutschen, mit denen man schnell nach unten kommt, die Fahrt \u00fcber den Spiegelsee. Unser F\u00fchrer war sehr gut, und die Sch\u00fcler stellten gute Fragen.<\/p>\n<hr style=\"with:25%;\"\/>\n<p>Soviel zum Programm. Diesmal war beeindruckend viel Wandern dabei, wenig Hallensport, wenig organisierter Sport \u00fcberhaupt. Jetzt ein paar pers\u00f6nliche Anmerkungen.<\/p>\n<ol>\n<li>Wenn es den Sch\u00fclern gef\u00e4llt, gef\u00e4llt es auch den Lehrern. Das h\u00e4ngt bestimmt sehr vom Wetter ab; ich habe gl\u00fccklicherweise noch nie eine verregnete Sportwoche erlebt. Das h\u00e4ngt aber noch mehr von den Sch\u00fclern ab: es gibt nette und weniger nette Gruppen, freundliche und weniger freundliche, offene oder geschlossenere, alberne und ruhige. Unsere waren diesmal sehr freundlich und sehr brav, trotz kleinerer Ausrutscher. Aber ich bin stolz auf meine Sch\u00fcler und empfinde es als ein Privileg, wie es der Kollege ausdr\u00fcckte, ihnen in Inzell zuschauen zu d\u00fcrfen. (Vermutlich zeige ich das nicht sehr, ich bin da eher etwas reserviert.)<\/li>\n<li>Warum ich das mit dem M\u00fcdewerden so oft geschrieben habe: ich schlafe gerne viel und werde ungerne, aber verl\u00e4sslich, ab zehn Uhr abends sehr m\u00fcde. In Inzell stehe ich zwar sp\u00e4ter auf als zu Hause, komme aber auch sp\u00e4ter ins Bett, und die Tage sind dann doch sehr anstrengend. Ich war beim Wandern dabei, habe Slackline ausprobiert und Bogenschie\u00dfen (nach f\u00fcnfundzwanzig Jahren Pause), eine Runde Volleyball auf dem Sandplatz habe ich auch gespielt. Zwei Tage habe ich gebraucht, um mich umzustellen, dann ging das abends. Nach zehn sollten die Sch\u00fcler auf den H\u00fctten sein, irgendwann sp\u00e4ter sollte dann das Licht aus sein, und irgendwann danach sollte dann auch wirklich jeder schlafen &#8211; und das hei\u00dft, dass die Lehrer recht lange aufbleiben und immer wieder nach dem Rechten schauen: regelm\u00e4\u00dfige Rundg\u00e4nge. Manchmal gibt es etwas zu schmunzeln, wenn m\u00fcde F\u00fcnftkl\u00e4ssler vorbeikommen und nicht wissen, was sie tun sollen, wo doch einer bei ihnen im Zimmer so schnarcht.<\/li>\n<li>Das hei\u00dft jedenfalls, dass man mindestens von zehn bis zw\u00f6lf Uhr nachts zusammensitzt und nicht viel zu tun hat. Man, das hie\u00df in diesem Fall, ich und vier Sportlehrer. Und um uns herum an anderen Tischen Sportlehrer anderer Schulen. Das sind eigentlich ein bisschen viel Sportlehrer f\u00fcr mich, sagen wir mal so. Mit den Kollegen aus meiner Schule habe ich Gl\u00fcck gehabt, angenehme Zusammenarbeit, gute Stimmung. Aber das waren auch keine typischen Sportlehrer&#8230; womit ich bekenne: ja, ich glaube an typische Sportlehrer. Ich war auch schon mit typischeren Sportlehrern in Inzell. Sie sind etwas lauter als andere Lehrer. Spielen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meiern\">M\u00e4xchen<\/a>, jubeln ausgiebig, trinken Bier, erz\u00e4hlen Witze. Auch im Schulalltag glaube ich ein gewisses eigenes Verhalten zu erkennen. An sich nichts dabei, aber eben weniger meine Art. (Sportlehrerinnen sind manchmal anders, und nat\u00fcrlich sind ohnehin nicht alle Sportlehrer so. Aber genug f\u00fcr mein eigenes kleines Vorurteil. \u00dcber Deutsch- und Informatiklehrer habe ich nat\u00fcrlich auch eins.)<\/li>\n<li>\u00dcberhaupt, die Lautst\u00e4rke. Ich habe schon mal \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2007\/02\/sportwoche.htm\">Geschrei im Sport<\/a> geschrieben. Ich mag keine Massenauftritte, ich mag kein Geschrei. Auch nicht, wenn man gewonnen hat. Geh\u00f6rt zum Sport dazu, h\u00f6re ich dann immer wieder. Ja, ja, erz\u00e4hlt das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gottfried_von_Cramm\">Gottfried von Cramm<\/a>. Nein, das geh\u00f6rt nicht zum Sport dazu, das ist rein kulturell ausgemacht, dass man in bestimmten L\u00e4ndern bei bestimmten Sportarten gr\u00f6lt und bei anderen nicht.<\/li>\n<li>Trotzdem glaube ich, dass Sport an der Schule eine sinnvolle Einrichtung ist. Soweit habe ich mich inzwischen durchgerungen, nachdem der Sportunterricht f\u00fcr mich als Sch\u00fcler v\u00f6llig f\u00fcr die Katz war, ebenso wie der Musikunterricht. Wie in anderen F\u00e4chern kann man nat\u00fcrlich immer noch etwas verbessern.<\/li>\n<li>Wenn es auch den meisten Sch\u00fclern gut gefallen haben wird, gab es nat\u00fcrlich auch altersgem\u00e4\u00dfe Dramen. Aber nach dem Wochenende ist hoffentlich alles wieder gut. Als Parole schlage ich vor: Was in Inzell geschieht, bleibt in Inzell. (Kommt eigentlich von &#8222;What happens in Vegas stays in Vegas.&#8220; Der Vergleich Inzell-Las Vegas gef\u00e4llt mir.)<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(19 Kommentare.) 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