{"id":3281,"date":"2011-07-01T20:36:32","date_gmt":"2011-07-01T18:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2011\/07\/abifeier-sentimental.htm"},"modified":"2023-06-18T15:11:56","modified_gmt":"2023-06-18T13:11:56","slug":"abifeier-sentimental","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2011\/07\/abifeier-sentimental.htm","title":{"rendered":"Abifeier sentimental"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2011\/07\/abifeier-sentimental.htm#comments'>2 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Schnell noch schreiben, bevor der Sekt verfliegt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"347\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/abitur2011.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3282\" title=\"<Samsung i85, Samsung VLUU i85&gt;\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/abitur2011.jpg 550w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/abitur2011-150x94.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute war Abiturfeier. Insgesamt: sch\u00f6n. Die Reden: nichts dazu zu sagen. Die Dauer angemessen, dreieinviertel Stunden einschlie\u00dflich Pause. Das Programm: bunt &#8211; und vor allem alles selbstgemacht: Improtheater, Klavierspiel (Chopin, eine Nocturne), Chor, Lied &#8211; keine kommerziellen Videos, keine aufw\u00e4ndige Selbstbeweihr\u00e4ucherung, kein zu Tode gerittenes Motto. Motti haben ohnehin nichts bei Abiturfeiern verloren. Viele Cocktailkleider, kaum Abendkleid &#8211; liegt das an der neuen Bescheidenheit oder daran, dass die Sch\u00fcler im G8 ein Jahr j\u00fcnger sind?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Pause bestand der Gro\u00dfteil des Programms in der \u00dcberreichung der Zeugnisse, wobei wieder jeder Sch\u00fcler mit seinem eigenen Musikclip einmarschierte. Das war dann doch kurzweilig &#8211; \u00fcber die Kleidung gab es nicht so viel zu reden wie letztes Jahr, aber ich habe sie mir gerne angeschaut, die Abiturienten, von denen ich ein Drittel im Unterricht in diesem Jahr hatte. Und zugeh\u00f6rt, welche Musik sie sich ausgesucht haben. Wenig \u00dcberraschungen: ein paar Filmsoundtracks, viel nicht zu schweres Havy Metal. Aber im Gespr\u00e4ch \u00fcber Musik mit dem Kollegen schon gleich Lust darauf beommen, selber wieder mal Musik zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Zeugnis\u00fcbergabe gab es einen Sektempfang. Dabei habe ich mich noch mit einigen Sch\u00fclern unterhalten k\u00f6nnen und bin ganz sentimental geworden. Liegt nat\u00fcrlich auch am Sekt. Aber dieser Jahrgang war auch ein sehr netter Jahrgang. Der Deutschkurs hat mir Spa\u00df gemacht, der Informatikkurs hat mir auch Spa\u00df gemacht (und war insofern befriedigender, als Lehrplan und Sch\u00fclerverm\u00f6gen besser zusammenpassen). Umarmt geworden. Das sind wirklich nette Menschen, unsere Sch\u00fcler &#8211; wie ja auch die meisten Menschen zu den Guten geh\u00f6ren. Wobei, Fu\u00dfnote, mein Menschenbild trotzdem dem vom <em><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2005\/07\/william-golding-lord-of-the-flies-und-ein-bisschen-madagaskar.htm\">Herr der Fliegen<\/a><\/em> entspricht &#8211; zum Guten im Menschen muss noch die Zivilisation kommen, sonst setzt sich das nicht durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der R\u00fcckfahrt in der S-Bahn habe ich dann sentimentale Musik auf dem iPod geh\u00f6rt. Allen voran &#8222;Some Other Time&#8220; aus <em>On the Town<\/em> (<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A9bLMqztl0Y\">eine Version hier<\/a>), das sentimentalste Lied, das ich kenne. Dann noch einige Nummern von Bob Seger, angeregt durch die Sch\u00fcler-Musikclips. Still the Same, Old Time Rock &#8217;n Roll, We&#8217;ve got tonight. Wie wird Musik sentimental? Sicher auch dadurch, dass man sie in bestimmten Stituation, in einem bestimmten Alter kennengelernt hat. Ich habe im Lauf meines Lebens quasi immer wieder Lieder mit Energie aufgeladen, die ich jederzeit wieder abzapfen kann.<br>Weitere Nummern jedenfalls noch: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lChgoOmBKp4\">&#8222;Sweet Thing&#8220;<\/a> von den Waterboys, von den gleichen auch: &#8222;Has Anybody Here Seen Hank&#8220; und <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=P237zpWbPRM\">&#8222;And A Bang On the Ear&#8220;<\/a>. Oder gleich das urspr\u00fcngliche <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2QzDWIOUnM0\">&#8222;Sweet Thing&#8220; von Van Morrison<\/a>. Oder die deutsprachige <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=z7VaJYX1IiE\">Coverversion von den Flowerpornoes<\/a>. \u00dcberhaupt, Van Morrison. Und dann noch <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UA6Avn328Vw\">&#8222;Tunnel of Love&#8220;<\/a> von den Dire Straits, aber dann ist wirklich aus. (Das ist das Lied, das Arthur und Fenchurch in &#8222;So long and thanks for all the fish&#8220; h\u00f6ren &#8211; f\u00fcr Douglas-Adams-Fans.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(2 Kommentare.) Schnell noch schreiben, bevor der Sekt verfliegt&#8230; Heute war Abiturfeier. Insgesamt: sch\u00f6n. Die Reden: nichts dazu zu sagen. Die Dauer angemessen, dreieinviertel Stunden einschlie\u00dflich Pause. Das Programm: bunt &#8211; und vor allem alles selbstgemacht: Improtheater, Klavierspiel (Chopin, eine Nocturne), Chor, Lied &#8211; keine kommerziellen Videos, keine aufw\u00e4ndige Selbstbeweihr\u00e4ucherung, kein zu Tode gerittenes Motto. 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