{"id":3412,"date":"2011-09-18T12:22:33","date_gmt":"2011-09-18T10:22:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=3412"},"modified":"2023-05-24T15:02:53","modified_gmt":"2023-05-24T13:02:53","slug":"das-schuljahr-beginnt-projektsoftware-datenschutzfragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2011\/09\/das-schuljahr-beginnt-projektsoftware-datenschutzfragen.htm","title":{"rendered":"Das Schuljahr beginnt, Projektsoftware, Datenschutzfragen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2011\/09\/das-schuljahr-beginnt-projektsoftware-datenschutzfragen.htm#comments'>8 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Das Schuljahr beginnt, wenn auch langsam. Ich muss erst einmal den Informatik-Kongress letzte Woche verdauen, von dem ich mir mehr Anregungen geholt habe, als ich je umsetzen werden kann (und die ich erst einmal sortieren muss). Aber das ist okay, man braucht ja viele M\u00f6glichkeiten, Dinge im Unterricht umzusetzen, damit man ausw\u00e4hlen kann, was gerade passt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein H\u00f6hepunkt war sicher der Vortrag von Stefanie Scherzinger \u00fcber Methoden der Software-Entwicklung, vor allem Agile Softwareentwicklung (<a href=\"https:\/\/secure.wikimedia.org\/wikipedia\/de\/wiki\/Agile_Softwareentwicklung\">Wikipedia<\/a>), wie sie sie auch selber bei Google anwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Programmierprojekt in der Q11 (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/10\/programmierprojekt-in-der-q11.htm\">meine Beispiele<\/a>) braucht man tats\u00e4chlich irgendeine Art von Entwicklungsmethode. Bei uns war es einfach ein gro\u00dfes schwarzes Brett in Form eines GoogleDoc-Dokuments, auf das jeder Teilnehmer Lese- und Schreibzugriff hat.<br>Aber die Formulierungen dort waren sehr allgemein: &#8222;Datenbank episch perfektionieren: episch angefangen&#8220; stand da oder &#8222;Bilder colorieren: episch erledigt&#8220;, mit dem Namen des aktuellen Bearbeiters.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine M\u00f6glichkeit der Verbesserung w\u00e4re, beim n\u00e4chsten Mal das Projekt gleich bei Google Code zu hosten. [Nachtrag 2015: Mitte des Jahres hat Google das Codehosting eingestellt.] Der Vorteil: Man kann Aufgaben erstellen, kann sie Leuten zuweisen oder diese sich sie nehmen lassen, kann vor allem den Programmcode in verschiedenen Versionen zentral dort sammeln. Nachteil: Ist vielleicht etwas abschreckend f\u00fcr ein kleines Schulprojekt. Au\u00dferdem muss das Projekt <em>open source<\/em> sein &#8211; damit habe ich kein Problem, aber vielleicht die Sch\u00fcler bzw. eigentlich sogar deren Erziehungsberechtigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere \u00e4u\u00dferst sch\u00f6ne Projektplanungssoftware ist <a href=\"http:\/\/trello.com\">Trello<\/a>, hier <a href=\"http:\/\/lifehacker.com\/5839942\/trello-makes-project-collaboration-simple-and-kind-of-fun\">bei Lifehacker kurz beschrieben<\/a>. Das ist nicht dazu gedacht, Softwareversionen zu verwalten, aber Projekte kann man damit intuitiv und einfach planen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"550\" height=\"327\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/trello.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3413\" title=\"trello\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/trello.jpg 550w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/trello-150x89.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Man legt ein Projekt an (&#8222;board&#8220;), zu jedem Projekt k\u00f6nnen Teammitglieder senkrechte Listen hinzuf\u00fcgen, in meinem Beispiel: Ideen, Aufgaben, Aufgaben in Arbeit, Erledigtes. Jeder Liste kann man Karteik\u00e4rtchen anf\u00fcgen, die einen Titel haben, aber dazu noch Abstimmungen, Links, Dateianh\u00e4nge und Checklisten enthalten k\u00f6nnen. Den Aufgaben k\u00f6nnen Teammitglieder zugeordnet sein, man kann Karteik\u00e4rtchen auf andere Listen verschieben. Alles sehr einfach und \u00fcbersichtlich. (Nur eine Terminverwaltung ist nicht dabei. Ist vielleicht okay, man kann ja Listen anlegen mit dem Titel &#8222;Zu erledigen bis + Datum&#8220;.)<br>Nachteil: eine Anmeldung ist erforderlich. Das h\u00e4tte ich gerne auf einem eigenen Server laufen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Ansonsten noch gefunden (via Felix Schaumburg): <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2853149\">&#8222;Lehrer sp\u00e4hen Sch\u00fcler im Internet aus&#8220;<\/a>, und zwar indem die Lehrer einer Schule sich unter Pseudonym bei Sch\u00fclerVZ, Facebook und einem regionalen Chat anmelden. Skandal.<\/p>\n\n\n\n<p>Also, reden muss man schon mal dar\u00fcber, ob das erlaubt ist. Aber eine Nummer kleiner geht auch. Wo habe ich neulich gelesen, dass ein Gesetzesentwurf vorbereitet wird, der es Firmen verbietet, bei Vorstellungsgespr\u00e4chen dem Kandidaten in einem sozialen Netzwerk (gemeint: Facebook, aber nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt nicht abgrenzbar, dieser Begriff) nachzuforschen? Kann fast nur Deutschland gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich die Argumentation der <em>S\u00e4chsischen Zeitung<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Zudem dringen die Lehrer in die Online-Privatsph\u00e4re der Jugendlichen ein: Viele Sch\u00fcler laden pers\u00f6nliche Fotos hoch, l\u00e4stern \u00fcber Lehrer und Klassenkameraden, verwenden sogar Schimpfw\u00f6rter<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Knackpunkt ist der Begriff &#8222;Online-Privatsp\u00e4re&#8220;. Ich habe <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/02\/noch-einmal-oeffentlich-und-privat.htm\">schon mal<\/a> dar\u00fcber geschrieben: Sch\u00fcler teilen die Welt in &#8222;schulisch&#8220; und &#8222;privat&#8220; &#8211; alles, was nicht schulisch ist, ist privat. Au\u00dferschulische Menschen teilen die Welt in &#8222;\u00f6ffentlich&#8220; und &#8222;privat&#8220;. Es m\u00fcsste klar sein, dass Internet in der Regel hei\u00dft: \u00f6ffentlich. Wer Informationen privat halten m\u00f6chte, kann das auch bei Facebook tun &#8211; muss sich aber selber darum k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits ist allen klar, dass eine Firma keinen Privatdetektiv damit beauftragen darf, bei einer Kandidatin herauszufinden, ob sie eventuell schwanger ist. Und mal schnell bei Facebook geschaut, ob da eine Schwangerschaft \u00f6ffentlich gemacht wurde? Hm. Ich sehe das Problem. Deshalb stand in dem Gesetzesvorschlag &#8211; wo war das gleich wieder, zefix &#8211; ja auch, dass nur auf Erlaubnis des Angestellten auf bestimmten Webseiten nach ihm gesucht werden d\u00fcrfte. Viele Leute wollen ja explizit, dass ihr Web-Profil gefunden wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Unrealistisch ist so ein Gesetz allemal.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu den Lehrern: Ich w\u00fcrde mich wehren gegen eine Dienstanweisung, meinen Sch\u00fclern bei Facebook hinterherzuschn\u00fcffeln. (<a href=\"http:\/\/wissen.dradio.de\/frankreich-facebook-verweis-bei-cybermobbing.33.de.html?dram:article_id=9979\">Geplant: Frankreich.<\/a>) In meiner Eigenverantwortung als P\u00e4dagoge: will ich bei Facebook machen d\u00fcrfen, was a) nicht allzu verboten ist, b) nicht gegen meine p\u00e4dagogischen Aufgaben verst\u00f6\u00dft und c) mir sinnvoll erscheint. Theoretisch muss ja jeder bei Facebook mit seinem echten Namen arbeiten. Aber schon sehr theoretisch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(8 Kommentare.) Das Schuljahr beginnt, wenn auch langsam. Ich muss erst einmal den Informatik-Kongress letzte Woche verdauen, von dem ich mir mehr Anregungen geholt habe, als ich je umsetzen werden kann (und die ich erst einmal sortieren muss). 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