{"id":3708,"date":"2012-03-13T10:49:59","date_gmt":"2012-03-13T09:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=3708"},"modified":"2023-05-14T11:03:27","modified_gmt":"2023-05-14T09:03:27","slug":"digilern-2012-dritter-tag-und-wochenanfang-danach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2012\/03\/digilern-2012-dritter-tag-und-wochenanfang-danach.htm","title":{"rendered":"Digilern 2012, dritter Tag, und Wochenanfang danach"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2012\/03\/digilern-2012-dritter-tag-und-wochenanfang-danach.htm#comments'>1 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht minder interessant der dritte Tag &#8211; aber schon bin ich weider im Schulalltag, deshalb nur kurz. Die <strong>Keynote hielt <a href=\"http:\/\/cspannagel.wordpress.com\">Christian Spannagel<\/a><\/strong>, den ich endlich einmal pers\u00f6nlich kennengelernt habe. Christian ist in meiner Ecke des Internets sehr bekannt, Professor f\u00fcr Mathematik und Mathematik-Didaktik an der PH Heidelberg. Macht viel mit Sch\u00fclern, mit Lehrerausbildung und mit Computern, bloggt und twittert. Er stellte Konzepte und Beispiele f\u00fcr Webaktivit\u00e4ten in der Schule vor (Rezensionsblog, Mitarbeit an Regionalwiki, Flipped Classroom).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine seiner Aussagen trifft wohl zu: Fortbildungen bringen nur wenig. Auf die Frage: &#8222;Wer bringt mir das bei?&#8220;, gibt es wohl nur die Antwort: &#8222;Muss man sich selber beibringen.&#8220; Das geht aber auch, wenn man will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Workshop sah ich mir an, wie das Gymnasium Ottobrunn ihr <strong>Moodle f\u00fcr Deutsch-Sequenzen<\/strong> bei der Lekt\u00fcrebehandlung einsetzt. Hat mir sehr gut gefallen und M\u00f6glichkeiten gezeigt, das f\u00fcr meine Schule zu \u00fcbernehmen. (\u00dcberhaupt hat mir Ottobrunn gut gefallen. Das ist eine Schule, die wei\u00df, wohin sie will.) Auf den zweiten Teil des Workshops, mit der praktischen Umsetzung, habe ich verzichtet. Ich will bei Fortbildungen nur Beispiele sehen und erkl\u00e4rt bekommen und eventuell mit Beispielen spielen k\u00f6nnen. Das Nachbasteln und Sich-selbst-erarbeiten kenne ich aus vielen Fortbildungen; vielleicht ist es f\u00fcr Sch\u00fcler geeignet, f\u00fcr Lehrer nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach ging ich noch in einen Workshop bei Christian Spannagel zum Thema <strong>&#8222;Flipped Classroom&#8220;<\/strong>. Didaktisch ganz toll gemacht: erst Inputphase, dann Sammelphase mit verteilten Pro-Contra-Rollen, dann Gedankenaustausch in diesen Rollen. Erwachsene Lehrer st\u00fcrzen sich sofort und mit Begeisterung in so ein Rollenspiel.<br>Zum Konzept des Flipped Classroom: einfach mal in Christians Blog danach suchen. Die Kurzfassung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Traditioneller Unterricht sieht so aus, dass Sch\u00fcler in der Gruppe Vortr\u00e4ge h\u00f6ren und zu Hause alleine die Aufgaben dazu l\u00f6sen.<\/li>\n\n\n\n<li>Andersherum ist es sinnvoller: die Sch\u00fcler h\u00f6ren sich zu Hause alleine die Vortr\u00e4ge an und machen in der Schule im Beisein des ansprechbereiten Lehrers die Aufgaben dazu.<\/li>\n\n\n\n<li>Dazu muss man nach und nach Videoaufnahmen produzieren und ins Web stellen &#8211; gesch\u00fctzt oder nicht &#8211; die die Sch\u00fcler dann eben zu Hause anh\u00f6ren.<\/li>\n\n\n\n<li>So wird die Zeit der Sch\u00fcler sinnvoller genutzt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich habe das vielleicht zu knapp zusammengefasst. Nat\u00fcrlich hat die Methode Grenzen. Zum einen: sie passt, wie die pl\u00f6tzliche Entdeckung der Kompetenzorientierung, eher auf die Welt der MINT-F\u00e4cher. In Mathematik, Informatik, Physik, da lernt man im Studium in Vorlesungen; Seminare und Seminararbeiten gibt es nur wenige. In meinem Anglistik- und Germanistik-Studium, pr\u00e4-Bologna, da habe ich die Vorlesungen eher gemieden und viel weniger davon profitiert als von den vielen verpflichtenden Seminaren und Seminararbeiten, wo das tats\u00e4chliche Lernen stattfand. Aber vielleicht war das nur ich.<br>Allerdings bin ich f\u00fcr mehr Vorlesungskultur an Schulen, auch in Deutsch. (F\u00fcr Englisch: weniger.)<br>Ein anderes Gegenargument ist das, dass Sch\u00fcler ja sowieso zu Hause nichts tun. Da k\u00f6nne man genauso sagen: Lest und versteht zu Hause das n\u00e4chste Kapitel im Buch, in der n\u00e4chsten Stunde machen wir dann gemeinsam Aufgaben dazu. Und vielleicht sollten wir das auch mehr tun, wenn wir geeignetes Material dazu finden.<br>Und letztlich sind gerade Deutschlehrer, vermute ich, stolz darauf, nie etwas zweimal zu machen. Da sind jedes Jahr die Lekt\u00fcren und die Reihenfolge der Lernihalte, alles auf die Klasse angepasst. Vielleicht sollten wir auch davon etwas wegkommen und mehr in wiederholbaren Modulen denken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedenfalls will ich das mit dem Flipped Classroom ausprobieren. Bei der letzten Informatik-Q11 habe ich den Dijkstra-Algorithmus in einem Vortrag erkl\u00e4rt. (Mit der Ansage: &#8222;Ich stelle jetzt den zeitlichen Weltrekord im Erkl\u00e4ren des Dijkstra-Algorithmus auf.&#8220;) Daraus habe ich einen Videoclip gemacht, den <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=S8y-Sk7u1So\">bei Youtube eingestellt<\/a>, und meine aktuelle Q11 kriegt den Vortrag nicht live, sondern soll ihn sich zu Hause ansehen, und das so gut, dass in der Stunde danach die \u00dcbung dazu m\u00f6glich ist. Schauen wir mal, wie das klappt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Ansonsten hat die Woche mit einem langen Tag begonnen. Der Unterricht in meiner aktuellen 10. Klasse gef\u00e4llt mir gerade sehr gut, ich freue mich schon drauf, das laufende Projekt verbloggen zu k\u00f6nnen. Nach dem Nachmittagsunterricht trafen sich einige <strong>Personalr\u00e4te des Landkreises<\/strong> an meiner Schule, um Informationen und Erfahrungen auszutauschen und zuk\u00fcnftiges Vorgehen miteinander zu besprechen. (Dabei eine Kollegin getroffen, die ich in meinem ersten halben Jahr nach dem Ende des Referendariats als Sch\u00fclerin in einer 11. Klasse hatte. Zeit vergeht.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ansonsten kommt man ja kaum mit beim Bloggen. Der Spaenle und sein 8,5-j\u00e4hriges Gymnasium. Das muss jetzt aber warten bis zum n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(1 Kommentare.) Nicht minder interessant der dritte Tag &#8211; aber schon bin ich weider im Schulalltag, deshalb nur kurz. Die Keynote hielt Christian Spannagel, den ich endlich einmal pers\u00f6nlich kennengelernt habe. Christian ist in meiner Ecke des Internets sehr bekannt, Professor f\u00fcr Mathematik und Mathematik-Didaktik an der PH Heidelberg. 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