{"id":3882,"date":"2012-08-12T07:57:47","date_gmt":"2012-08-12T05:57:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=3882"},"modified":"2023-06-13T10:45:31","modified_gmt":"2023-06-13T08:45:31","slug":"blogparade-und-anderes-lesenswertes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2012\/08\/blogparade-und-anderes-lesenswertes.htm","title":{"rendered":"Blogparade und anderes Lesenswertes"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2012\/08\/blogparade-und-anderes-lesenswertes.htm#comments'>5 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Blogparade<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Blogparade: Da schreiben viele Blogger zu einem Thema und verlinken ihre Beitr\u00e4ge zentral. Ausgerufen hat Herr Larbig das Thema <a href=\"http:\/\/herrlarbig.de\/?p=35154\">Reflektierende Praktiker: Wie sieht f\u00fcr mich als Praktiker meine routinem\u00e4\u00dfige Reflexion des Unterrichts aus?<\/a> Schon viele Lehrende haben daran teilgenommen. (Lesen zum Beispiel: <a href=\"http:\/\/misswirtschaft.wordpress.com\/2012\/08\/07\/blogparade-reflektierende-praktiker-lehrende-und-co\/\">Miss Wirtschaft<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ivo-s.de\/wp\/archives\/2012\/08\/07\/blogparade-reflektierende-praktiker\/\">Abulafia<\/a>), ich bisher noch nicht, weil &#8211; ja, weil ich nicht viel dazu zu sagen habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich f\u00fchre kein Arbeitsjournal, in das ich meinen Unterricht eintrage und das ich als Basis f\u00fcr Reflexion nutze. Ich f\u00fchre sehr selten und keineswegs systematisch Fragebogen-Feedbackrunden mit Sch\u00fclern durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich archiviere mein Material gr\u00fcndlich (digital) und notiere mir dabei, was ich beim n\u00e4chsten Mal anders machen sollte. Das gilt vor allem f\u00fcr Informatik, da sich da der Stoff von Jahr zu Jahr wiederholt und ich zum Beispiel Informatik in der 10. Jahrgangsstufe jetzt zum f\u00fcnften Mal hintereinander haben werde. Reflexion geschieht durch Gespr\u00e4che an der Theke im Lehrerzimmer, wie sie wohl jeder f\u00fchrt, und durch unsystematisches Nachdenken. Ich nehme als Ma\u00dfstab dabei gerne, vielleicht zu gerne, Klassen aus vergangenen Jahren, was mit denen ging und was nicht. Nat\u00fcrlich ist jede Klasse anders, und ich versuche auch selten, etwas direkt zu wiederholen, weil mir die Erfahrung gezeigt hat, dass das nicht klappt.<br>Trotzdem stelle ich Unterschiede zwischen den Klassen fest. Oder sollte ich das nicht tun und davon ausgehen, dass mit den richtigen Methoden aus jeder Klasse das gleiche herauszuholen ist, und ich die Methoden nur noch nicht gefunden habe?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Programmieren wie Hemingway<\/h3>\n\n\n\n<p>Via <a href=\"https:\/\/twitter.com\/KielOff\/status\/231807751188254721\">einem Tweet von Ich bin Off<\/a>: <a href=\"http:\/\/byfat.xxx\/if-hemingway-wrote-javascript\">If Hemingway wrote Javascript<\/a> von Angus Croll. Das Schreiben von Gedichten oder Geschichten und Programmcode ist ja n\u00e4her verwandt, als man vielleicht glaubt, wenn man sich nur f\u00fcr eines davon interessiert. (Gerade beim objektorientierten Programmieren kann das ein dramatisch Hin- und Her zwischen Akteuren sein, bis endlich klar ist, wer was macht.) &#8222;Code is Poetry&#8220; lautetder Wordpress-Slogan; und Jon Bentley fragte 1986 provokativ: &#8222;When was the last time you spent a pleasant evening in a comfortable chair, reading a good program?&#8220;, um zu einer anderen Art des Programmierens aufzufordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Croll untersucht, tongue-in-cheek nat\u00fcrlich, wie Ernest Hemingway, William Shakespeare, der Surrealist Andr\u00e9 Breton, Roberto Bolano und schlie\u00dflich Charles Dickens Progammcode geschrieben h\u00e4tten, und zwar jeweils anhand der gleichen Aufgabe: die Fibonacci-Zahlenfolge auszugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kann man auf mindestens drei grundverschiedene Arten machen, und man kann knapp und pr\u00e4zise schreiben wie Hemingway, oder mit reichlich Kommentar versehen wie Shakespeare, oder mit irref\u00fchrenden Variablenbezeichnern wie bei Breton.<br>Selber neige ich zumindest inzwischen zu Shakespeare, denke ich, und meine Sch\u00fcler zu Breton.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Sollten Sch\u00fcler Lehrer m\u00f6gen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Andreas Kalt stellt die spannende Frage: <a href=\"http:\/\/www.rete-mirabile.net\/lernen\/sollten-schueler-lehrer-moegen\">Sollten Sch\u00fcler Lehrer m\u00f6gen?<\/a> Darin verlinkt ist ein Blogartikel von Michael Kaechele. Dessen Meinung, die Andreas teilt: ja. <a href=\"http:\/\/inquiryblog.wordpress.com\/2012\/08\/07\/should-i-care-if-my-students-like-me\/\">&#8222;Our first job as educators is to build relationships with students. How can students learn from or with us if they do not like us?&#8220;<\/a> Wenn ich an meine eigene Schulzeit denke: Ich kann mich auf jeden Fall besser an den Unterricht <em>erinnern<\/em> bei Lehrern, die ich gemocht habe. Hei\u00dft das, dass ich da auch mehr gelernt habe? Allerdings kann ich mich auch gar nicht an Lehrer erinnern, die ich nicht gemocht h\u00e4tte. Vermutlich gab es keine solchen; ich war nicht anspruchsvoll. Gemerkt habe ich mir ohnehin vor allem Anekdotisches, also alles, was mit Geschichten verbunden war &#8211; unabh\u00e4ngig davon, wie ich zum Lehrer stand. Verehrt habe ich zwei Lehrer.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass Sch\u00fcler gerne zur Schule gehen sollten, und dass dazu unter anderem geh\u00f6rt, dass sie die mindestens ein paar Lehrer m\u00f6gen. Ich glaube nicht, dass es der Freude an der Schule Abbruch tut, wenn viele Lehrer dabei sind, die den Sch\u00fclern v\u00f6llig egal sind. Ich glaube auch nicht, dass man bei solchen Lehrern weniger lernt. Es sollte aber auf keinen Fall so sein, dass Sch\u00fcler Lehrer aktiv nicht m\u00f6gen; dann lernt man schlecht.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;But I do believe that teachers should get to know students personally,&#8220; schreibt Kaechele. Wei\u00df nicht. Mich hat keiner gekannt, und das war v\u00f6llig in Ordnung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Sch\u00fcler Blogs lesen lassen<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch bei Andreas Kalt (zefix, die anderen schreiben gerade alle viel Interessanteres als ich): <a href=\"http:\/\/www.rete-mirabile.net\/lernen\/horizonterweiterung-und-berufsorientierung-mit-blogs\">Horizonterweiterung und Berufsorientierung mit Blogs.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausgangsgedanke war, dass Andreas&#8216; berufliche Weiterbildung zu einem Gro\u00dfteil auf Blogs zum Thema Bildungs basiert. Meine \u00fcbrigens auch. Er erkl\u00e4rte seinen Sch\u00fclern das Konzept <em>personal learning network<\/em> und gab ihnen sechs Wochen Zeit, Blogs zum eigenen Interessensgebiet zu verfolgen. Hintergrundwissen: Blog, Blogroll, RSS.<br>Nach diesem Projekt hat Andreas die Sch\u00fcler dazu befragt; nun ver\u00f6ffentlicht er die Antworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das habe ich bisher nur mal im Informatik-Kurs gemacht, aber eigentlich geh\u00f6rt das auch in meine n\u00e4chste Deutsch-Oberstufe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(5 Kommentare.) 1. Blogparade Eine Blogparade: Da schreiben viele Blogger zu einem Thema und verlinken ihre Beitr\u00e4ge zentral. Ausgerufen hat Herr Larbig das Thema Reflektierende Praktiker: Wie sieht f\u00fcr mich als Praktiker meine routinem\u00e4\u00dfige Reflexion des Unterrichts aus? Schon viele Lehrende haben daran teilgenommen. 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