{"id":56341,"date":"2023-05-13T18:12:05","date_gmt":"2023-05-13T16:12:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=56341"},"modified":"2023-05-31T14:13:23","modified_gmt":"2023-05-31T12:13:23","slug":"john-myers-myers-the-moons-fire-eating-daughter-und-mehr-sumerisches-als-man-vielleicht-erwartet-haette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/05\/john-myers-myers-the-moons-fire-eating-daughter-und-mehr-sumerisches-als-man-vielleicht-erwartet-haette.htm","title":{"rendered":"John Myers Myers, The Moon&#8217;s Fire-Eating Daughter (und mehr Sumerisches, als man vielleicht erwartet h\u00e4tte)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/05\/john-myers-myers-the-moons-fire-eating-daughter-und-mehr-sumerisches-als-man-vielleicht-erwartet-haette.htm#comments'>4 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der gr\u00f6\u00dfere Vorl\u00e4ufer: John Myers Myers, <em>Silverlock<\/em> (1949)<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Silverlock<\/em> ist das bekannteste Buch von John Myers Myers. Es ist nicht <em>sehr <\/em>bekannt, hat aber da oder dort einen gewissen Kultstatus. Ich habe es 1984 oder 1985 gelesen, in der ersten und bislang wohl einzigen deutschen Ausgabe, \u00fcbersetzt von Annette von Charpentier und Helmut W. Pesch, als Bastei-L\u00fcbbe-Taschenbuch unter dem Titel <em>Die Insel Literaria<\/em>. Vielleicht habe ich es noch einmal gelesen, sicher dann aber im Februar 2001, und da hat es mir sehr gut gefallen, besser als zuvor. Es ist aber ein bisschen allegorisch.<\/p>\n\n\n\n<p>In <em>Silverlock<\/em> verschl\u00e4gt es den sehr unpoetischen A. Clarence Shandon, seines Zeichens Betriebswirtschaftler mit Magisterabschluss (ja, das ist Thema) nach einem Schiffbruch auf eine Insel, die bev\u00f6lkert ist von Figuren der Weltliteratur. Er erkennt nat\u00fcrlich keine davon. Im Nachwort bemerkt Helmut W. Pesch, dass selbst die beiden \u00dcbersetzerInnen, &#8222;zwei gestandene Doktoren der Philosophie&#8220;, nicht alle Anspielungen entschl\u00fcssen konnten, und nennt als Beispiel das vierstrophiges Lied eines Anglers (aus: <em>The Compleat Angler<\/em> von Izaak Walton), in dem sie die Anspielungen der zweiten Strophe nicht zuordnen k\u00f6nnen. Die scheint aber auch schwierig zu sein: In dieser seit mindestens 2001 kaum ver\u00e4nderten Webseite zu <em>Silverlock<\/em> ist <a href=\"http:\/\/anitra.net\/commonwealth\/river.html\">das Lied mit Anmerkungen versehen<\/a> &#8211; Strophe 1 geh\u00f6rt zu Cuchulainn, Strophe 3 ist Tennyson, Strophe 4 ist Nibelungenstoff. Aber auch da steht zur Strophe 2 nicht viel, nur dass der dort genannte &#8222;angler&#8220; eben der von Walton sein soll. Wird schon so sein, aber eine passende Episode habe ich dort nicht gefunden. Hm.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls ist <em>Silverlock<\/em> ein Buch, \u00fcber das ich mal mehr schreiben m\u00fcsste. Aber erst einmal wiederlesen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"409\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/myers_silverlock.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-56063\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/myers_silverlock.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/myers_silverlock-300x175.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/myers_silverlock-150x88.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der sp\u00e4te Nachfolger: John Myers Myers, <em>The Moon&#8217;s Fire-Eating Daughter<\/em> (1981)<\/h2>\n\n\n\n<p>Zumindest urspr\u00fcnglich wurde dieses Buch wohl als Fortsetzung zu <em>Silverlock<\/em> vermarktet; es \u00e4hnelt diesem aber lediglich hinsichtlich Thema und Pr\u00e4sentation. Es ist leider nicht so gut, mir dann aber vor allem in der zweiten H\u00e4lfte doch ans Herz gewachsen, auch, aber nicht nur, aufgrund der schieren Frechheit, so etwas \u00fcberhaupt zu schreiben. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Protagonist ist ein Akademiker, wenn auch kein gar so trockener. Er trinkt jedenfalls gerne und scheint an seiner akademischen Laufbahn und auch seinem Fachgebiet nicht besonders interessiert. Zwar wird er von Venus (nur einer ihrer vielen Namen) ohne eigenes Zutun dienstverpflichtet, aber er wehrt sich auch nicht besonders dagegen. Seine Aufgabe: Er soll f\u00fcr Venus <em>The Road <\/em>besuchen und einen \u00dcberblick verschaffen. <em>The Road:<\/em> das ist quasi die Kulturgeschichte der Literatur. Auf ihr soll der Protagonist selber zum Autor werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Er beginnt seine Reise im vorschriftlichen und vorst\u00e4dtischen Sumer, dann werden Religion, St\u00e4dte, Schrift, Priesterschaft erfunden, dazwischen die Sintflut; die Handlung wechselt nach Babylon und andere Orte der Antike. Immer wieder begegnet Venus dem Protagonisten, unter wechselnen Namen und Gestalten &#8211; es ist ein bisschen unelegant, dass es sozusagen fast nur eine Frau im Buch gibt, als w\u00e4ren die ja eh alle im Prinzip gleich:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Venus equals Ininni, Ishtar, Atargatis, Astarte, Anahita, Aphrodite, Lakshmi, Dione, Morgan, Freya, Niam, Nimue and two or three others I missed. Different names for always the same beauty and intelligent devilment, so she\u2019s always at home everywhere.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem gibt es als Konstante den Gott der Weisheit, den der Protagonist ganz am Anfang noch als Menschen kennengelernt hat &#8211; Nebo, Nabu, Merkur. Vor allem trifft der Protagonist immer wieder auf wechselnde, diesmal nicht: Figuren der Literatur, sondern: Autoren aus der Weltliteratur (und nur sehr, sehr gelegentlich auf Autorinnen). Die sitzen v\u00f6llig anachronistisch zusammen und unterhalten sich, gerne bei einem guten Tropfen, \u00fcber literaturtheoretische Fragen. Hesiod, Thjodolph, Amergin, John Mandeville, Walter Map, Jean J. [Rousseau], William [Wordsworth] and Walt [Whitman], &#8222;&#8218;Kiss and Weep\u2019 Hal; as Heine was known in the Magpie\u2019s Nest&#8220;, Marcel \u2018Saloon Boy\u2019 Proust, Anton \u2018Snowshoe\u2019 Chekov. Fred Schiller, Sam T. Coleridge.<\/p>\n\n\n\n<p>In <em>Silverlock<\/em> macht der Protagonist eine Entwicklung durch, und zwar eine komplexere als lediglich die erwartbare, dass er die Freuden der Literatur f\u00fcr sich entdeckt. In <em>The Moon&#8217;s Fire-Eating Daugher<\/em> gibt es keine erkennbare Entwicklung, vor allem ist der Protagonist souver\u00e4ner, aber auch flacher, als Silverlock; er kennt und versteht die literarischen Anspielungen, denen er begegnet. Gleichzeitig trifft er keine Entscheidungen, muss auch keine treffen; er schaut zu und denkt sich nicht viel dabei, w\u00e4hrend <em>the Road<\/em> halt um ihn herum abl\u00e4uft. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch sprachlich ist das Buch ein wenig sperrig, aber das halt wieder auf interessante Weise. Die Sprechart aller Personen ist durchgehend umgangssprachlich, und zwar in einem zumindest teilweise selbst erfundenen <em>hardboiled noir jargon<\/em>, der selbst schon nicht immer ganz leicht zu verstehen ist, hier in einer Bar-Szene:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;A-a-h!&#8220; This last was said to the whisper of water I\u2019d seen Tim [the barkeep] sprinkle on a Bourbon bonfire with three logs in it. Hornspoon put it half out with the grace of an old smokeater, then faced me again. [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Stamping out the ashes and shoving his glass up for rekindling, my new friend opened his book to me.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ist kein Slang, dem ich je begegnet bin. Gemeint: Der Barkeeper Tim hat etwas Soda auf das Glas Whiskey mit drei Eisw\u00fcrfeln darin gespritzt. Der Gast namens Hornspoon leert das Glas und m\u00f6chte es dann nachgef\u00fcllt haben. Ein &#8222;smoke-eater&#8220; ist  jemand von der Feuerwehr. Sonnenklar? Und wenn dann in dieser Sprache nicht \u00fcber Bourbon, sondern \u00fcber \u00fcber alte keltische Dichter gefachsimpelt wird, dann macht es das nicht leichter.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein paar Beispiele: Da kocht jemand (Taliesin) ein Welsh Rarebit. (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/09\/wieviel-aufwand-man-mit-einem-warmen-kaesebrot-treiben-kann.htm\">Blogeintrag. <\/a>Gott, wof\u00fcr man schon alles Blogeintr\u00e4ge hat.) &#8222;As the chef then yelled that the rabbit had come of age&#8220; hei\u00dft, dass der jetzt fertig gekocht ist. Nach einem philosophischen Gespr\u00e4ch \u00fcber ideale K\u00f6rper und Fl\u00fcssigkeiten hei\u00dft es: &#8222;While separating an ideal liquid from an ideal solid container, I framed my next query.&#8220; &#8211; Gemeint ist wieder das Trinken von Alkohol aus einem Krug. Literarischer und im Kontext tats\u00e4chlich gut verst\u00e4ndlich ist: &#8222;Then I don&#8217;t have to tell you what a boo-boo old Maro pulled when he let Dido in his <em>Aeneid.<\/em>&#8220; Oder: &#8222;&#8218;A real queen like Dido was no one that should have been laid on a horse blanket spread in a cave,'&#8220; Arion disapproved. &#8218;That&#8217;s the sort of thing I could josh about in my dithyrambs that Periander angeled at Corinth, but raw stuff like that is out of place in an epic.'&#8220; Alles klar.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende gibt es eine \u00fcberst\u00fcrzte improvisierte Vorlesung zur\u00fcck an der Uni. Der Protagonist kriegt einen Lehrstuhl f\u00fcr &#8222;Literary Geography&#8220; und ein Freisemester, um das Textbook f\u00fcr den ersten Kurs zu schreiben. Das war irgendwie auch das Ziel von Venus-Inanna. Davor hat noch Apollon den Zustand der Weltliteratur beklagt, der Protagonist ihn aber von der wissenschaftlichen Seite getr\u00f6stet mit dem Gedanken, dass die Arch\u00e4ologie und Geschichtswissenschaft ja jetzt all die vergessenen Texte wiederentdeckt und zug\u00e4nglich gemacht hat, die vergessen waren. Jetzt stehe das antike Griechenland nicht mehr am Anfang, sondern in der Mitte der <em>Road<\/em> steht, klar, eine Umorientierung, aber ein Gewinn f\u00fcr alle. Goethe stimmt ihm zu.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Exkurs 1: Der Beitrag des Protagonisten zur Literatur<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht allzuweit vom Ende des Buches entfernt verfasst der Protagonist endlich sein erstes Werk. Er pr\u00e4sentiert es auf einem Eisteddfod, in Troja, ohne Hoffnung auf einen Preis; immerhin geh\u00f6ren zu den anderen Vortragenden namhafte Dichter. Aber er schl\u00e4gt sich ordentlich und ist damit endlich anerkannter und akzeptierter Reisender auf <em>the Road.<\/em> Der Inhalt seines epischen Gedichts ist ihm schon l\u00e4nger klar; nur mit der Form haderte er. Er findet dann aber doch die richtigen Worte, wobei ihm die Muse Calliope hilft:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Or if I tripped into bombast,&nbsp;she\u2019d kid me out of it.&nbsp;&#8222;No, that\u2019s a glitterbug,&#8220; I remember she once told me. &#8222;Throw the crawly thing away before anybody finds that on you, It.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Inhalt seines schon einigerma\u00dfen umfangreichen Gedichts ist die Nacherz\u00e4hlung einer Episode aus dem fr\u00fchen Teil der Handlung, dort nur knapp erw\u00e4hnt. Und zwar geht es darin darum, wie der Protagonist der G\u00f6ttin Inanna, der fr\u00fchen sumerischen Inkarnation der titelgebenden Mondtochter, dabei hilft, die nach der Sintflut verloren gegangenen <em>Mes<\/em> (Singular <em>Me<\/em>) dem Gott Enki zu stehlen und den Menschen zu bringen. Enki verwahrt sie und soll sie wohl nach und nach den Menschen austeilen, macht das aber nicht, oder jedenfalls nicht schnell genug f\u00fcr Inanna. Enki betrinkt sich, Inanna bleibt n\u00fcchtern, und luchst Enki die <em>Mes<\/em> ab. Trotz Verfolgung am n\u00e4chsten Morgen im geklauten Himmelsschiff bleibt Inanna die Siegerin. Das ist der Inhalt des Mythos von Inanna und Enki, siehe die <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Enki#Enki_and_Inanna\">englischsprachige Wikipedia zu diesem<\/a>. Die deutsche ist da weniger hilfreich und enth\u00e4lt etliche Unstimmigkeiten, Details in den Fu\u00dfnoten unten; ich befinde mich dazu gerade in Gespr\u00e4chen auf der Diskussionsseite.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Exkurs 2: Der Mythos von Inanna und Enki, und die <em>Mes <\/em>in der sumerischen Mythologie<\/h3>\n\n\n\n<p>Inanna bringt also die <em>Mes<\/em> von Enki und der Stadt Eridu zu den Menschen, genauer nach Uruk. Deuten kann man das als einen \u00dcbergang bei der Vorrangstellung des \u00e4lteren Heiligtums Eridu auf die j\u00fcngere Stadt Uruk. Und was diese Mes sind, das wei\u00df ich neben den Ereignissen in <em>The Moon&#8217;s Fire-Eating Daughter<\/em> nur <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Me_(mythology)\">aus der englischen Wikipedia<\/a> und aus Ausschnitten aus dem Originaltext, mag also alles falsch sein. Aber was da steht, ist schon interessant.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Mes<\/em> werden nie genau beschrieben, aber es scheint sich um konkrete Objekte zu handeln, die die Ladung von Inannas Schiff ausmachen. Allerdings repr\u00e4sentieren diese <em>Mes<\/em>, hm, zivilisatorische Errungenschaften, viele davon positiv, manche auch weniger. Das erinnert mich sehr an Pandoras Kiste. Das Me, um das es in <em>The Moon&#8217;s Fire-Eating Daughter<\/em> am meisten geht, ist das der Schreibkunst &#8211; solange die nicht erfunden ist, kann der Protagonist schlie\u00dflich kein ordentlicher Dichter werden. Andere Mes sind etwa Technologien wie &#8222;Korbflechten&#8220; oder &#8222;Metallarbeiten&#8220;. Abstraktere sind &#8222;Heldentum&#8220;, &#8222;Weisheit&#8220; oder &#8222;die Zerst\u00f6rung von St\u00e4dten&#8220;. Es gab wohl mehr als hundert Mes, erhalten sind nur gut sechzig, hier zitiert <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Me_(mythology)\">nach Wikipedia<\/a> (im Original: Samuel Noah Kramer):<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-corecolumns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<ol class=\"has-small-font-size wp-block-list\">\n<li><em>EN<\/em>ship<\/li>\n\n\n\n<li>Godship<\/li>\n\n\n\n<li>The exalted and enduring crown<\/li>\n\n\n\n<li>The throne of kingship<\/li>\n\n\n\n<li>The exalted sceptre<\/li>\n\n\n\n<li>The royal insignia<\/li>\n\n\n\n<li>The exalted shrine<\/li>\n\n\n\n<li>Shepherdship<\/li>\n\n\n\n<li>Kingship<\/li>\n\n\n\n<li>Lasting ladyship<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;Divine lady&#8220; (a priestly office)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Ishib<\/em> (a priestly office)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Lumah<\/em> (a priestly office)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Guda<\/em> (a priestly office)<\/li>\n\n\n\n<li>Truth<\/li>\n\n\n\n<li>Descent into the nether world<\/li>\n\n\n\n<li>Ascent from the nether world<\/li>\n\n\n\n<li><em>Kurgarra<\/em> (a eunuch, or, possibly, ancient equivalent to modern concepts of androgyne or transgender)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Girbadara<\/em> (a eunuch)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Sagursag<\/em> (a eunuch, entertainers related to the cult of Inanna)<\/li>\n\n\n\n<li>The battle-standard<\/li>\n\n\n\n<li>The flood<\/li>\n\n\n\n<li>Weapons (?)<\/li>\n\n\n\n<li>Sexual intercourse<\/li>\n\n\n\n<li>Prostitution<\/li>\n\n\n\n<li>Law (?)<\/li>\n\n\n\n<li>Libel (?)<\/li>\n\n\n\n<li>Art<\/li>\n\n\n\n<li>The cult chamber<\/li>\n\n\n\n<li>&#8222;hierodule of heaven&#8220;<\/li>\n\n\n\n<li><em>Guslim<\/em> (a musical instrument)<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<ol start=\"32\" class=\"has-small-font-size wp-block-list\">\n<li>Music<\/li>\n\n\n\n<li>Eldership<\/li>\n\n\n\n<li>Heroship<\/li>\n\n\n\n<li>Power<\/li>\n\n\n\n<li>Enmity<\/li>\n\n\n\n<li>Straightforwardness<\/li>\n\n\n\n<li>The destruction of cities<\/li>\n\n\n\n<li>Lamentation<\/li>\n\n\n\n<li>Rejoicing of the heart<\/li>\n\n\n\n<li>Falsehood<\/li>\n\n\n\n<li>Art of metalworking<\/li>\n\n\n\n<li>Scribeship<\/li>\n\n\n\n<li>Craft of the smith<\/li>\n\n\n\n<li>Craft of the leatherworker<\/li>\n\n\n\n<li>Craft of the builder<\/li>\n\n\n\n<li>Craft of the basket weaver<\/li>\n\n\n\n<li>Wisdom<\/li>\n\n\n\n<li>Attention<\/li>\n\n\n\n<li>Holy purification<\/li>\n\n\n\n<li>Fear<\/li>\n\n\n\n<li>Terror<\/li>\n\n\n\n<li>Strife<\/li>\n\n\n\n<li>Peace<\/li>\n\n\n\n<li>Weariness<\/li>\n\n\n\n<li>Victory<\/li>\n\n\n\n<li>Counsel<\/li>\n\n\n\n<li>The troubled heart<\/li>\n\n\n\n<li>Judgment<\/li>\n\n\n\n<li>Decision<\/li>\n\n\n\n<li><em>Lilis<\/em> (a musical instrument)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Ub<\/em> (a musical instrument)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Mesi<\/em> (a musical instrument)<\/li>\n\n\n\n<li><em>Ala<\/em> (a musical instrument)<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>In einer englischen \u00dcbersetzung des Mythos hei\u00dft es: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Holy Inana received heroism, power, wickedness, righteousness, the plundering of cities, making lamentations, rejoicing. &#8222;In the name of my power, in the name of my abzu, I will give them to holy Inana, my daughter&#8220; [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Holy Inana received the craft of the carpenter, the craft of the coppersmith, the craft of the scribe, the craft of the smith, the craft of the leather-worker, the craft of the fuller, the craft of the builder, the craft of the reed-worker.<\/p>\n<cite>Inana and Enki, Segment D, <a href=\"https:\/\/etcsl.orinst.ox.ac.uk\/cgi-bin\/etcsl.cgi?text=t.1.3.1&amp;charenc=j#\"><em>Electronic Text Corpus of Sumerian Literature (ETCSL)<\/em><\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und diese sch\u00f6ne Liste an Fertigkeiten hat mich an Computer- und Brettspiele erinnert, die just zu jener Zeit und an jenem Ort spielen, oder zumindest dort beginnen. Die sumerischen <em>Mes<\/em> spielen au\u00dferdem in <em>Snow Crash<\/em> von Neal Stephenson eine Rolle, das Buch habe ich aber nicht gelesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Exkurs 3: Im Computer- und Brettspiel<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein ber\u00fchmter Computerspiel-Klassiker ist das bahnbrechende <em>Civilization<\/em> von Sid Meier (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sid_Meier%E2%80%99s_Civilization\">Wikipedia<\/a>). Man beginnt als kleine Siedlung 4000 v. Chr., kann nach und nach forschen und Erfindungen machen &#8211; erst wenn man das Rad erfunden hat, kann man den Streitwagen erfinden, und so weiter, und das geht von der Bronzezeit bis in die n\u00e4here Zukunft; die letzte Erfindung ist die Kernfusion.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization_technologiebaum.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-56176\" width=\"700\" height=\"517\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization_technologiebaum.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization_technologiebaum-300x222.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization_technologiebaum-150x111.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sub>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Civilization_Technologiebaum.svg<\/sub><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Civilization <\/em>gilt das erste (Computer-)Spiel mit so einem Technologiebaum, der danach f\u00fcr viele andere Spiele abgewandelt wurde. Hier ein Ausschnitt aus dem Anfang des Technologiebaums von FreeCiv:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/Freeciv-2.1.8_technology_tree_ausschnitt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"604\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/Freeciv-2.1.8_technology_tree_ausschnitt-700x604.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-56180\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/Freeciv-2.1.8_technology_tree_ausschnitt-700x604.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/Freeciv-2.1.8_technology_tree_ausschnitt-300x259.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/Freeciv-2.1.8_technology_tree_ausschnitt-150x129.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/Freeciv-2.1.8_technology_tree_ausschnitt.png 822w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Freeciv-2.1.8_technology_tree.png<br>Freeciv is Copyright 1996 by A. Kjeldberg, L. Gregersen, and P. Unold<br><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/en:GNU_General_Public_License\">GNU General Public License<\/a> ab Version 2<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich erinnere mich noch an ein Treffen bei Hermann Ritter in Darmstadt, vielleicht 1984, wo wir mit fremden Leuten <em>Civilization<\/em> spielten. Nicht das von Sid Meier (1991), und nicht das Brettspiel <em>Sid Meier&#8217;s Civilization: The Board Game<\/em> (2010), sondern das Brettspiel <em><a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/boardgame\/71\/civilization\">Civilization<\/a><\/em> von Francis Tresham (1980):<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"376\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization-700x376.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56183\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization-700x376.jpg 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization-300x161.jpg 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization-150x81.jpg 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/civilization.jpg 998w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/3.0\/\">CC-BY 3.0<\/a> Autor: W. Eric Martin. Source: <a href=\"https:\/\/boardgamegeek.com\/image\/4021507\/civilization\">https:\/\/boardgamegeek.com\/image\/4021507\/civilization<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Klassiker, und elend lang, aber es hat mir ein Modell der Entwicklung menschlicher Kulturen gezeigt, das mich bis heute pr\u00e4gt. (Wie gut das Modell ist, das kann ich nicht beurteilen.) Es gilt als das erste Spiel, das so einen Technologie-Entwicklungsbaum enth\u00e4lt: Wer &#8222;Weberei&#8220; entwickelt, kriegt Bonuspunkte auf andere Fertigkeiten, und die eigenen Schiffe haben damit eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite, weil klar: Segel. &#8222;T\u00f6pferei&#8220; verringert die negativen Auswirkung von Hungersn\u00f6ten. &#8222;Schrift&#8220; verhilft einem zu Punkten Richtung Demokratie, Gesetzgebung, Philosophie, und wenn man &#8222;Demokratie&#8220; errungen hat, verringert das die negativen Auswirkungen von B\u00fcrgerkrieg und Aufst\u00e4nden. Wie gesagt, ein Modell.<\/p>\n\n\n\n<p>Und der Grund f\u00fcr diesen ganzen Exkurs ist schlicht der, dass mich diese <em>Mes,<\/em> und ihr Raub und Verteilen doch echt sehr an diese Technologieb\u00e4ume erinnern &#8211; auch wenn, zugegeben, die <em>Mes<\/em> nicht hierarchisiert zu sein scheinen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00c4hnliche Werke<\/h2>\n\n\n\n<p><em>The Moon\u2019s Fire-Eating Daughter<\/em> ist aus dem Jahr 1981, erinnert mich aber an fr\u00fchere Zeiten. (Oder an mein eigenes <em>magnum opus<\/em> aus dem Jahr 1983, aber das hatte \u00e4hnlich alte Vorbilder.) Prosaische Normalmenschen, die mit \u00fcberkandidelten \u00fcbernat\u00fcrlichen Gestalten zu k\u00e4mpfen haben, gibt es bei den Topper-Romanen von Thorne Smith (der erste 1937 verfilmt mit Gary Grant, etliche Fortsetzungen) oder bei seinem <em>The Night Life of the Gods<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2010\/12\/thorne-smith-the-night-life-of-the-gods.htm\">Blogeintrag<\/a>). Alkohol und Phantastik gibt es bei <em>Mein Freund Harvey,<\/em> und bei den <em>Geschichten aus Gavagan&#8217;s Bar<\/em> von L. Sprague de Camp and Fletcher Pratt. Von den letzten beiden gibt es eine Reihe von Erz\u00e4hlungen aus der Enchanter-Reihe (<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_Mathematics_of_Magic:_The_Enchanter_Stories_of_L._Sprague_de_Camp_and_Fletcher_Pratt\">Wikipedia<\/a>), auf deutsch unter dem Stichwort &#8222;Mathe-Magie&#8220; zu finden: Da unternehmen Psychologen aus unserer Welt Abenteuer-Exkursionen in literarische Parallelwelten &#8211; germanische und irische Mythologie, The Faerie Queene, Der rasende Roland, Kalevala, Oz und Barsoom. (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2008\/04\/nesfa-press-science-fiction-von-frueher.htm\">Kurze Erw\u00e4hnung in Blogeintrag.<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fu\u00dfnoten<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Trivia<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerade gesehen, dass Myers 1976 eine Biographie von Hugh Glass geschrieben hat, dessen Geschichte in <em>The Revenant<\/em> nach einer Romanvorlage verfilmt wurde. Myers hat etliche Sachb\u00fccher zum Westen geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Datenbank-Problem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Blog l\u00e4sst mich leider keine Unicode-Keilschrift speichern, und das andere, das ich verwalte, auch nicht. Die Datenbank ist einmal MariaDB, einmal MySQL, beim einen kriege ich eine Fehlermeldung, beim anderen nicht &#8211; so oder so, es wird nicht gespeichert. Der Typ ist MyISAM, die Kollation wohl utf8_general_ci &#8211; ist da jemand, dem das genug sagt, um mir sagen zu k\u00f6nnen, ob das etwas damit zu tun hat? Keilschrift gibt es in Unicode seit 5.0.0, was auch immer das hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wikipedia<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der englischen Wikipedia gibt es den <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Enki#Enki_and_Inanna\">Mythos von Enki und Inanna<\/a>, wie oben beschrieben, mit dem Diebstahl der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Me_(mythology)\">Mes<\/a>. Au\u00dferdem gibt es dort einen Eintrag zur <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Tablet_of_Destinies_(mythic_item)\">Tablet of Destinies<\/a>, eine Keilschrift-Tontafel, die dem Gott Enlil seine Autorit\u00e4t als Herrscher verleiht; nach einem anderen Text ist Enki deren Besitzer. In zwei Geschichten geht es um den Diebstahl dieser Tafel durch den einen oder anderen magischen Vogel; am Ende kehrt die Tafel zum urspr\u00fcnglichen Besitzer zur\u00fcck. Bei der englischen Wikipedia sehe ich keinen Zusammenhang zwischen dieser Tafel der Schicksale und den Mes. <\/p>\n\n\n\n<p>In der <em>deutschen<\/em> Wikipedia steht am <em>Anfang<\/em> des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Inanna_und_Enki\">Artikels zu Enki und Inanna<\/a>, der so gut wie keine Belege hat, dass es im Mythos um den Raub der &#8222;Schicksalstafeln <em>ME&#8220;<\/em> geht. (Das mit der Gro\u00dfschreibung und <em>vielleicht<\/em> dem Kursiven ist ein Transkriptionsartefakt, zumindest kennt die Keilschrift-Transkription so etwas.) Verlinkt ist dazu der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schicksalstafeln\">Eintrag zu den Schicksalstafeln<\/a>, der sich weitgehend mit der englischen Wikipedia deckt, nur dass hier von Tafeln im Plural die Rede ist. Um die Mes geht es auch in diesem Artikel nicht. In der ersten Fassung der Mythos-Seite ist aber auch gar nicht von den Schicksalstafeln die Rede, sondern von den &#8222;Weisheitstafeln <em>ME&#8220;<\/em>. Irgend jemand hat das sp\u00e4ter zu den &#8222;Schicksalstafeln&#8220; ge\u00e4ndert, was mir schlichtweg falsch zu sein scheint. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch bei den &#8222;Weisheitstafeln <em>ME&#8220;<\/em> oder &#8222;Weisheitstafeln der <em>ME&#8220;<\/em> bin ich skeptisch. Im Originaltext von <a href=\"https:\/\/etcsl.orinst.ox.ac.uk\/cgi-bin\/etcsl.cgi?text=t.1.3.1&amp;charenc=j#\">Enki und Inanna<\/a> werden die Mes mehrfach aufgez\u00e4hlt, und nirgendwo ist von Tafeln die Rede, nur von den abstrakten oder konkreten Repr\u00e4sentationen, mit denen Inanna davongesegelt ist:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Where are the noble sceptre, the staff and crook, the noble dress, shepherdship, kingship?&#8220; &#8222;My master has given them to his daughter.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das sollen Tafeln sein? Allerdings werden auch auf <a href=\"https:\/\/www.godchecker.com\/mesopotamian-mythology\/TABLET-OF-DESTINIES\/\">Pop-Mythologie-Seiten wie dieser<\/a> die Tafel(n) der Schicksale mit der Liste der Mes verschmolzen. (&#8222;To conflate&#8220; gibt es leider nicht so sch\u00f6n auf Deutsch.) Ich bleibe dran, hab mir mal Fachliteratur bestellt. Die eine Quelle dazu im Enki-Artikel ist schon einmal a) falsch und b) wenn man doch die richtige findet, steht da nichts von Tafeln:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Inanna kommt zu Enki nach Eridu und bet\u00f6rt ihn mit Bier und ihrer Sch\u00f6nheit. Als Enki volltrunken ist und er ihr 14 W\u00fcnsche auf den Weg mitgibt, schreiben sich diese W\u00fcnsche in die Schicksalstafeln ein und erm\u00f6glichen es Inanna, diese mitzunehmen. Als Enki wieder zur Besinnung kommt und den Betrug bemerkt, schickt er seine D\u00e4monen Inanna nach, doch Inanna kann den D\u00e4monen glaubhaft machen, dass sie nun die legitime Besitzerin der Schicksalstafeln ist. Enki gibt sich geschlagen und verk\u00fcndet, dass die Weisheitstafeln von nun an in Uruk, Inannas Stadt, bleiben sollen.[6]<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enki#Enki_und_Inanna\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enki#Enki_und_Inanna<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Quelle [6] ist die falsche, aber die echte l\u00e4sst sich eruieren; dort steht nichts von Tafeln und nichts von 14 W\u00fcnschen oder, wie es auch hei\u00dft, 14 W\u00fcnschen, die auf Tafeln geschrieben wurden. Dafuq?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(4 Kommentare.) Der gr\u00f6\u00dfere Vorl\u00e4ufer: John Myers Myers, Silverlock (1949) Silverlock ist das bekannteste Buch von John Myers Myers. Es ist nicht sehr bekannt, hat aber da oder dort einen gewissen Kultstatus. Ich habe es 1984 oder 1985 gelesen, in der ersten und bislang wohl einzigen deutschen Ausgabe, \u00fcbersetzt von Annette von Charpentier und Helmut [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":56063,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[224,310,272,264],"class_list":["post-56341","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-buecher","tag-buecher","tag-john-myers-myers","tag-mythologie","tag-phantastik"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/myers_silverlock.png","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56341"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56980,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56341\/revisions\/56980"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}