{"id":56781,"date":"2023-05-29T08:03:33","date_gmt":"2023-05-29T06:03:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=56781"},"modified":"2023-06-09T08:09:23","modified_gmt":"2023-06-09T06:09:23","slug":"lehnerich-der-und-fundsachen-beim-aufraeumen-im-blog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/05\/lehnerich-der-und-fundsachen-beim-aufraeumen-im-blog.htm","title":{"rendered":"Lehnerich, der (und Fundw\u00f6rter beim Aufr\u00e4umen im Blog)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/05\/lehnerich-der-und-fundsachen-beim-aufraeumen-im-blog.htm#comments'>9 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Neulich beim Lesen gefunden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Wenn Er bei Tage so hier s\u00e4\u00dfe, w\u00fcrde ich glauben, Er sei ein Lehnerich, so ein Tagedieb, der sich an die H\u00e4user lehnt, damit er nicht umf\u00e4llt vor Faulheit.&#8220;<\/p>\n<cite>Clemens Brentano, &#8222;Geschichte vom braven Kasperl und dem sch\u00f6nen Annerl&#8220;<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Wort! Die Idee des Herumlehnens, etwa an Laternenmasten, als Ausdruck von Nichtsnutzigkeit gibt es wohl allgemein, etwa bei Tom Waits:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>It&#8217;s fast women, slow horses,<br>I&#8217;m reliable sources<br>and I&#8217;m holding up a lamp post<br>if you want to know<\/p>\n<cite>Tom Waits, &#8222;Jitterbug Boy&#8220;<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In einem Lied, das in der Version von George Formby bekannt ist, hier auch vom Ukulele Orchestra of Great Britain (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZKF_BLVFiME\">Youtube<\/a>), ist das sogar klar verd\u00e4chtig:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>I&#8217;m leaning on a lamp, maybe you think, I look a tramp<br>Or you may think I&#8217;m hanging &#8218;round to steal a motor-car<\/p>\n<cite>Noel Gay, &#8222;Leaning on a Lamp-post&#8220; (bekannt in der Version von George Formby)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Texas Jim <a href=\"https:\/\/fnordon.de\/@texasjim\/110377735248356138\">weist auf Mastodon<\/a> auf das schw\u00e4bische &#8222;Loiner&#8220; hin, von &#8222;loina (lehnen, herumlehnen)&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch schon das Herumstehen alleine, ohne sich dabei anzulehnen, ist unb\u00fcrgerlich. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eckensteher_Nante\">Wikipedia kennt einen historischen Eckensteher.<\/a> Man muss dabei allerdings unterscheiden zwischen &#8222;Standing at the Crossroads&#8220; (siehe Elmore James, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dSWVfx39UIs\">Youtube<\/a>, basierend auf &#8222;Cross Road Blues&#8220; von Robert Johnson: hochdramatisch) und &#8222;Standing At the Corner (watching all the girls go by)&#8220; (Frank Loesser, bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vvXq6y_8PFQ\">Youtube<\/a> in einer Version von Dean Martin: typische Eckensteherei).<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Got no time for the corner boys<br>Down in the street makin&#8216; all that noise<\/p>\n<cite>Tom Waits, &#8222;Jersey Girl&#8220;<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><em>Erg\u00e4nzung via <a href=\"https:\/\/www.buddenbohm-und-soehne.de\/2023\/05\/29\/waehrenddessen-in-den-blogs-ausgabe-29-5-2023\/\">Buddenbohm &amp; S\u00f6hne<\/a>: Der Song &#8222;Eckensteher&#8220; von Nils Koppruch und Fink, <a href=\"https:\/\/www.franzdobler.de\/2012\/10\/22\/nils-koppruch-3\/\">Text hier<\/a>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fundsachen aus alten Blogeintr\u00e4gen<\/h4>\n\n\n\n<p>Ich r\u00e4ume gerade mein Blog auf: Anlass ist das Umstellen alter Beitr\u00e4ge auf Gutenberg-Blocks, das ist so eine WordPress-Formatierungssache, hat Vor- und Nachteile, aber zumindest ist es vereinheitlichtlicht es meinen Code. Die fr\u00fchen Beitr\u00e4ge waren ja noch Movable Type, dann importiert nach und umgestellt auf WordPress, und dort am Anfang weitgehend selbst geschriebenes HTML. Da habe ich mir zum Beispiel angew\u00f6hnt, viel mit Listeneintr\u00e4gen zu arbeiten, also dem &lt;li&gt;-Element, und darin verschachtelt &lt;blockquote&gt; oder &lt;img&gt;, au\u00dferdem Tabellen zur Spaltenformatierung benutzt, da und dort manuelles CSS zur Aufh\u00fcbschung, mal &lt;pre&gt; und mal &lt;code&gt;, und dieser Wirrwarr ist f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Design schwierig, und an Smartphonedarstellung habe ich damals auch nicht gedacht. Dazu historische <code>embeds<\/code> von Audio und Video. Erinnert sich noch jemand an .flv, Flash-Videos? Mit den Blocks versuche ich alles einheitlich zu halten, manche Beitr\u00e4ge habe ich aber im Urzustand gelassen: <em>Schau an, so hat man das damals in HTML geschrieben.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei habe ich auch alte Entw\u00fcrfe gesichtet. Der eine mit Ideen f\u00fcr ein Audio-Schulprojekt aus dem Jahr 2005, wo es um die Schwierigkeiten von Hardware geht, wenn Sch\u00fcler oder Sch\u00fclerinnen Audiointerviews machen, ist inzwischen ziemlich veraltet. Anderes weckt Erinnerungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ein paar angefangene Notizen zu W\u00f6rtern habe ich auch gefunden, und nachdem wohl doch nie eigene Blogeintr\u00e4ge daraus werden, sammle ich sie hier und l\u00f6sche die Entw\u00fcrfe:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Scherze aus dem Referendariat<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Die Gabe der Bilokation, Nichtverf\u00fcgen \u00fcber:<\/strong>  Scherzhaft in meinen Kreisen, wenn man zum Beispiel f\u00fcr zwei Vertretungsstunden gleichzeitig eingeteilt ist. Erst sp\u00e4t herausgefunden, dass das ein klassisches Wunder ist, wie es mit Heiligen in Verbindung gebracht wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stuhlgang:<\/strong> Das muss man immer sagen, wenn man St\u00fchle per Hand transportiert, gerne auch in gr\u00f6\u00dferen Mengen. Kommt in meinen Kreisen erstaunlich oft vor, aber nicht mehr so oft wie fr\u00fcher.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Tabu<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Tabu&#8220;<\/strong> ist heute ein Wort wie viele andere. Im Kindergarten war das noch anders. Der Tisch der Kinderg\u00e4rtnerinnen, im EIngangsbereich zum gr\u00f6\u00dften Raum, war n\u00e4mlich <em>tabu. <\/em>Und da war das tats\u00e4chlich noch etwas Magisches. Ich kannte das Wort nicht, konnte es auch mit keinem anderen mir bekannten Wort in Verbindung bringen, wie das doch sonst fast immer m\u00f6glich ist. Vielleicht war es auch komisch, weil es als Adjektiv verwendet wurde. Heute f\u00e4llt es mir fast nur noch als Substantiv auf (&#8222;das ist ein Tabu&#8220;).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(9 Kommentare.) Neulich beim Lesen gefunden: &#8222;Wenn Er bei Tage so hier s\u00e4\u00dfe, w\u00fcrde ich glauben, Er sei ein Lehnerich, so ein Tagedieb, der sich an die H\u00e4user lehnt, damit er nicht umf\u00e4llt vor Faulheit.&#8220; Clemens Brentano, &#8222;Geschichte vom braven Kasperl und dem sch\u00f6nen Annerl&#8220; Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Wort! 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