{"id":569,"date":"2006-04-06T16:25:43","date_gmt":"2006-04-06T15:25:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/04\/vertretungsstunden.htm"},"modified":"2011-10-23T06:22:49","modified_gmt":"2011-10-23T04:22:49","slug":"vertretungsstunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/04\/vertretungsstunden.htm","title":{"rendered":"Vertretungsstunden"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/04\/vertretungsstunden.htm#comments'>11 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Gestern hatte ich zwei Vertretungsstunden, und die liefen beide ganz verschieden ab. In der ersten habe ich mich erst mal recht autorit\u00e4r f\u00fcr Ruhe gesorgt. Das muss man schlie\u00dflich auch irgendwann \u00fcben. Oder ich war im Stress, irgend so etwas. Dann durften sich die Sch\u00fcler ziemlich frei besch\u00e4ftigen. (Ausnahme: Handy, Mp3-Player, Gameboy, Herumlaufen oder -stehen. Zusammensitzen und Umsetzen war okay. Karten spielen auch.) War nervig, wohl f\u00fcr alle Beteiligten.<br \/>\nIn der zweiten Stunde fegten die Sch\u00fcler erst das Klassenzimmer aus. Das war bereits zum Ende der vorigen Stunde von der letzten Lehrkraft angeordnet worden und auch ziemlich n\u00f6tig. Danach musste jeder an seinem Platz bleiben und a) Hausaufgaben machen, b) Lernen (zum Beispiel Vokabeln, gerne mit dem Partner) oder c) ein deutschsprachiges Buch oder beliebige fremdsprachige Lekt\u00fcre lesen. Kein Schiffeversenken. Kein Umsetzen. <\/p>\n<p>Ich wei\u00df nie so recht, was ich mit Vertretungsstunden anfangen soll. Die kommen gerne gerade dann, wenn man wirklich eigentlich ein bisschen Pause br\u00e4uchte. Spontan eine gewinnbringende Stunde zu halten, ist m\u00f6glich, und ich habe das auch schon getan, kostet auf Dauer aber zuviel Kraft.<\/p>\n<p>Ein durchg\u00e4ngiges Konzept oder einen systematischen Umgang mit Vertretungsstunden gibt es an unserer Schule nicht. <\/p>\n<p>Folgende M\u00f6glichkeiten g\u00e4be es daf\u00fcr, und f\u00fcr jede gibt es einen Kollegen, der f\u00fcr diese Regelung ist.<\/p>\n<p>a) Die Lehrkraft, die vertreten wird, hinterl\u00e4sst Arbeitsauftr\u00e4ge und Material bei der Schulleitung beziehungsweise bei der vertretenden Lehrkraft. An manchen Schulen ist das so etabliert. Nachteil: Viel Arbeit f\u00fcr den Lehrer, der eine Woche nicht da ist und acht oder zehn Klassen unterrichtet. Bei kurzfristiger Krankheit muss morgens angerufen werden und Arbeit durchgegeben werden.<\/p>\n<p>b) Es gibt Ordner mit Grundwissen\/Aufgaben\/Folien, die man sich greift, um eine solche Grundwissenstunde im eigenen Fach einzuschieben. An jeder Schule verstauben vermutlich Ordner zur Verkehrserziehung, die mal dem gleichen Zweck dienen sollten.<\/p>\n<p>c) Die Sch\u00fcler d\u00fcrfen sich mal entspannen und sollen ruhig eine Pause machen. Miteinander plaudern. Vielleicht ist das verschenke Zeit, vielleicht nicht. F\u00fcr die Lehrkraft ist das jedenfalls sehr anstregend.<\/p>\n<p>d) Die Sch\u00fcler besch\u00e4ftigen sich selber mit schulischer Arbeit. Das w\u00e4re mir das liebste. Wochenpl\u00e4ne oder sonstige Regelungen, bei denen Sch\u00fcler ihre Zeit und Arbeit selber einteilen k\u00f6nnen, gibt es bei uns nicht. Das w\u00e4re sch\u00f6n, aber ein sehr langfristiges Ziel. Mittelfristig halte ich es f\u00fcr am besten, wenn die Sch\u00fcler daran gew\u00f6hnt w\u00e4ren, dass sie in Vertretungsstunden ihre Hausaufgaben machen oder lernen. Oder ein mitgebrachtes Buch lesen. <\/p>\n<p>Mal sehen, vielleicht wird das ja mal Thema im Kollegium.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(11 Kommentare.) Gestern hatte ich zwei Vertretungsstunden, und die liefen beide ganz verschieden ab. In der ersten habe ich mich erst mal recht autorit\u00e4r f\u00fcr Ruhe gesorgt. Das muss man schlie\u00dflich auch irgendwann \u00fcben. Oder ich war im Stress, irgend so etwas. Dann durften sich die Sch\u00fcler ziemlich frei besch\u00e4ftigen. 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