{"id":58669,"date":"2023-06-07T07:27:50","date_gmt":"2023-06-07T05:27:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=58669"},"modified":"2023-06-11T19:45:57","modified_gmt":"2023-06-11T17:45:57","slug":"salomon-herrmann-mosenthal-erzaehlungen-aus-dem-juedischen-familienleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/06\/salomon-herrmann-mosenthal-erzaehlungen-aus-dem-juedischen-familienleben.htm","title":{"rendered":"Salomon Herrmann Mosenthal, Erz\u00e4hlungen aus dem j\u00fcdischen Familienleben"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2023\/06\/salomon-herrmann-mosenthal-erzaehlungen-aus-dem-juedischen-familienleben.htm#comments'>3 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erz%C3%A4hlungen_aus_dem_j%C3%BCdischen_Familienleben\">Meine zweite neu angelegte Wikipedia-Seite<\/a>, ich hoffe, sie hat genug Relevanz. Deshalb wiederhole ich nicht, was bei Wikipedia zum Buch steht; hier nur Erg\u00e4nzungen und ein bisschen Analyse oder zumindest Zitate.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"412\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/mosenthal-700x412.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-58680\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/mosenthal-700x412.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/mosenthal-300x177.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/mosenthal-150x88.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/mosenthal.png 708w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Erz\u00e4hlungen geben Einblick in das klein- und kleinstb\u00fcrgerliche j\u00fcdische Familienleben in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts in und um Kassel herum. Drei der f\u00fcnf Erz\u00e4hlungen beginnen mit einer alten Frau, deren Geschichte daraufhin erz\u00e4hlt wird. Die erste, Tante Guttraud, ist dem jungen Erz\u00e4hler noch nicht wichtig: &#8222;Die Gro\u00dftante stand unseren kindischen Interessen fern; sie ragte nur um eines Fischkopfs L\u00e4nge und eines Apfels Schwere in unser Leben hinein.&#8220; &#8211; Den Fischkopf kriegt sie als Leckerbissen aus unbekannten Gr\u00fcnden jeden Schabbatabend; der Apfel ist das Geschenk f\u00fcr die Kinder bei der \u00dcbergabe. Zwanzig Jahre sp\u00e4ter erf\u00e4hrt der Erz\u00e4hler die Vorgeschichte. Auch in der letzten Erz\u00e4hlungen geht es um eine alte Frau und ihre Vorgeschichte; auch hier tritt, ganz am Ende, der Ich-Erz\u00e4hler in Erscheinung, als er sie auf dem Friedhof trifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Erz\u00e4hlungen haben Frauen als Hauptpersonen. Einigen bleiben Heirat oder Kinder versagt, obwohl sie sie sich w\u00fcnschen. Die &#8222;Sehnsucht, in der gro\u00dfen Kette der endlosen Menschheit nicht wie ein abgefallener Ring zu Boden zu fallen,&#8220; wird nicht erf\u00fcllt, oder erf\u00fcllt sich in Ersatzhandlungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Themen sind Emanzipation, Assimilation, Moderne versus Tradition. Das betrifft auch die Sprache: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbMach&#8216; keine Schn\u00fctchen, Minkel,\u00ab sagte er, \u00bbthu&#8216; mir den Gefallen und red&#8216; nit hochdeutsch!\u00ab<br>\u00bbSoll ich j\u00fcdisch reden?\u00ab fragte sie.<br>\u00bbWorum nit?\u00ab brummte jener.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In einer Geschichte geht es um einen fortschrittlichen Studenten, der sp\u00e4ter auch ein vorbildlicher Rabbi wird, die zerstrittende Gemeinde eint und auch die orthodoxeren Mitglieder mitnimmt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Aber braucht unsere Zeit noch diesen Kultus des todten Buchstabens? Nein! Sie ist mit Riesenschritten \u00fcber die Ameisenhaufen des talmudischen Pygm\u00e4enkrams hinweggeschritten, in denen unsere Gedanken zu w\u00fchlen verdammt sind. Ein neuer heiliger Geist flammt in jenen Gemeinden auf, die den erhabenen Gedanken des Judenthums aus seinen verwitterten Formen auferstehen lassen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In einer anderen scheitert eine musikalische begabte Tochter an dem Zwang, sich zwischen der frommen Mutter und dem nichtj\u00fcdischen, ihre Karriere f\u00f6rdernden Geliebten (der sich hier aber auch deutlich als Ekel zu erkennen gibt) zu entscheiden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbBleibt, wenn ihr wollt, in eurer Judengasse! Und de\u00dfhalb habe ich die\u00df Talent wie eine Perle aus dem Schlamm gezogen und de\u00dfhalb sie zu dem gro\u00dfen Meister gef\u00fchrt und de\u00dfhalb zwei Jahre lang mit ihr in Mozart, Beethoven und Haydn geschwelgt. Gro\u00dfer Genius!\u00ab rief er und schleuderte die Noten vom Pult auf die Erde, \u00bbverzeihe ihnen, sie wissen nicht, was sie thun!\u00ab [&#8230;] \u00bbEs mu\u00df in dieser Stunde entschieden sein, die Fesseln, die Dein Herz und Deinen Genius gefangen halten, m\u00fcssen gebrochen werden, brich sie, geliebtes M\u00e4dchen, wie ich mich losrei\u00dfe von den Vorurtheilen der Welt gegen Deine Nation! Sei mein Weib!\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Scanfehler im deutschen Gutenberg-Text<\/h2>\n\n\n\n<p>Einmal &#8222;franz\u00f6sichen&#8220; statt &#8222;franz\u00f6sischen&#8220;, einmal &#8222;Helden&#8220; statt &#8222;Heiden&#8220;, und einmal &#8222;Schlemilte&#8220; statt &#8222;Schlemile&#8220; &#8211; letzterer hat es wohl auch in die Neuausgabe von 2001 gebracht. Ich halte das zumindest mal hier fest.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Notizen zur Sprache<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt einen Farbton,&#8220;Caca dauphin&#8220;, ein gelbgr\u00fcnes Braun, Modefarbe zur Zeit von Marie Antoinette. Benannt nach der Farbe der gef\u00fcllten Thronfolger-Windeln. Wird einmal f\u00fcr einen aus Frankreich mitgebrachten Schal verwendet, ganz normal und neutral verwendet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbIst das Euer Kind, Tobiah?\u00ab fragte sie mit hochdeutschem Accent.<br>\u00bbDas ist meun Kind,\u00ab antwortete er parodirend.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wie war die jiddische, oder jiddisch gef\u00e4rbte, oder auch nur hessische Aussprache sonst? \u200b\/\u2060a\u026a\u032f\u2060\/?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff &#8222;Schlemihl&#8220; wird ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Chamisso hat das Wort in die deutsche Literatur eingeb\u00fcrgert, indem er den seelenguten Menschen schilderte, der unselig durch&#8217;s Leben wandern mu\u00df, weil ihm \u2013 ein Schatten fehlt! Ja, dem \u00bbSchlemil\u00ab fehlt nichts als ein Schatten oder vielmehr ein Licht, ein Glanz, ein Duft, den die Grazien \u00fcber den Sterblichen hauchen, wenn sie an seiner Wiege stehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Text enth\u00e4lt viele, viele jiddische und hebr\u00e4ische Ausdr\u00fccke, jeweils sorgf\u00e4ltig in Klammern \u00fcbersetzt. Daneben sind auch regionale deutsche W\u00f6rter oder Eindeutschungen in Klammern angegeben, ebenso wie die englischen Einsprengsel eines aus Amerika Zur\u00fcckgekehrten &#8211; mitunter interessant, was wie erkl\u00e4rt wurde und was nicht. Hier jeweils ziemlich kontextlos die Zitate aus dem Buch.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Deutsch<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00bbBullengr\u00fcn\u00ab (bowlinggreen)<\/li>\n\n\n\n<li>cummelfo (comme il faut)<\/li>\n\n\n\n<li>sennen (sind)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Englisch<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ich habe mich bothern (qu\u00e4len) und plagen m\u00fcssen<\/li>\n\n\n\n<li>bei vergangenen Dingen ist mein Grundsatz, zu overpassen (pass over); ich bin nicht hergekommen f\u00fcr ein sentimental journey, sondern f\u00fcr business<\/li>\n\n\n\n<li>Ich habe keine Lust, mich hier lang zu stoppen (stop), noch weniger, mich hier zu setteln (settle) und so ein frippery-box weiterzuf\u00fchren<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Jiddisch oder Hebr\u00e4isch (vieles doppelt)<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Freitag Abends nach der \u00bbSchul\u00ab (Gottesdienst)<\/li>\n\n\n\n<li>Ausruf \u203aJidde, Jidde!\u2039 (Jude)<\/li>\n\n\n\n<li>ehe Ihn unsere Saunim (Feinde) verdammen<\/li>\n\n\n\n<li>Gott soll M&#8217;schomer und mazil sein (Gott verh\u00fcte es),<\/li>\n\n\n\n<li>ich bin sein Weib und hab&#8216; Ihm unter der Chuppe (Trauhimmel) Treue geschworen<\/li>\n\n\n\n<li>Sind wir Gojim (Heiden)<\/li>\n\n\n\n<li>Wie ich denke, denkt jede, die nicht newajisch haschem (Gottesl\u00e4sterin) ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Er ist takif (beliebt) beim B\u00fcrgermeister. Beim Parne\u00df (Gemeindevorsteher) bin ich umsonst gewesen<\/li>\n\n\n\n<li>den sie f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Rosche (Judenfeind) ausgeschrieen haben,<\/li>\n\n\n\n<li>nichts treifes (Verbotenes) zu essen. Und nun sei mauchel (verzeih&#8216;),<\/li>\n\n\n\n<li>Nur am Abend von Roschhaschonu (Neujahrstag)<\/li>\n\n\n\n<li>Nur bei den Owinu-Malkeinu&#8217;s (Bitt- und Bu\u00dflitanei)<\/li>\n\n\n\n<li>Kurz nach Sukkos (Laubh\u00fcttenfest)<\/li>\n\n\n\n<li>Er war f\u00fcr die ganze Gemeinde \u00e4rger als <s>Tischi-b&#8217;af<\/s> Tischo-b&#8217;af (Zerst\u00f6rung Jerusalems).<\/li>\n\n\n\n<li>Raf (Rabbiner)<\/li>\n\n\n\n<li>was man dar\u00fcber f\u00fcr eine Broche (Segensspruch) machen soll.<\/li>\n\n\n\n<li>als wenn man Kaurim f\u00e4llt (der Fu\u00dffall am Vers\u00f6hnungstag),<\/li>\n\n\n\n<li>Betty, was thust Du f\u00fcr eine Ewere (S\u00fcnde)!<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbWie hei\u00dft die Menuwelte?\u00ab (H\u00e4\u00dfliche)<\/li>\n\n\n\n<li>das Gan-Eden (Paradies)<\/li>\n\n\n\n<li>Purimfestes (j\u00fcdischer Fasching)<\/li>\n\n\n\n<li>Meschores (Diener)<\/li>\n\n\n\n<li>Grieben (Grammeln)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbKidesch-Wein\u00ab (zum Segensspruch)<\/li>\n\n\n\n<li>Schatchonim (Heirathsvermittler),<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbNetinge\u00ab (Mitgift)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbW\u00e4lschen\u00ab (Truthahn)<\/li>\n\n\n\n<li>Schidech (Heirath)<\/li>\n\n\n\n<li>Strau\u00df von Syringen (Flieder)<\/li>\n\n\n\n<li>der Chosen (Br\u00e4utigam) schlagt die Kalle (Braut)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbKna\u00df gelegt!\u00ab rief Onkel Markus laut lachend, \u00bbMassel (Gl\u00fcck) und Broche (Segen)!\u00ab (Das Kna\u00dflegen ist eine Zeremonie bei Verlobungen, bei welcher ein Glas oder eine Schale zerbrochen wird.)<\/li>\n\n\n\n<li>Massel (Gl\u00fcck) und Broche (Segen)!<\/li>\n\n\n\n<li>Sechus (F\u00fcrbitte)<\/li>\n\n\n\n<li>Chosid (Frommer)<\/li>\n\n\n\n<li>Es ist ihm \u00fcbel geworden und er hat doch nicht angebissen!\u00ab (Ausdruck f\u00fcr das Fastenbrechen am Vers\u00f6hnungstag.)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bblernen\u00ab (beten)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbMenachum owel\u00ab zu sein (die Trauernden zu tr\u00f6sten),<\/li>\n\n\n\n<li>Schiwe (siebent\u00e4gigen Trauer)<\/li>\n\n\n\n<li>Jeden Abend \u00bbaumerte\u00ab (z\u00e4hlte) Frau Jochebedchen<\/li>\n\n\n\n<li>meoalofim (Hunderttausend)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbSchem jischmerenu!\u00ab (Gott unser Sch\u00fctzer)<\/li>\n\n\n\n<li>Zu Massel (Gl\u00fcck) und zu Broche (Segen)!<\/li>\n\n\n\n<li>Tochter des alten Raaf&#8217;s (Rabbiners)<\/li>\n\n\n\n<li>der Schammes der Gemeinde (Tempelordner)<\/li>\n\n\n\n<li>eine kurze Drosche (Rede)<\/li>\n\n\n\n<li>Zu Hause paskente (entschied)<\/li>\n\n\n\n<li>Worum nit (Warum nicht)<\/li>\n\n\n\n<li>trefe (unrein)<\/li>\n\n\n\n<li>Die Rebzen (Frau des Raaf&#8217;s)<\/li>\n\n\n\n<li>Boles (Krapfen),<\/li>\n\n\n\n<li>Jeschive (Talmudschule)<\/li>\n\n\n\n<li>die neumodischen Schmus (Reden)<\/li>\n\n\n\n<li>das hochdeutsch darschent (predigt)!<\/li>\n\n\n\n<li>Charbe und Busche (Schmach und Schande)<\/li>\n\n\n\n<li>Auscher (Reicher)<\/li>\n\n\n\n<li>Posche Jisroel (S\u00fcnder)<\/li>\n\n\n\n<li>menachem owel zu sein (zu kondoliren)<\/li>\n\n\n\n<li>Schiwe sa\u00df (die siebent\u00e4gige Trauer)<\/li>\n\n\n\n<li>Arbocanfes (Brustlatz mit Gebetf\u00e4den)<\/li>\n\n\n\n<li>Jeworechecho (Gott segne dich!)<\/li>\n\n\n\n<li>Sidurl (Gebetbuch)<\/li>\n\n\n\n<li>Rabbonim (Rabbiner)<\/li>\n\n\n\n<li>Kle-kodesch (Paramente)<\/li>\n\n\n\n<li>halb Hallel\u00ab zu sagen (Lobgesang)<\/li>\n\n\n\n<li>Tfille (Gebetbuch)<\/li>\n\n\n\n<li>olewescholem (der Friede sei mit ihr)<\/li>\n\n\n\n<li>Stu\u00df (Unsinn)<\/li>\n\n\n\n<li>ein gro\u00dfer Chochem (klug)<\/li>\n\n\n\n<li>Chammer (Dummkopf )!<\/li>\n\n\n\n<li>Schir-hamalaus (Lobpsalm),<\/li>\n\n\n\n<li>Schma Jisrol (H\u00f6re, Israel)!<\/li>\n\n\n\n<li>Kol (Stimme)!\u00ab<\/li>\n\n\n\n<li>Stu\u00df (Narrheit),<\/li>\n\n\n\n<li>Pschide (freilich)<\/li>\n\n\n\n<li>Oser (Verneinungsschwur)!<\/li>\n\n\n\n<li>Stu\u00df (Possen)!\u00ab<\/li>\n\n\n\n<li>Soton (Teufel),<\/li>\n\n\n\n<li>ein Jausem (Waise),<\/li>\n\n\n\n<li>Chauf (Schuld)<\/li>\n\n\n\n<li>takif (beliebt)<\/li>\n\n\n\n<li>Mahd (Magd)<\/li>\n\n\n\n<li>Tachlis? (praktischen Zweck)<\/li>\n\n\n\n<li>nebich (leider)<\/li>\n\n\n\n<li>mie\u00df (h\u00e4\u00dflich)<\/li>\n\n\n\n<li>gebenscht (gesegnet).<\/li>\n\n\n\n<li>des j\u00fcngern Chassens (Kantors)<\/li>\n\n\n\n<li>lecho daudi (Empfangshymne des Sabbaths)<\/li>\n\n\n\n<li>Sein Sie mauchel (verzeihen Sie)<\/li>\n\n\n\n<li>Godelkum (Willkomm)<\/li>\n\n\n\n<li>Kelef (Hund)<\/li>\n\n\n\n<li>brauches (gespannt)<\/li>\n\n\n\n<li>Tfillim (Gebetriemen)<\/li>\n\n\n\n<li>So ein Schlaganfall ist immer erev Tod (Vorabend)<\/li>\n\n\n\n<li>Gehenom (H\u00f6lle).<\/li>\n\n\n\n<li>Nekome (Schadenfreude)<\/li>\n\n\n\n<li>meschugge (verr\u00fcckt)<\/li>\n\n\n\n<li>oren (beten)<\/li>\n\n\n\n<li>die Widde (S\u00fcndenbekenntni\u00df)<\/li>\n\n\n\n<li>so bin ich mich menadder (gelobe ich),<\/li>\n\n\n\n<li>ich will Gaumel berschen (das Gebet f\u00fcr Rettung aus Todesgefahr verrichten)<\/li>\n\n\n\n<li>mein aulom habo (Seelenheil)<\/li>\n\n\n\n<li>madder sein (l\u00f6sen) lassen<\/li>\n\n\n\n<li>wie an I&#8217;me hamabul (zur Zeit der Sintflut)?<\/li>\n\n\n\n<li>Schiwerlef (Herzeleid)<\/li>\n\n\n\n<li>Rosche (B\u00f6sewicht)<\/li>\n\n\n\n<li>Godelkum (willkomm)<\/li>\n\n\n\n<li>Jechaules (Kraft)<\/li>\n\n\n\n<li>Ihr seid jauze (frei)<\/li>\n\n\n\n<li>Taures Mausche (heilige Wahrheit).\u00ab<\/li>\n\n\n\n<li>dem \u00bbb\u00f6sen Blick\u00ab (Ajin hora)<\/li>\n\n\n\n<li>die erforderliche Zehnzahl (Minjan)<\/li>\n\n\n\n<li>Broche machen (Segen sprechen)<\/li>\n\n\n\n<li>Tachschid (Herzblatt)<\/li>\n\n\n\n<li>Lau kom (das steht nicht wieder auf)! Gott! die Sechie (Freude)! \u2013 Wenn mein Vater das h\u00f6rte, er w\u00e4r&#8216; mir Alles mauchel (er verziehe)! \u2013 H\u00f6r&#8216; Einer den Ton! \u2013 Das ist Kischev (Hexerei) und seh&#8216; Einer das Gesicht! Ganz wie Er! \u2013 Der Chein von Jossef (die Grazie Joseph&#8217;s)! Mein Reinchen \u2013 mein&#8216; Perl, Gott erhalt&#8216; Dich, Omen weomen (Amen)!\u00ab<\/li>\n\n\n\n<li>Schabbes (Sabbath)!\u00ab<\/li>\n\n\n\n<li>Der Goi (Christ)!<\/li>\n\n\n\n<li>Tifle (Kirche)<\/li>\n\n\n\n<li>olewescholem (der Friede mit ihm!)<\/li>\n\n\n\n<li>Nijen (Synagogenweise)<\/li>\n\n\n\n<li>Kowed (Ehre)<\/li>\n\n\n\n<li>Luech (Kalender)<\/li>\n\n\n\n<li>Kidusch Haschem (Verherrlichung Gottes),<\/li>\n\n\n\n<li>paskenen (auslegen)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00bbStu\u00df\u00ab (Thorheiten)<\/li>\n\n\n\n<li>Schmus periendis ( pour rien dits, nichtssagende Reden)<\/li>\n\n\n\n<li>Gott soll meschomer sein! (beh\u00fct&#8217;s)<\/li>\n\n\n\n<li>Gott wird mir&#8217;s mauchel sein (verzeihen),<\/li>\n\n\n\n<li>die Akeite (das Opfer Abrahams)<\/li>\n\n\n\n<li>seinen Malach (Engel)<\/li>\n\n\n\n<li>mauchel sein (verzeihen).<\/li>\n\n\n\n<li>Kibet Av Em (Ehre Vater und Mutter)<\/li>\n\n\n\n<li>Chassen (Kantor)<\/li>\n\n\n\n<li>Kol (Stimme)<\/li>\n\n\n\n<li>Mimmle Madel (M\u00fchmchen Madelon),<\/li>\n\n\n\n<li>geort (gebetet)<\/li>\n\n\n\n<li>Milchome (Krieg).<\/li>\n\n\n\n<li>die Neschom (Seele)<\/li>\n\n\n\n<li>Schiwerlef (Herzeleid)<\/li>\n\n\n\n<li>newich (leider)<\/li>\n\n\n\n<li>Gott soll&#8217;s ihm mauchel sein (verzeihen),<\/li>\n\n\n\n<li>Mausche ribenu (Moses, unserem Lehrer)<\/li>\n\n\n\n<li>Nekome (Schadenfreude)<\/li>\n\n\n\n<li>mein Massel und meine Broche (Gl\u00fcck und Segen),<\/li>\n\n\n\n<li>wie Schippe-Malke (die Piquedame ist das Symbol der Pracht)<\/li>\n\n\n\n<li>Ewere (S\u00fcnde),<\/li>\n\n\n\n<li>Jaum-Din (Tag des Gerichtes) wird Dein Sechus (Verdienst)<\/li>\n\n\n\n<li>Stu\u00df (Thorheit)<\/li>\n\n\n\n<li>Mizwe (fromme That)<\/li>\n\n\n\n<li>Gott ist ein Schaufet Zedek (gerechter Richter),<\/li>\n\n\n\n<li>Kalle (Braut)<\/li>\n\n\n\n<li>Gaiwe (Stolz)<\/li>\n\n\n\n<li>Schiwerlef (Herzbruch)<\/li>\n\n\n\n<li>Ewere (S\u00fcnde)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Gekommen bin ich auf das Buch durch zwei Abs\u00e4tze in einem Aufsatz von Ruth Kl\u00fcger, die dann sp\u00e4ter auch ein Nachwort zur ersten deutschsprachigen Neuausgabe seit fast hundert Jahren geschrieben hat. Wie ich auf das Kl\u00fcger-Buch gekommen bin, das wei\u00df ich nicht mehr. Irgendwas im Web?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(3 Kommentare.) Meine zweite neu angelegte Wikipedia-Seite, ich hoffe, sie hat genug Relevanz. Deshalb wiederhole ich nicht, was bei Wikipedia zum Buch steht; hier nur Erg\u00e4nzungen und ein bisschen Analyse oder zumindest Zitate. Die Erz\u00e4hlungen geben Einblick in das klein- und kleinstb\u00fcrgerliche j\u00fcdische Familienleben in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts in und um Kassel [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":58680,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[224],"class_list":["post-58669","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-buecher","tag-buecher"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/mosenthal.png","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58669","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58669"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58669\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58825,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58669\/revisions\/58825"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58669"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58669"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58669"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}