{"id":5941,"date":"2014-02-16T12:12:31","date_gmt":"2014-02-16T11:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=5941"},"modified":"2014-02-18T09:52:01","modified_gmt":"2014-02-18T08:52:01","slug":"lyx-latex-fuer-anfaenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2014\/02\/lyx-latex-fuer-anfaenger.htm","title":{"rendered":"LyX &#8211; LaTeX f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2014\/02\/lyx-latex-fuer-anfaenger.htm#comments'>9 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>In Physik, Mathematik oder Informatik trifft man immer wieder mal auf besonders sch\u00f6n gesetzte Hausarbeiten, Zulassungsarbeiten oder auch Fachartikel. In diesen Bereichen spielt Typographie eine besondere Rolle, da die verwendeten mathematischen Formeln besondere Anspr\u00fcche an den Satz stellen.<br \/>\nMeist sind diese Dokumente in der Sprache LaTeX geschrieben. LaTeX basiert auf der eigentlichen Typographie-Sprache TeX. Und mit TeX beziehungsweise LaTeX kann man so ziemlich alles gestalten. Artikel, B\u00fccher, Pr\u00e4sentationen, mathematische Formeln, Inhaltsverzeichnisse, Feynman-Diagramme, Stellungen einer Schachpartie &#8211; f\u00fcr so ziemlich alles gibt es vorbereitete Pakete.<\/p>\n<p>Ich war immer neidisch auf diese sch\u00f6nen Seiten. Da LaTeX aber eine Menge Einarbeitungszeit erfordert, habe ich nie die Zeit und Energie investiert, mich damit zu besch\u00e4ftigen. Aber immerhin habe ich in den letzten Tagen ein bisschen mit <a href=\"http:\/\/www.lyx.org\/\">LyX<\/a> gearbeitet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/lyx.png\" alt=\"lyx\" width=\"550\" height=\"485\" class=\"alignnone size-full wp-image-5958\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/lyx.png 550w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/lyx-150x132.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p>\n<p>Im Vergleich zu LaTeX-Entwicklungsumgebungen sieht LyX eher aus wie ein herk\u00f6mmliches Textverarbeitungsprogramm. Seine WYSIWYG-Darstellungsweise (What You See Is What You Get) ist aber vergleichsweise rudiment\u00e4r; man sieht nur ungef\u00e4hr, wie das fertig gestaltete Dokument dann aussehen wird. Das ist ein Feature von LyX und nennt sich WYSIWYM (What You See Is What You Mean): Man kommt gar nicht auf die Idee, das so zu formatieren, wie es am Schluss aussehen soll, sondern durch logische Markierung als \u00dcberschrift oder Haupttext oder Liste. Um das genaue Aussehen k\u00fcmmert sich LyX dann selber.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: LyX macht es leicht, Dokumente zu erstellen und als pdf zu exportieren, und die Dokumente sehen danach genau so gut aus, wie man das von LaTeX gew\u00f6hnt ist. Im Prinzip funktioniert das wie beim Arbeiten mit MS Word oder Libre\/Open Office: Man tippt seinen Text und weist bestimmten Abs\u00e4tzen Formatvorlagen zu. Und das war&#8217;s, nur dass das Ergebnis deutlich besser aussieht. (Au\u00dferdem lassen sich leicht mathematische Formeln setzen, aber damit habe ich weniger zu tun. F\u00fcr Libre Office gibt es \u00fcbrigens das Plugin <em>texmaths<\/em>, um Formeln in LaTeX-Syntax zu schreiben.)<\/p>\n<p>Die schlechte Nachricht: Das Arbeiten bleibt so lange einfach, wie man mit den vorgegebenen Formatvorlagen zufrieden ist. Will man neue erstellen, muss man LaTeX k\u00f6nnen; will man vorhandene erweitern, erst recht. Einen Artikel mit Titel, Zwischen\u00fcberschriften, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie zu schreiben, das geht leicht. Aber schon Zeilennummern erfordern Aufwand, und es hat lange gedauert, bis ich eine Vorlage gefunden habe, die Zeilennummern f\u00fcr Gedichte so erm\u00f6glicht, wie ich sie mir vorstelle. <\/p>\n<p>Wer&#8217;s anschauen m\u00f6chte: Hier ist eine kleine <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/Processing-Intro.pdf\">Einf\u00fchrung in Processing, mit LyX geschrieben.<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2012\/01\/processing.htm\">Blogeintrag zu Processing.<\/a>)<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass wir LyX bei uns im Computerraum installieren k\u00f6nnen. Sch\u00fcler k\u00f6nnten damit sch\u00f6ne Handouts f\u00fcr Referate erstellen: Man <em>kann<\/em> in LyX gar nicht zweimal oder noch \u00f6fter hintereinander die Leertaste dr\u00fccken (um eine \u00dcberschrift zu zentrieren), und man <em>kann<\/em> gar keine Leerzeilen schreiben, um Abst\u00e4nde zwischen Abs\u00e4tzen zu erzeugen. Das l\u00e4uft alles nur \u00fcber Formatvorlagen. Davon gibt es nur wenige, und demnach sehen alle Bl\u00e4tter gleich aus &#8211; aber halt erst einmal gut.<\/p>\n<p>Richtig n\u00fctzlich ist LaTeX neben der Bearbeitung von Formeln vor allem bei gro\u00dfen Dokumenten. Die schreibt man als Lehrer aber selten; meistens ist es sogar von zentraler Bedeutung, dass der Text auf genau eine Seite passt, weil ja doch ausgedruckt und kopiert wird. Auch daf\u00fcr eignet sich LyX nur begrenzt. Au\u00dferhalb der Schule ist das nicht so wichtig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(9 Kommentare.) In Physik, Mathematik oder Informatik trifft man immer wieder mal auf besonders sch\u00f6n gesetzte Hausarbeiten, Zulassungsarbeiten oder auch Fachartikel. In diesen Bereichen spielt Typographie eine besondere Rolle, da die verwendeten mathematischen Formeln besondere Anspr\u00fcche an den Satz stellen. Meist sind diese Dokumente in der Sprache LaTeX geschrieben. 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