{"id":6212,"date":"2014-10-03T12:54:46","date_gmt":"2014-10-03T10:54:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=6212"},"modified":"2023-06-13T10:40:31","modified_gmt":"2023-06-13T08:40:31","slug":"mein-computer-ist-fuer-mich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2014\/10\/mein-computer-ist-fuer-mich.htm","title":{"rendered":"Mein Computer ist f\u00fcr mich&#8230;"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2014\/10\/mein-computer-ist-fuer-mich.htm#comments'>5 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bob Blume <a href=\"http:\/\/bobblume.de\/2014\/09\/29\/blogparade-digitalleben\/\">nimmt an einer (SPD-nahen) Blogparade zu Digitalen Themen teil<\/a>. Man soll dabei S\u00e4tze zu Ende schreiben. Der zweite davon beginnt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Computer ist f\u00fcr mich&#8230;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Satz scheint davon auszugehen, dass ich nur einen Computer habe. Ich habe aber zwei, <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2013\/09\/neuer-rechner-2013.htm\">einen gro\u00dfen Laptop (2013)<\/a> und ein kleines Laptop f\u00fcr unterwegs. Das gro\u00dfe Laptop enth\u00e4lt verschiedene virtualisierte Computer, aber die z\u00e4hlen wohl nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein alter Laptop (2005) steht auch noch ungenutzt im Regal. Macht drei.<br>Mein Android-Tablet, sind schon vier.<br><a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2012\/08\/der-arduino-mein-neuer-computer.htm\">Der Arduino<\/a> f\u00fcr die Schule. F\u00fcnf.<br>In der Uni gibt es auch noch einen Rechner, den ich als meinen betrachte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wobei&#8230; der Fernseher ist auch ein Computer, so richtig mit Internet. Der DVD-\/Festplattenrekorder (ein Relikt) auch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue K\u00fcche piept nicht nur gerne mal, sondern ist auch voller Computer: Der K\u00fchlschrank ist ein Computer, der Backofen, die Waschmaschine, die Sp\u00fclmaschine auch. Bei den Kochplatten bin ich mir nicht sicher. Die K\u00fcchenwaage ist wohl keiner, aber sicher bin ich mir auch da nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist \u00fcberhaupt ein Computer? Ein Ding, das rechnen und sich Sachen merken kann, und das man programmieren kann. Sekund\u00e4r ist, wie leicht ich auf diese Rechen- und Programmierm\u00f6glichkeit Zugang habe. Am einfachsten geht das, wenn ich mit einem normierten Stecker eine Tastatur und einen Bildschirm anschlie\u00dfen kann, und wenn das Betriebssystem auf dem Computer dann eine n\u00fctzliche Ausgabe \u00fcber den Monitor liefert und Eingaben \u00fcber die Tastatur annimmt. Wenn nicht&#8230; na, dann muss man vielleicht andere Ger\u00e4te anklemmen und ein bisschen l\u00f6ten, aber ein Computer ist das trotzdem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Halt, einen habe ich noch! Mein Drucker ist selbstverst\u00e4ndlich auch ein Computer. Der Beweis: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2014\/sep\/15\/hackers-doom-printer-canon-security\">Man kann auf ihm Doom laufen lassen.<\/a> (<a href=\"http:\/\/video.contextis.co.uk\/PixmaDoom\/Doom.webm\">Video hier.<\/a>) Das ist eine keinesfalls notwendige, aber absolut hinreichende Bedingung daf\u00fcr, dass irgend etwas ein Computer ist. Tats\u00e4chlich ist das wohl mit die erste Spielerei, die irgendein St\u00fcck Hardware \u00fcber sich ergehen lassen muss: Kann man darauf Doom laufen lassen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und mein Router ist ja auch ein Computer, f\u00e4llt mir gerade ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder USB-Stick &#8211; und \u00fcberhaupt jedes USB-Ger\u00e4t &#8211; ist auch ein eigener Computer. (Soll ich wirklich anfangen, die zu z\u00e4hlen?) Auf jedem USB-Stick ist ein Bereich, der daf\u00fcr sorgt, dass der Stick etwas tut, wenn der USB-Stick eingesteckt wird, n\u00e4mlich mindestens eine Verbindugn zwischen den Ger\u00e4ten herzustellen. An diesen Bereich kommt man als Nutzer normalerweise nicht ran. Aber vor einiger Zeit haben Entwickler gezeigt, dass das prinzipiell doch geht, und dass man in diesen Bereich auch Schadsoftware einspielen kann, der dann auf dem Rechner, in den der Stick eingesteckt wird, alles m\u00f6gliche machen kann. <a href=\"http:\/\/www.wired.com\/2014\/10\/code-published-for-unfixable-usb-attack\/\">Siehe WIRED,<\/a> ganz aktuelle Sache.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sp\u00e4testens jetzt m\u00fcsste man sich eigenlich fragen, was ein Computer eigentlich ist. Einen Computer kann man sich wie ein gro\u00dfes Patiencespiel vorstellen, mit vielen Karten. Mit dem Computer kann man alles berechnen, was \u00fcberhaupt berechenbar ist. Mit einem etwas stupiden Patiencespiel auch: Es gibt einen Haufen Karten und dazu einen \u00fcberraschend kleinen Satz von Spielregeln. Dann bringt man die Karten in eine Ausgangsposition und f\u00e4ngt an zu spielen. Irgendwann geht die Patience dann meist nicht mehr weiter, und aus der Lage der Karten &#8211; alle aufgebraucht? alle offen? wo verteilt? &#8211; kann man dann das Ergebnis der Berechnung ablesen, und zwar jeder beliebigen Berechnung. Das geht alles mit dem jeweils identischen kleinen Satz an Spielregeln. Wenn man das elektronisch macht und nicht mit Patiencekarten, dann ist das ein Computer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Irgendwann stelle ich vielleicht diese Computer-Patience-Regeln vor. Eine beliebte Variante davon hei\u00dft &#8222;Turing-Maschine&#8220;.<br>Wenn ich vorher wei\u00df, wie viele Karten beziehungsweise wie viel Platz auf dem Schreibtisch ich <em>h\u00f6chstens<\/em> brauche, dann kann ich damit eine ganze Menge berechnen, aber doch nicht alles. Wenn ich <em>nicht<\/em> vorhersagen kann, wieviel Schreibtischplatz ich h\u00f6chstens brauche, dann geht aber wirklich alles, was geht. Das hei\u00dft dann &#8222;turing-vollst\u00e4ndig&#8220;. Manches geht dann zwar noch immer nicht, aber das gilt dann auch f\u00fcr den Elektronik-Computer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier ist eine Liste von Programmen und Spielen von Zeug, die sich zuf\u00e4lligerweise als turing-vollst\u00e4ndig herausgestellt haben: <a href=\"http:\/\/beza1e1.tuxen.de\/articles\/accidentally_turing_complete.html\">Accidentally Turing-Complete<\/a>. Ziemlich technisch, aber das Kartenspiel <em>Magic: The Gathering<\/em> kenne ich halbwegs. Ja, innerhalb des Spiels kann man einen Computer simulieren und beliebige Berechnungen durchf\u00fchren (<a href=\"http:\/\/boingboing.net\/2012\/09\/12\/magic-the-gathering.html\">Cory Doctorow dazu<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Nachtrag: Einen <a href=\"http:\/\/makeymakey.com\/\">MaKey MaKey<\/a> hatte ich bei der Liste der Computer noch vergessen. Und einen kleinen AirPlay-Audioanschluss f\u00fcr die Stereoanlage.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(5 Kommentare.) Bob Blume nimmt an einer (SPD-nahen) Blogparade zu Digitalen Themen teil. Man soll dabei S\u00e4tze zu Ende schreiben. Der zweite davon beginnt: Mein Computer ist f\u00fcr mich&#8230; Der Satz scheint davon auszugehen, dass ich nur einen Computer habe. Ich habe aber zwei, einen gro\u00dfen Laptop (2013) und ein kleines Laptop f\u00fcr unterwegs. 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