{"id":6275,"date":"2014-12-16T21:04:13","date_gmt":"2014-12-16T20:04:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=6275"},"modified":"2023-06-13T08:48:30","modified_gmt":"2023-06-13T06:48:30","slug":"ects-an-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2014\/12\/ects-an-der-schule.htm","title":{"rendered":"ECTS an der Schule"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2014\/12\/ects-an-der-schule.htm#comments'>2 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Manchmal, und vermutlich traditionell, wird an der Uni \u00fcber Verschulung geklagt. Oder \u00fcber Bologna. Seit dem mit diesem Schlagwort verbundenen Umgestaltungsprozess ist das Studium ja modularisiert, das hei\u00dft unter anderem, dass jede Veranstaltung eine bestimmte Menge an Credits (European Credit Transfer System) wert ist. Im Laufe eines Studiums &#8211; sagen wir Lehramt Gymnasium &#8211; muss man insgesamt gut 270 ECTS-Punkte in verschiedenen Bereichen erbringen, das steht in der Lehramtspr\u00fcfungsordnung I. <\/p>\n<p>Dabei stehen diese Credits nicht f\u00fcr eine gute oder schlechte Leistung, sondern allein f\u00fcr den Arbeitsaufwand. Dabei entspricht 1 Credit etwa 30 Stunden Arbeit, im Schnitt rechnet man pro Semester mit 30 Credits Arbeit. So ein Semester hat etwa 15 Wochen.<\/p>\n<p>Eine typische zweist\u00fcndige Veranstaltung ist zum Beispiel 3 ECTS wert. Ein Drittel der 90 Zeitstunden, denen das entspricht, ist durch die Anwesenheit in der Veranstaltung abgedeckt, zwei Drittel bleiben f\u00fcr die h\u00e4usliche Nachbereitung. Zumindest theoretisch&#8230; <\/p>\n<p>&#8212; Gibt es so etwas auch f\u00fcr die Schule? Zumindest hat die KMK festgelegt, wie viele Schulstunden Sch\u00fcler bis zum Abitur insgesamt hinter sich gebracht haben m\u00fcssen. Aber wie viel h\u00e4usliche Arbeit au\u00dferhalb der Stunden darf man verlangen? In der Schulordnung und Praxis hei\u00dft es, dass man das irgendwie koordinieren soll, etwa durch Eintrag in ein Klassenbuch, in das jeder Lehrer eintr\u00e4gt, wie viele Minuten Hausaufgabe man aufgibt, damit das ingesamt nicht zuviel wird. <\/p>\n<p>In einem Sch\u00fclerblog <a href=\"https:\/\/daphyblog.wordpress.com\/2014\/10\/04\/mal-kurz-zwischendurch\/\">hat eine Sch\u00fclerin protokolliert,<\/a> wieviel Zeit sie f\u00fcr die Schule aufwendet. Bayerisches Gymnasium, Oberstufe. <a href=\"https:\/\/daphyblog.wordpress.com\/2014\/10\/12\/fertig-project-3\/\">Hier das Ergebnis.<\/a> (Link via <a href=\"http:\/\/xchangesusiq.wordpress.com\/2014\/12\/13\/projekt-lernzeit\">susiiiq<\/a>.) Kurzfassung: 49 Stunden und 28 Minuten.<\/p>\n<p>Im Deutschunterricht kommt die Hausaufgabe meist punktuell, dann aber zeitintensiv &#8211; Aufs\u00e4tze schreiben, Lekt\u00fcren lesen. Im Informatikunterricht w\u00fcrde ich am liebsten viel Hausaufgabe geben &#8211; Programmier\u00fcbungen, denn Programmieren lernt man nur durch Programmieren. <\/p>\n<p>Kurzum: Wieviel ECTS ist mein dreist\u00fcndiges Informatik wert? Sind alle F\u00e4cher gleich viele ECTS wert? Macht es einen Unterschied, ob es ein Lernfach oder ein \u00dcbungsfach ist, ein Pflichtfach, ein Abiturpflichtfach, oder nicht? Immerhin w\u00fcssten die Sch\u00fcler dann, wie viele Stunden erwartet w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Wenn man die Uni schon verschult, k\u00f6nnte man ja vorher auch die Schule verschulen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(2 Kommentare.) Manchmal, und vermutlich traditionell, wird an der Uni \u00fcber Verschulung geklagt. Oder \u00fcber Bologna. 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