{"id":6566,"date":"2015-09-04T16:07:16","date_gmt":"2015-09-04T14:07:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=6566"},"modified":"2023-06-13T07:45:13","modified_gmt":"2023-06-13T05:45:13","slug":"reisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2015\/09\/reisen.htm","title":{"rendered":"Reisen"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2015\/09\/reisen.htm#comments'>4 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reiseerinnerungen aus meiner Kindheit spielen in Italien und den USA. Italien, das war Strand, aber das ist schon so lange her, dass ich das vielleicht nur aus Erz\u00e4hlungen wei\u00df. Strandboccia, Plastikstrandschuhe, erste Sonnenbrille. Sicher kann ich mich erst an Italien ein paar Jahre sp\u00e4ter erinnern: Da habe ich Rumpsteak (und das Wort daf\u00fcr) kennen und sch\u00e4tzen gelernt, ich durfte n\u00e4mlich schon fr\u00fch selbst bestellen. Vor einem Karamellnachtisch wurde ich gewarnt, das k\u00f6nne eine bittere Note haben. Karamellsauce als solche kannte ich von zu Hause nicht. Mochte ich dann sehr gern. Und Forelle. Und einmal H-Milch, mochte ich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischendurch gab es auch ein paarmal Frankreich. Da habe ich mich nie so wohl gef\u00fchlt wie in Italien etwa, und das Essen war auch nie so gut. Freilich, die Umst\u00e4nde waren auch jeweils anders.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf einer Rheinreise \u00fcbte ich Schwimmen. Im Hotelpool, nicht im Rhein. In Deutschland bestellte ich immer Apfelsaft als Getr\u00e4nk. Cola, Fanta, Spezi nur selten, das schmeckte mir nicht so.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weit mehr als Italien pr\u00e4gten USA-Aufenthalte meine Erinnerungen. In die USA flog man damals von Luxemburg aus, und mit Island als Zwischenstation. Das Auto stand w\u00e4hrend der zwei Wochen in Luxemburg am Flughafen. Das war billiger so, muss aber immer noch viel Geld gekostet haben, so mit zwei bis drei Kindern. Ich bin meinen Eltern f\u00fcr diese Reisen sehr dankbar. (Und f\u00fcr die s\u00fcndhaft teuren Computer, zu denen ich immer Zugang hatte, ebenso.)<br>Wochen vor einer Amerikareise holte ich den Karton mit den Prospekten der Vorjahre heraus. Landkarten von Disneyworld und Sea World, Informationsbrosch\u00fcren \u00fcber Feiertage, W\u00e4hrund (was ein <em>nickel, dime, quarter<\/em> ist, lernte ich da, <em>two bits<\/em> erst viel sp\u00e4ter).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Will alles hei\u00dfen: Ich war das Fliegen und Reisen einigerma\u00dfen gew\u00f6hnt. Ich mochte es. Als Sch\u00fcler interrailte ich f\u00fcr vier Wochen durch Gro\u00dfbritannien (gibt es <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2005\/08\/jugendherbergen-in-grossbritannien.htm\">diese Jugendherbergsstempel<\/a> noch?), als Student flog ich nach England oder fuhr mit Bekannten oder Unbekannten im Auto. (Es gab da ein schwarzes Brett an der Uni.) Alles easy.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Irgendwann habe ich diese Leichtigkeit im Umgang mit Reisen verloren. Ich breche notorisch-neurotisch fr\u00fch auf und male mir aus, was alles schiefgehen kann. Und zu Hause habe ich eine lange Liste mit sch\u00f6nen Dingen, die ich machen m\u00f6chte, und die sich auf Reisen schwer erledigen lassen &#8211; Ukulelespielen, Sachen am Computer machen, Kochen. Ich bin nicht mehr so reisewild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber Frau Rau hat gesagt, dass ich raus muss. Etwas erleben, und mich fremden Menschen aussetzen. Sie kann aus beruflichen Gr\u00fcnden in diesen Sommerferien keinen Urlaub nehmen, und ich kann mir vorstellen, dass sie auch mal die Wohnung f\u00fcr sich alleine und mal wieder selber kochen will (habe mich nur knapp zur\u00fcckhalten k\u00f6nnen, ihr eine Liste zu machen, was sie wann machen k\u00f6nnte, und was alles eingefroren ist).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz und gut, jetzt sitze ich also in Athen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wpid-20150904_151819.jpg\" alt=\"image\" title=\"wpid-20150904_151819.jpg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das mit den Buchstaben klappt schon gut. Am Anfang der Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt konnte ich immer nur die ersten zwei Buchstaben auf den vorbeihuschenden Schildern identifizieren, am Ende waren es schon die ersten drei oder vier. Vielleicht ist das Auto auch langsamer gefahren. (Auf den Autokennzeichen habe ich bisher nur lateinische Buchstaben ausgemacht. Verzichten die Griechen auf allein griechische Zeichen, oder habe ich das nur \u00fcbersehen?)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Street Food: Bisher mager, aber vielleicht war ich in der falschen Gegend. Obst, sehr viel frisch gegrillter Mais, viel gef\u00fcllte und ungef\u00fcllte Sesamkringel. Ich hoffe noch auf mehr Fleisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die n\u00e4chsten Tage, wenn ich dazu komme, mehr, auch dazu, wie es mich hierher verschlagen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(4 Kommentare.) Die Reiseerinnerungen aus meiner Kindheit spielen in Italien und den USA. Italien, das war Strand, aber das ist schon so lange her, dass ich das vielleicht nur aus Erz\u00e4hlungen wei\u00df. Strandboccia, Plastikstrandschuhe, erste Sonnenbrille. 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