{"id":6567,"date":"2015-09-04T17:49:44","date_gmt":"2015-09-04T15:49:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=6567"},"modified":"2023-06-13T07:44:44","modified_gmt":"2023-06-13T05:44:44","slug":"zimmer-mit-aussicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2015\/09\/zimmer-mit-aussicht.htm","title":{"rendered":"Zimmer mit Aussicht"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2015\/09\/zimmer-mit-aussicht.htm#comments'>5 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<p>Anfang der Ferien suchte ich nach einem Reiseziel und hatte Schwierigkeiten damit. Frau Rau hatte schon mal Erfahrungen mit dem Reiseveranstalter Studiosus gemacht, und kurz entschlossen buchte ich dort acht Tage gef\u00fchrtes Griechenland. Athen und die Peloponnes. Wegen Sonnenschein, Antike und modernem Griechenland.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt bin ich also Teil einer Reisegruppe (von 14 Personen). Das ist sehr interessant und passt zu meiner aktuellen Lekt\u00fcre. Da muss ich etwas ausholen: Bei meinem aktuellen W-Seminar bin ich auf einen deutschen Autor von Schauerromanen aus dem fr\u00fchen 19. Jahrhundert gesto\u00dfen, \u00fcber den ich mehr wissen wollte. Unter anderem besorgte ich mir eine Aufsatzsammlung zum Trivial- und Schauerroman jener Zeit, und einige Aufs\u00e4tze darin waren sehr ergeibig. (Dar\u00fcber werde ich noch einmal schreiben.) Einer brachte mich auf eine Anthologie mit Ausz\u00f9gen aus Romanen dieser Zeit, <em>Blutiges Biedermeier,<\/em> und die lese ich gerade. Da werden st\u00e4ndig kleinere Reisegruppen von R\u00e4ubern \u00fcberfallen. \u00dcberhaupt: Diese Reisegesellschaften, gerne in Postkutschen, kenne ich aus vielen englischen und deutschen Romanen und Novellen. (Und aus einigen Western. Und von Agatha Christie nat\u00fcrlich.) Da sind kauzige Gelehrte dabei, Frauen in M\u00e4nnerkleidung, aufschneiderische Adlige, Priester, Studenten, z\u00fcchtige B\u00fcrgert\u00f6chter, Soldaten, ehemalige Soldaten, fl\u00fcchtige Gefangene, Kaufleute &#8211; solche zusammengew\u00fcrfelte Reisegesellschaften \u00fcber mehrere Tage gibt es heute normalerweise nicht mehr. Daf\u00fcr reist man heute zu schnell.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Gruppe schreibe ich diesmal nichts. Schwerpunkte Wien und M\u00fcnchen, Ich bin der einzige Lehrer darin und nicht der j\u00fcngste Mitreisende. Kuriose Gestalten gibt es, aber ich finde ja eh die meisten Menschen kurios.<\/p>\n\n\n\n<p>Tag 1: Abholen vom Flughafen. Nachmittags ein bisschen in die Stadt gelaufen, davor auf den Lykavitt\u00f3s (&#8222;Wolfsberg&#8220;), die h\u00f6chste Erhebung Athens. In f\u00fcnfundzwanzig Minuten ist man oben, es f\u00fchlt sich aber l\u00e4nger an, denn es ist sehr hei\u00df und der Weg in der Hitze m\u00fchsam. Aber ich hatte genug zu trinken dabei, kriegte Pflanzen zu sehen, wie ich sie noch nie gesehen hatte (neben herk\u00f6mmlicheren Kakteen), und die gr\u00f6\u00dften Schmetterlinge, die ich je gesehen habe. Fotos von allem sind auf der Spiegelreflex, und ich kriege sie erst zu Hause ins Internet. Oben dann erst mal Pause bei einem Bierchen und einem Snack.<br>Abends traf sich dann die Gruppe zum ersten Mal, Vorstellungen, Planungen, danach gemeinsames Essen im Hotel.<\/p>\n\n\n\n<p>Tag 2: Sehr gut geschlafen. (Am Vorabend noch Klimaanlage heruntergedreht. Vermutlich gilt es als Qualit\u00e4tsmerkmal, G\u00e4sten erfrischend gek\u00fchlte Zimmer pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen.) Fr\u00fchst\u00fcck mit Aussicht und s\u00fc\u00dfen Feigen. Vormittags auf die Akropolis, dort F\u00fchrung durch unsere Reiseleitung, Kalliopi. Damit wir sie gut h\u00f6ren k\u00f6nnen, spricht sie in ein Mikrofon, und wir haben einen Funkempf\u00e4nger (abends aufzuladen, Mini-USB-Anschluss als Audioausgang und zum Laden) mit einem Knopf am Ohr. Das ist sehr praktisch, weil man auch bei gro\u00dfer Umgebungslautst\u00e4rke alles h\u00f6rt und niemanden st\u00f6rt und sich frei von der Gruppe bewegen kann, weil man die Sprecherin ja auch gar nicht mehr im Auge behalten muss. Au\u00dferdem erm\u00f6glicht das das Einspielen von Audioclips. Wei\u00dfe Rosen aus Athen, ahem.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Akropolis gibt&#8217;s \u00fcbrigens eduroam, ein internationales WLAN von Bildungseinrichtungen und am Sendlinger-Tor-Platz in M\u00fcnchen. Wenn man von einer Uni einen Zugang gekriegt hat, kann man den \u00fcberall nutzen, wo es eduroam gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Mittag dann das neue Akropolismuseum, in dem die Statuen und Friese ausgestellt sind, die vorher auf der Akropolis waren. Bis auf die, die im Britischen Museum stehen &#8211; auf Lord Elgin ist man in Griechenland nicht gut zu sprechen. Eine F\u00fchrung gekriegt. Mich gefreut \u00fcber das Schild &#8222;Archaeologists are available to answer your questions.&#8220; Nachmittag und Abend frei, ich war nach ein bisschen mehr Museum noch im Dionysos-Theater am S\u00fcdhang der Akropolis (kaum Leute da, im Gegensatz zu oben), danach durch die Stadt strawanzen. Ein leichtes Mittagessen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/wpid-20150905_145316.jpg\" alt=\"image\" title=\"20150905_145316.jpg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bier, Raki, Wasser (kriegt man eh immer). Im kleinen Zylinder gleich die Rechnung. Dann weiter Stadt, einen sehr sch\u00f6nen gro\u00dfen \u00fcberdachten Markt gefunden, auf dem es Unmengen von Fisch gab und Unmengen von Fleisch und Innereien in vielf\u00e4ltigen Zuschnitten. Nur wenig K\u00e4se, Obst habe ich gar nicht gesehen, W\u00fcrste auch nur roh, N\u00fcsse und S\u00fc\u00dfigkeiten drau\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann wieder Hotel, duschen und fernsehen. Tippen ins Tablet, daher wohl mit viel Tippfehlern. Morgen mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(5 Kommentare.) Anfang der Ferien suchte ich nach einem Reiseziel und hatte Schwierigkeiten damit. Frau Rau hatte schon mal Erfahrungen mit dem Reiseveranstalter Studiosus gemacht, und kurz entschlossen buchte ich dort acht Tage gef\u00fchrtes Griechenland. Athen und die Peloponnes. Wegen Sonnenschein, Antike und modernem Griechenland. Jetzt bin ich also Teil einer Reisegruppe (von 14 Personen). 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