{"id":6648,"date":"2015-10-25T21:08:18","date_gmt":"2015-10-25T20:08:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=6648"},"modified":"2023-06-13T07:40:58","modified_gmt":"2023-06-13T05:40:58","slug":"warum-ich-nicht-mehr-blogge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2015\/10\/warum-ich-nicht-mehr-blogge.htm","title":{"rendered":"Warum ich nicht mehr blogge"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2015\/10\/warum-ich-nicht-mehr-blogge.htm#comments'>9 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Ich bin kein Freund von Blogeintr\u00e4gen \u00fcbers Bloggen. Aber letzte Woche schrieb der Informatiklehrer embee nach knapp zwei Jahren wieder mal einen Blogeintrag, und zwar zum Thema <a href=\"https:\/\/zurueckindieschule.wordpress.com\/2015\/10\/16\/warum-ich-nicht-mehr-blogge\/\">&#8222;Warum ich nicht mehr blogge&#8220;<\/a>. Die Kurzfassung: Zu viel anderes zu tun. Und jetzt ruft er zu einer Blogparade auf und will wissen, wie andere Blogger &#8211; gerade mit Familie &#8211; das hinkriegen mit der Zeit. Auch ich soll dazu schreiben, obwohl ich keine Kinder habe. <\/p>\n<p>(Zuerst las ich die Frage als Synonym zu &#8222;Warum ich mit dem Bloggen aufgeh\u00f6rt habe&#8220; und verd\u00e4chtigte embee des ironischen Humors, diese Frage ausgerechnet in einem Blogeintrag zu stellen. Vielleicht hat er sie aber gemeint synonym zu &#8222;Warum ich nicht h\u00e4ufiger blogge&#8220;.<br \/>\nBei der Kurzgeschichte &#8222;Nachts schlafen die Ratten doch&#8220; von Wolfgang Borchert ist mir das genauso gegangen. Zu lesen ist deren Titel als beruhigend-best\u00e4tigende \u00c4u\u00dferung, mit Betonung auf dem <em>schlafen<\/em>. Ich habe den Titel, als er mir zuerst unter die Augen kam, erst mal interpretiert als Leugnung einer implizit zuvor get\u00e4tigten \u00c4u\u00dferung, mit der Betonung auf dem schlie\u00dfenden <em>doch:<\/em> So ein Quatsch, nat\u00fcrlich schlafen die Ratten nachts.&#8220; Was zeigt, wieviel ich von Ratten wei\u00df.)<\/p>\n<p>Ich blogge nicht mehr, als ich das tue, weil mir zur Zeit nichts einf\u00e4llt, das ich gerne von mir lesen w\u00fcrde. Dass mir nichts einf\u00e4llt, k\u00f6nnte aber tats\u00e4chlich an meiner mangelnden Zeit liegen. Ich brauche n\u00e4mlich viel Zeit zum Nichtstun, damit die Ideen reifen. Im Moment habe ich nur einen Plan f\u00fcr einen Eintrag, und der wird zu umfangreich f\u00fcr zwischendurch. Und dann lese ich gerade Alexander Solschenizyn, <em>Der Archipel Gulag,<\/em> in der wundersch\u00f6nen Erstausgabe von 1974 oder 1973. Das Buch war mir schon in der Kindheit im B\u00fccherregal meiner Eltern aufgefallen: am wenigstens noch der exotische Autorenname, aber vor allem die zwei fremden W\u00f6rter &#8222;Archipel&#8220; und Gulag&#8220;, und auch das Titelbild und Format (gro\u00dfformatiges Paperback) waren ungewohnt. Und jetzt lese ich das endlich und bin \u00fcberrascht, wie poetisch und unterhaltsam es beginnt. Aber das dauert, bis ich damit durch bin.<\/p>\n<p>In der Schule sorgen die Nachwehen von Evaluation und schrumpfende Sch\u00fclerzahlen f\u00fcr Turbulenzen. Das g\u00e4be schon einige Eintr\u00e4ge her, aber ich darf dar\u00fcber nichts schreiben.<\/p>\n<p>Ansonsten hatte ich ein sch\u00f6nes Wochenende mit Besuch und viel Essen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(9 Kommentare.) Ich bin kein Freund von Blogeintr\u00e4gen \u00fcbers Bloggen. 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