{"id":68480,"date":"2026-04-07T10:06:39","date_gmt":"2026-04-07T08:06:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=68480"},"modified":"2026-04-07T12:43:37","modified_gmt":"2026-04-07T10:43:37","slug":"gelesenes-und-gehoertes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2026\/04\/gelesenes-und-gehoertes.htm","title":{"rendered":"Gelesenes und Geh\u00f6rtes (Schnitzler, Eichendorff)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2026\/04\/gelesenes-und-gehoertes.htm#comments'>1 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arthur Schnitzler, Traumnovelle <\/h2>\n\n\n\n<p>(H\u00f6rbuch.) Das kennt man durch die Kubrick-Verfilmung <em>Eyes Wide Shut.<\/em> Der Traum im Titel bezieht sich einmal auf einen fantasyhaften erotischen Traum  Albertines, in dem sie ihrem Mann Fridolin untreu ist, und auf anderthalb traum-hafte N\u00e4chte, die Fridolin erlebt. Dabei schleicht er sich auf die Veranstaltung einer Geheimgesellschaft, die B\u00e4lle mit nackten Frauen organisiert, und wird nach seiner Entdeckung von einer maskierten (und sonst nackten) Dame ausgel\u00f6st. Am n\u00e4chsten Tag ist der Musiker, der ihn auf den Ball gelotst hat, von zwei kr\u00e4ftigen M\u00e4nnern besucht worden und seitdem verschwunden; eine Frau aus der Gesellschaft, die vielleicht Fridolins Retterin war, hat sich umgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Man fragt sich: Gib t es da noch kein Prequel dazu, das die Geschichte der maskierten Frau erz\u00e4hlt, die Geschichte der Geheimgesellschaft, des Musikers, der Tochter des Kost\u00fcmverleihers? All diese Zusammenh\u00e4nge bleiben unerkl\u00e4rt. Das ist reizvoll bei einer Geschichte, aber so eine Geheimgesellschaft reizt doch zum Einbau in eine Dracula-in-Wien-Trvialgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende erz\u00e4hlt Fridolin Albertine sein n\u00e4chtliches Abenteuer, tut aber so, als w\u00e4re das ein Traum gewesen. Hei\u00dft das dann im Umkehrschluss, dass die abenteuerliche Geschichte, die Albertine ihm zuvor als Traum erz\u00e4hlt hat, auch einen wahren Kern hat? War am Ende doch sie die geheimnisvolle Nackte auf dem Ball?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Thomas Burnett Swann, Prinzessin der Haie (1971)<\/h2>\n\n\n\n<p>Gelesen als Terra Fantasy Taschenbuch Band 68. Ein schlechtes Buch. Aber ein Buch, das kein typisches Terra-Fantasy-Abenteuer ist, sondern das ein traditioneller Roman (mit Fantasy-Elementen) sein m\u00f6chte, und das rechne ich ihm an. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung spielt im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der neunzehnj\u00e4hrige Charlie wird Hauslehrer f\u00fcr ein junges M\u00e4dchen auf einer privaten Karibikinsel und beginnt eine sexuelle Beziehung zu dessen deutlich \u00e4lterer Mutter. Die hat aber gleichzeitig eine Beziehung zum eingeborenen Aufseher, der auch Vater des M\u00e4dchens ist, und der die ganze Idee mit dem Hauslehrer hatte &#8211; weil dieser mit dem M\u00e4dchen einen Nachfolger f\u00fcr den Aufseher zeugen soll, der einer Linie von mythologisch-magischen AHnen entstammt. Nicht Vodoo, aber \u00e4hnliche <s>Schwimmungen<\/s> Stimmungen; auch sonst erinnert das Buch an <em>White Zombie<\/em> (1932) mit seinem unbek\u00fcmmerten Rassismus. Erz\u00e4hlt wird der Roman von einem Delphin.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungew\u00f6hnlich an dem Buch ist die F\u00fclle, ja Unmenge von Zitaten von englischen Autoren und Autorinnen vor allem des 19. Jahrhunderts. Die Inselbesitzerin und der Hauslehrer hantieren st\u00e4ndig mit Shakespare, Malory und Milton, mit Keats, Byron, Wordsworth (tats\u00e4chlich waren Kenntnisse dazu Bedingung f\u00fcr die Einstellung), mit Robert und Elizabeth Barrett Browning. Gothic Novels werden in Form von <em>The Castle of Otranto<\/em> und <em>Northanger Abbey<\/em> angerissen &#8211; nicht aber <em>Jane Eyre.<\/em> Das ist deshalb erw\u00e4hnenswert, weil sich Charlie ja in einer \u00e4hnlichen Position befindet wie Jane (n\u00e4mlich als Lehrkraft f\u00fcr eine junge Sch\u00fclerin, mit einem einzelnen Elternteil, das ein dunkles Geheimnis bewahrt), und weil f\u00fcnf Jahre vor Swanns Roman ein revolution\u00e4res Prequel zu <em>Jane Eyre<\/em> erschien, n\u00e4mlich <em>Wide Sargasso Sea<\/em> von Jean Rhys. Das spielt ebenfalls auf einer Karibikinsel und erz\u00e4hlt die Hintergrundgeschichte von Rochesters erster Frau und ist ungemein interessanter as Swanns Roman, wenn auch weniger zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eichendorff, Eine Meerfahrt<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Seemann Alvarez und der Student Antonio fahren in die neue Welt, nat\u00fcrlich mit Schiff und Besatzung. Ein Hintergedanke Antonios ist dabei, Neuigkeiten vom vor Jahren in der neuen Welt verschollenen Onkel Don Diego zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie landen auf einer Insel und legen sich mit den unfreundlichen Eingeborenen an, die eine Frau als G\u00f6ttin oder Zauberin verehren (weil Eichendorff: als Frau Venus bezeichnet). Die hei\u00dft Alma, spricht etwas Spanisch, und mit ihr fliehen sie zur n\u00e4chsten Insel. Dort treffen sie einen alten spanischst\u00e4mmigen Einsiedler, der erz\u00e4hlt, wie er  vor langer Zeit mit einem Schiff auf einer Insel sich mit unfreundlichen Eingeborenen anlegte, die eine Frau als G\u00f6ttin oder Anf\u00fchrerin hatten. Alma ist deren Nichte, der Einsiedler ist Don Diego, der verteilt sein Gold an die Abenteurer, die daruafhin beschlie\u00dfen, dass ihnen das reicht und sie lieber zur\u00fcck nach Spanien wollen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>So beschlossen sie alle einm\u00fctig, die neue Welt vorderhand noch unentdeckt zu lassen und vergn\u00fcgt in die gute alte wieder heimzukehren. \u2013 Diego sch\u00fcttelte halb unwillig den Kopf. \u00bbSo\u00ab, sagte er, \u00bbh\u00e4tte ich nicht getan, als ich noch jung war.\u00ab <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der alte Diego bleibt demnach auch auf seiner Insel zur\u00fcck, als letzter Romantiker, der sich vor dem Biedermeier geschlagen gibt?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erz\u00e4hlung wurde erst nach dem Tod Eichendorffs ver\u00f6ffentlicht. Wie bei Swann sind die Einwohner der Karibik erst einmal b\u00f6sartig. Interessant: Endlich einmal die Neue Welt in der deutschen Romantik. Die m\u00fcsste doch eigentlich naheliegend als Traum-Ziel sein, aber sonst f\u00e4llt mir nur &#8222;Haimatochare&#8220; von E.T.A. Hoffmann ein, eine Parodie, und nat\u00fcrlich Kleists &#8222;Erdbeben in Chili&#8220; und vor allem &#8222;Die Verlobung in St. Domingo&#8220;, beides zwar zeitgleich zur Romantik, aber keinesfalls romantisch.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eichendorff, Die Gl\u00fccksritter<\/h2>\n\n\n\n<p>Den Musiker Klarinett verschl\u00e4gt es mit dem Studenten Suppius auf ein vage unheimliches Schloss, wo sie f\u00fcr Edelleute gehalten werden. Klarinett erz\u00e4hlt der mit ihm behutsam flirtenden Schlossherrin Euphrosyne eine Sage &#8222;von einem verzauberten Schlosse des Grafen Gerold&#8220;, bei dem ein Ringtr\u00e4ger einst ein Wiederauferstehen bewirken soll. Nach der Erz\u00e4hlung entdeckt Klarinett das Gerold-Wappen am Schloss, au\u00dferdem tr\u00e4gt er selber einen Ring unbekannter Provenienz &#8211; soll die Sage gar wahr werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlossherrin Euphrosyne und Klarinett wollen heiraten. Am Ende schl\u00e4gt  Klarinett aber &#8222;ein Schlo\u00df, drei Weiler, vier Teiche und fette Karpfen und Untertanen und Himmelbett&#8220; aus und zieht wieder auf Abenteuer los \u2013 und das hat er gut getan, weil sich Euphrosyne als eine Hochstaplerin herausstellt, die illegal ein verlassenes Schloss des Grafen Gerold besetzt hat und nur auf das Geld des vermeintlich reichen Klarinett aus war.<\/p>\n\n\n\n<p>Genervt hat mich die Atemlosigkeit der etwas lieblos und mechanisch wirkenden langen Satzreichen von Eichendorff:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Da trat aber pl\u00f6tzlich ein langer Mann in einem zottigen Mantel um die Ecke, wie ein Tanzb\u00e4r in Stiefeln, der fa\u00dfte, ohne ein Wort zu sagen, den einen H\u00e4scher am Genick, den andern an der Halsbinde, warf den dahin, den dorthin, ri\u00df dem dritten seine Stange aus der Hand und versetzte damit dem vierten, der etwas dick war und nicht so geschwind entspringen konnte, einen Schlag \u00fcber den breiten R\u00fccken, und in einem Augenblick war alles auseinandergestoben und der Platz leer.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p> Das ist ein- oder zweimal ganz nett, ich hatte mir das notiert als Beispiel f\u00fcr Parataxe f\u00fcr den Unterricht, aber das kommt dann so oft, dass es seinen Reiz verliert. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Exkurs: Rehe bei Eichendorff<\/h2>\n\n\n\n<p>Weil mir die vielen Rehe bei der Lekt\u00fcre von &#8222;Eine Meerfahrt&#8220; aufgesto\u00dfen waren und sie mir in &#8222;Die Gl\u00fccksritter&#8220; gleich wieder begegneten, habe ich mal die Verwendung von Rehen in den f\u00fcnf Erz\u00e4hlungen Eichendorffs, die ich kenne (einige wenige weitere sind zu lange her), herausgesucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das geht mit:<br><code>unzip -p taugenichts.epub | grep -a \"Reh\" &gt; taugenichts.txt<\/code><\/p>\n\n\n\n<p>Man kann nat\u00fcrlich auch im Ebook-Reader der Wahl nach &#8222;Reh&#8220; suchen und die Stellen manuell herauskopieren. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aus dem Leben eines Taugenichts<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das M\u00e4dchen war bei dem ersten Ger\u00e4usch wie ein Reh davongesprungen und im Dunkel verschwunden. <\/li>\n\n\n\n<li>Unterdes war die sch\u00f6ne gn\u00e4dige Frau vor dem Rumor heimlich entsprungen und flog wie ein aufgescheuchtes Reh \u00fcber den Rasen tiefer in den Garten hinein. <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Fazit: Wenig Rehe, und nur metaphorische. Schon okay, aber eines k\u00f6nnen wir streichen, das ist doppelt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Marmorbild<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Als sie die Zweige hinter sich rauschen h\u00f6rte, sprang das sch\u00f6ne Bildchen rasch auf, steckte die Larve vor und floh, schnell wie ein aufgescheuchtes Reh, wieder zur Gesellschaft zur\u00fcck.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Fazit: Ein metaphorisches Reh.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Entf\u00fchrung<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jetzt, um eine Hecke biegend, sah er auf einmal das ganze Schlo\u00df vor sich, mitten im Gr\u00fcn, als wollts in alle Fenster steigen; auf der steinernen Rampe vor der Saalt\u00fcr, vom Abendrot beschienen, sa\u00dfen eine \u00e4ltliche Dame und eine schlanke M\u00e4dchengestalt am Stickrahmen, ein zahmes Reh graste neben ihnen in der sch\u00f6nen Wildnis, alle drei den Ankommenden erstaunt betrachtend.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Fazit: Ein echtes Reh, zahm. Die M\u00e4dchengestalt ist die Gr\u00e4fin Diana, die wie ihr mythologisches Vorbild M\u00e4nner meidet und gerne auf die Jagd geht. Da passt das Reh, zumal es in Ruhe ist und nicht gleich aufspringt wie sonst immer. \u00dcberhaupt, eine lesenswerte Erz\u00e4hlung (<a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2015\/05\/das-biedermeier.htm\">Blogeintrag<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eine Meerfahrt<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Soll Fortuna mir behagen,<br>Will ich \u00fcber Strom und Feld<br>Wie ein schlankes Reh sie jagen<br>Lustig, bis ans End&#8216; der Welt!\u00ab<\/li>\n\n\n\n<li>Fremde Rehe grasten auf einem einsamen Bergeshange, die reckten scheu die langen schlanken H\u00e4lse empor, dann flogen sie pfeilschnell durch die Nacht, da\u00df es noch weit zwischen den stillen Felsw\u00e4nden donnerte.<\/li>\n\n\n\n<li>Rehe weideten auf den einsamen G\u00e4ngen, an den B\u00e4umen schlangen sich \u00fcppige Ranken wild bis \u00fcber die Wipfel hinaus, von wunderbaren hohen Blumen durchgl\u00fcht.<\/li>\n\n\n\n<li>Da brach pl\u00f6tzlich ein Reh neben ihm durch das Dickicht, er zog schnell seinen Degen.<\/li>\n\n\n\n<li>Wo die wilden B\u00e4che rauschen<br>Und die hohen Palmen stehn,<br>Wenn die J\u00e4ger heimlich lauschen,<br>Viele Rehe einsam gehn.<br>Bin ein Reh, flieg durch die Tr\u00fcmmer<\/li>\n\n\n\n<li>Alma war recht zu Hause hier, sie sprang wie ein Reh von Klippe zu Klippe und half lachend dem steifen Alvarez, wenn ihm vor einem Sprunge graute.<\/li>\n\n\n\n<li>Unterdes hatte der Morgen ringsum alles vergoldet und funkelte lustig in den Gl\u00e4sern und Waffen, ein Reh weidete neben ihnen, und sch\u00f6ne, bunte V\u00f6gel flatterten von den Zweigen und naschten vertraulich mit von dem Fr\u00fchst\u00fcck der Fremden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Fazit: Drei Stellen in Gedichten; ein metaphorisches Reh (aber diesmal nicht schreckhaft, sonder trittsicher); drei Rehe im Wald, die f\u00fcr die Unber\u00fchrtheit der Natur stehen. Zu viel, zu viel!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Gl\u00fccksritter<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zwischen den B\u00e4umen aber flog das erste halbe Morgenlicht schon schr\u00e4g \u00fcber den luftigen Rasen, ein paar Rehe, die in der Nacht mit den Pferden geweidet, schl\u00fcpften raschelnd durch die D\u00e4mmerung tiefer in den Wald zur\u00fcck, sonst war noch alles still.<\/li>\n\n\n\n<li>ein andrer lag daneben und sah ihm ver\u00e4chtlich zu, den Arm stolz in die Seite gestemmt, da\u00df ihm im Mondschein der Ellbogen aus dem Loch im \u00c4rmel gl\u00e4nzte, w\u00e4hrend weiterhin zwei holkische J\u00e4ger soeben durch das Dickicht brachen und ein frischgeschossenes Reh herbeischleppten.<\/li>\n\n\n\n<li>und derweil rauscht der Wald drau\u00dfen und schilt mich, und die Rehe gucken durch den Gartenzaun und lachen mich aus \u2013 ja Wald und Rehe, als wenn das alles nur so zum Einheizen und Essen w\u00e4r!<\/li>\n\n\n\n<li>Manch zackiges Schlo\u00df steht darinne,<br>Die Rehe grasen ums Haus,<br>Da sieht man weit von der Zinne,<br>Weit \u00fcber die L\u00e4nder hinaus \u2013<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Fazit: Keine metaphorischen Rehe; ein lyrisches Reh; ein fl\u00fcchtendes Reh; eines &#8211; das ist neu &#8211; als Jagdeute; und einmal lachende Rehe. Dennoch, immer noch zu viel.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vorschalg: &#8222;Rehgrenze&#8220; als Fachbegriff<\/h4>\n\n\n\n<p>Kann man also sagen: Je weniger Rehe, desto besser der Eichendorff? Oder wenigstens eine Rehgrenze einf\u00fchren, ab der Eichendorffins Klischee abrutscht, so um die drei pro Erz\u00e4hlung?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(1 Kommentare.) Arthur Schnitzler, Traumnovelle (H\u00f6rbuch.) Das kennt man durch die Kubrick-Verfilmung Eyes Wide Shut. Der Traum im Titel bezieht sich einmal auf einen fantasyhaften erotischen Traum Albertines, in dem sie ihrem Mann Fridolin untreu ist, und auf anderthalb traum-hafte N\u00e4chte, die Fridolin erlebt. 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