{"id":7504,"date":"2016-05-03T21:16:17","date_gmt":"2016-05-03T19:16:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=7504"},"modified":"2016-05-03T21:16:17","modified_gmt":"2016-05-03T19:16:17","slug":"gedanken-bei-der-aufsicht-zum-deutsch-abitur-bayern-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2016\/05\/gedanken-bei-der-aufsicht-zum-deutsch-abitur-bayern-2016.htm","title":{"rendered":"Gedanken bei der Aufsicht zum Deutsch-Abitur Bayern 2016"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2016\/05\/gedanken-bei-der-aufsicht-zum-deutsch-abitur-bayern-2016.htm#comments'>10 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Heute begann das Deutsch-Abitur in Bayern, ich wei\u00df nicht mein wievieltes. Bei den ersten war ich noch nerv\u00f6s, aber seit etlichen Jahren ist das Routine geworden. Unterricht, der ist immer noch aufregend, und eigene Klausuren auch ein bisschen, aber das Abitur sieht mich \u00e4u\u00dferst gelassen &#8211; auch weil ich wei\u00df, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern gut vorbereitet sein m\u00fcssten. Die Pr\u00fcfung ist jetzt nicht mehr meine Aufgabe. Klar korrigiere ich noch und mache vor allem Aufsicht.<\/p>\n<p>Abituraufsicht: Das habe ich heute zwei Stunden lang im Klassenzimmer gemacht, ganz ohne Fremdbesch\u00e4ftigung. Im Eck hing ein Poster mit den zw\u00f6lf olympischen G\u00f6ttern. Die Namen konnte ich auch mit Brille nicht lesen, nur die L\u00e4nge der jeweils griechischen und r\u00f6mischen Bezeichnungen sch\u00e4tzen. \u00dcber den Namen waren Statuen abgebildet, an denen konnte ich mich orientieren. Immerhin wei\u00df ich, dass Hades nicht dazu geh\u00f6rt und die \u00fcbrige Besetzung ein wenig schwanken kann. (Dionysos? Hestia?) Das hat mich eine Weile besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>\u00dcber meine schriftlichen Pr\u00fcfungen schreibe ich \u00fcbrigens immer &#8222;1. Schulaufgabe aus dem Deutschen&#8220; oder &#8222;2. Klausur aus der Informatik&#8220;. So habe ich das als Sch\u00fcler kennengelernt. Nach dem Referendariat dachte ich irgendwann, modern sein zu wollen, und w\u00e4hlte &#8222;3. Stegreifaufgabe (Englisch)&#8220; &#8211; aber seit einiger Zeit bin ich wieder zu der sch\u00f6nen altmodischen Formulierung zur\u00fcck. Man braucht doch auch Traditionen.<\/p>\n<p>Ich bin jetzt \u00fcbrigens seit \u00fcber 20 Jahren Lehrer, wenn man das Referendariat mitrechnet. Im Jahr 2000 war die Angabe zum Deutsch-Abitur noch 7 Seiten lang (im Leistungskurs), bei 6 Themen. Inzwischen sind es 5 Themen und 24 Seiten. Nu.<\/p>\n<p>Danach habe ich noch einmal zwei Stunden Aufsicht gemacht, diesmal auf dem Gang.  Da darf man sich auch nicht fremdbesch\u00e4ftigen. Also wacht man mit dem Kollegen \u00fcber die Toiletten, da nur immer ein Sch\u00fcler beziehungsweise eine Sch\u00fclerin gleichzeitig hinein darf. Auf dem Tisch improvisiert man sinnige Marker (siehe Informatik, &#8222;Semaphore&#8220;), um sich merken zu k\u00f6nnen, welche Toilette gerade besetzt ist. Und spekuliert, wer sich wohl die H\u00e4nde gewaschen hat und wer nicht.<\/p>\n<p>Ansonsten bin ich gerade Strohwitwer (Frau Rau ist auf der re:publica) und mache mir ein Vergn\u00fcgen daraus, die Lebensmittel aus K\u00fchlschrank und Kartoffelkiste effizient zu Gerichten zu kombinieren. Asia-Gem\u00fcse und Kohlrabigr\u00fcn aus der Pfanne, mit Chorizo. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(10 Kommentare.) Heute begann das Deutsch-Abitur in Bayern, ich wei\u00df nicht mein wievieltes. Bei den ersten war ich noch nerv\u00f6s, aber seit etlichen Jahren ist das Routine geworden. 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