{"id":781,"date":"2006-11-15T12:37:45","date_gmt":"2006-11-15T11:37:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/11\/playing-games-i.htm"},"modified":"2016-01-04T19:42:13","modified_gmt":"2016-01-04T18:42:13","slug":"playing-games-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/11\/playing-games-i.htm","title":{"rendered":"Playing Games I"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/11\/playing-games-i.htm#comments'>3 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Gestern Nachmittagsstunde im Englisch-Leistungskurs. Etliche Leute waren nicht da wegen Klausur am folgenden Tag; das ist inzwischen g\u00e4ngige Praxis unter den Sch\u00fclern. Ich nehme es ihnen inzwischen gar nicht mehr so \u00fcbel, solange sie sonst regelm\u00e4\u00dfig anwesend sind, aber mein Respekt sinkt nat\u00fcrlich genauso wie an der Uni damals mein Respekt gegen\u00fcber den Kommilitonen, die immer um Verl\u00e4ngerung bettelten.<\/p>\n<p>Das nur am Rande. Es war eine nette Stunde, fand ich. Die Sch\u00fcler schreiben diese Tage \u00fcber viel Klausuren und m\u00fcssen f\u00fcr den Leistungskurs ein &#8211; kurzes &#8211; Theaterst\u00fcck lesen, also mache ich gerade schonenden Unterricht. Gestern haben wir gespielt, und zwar &#8222;Give Me The Brain&#8220; und &#8222;Before I Kill You, Mr Bond&#8220; bzw. auch die aus rechtlichen Gr\u00fcnden umbenannte Neufassung &#8222;James Ernest&#8217;s Totally Renamed Spy Game&#8220;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/brain2.jpg\" alt=\"\" \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/brain1.jpg\" alt=\"\" \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/brain3.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Give Me The Brain&#8220; ist ein Spiel \u00fcber ein Fastfood-Restaurant in der H\u00f6lle, jeder Spieler ist ein Zombie, der dort arbeitet und Feierabend haben m\u00f6chte. Feierabend kann er machen, wenn er all seine Karten mit Auftr\u00e4gen darauf losgeworden ist. F\u00fcr manche Auftr\u00e4ge reicht eine Hand, da kann man zwei auf einmal erledigen, f\u00fcr andere braucht man beide H\u00e4nde, und am schwierigsten sind die Auftr\u00e4ge, f\u00fcr die man ein Hirn braucht. Davon gibt&#8217;s im ganzen Spiel aber nur eines. Daher der Titel des Spiels.<\/p>\n<p>Bei &#8222;Before I Kill You, Mr Bond&#8220; spielt jeder Spieler einen <a href=\"http:\/\/www.eviloverlord.com\/lists\/overlord.html\">Evil Overlord<\/a>, der geheime Kommandozentralen anlegt und darauf wartet, dass sich ein Geheimagent dorthin begibt. Den kann man dann gleich f\u00fcr wenig Punkte umbringen oder erst noch ein wenig qu\u00e4len oder mit Hummer und Champagner m\u00e4sten und vollquatschen, wie das die Schurken in den James-Bond-Filmen immer tun. Das gibt mehr Punkte, aber daf\u00fcr erh\u00f6ht sich das Risiko, dass der Geheimagent doch das tut, was sie immer tun, n\u00e4mlich entkommen.<br \/>\nVor allem das zweite Spiel profitiert sehr vom sprachlichen Einsatz und dramatischem Flair der Mitspieler.<\/p>\n<p>(\u00dcber beide Spiele habe ich vor zwei Jahren <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2004\/10\/cheapass-games.htm\">schon mal mehr geschrieben<\/a>.)<\/p>\n<p>Das Bond-Spiel ist, glaube ich, besser angekommen als das andere, aber darum ging es ja gar nicht: Die Sch\u00fcler sollten vor allem eine englische Spielanleitung lesen und verstehen, sich miteinander auf die Regeln einigen und &#8211; auf Englisch &#8211; miteinander beim Spielen kommunizieren. Zuerst h\u00f6rte ich immer wieder deutsche S\u00e4tze, aber mittelernste Drohungen meinerseits und die Gew\u00f6hnung haben dazu gef\u00fchrt, dass sich bald doch alle weitgehend auf Englisch unterhalten haben.<\/p>\n<p>Die Textsorte Spielanleitung ist beileibe keine einfache. Wie oft haben wir uns in unserer Spielerrunde vor zwanzig Jahren in die Haare gekriegt, und das waren Anleitungen in unserer Muttersprache. Wenn man die Anleitungen aber versteht, wird man belohnt dadurch, dass man ein Spiel spielen kann. Das klingt vern\u00fcnftig. Trotzdem hat mich gewundert und gefreut, wie wenig Probleme die Sch\u00fcler damit hatten.<br \/>\nBeide Spiele haben aber auch relativ kurze und eindeutige Spielanleitungen und geben dabei viel Anlass zum Reden. Vielleicht schaffen wir&#8217;s auch mal bis zu &#8222;Once upon a time&#8220; (dt. Ausgabe: &#8222;Es war einmal&#8220;), aber das erfordert Vorarbeit.<\/p>\n<p>Ergebnissicherung gab es keine, ich sollte vielleicht n\u00e4chste Stunde ein Blatt mit den wichtigsten Vokabeln austeilen &#8211; <em>to cut the cards, deck, stack, hand, play, move, to shuffle, overhand shuffle, riffle shuffle, ante<\/em>&#8230; wo doch Pokern eh so angesagt ist.<\/p>\n<p>Spiele und Spielerrunden: Mir ist soviel eingefallen, was ich loswerden m\u00f6chte (genaugenommen habe ich heute Nachmittag eine Kollegin damit vollgequasselt, die mich im Auto nach M\u00fcnchen mitgenommen hat), dass ich morgen mehr dazu schreiben will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(3 Kommentare.) Gestern Nachmittagsstunde im Englisch-Leistungskurs. Etliche Leute waren nicht da wegen Klausur am folgenden Tag; das ist inzwischen g\u00e4ngige Praxis unter den Sch\u00fclern. 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