{"id":805,"date":"2006-12-04T21:15:22","date_gmt":"2006-12-04T20:15:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/12\/wofuer-man-fremdsprachen-lernt-ii.htm"},"modified":"2008-03-22T08:20:50","modified_gmt":"2008-03-22T07:20:50","slug":"wofuer-man-fremdsprachen-lernt-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/12\/wofuer-man-fremdsprachen-lernt-ii.htm","title":{"rendered":"Wof\u00fcr man Fremdsprachen lernt II"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2006\/12\/wofuer-man-fremdsprachen-lernt-ii.htm#comments'>2 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Um mit anderen Menschen wunderbare Zeit verbringen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd das kam so:<\/p>\n<p>Gestern abend feierte eine Kollegin Geburtstag und ich war eingeladen, in einer Tapas-Bar, mit H\u00e4ppchen und Getr\u00e4nken. Um mich herum Kollegen und deren Partner. Und zwei italienische Lehrerinnen, die gerade mit ihren Sch\u00fclern an unserem Austauschprogramm teilnehmen. Ich setze mich also brav neben die eine davon, weil da noch Platz ist. Und weil ich ein guter Gastgeber sein will, fange ich Konversation an.<br \/>\nEigentlich bin ich eher still und zur\u00fcckhaltend, wenn Erwachsene um mich herum sind. Sehr schweigsam, au\u00dfer Kollege D. will in der S-Bahn etwas \u00fcber Comics wissen. (Oder wenn Kollege D. in der S-Bahn gar nichts \u00fcber Comics wissen will, aber trotzdem neben mir sitzt.)<br \/>\nAber wenn ich mich nicht vor Gastgeberpflichten dr\u00fccken kann, mache ich Smalltalk. Gerne auch mit der h\u00fcbschen Italienerin neben mir.<\/p>\n<p>Und als wir dann wieder aufschauen, sind drei Stunden vergangen, sie muss gehen, und ich spreche &#8211; mehr oder weniger zum ersten Mal &#8211; ein paar Worte mit den befreundeten Kollegen. Die grinsen alle und meinen, ich gl\u00fchte immer noch.<\/p>\n<p>Es war aber auch ein wirklich sch\u00f6ner Abend. Wir haben uns haupts\u00e4chlich auf Englisch unterhalten, und nicht ganz so oft auf Deutsch. Zwischendurch spanische und lateinische Brocken, und zum Ausgleich eine Zeitlang auf Franz\u00f6sisch, ihrer besten Fremdsprache und meiner schlechtesten. (Das Sprechen in einer Fremdsprache zieht automatisch 20 Punkte vom IQ ab, und man sagt vielleicht eher das, was man richtig sagen kann, als das, was man sagen will. Oder um mit Friedrich Torberg den in die USA emigrierten Franz Moln\u00e1r zu zitieren: &#8222;Es ist sehr traurig, ich habe oft mitten im Satz meine Weltanschauung \u00e4ndern m\u00fcssern.&#8220;) Ganz bezaubernd, ich erz\u00e4hle lediglich aus Diskretion nicht mehr.<\/p>\n<p>Ist das Flirten, wenn man aus gegebenem Anlass ein paar Zeilen aus <em>Madama Butterfly<\/em> singt? Oder wenn man Aschenbecher, Gl\u00e4ser und Tapas-Sch\u00e4lchen auf dem Tisch arrangiert, um eine Geschichte zu illustrieren &#8211; eine Vorgehensweise, die ich mir aus amerikanischen Filmen der sp\u00e4ten 40er und 50er Jahre abgechaut habe. Rock Hudson oder Red Skelton und so. (Die Geschichte war \u00fcbrigens die, warum ich Platons <em>Phaidros<\/em> so lustig finde. \u00c4hem. Das hatte sich ganz nat\u00fcrlich im Gespr\u00e4ch so ergeben. Ehrlich.)<\/p>\n<p>Ich habe den ganzen Tag heute ein breites Grinsen nicht aus dem Gesicht gekriegt. Oder doch eher ein friedsames L\u00e4cheln? <\/p>\n<p>Ja, und da die Kollegen meinten, dar\u00fcber wollten sie gerne im Blog lesen, schreibe ich das jetzt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(2 Kommentare.) Um mit anderen Menschen wunderbare Zeit verbringen zu k\u00f6nnen. Und das kam so: Gestern abend feierte eine Kollegin Geburtstag und ich war eingeladen, in einer Tapas-Bar, mit H\u00e4ppchen und Getr\u00e4nken. 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