{"id":8425,"date":"2016-11-22T07:21:31","date_gmt":"2016-11-22T06:21:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/?p=8425"},"modified":"2023-05-24T12:09:17","modified_gmt":"2023-05-24T10:09:17","slug":"wie-das-heimnetz-bei-mir-zu-hause-aussieht-ein-ueberblick-fuer-einsteiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2016\/11\/wie-das-heimnetz-bei-mir-zu-hause-aussieht-ein-ueberblick-fuer-einsteiger.htm","title":{"rendered":"Wie das Heimnetz bei mir zu Hause aussieht (ein \u00dcberblick f\u00fcr Einsteiger)"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2016\/11\/wie-das-heimnetz-bei-mir-zu-hause-aussieht-ein-ueberblick-fuer-einsteiger.htm#comments'>4 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Ein ganz einfaches Heimnetz<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie so viele habe ich einen Router zu Hause. Der Router ist mit dem Internet verbunden, und mein Rechner ist mit dem Router verbunden und kommt durch diesen auch ins Internet. Das kann man sich so vorstellen &#8211; links ist mein Rechner, rechts das Internet:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"346\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk1.png\" alt=\"Netzwerl mit 1 Router und 1 Rechner\" class=\"wp-image-8432\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk1.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk1-150x74.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk1-300x148.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk1-660x326.png 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn ich von meinem Rechner aus eine Webseite aufrufen will, dann nutze ich einen Client (ein Programm, das daf\u00fcr gedacht ist, zum Beispiel Mozilla Firefox) und gebe den Namen oder die Adresse eines anderen Rechners sein, auf dem ein Server-Programm l\u00e4uft, das auf Anfragen Webseiten an den Client ausliefert.<br>Nach diesem Client-Server-Modell funktionieren ganz viele Dienste: Wenn ich von meinem Rechner aus meine E-Mails laden m\u00f6chte, dann nutze ich einen E-Mail-Client (zum Beispiel Thunderbird), und der verbindet sich dann mit einem E-Mail-Server.<br>Wenn ich Dateien von meinem Rechner auf einen anderen Rechner im Internet bringen m\u00f6chte (zum Beispiel f\u00fcr die Homepage, oder f\u00fcr Backups der Homepage auch in die andere Richtung), dann nutze ich dazu einen Client, der speziell daf\u00fcr gedacht ist (zum Beispiel FileZilla).<br>Zwar kann ich auch Firefox nutzen, um Mails zu schreiben und abzuholen, oder Dateien hin und her zu schicken, aber mit einem Programm, das speziell daf\u00fcr gedacht ist, geht das viel besser. Auf dem Handy nutzt man ja auch eine eigene App f\u00fcr alles m\u00f6gliche.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich ist auch mein Router so ein Webserver. Wenn ich zu Hause die Adresse meines Routers in den Browser eingebe, dann kriege ich keine Fehlermeldung als Antwort, sondern eine Webseite, auf der ich Einstellungen an meinem Router vornehmen kann.<br>Wenn jetzt mein Router ein Webserver ist, und mein Router im Internet ist, und ich mit meinem Rechner ins Internet kann &#8211; kann dann das Internet nicht auch zu mir? Jawohl, das kann es, denn es gilt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wenn dein Rechner mit dem Internet verbunden ist, dann ist auch das Internet mit deinem Rechner verbunden.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Allerdings d\u00fcrften kaum Anfragen aus dem Internet an den Webserver in meinem Router kommen: Denn die Adresse meines Routers wechselt t\u00e4glich; das ist bei kleinen und mittleren Kunden so. Wenn aber doch jemand eine Anfrage schickt, dann reagiert mein Router einfach nicht. Der ist sinnvollerweise erst mal so eingestellt, dass er auf Anfragen aus dem Internet \u00fcberhaupt nicht reagiert: Er bildet eine Firewall zwischen dem Internet und meinem Heimnetz.<br>Es gibt ein paar Gr\u00fcnde, seinen Router f\u00fcr Anfragen aus dem Internet zu \u00f6ffnen, dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Ein Heimnetz mit mehr Ger\u00e4ten<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu Hause ist nat\u00fcrlich nicht nur mein Rechner mit dem WLAN-Router verbunden, alle m\u00f6glichen Ger\u00e4te sind das ebenso, entweder \u00fcber WLAN oder \u00fcber ein Kabel:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"658\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2a.png\" alt=\"WLAN-Router mit verschiedenen angeschlossenen Ger\u00e4ten\" class=\"wp-image-8444\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2a.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2a-150x141.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2a-300x282.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2a-660x620.png 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>(Das bildet \u00fcbrigens nicht mein tats\u00e4chliches Heimnetz ab, sondern dient zur Illustration.)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mit meinem Tablet will ich ins Internet, und deshalb ist es mit dem Router verbunden.<\/li>\n\n\n\n<li>Das gilt auch f\u00fcr den Laptop von Frau Rau.<\/li>\n\n\n\n<li>Und ihr Handy.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch das K\u00fcchenradio soll ins Internet: Damit ich von da aus BBC Radio Four h\u00f6ren kann.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Fernseher auch: Damit ich darauf Youtube-Videos anschauen kann.<\/li>\n\n\n\n<li>Und der TV-Stick am Fernseher (egal ob der Amazon Fire TV Stick oder der Chromecast-Stick von Google), der soll auch &#8211; unter anderem &#8211; ins Internet, um sich von dort Filme zu holen.<\/li>\n\n\n\n<li>Und mein Drucker h\u00e4ngt auch am Router.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wieso der Drucker? (\u00dcbrigens hat auch mein Drucker einen eingebauten Webserver: Wenn ich die Druckeradresse in meinen Browser eingebe, kriege ich nicht etwa eine Fehlermeldung, sondern eine Webseite &#8211; n\u00e4mlich eine, auf der ich den Drucker konfigurieren kann.) Mit dem Drucker will ich doch gar nicht ins Internet?<br>Diese Ger\u00e4te sind n\u00e4mlich nicht nur \u00fcber den Router mit dem Internet verbunden, sondern auch untereinander. Das ist praktisch:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ich kann von meinem Rechner auf den Drucker zugreifen, obwohl sie nicht direkt miteinander verbunden sind &#8211; weil der WLAN-Router den Kontakt herstellt.<\/li>\n\n\n\n<li>Drucken kann ich dann auch vom Laptop aus, und grunds\u00e4tzlich auch von Tablet und Handy.<\/li>\n\n\n\n<li>Ich kann mein Tablet als Fernsteuerung f\u00fcr den Fernseher verwenden, nicht \u00fcber Infrarot (wie die regul\u00e4re Fernsteuerung), sondern \u00fcber das gemeinsame Netzwerk. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ich Text eingeben m\u00f6chte, was mit der Fernsteuerung lange dauert.<\/li>\n\n\n\n<li>Ich kann mit dem Rechner, oder dem Tablet, oder dem Handy, oder dem Laptop den TV-Stick im Fernseher ansprechen und Inhalte an diesen schicken, damit der sie dann an den Fernseher vermittelt.<\/li>\n\n\n\n<li>Ich kann Bilder von meinem Tablet auf meinen Rechner kriegen, ohne die Ger\u00e4te durch ein USB-Kabel miteinander verbinden zu m\u00fcssen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Kurz: Die Ger\u00e4te im lokalen Netz sind auch <em>miteinander<\/em> verbunden. Praktisch ist das auch dann, wenn ich auf dem K\u00fcchenradio ein Musikst\u00fcck wiedergeben m\u00f6chte, das auf der Festplatte meines Rechners liegt, oder auf dem Fernseher einen Film von dort. Oder wenn ich im Wohnzimmer am Tablet arbeite und gerne eine Datei von der Festplatte meines Rechners h\u00e4tte &#8211; ein Urlaubsbild, einen Film, ein Textdokument.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nachteil bei diesen konkreten W\u00fcnschen: Damit ich an die Festplatte meines Rechners komme, muss der Rechner angeschaltet sein. Das ist ein ein bisschen bl\u00f6d. Wenn ich jederzeit und ohne vorherige Planung an meine Daten kommen m\u00f6chte, m\u00fcsste mein Rechner permanent angeschaltet sein. Wenn es nur einen Computer im Haus g\u00e4be, der ohnehin 24 Stunden am Tag an ist&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;und den gibt es nat\u00fcrlich: Der Router. Auch wenn daran kein Monitor und keine Tastatur h\u00e4ngen, bleibt es doch ein vollst\u00e4ndiger Computer. Eine Festplatte im technischen Sinn hat er nicht, aber doch so etwas \u00e4hnliches, jedenfalls genug Speicherplatz f\u00fcr sein Betriebssystem und sonst noch ein paar Sachen. Klar, f\u00fcr Videos reicht der Speicherplatz nicht. Aber ich kann an meinen Router eine externe Festplatte anstecken, so eine recht ausreichend gro\u00dfe. Dann brauche ich eigentlich die Festplatte auf dem Laptop und dem Rechner nur noch f\u00fcr das Betriebssystem und Programme und als Zwischenspeicher, und alle meine wichtigen Dateien liegen auf der Festplatte am Router, und der Router bedient die anderen Ger\u00e4te alle, wenn die etwas wollen &#8211; Videos und Urlaubsbilder f\u00fcr den Fernseher, mp3-Dateien f\u00fcr das K\u00fcchenradio, Textdateien f\u00fcr meine Unterrichtsvorbereitung am Rechner.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider geht das nicht wirklich sehr gut. Der Router ist zwar ein Rechner, der st\u00e4ndig an ist, aber er ist kein sehr schneller Rechner, sondern ein langsamer, der eigentlich f\u00fcr andere Aufgaben gedacht ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Ein Heimnetz mit mehr Ger\u00e4ten, darunter einem Datei- und Medienserver<\/h3>\n\n\n\n<p>Also habe ich mir in den Sommerferien &#8211; auch weil mein Hauptrechner ein wenig unzuverl\u00e4ssig wurde und nicht jedesmal gleich startete &#8211; einen eigenen Rechner gekauft, der an meinen Router angeschlossen ist, und der eigentlich nur aus Festplatte, einem sehr zuverl\u00e4ssigen Betriebssystem, und etlichen sehr komfortablen Diensten besteht. (Ein Webserver ist nat\u00fcrlich auch wieder dabei: Wenn ich die Adresse des neuen Rechners in den Browser eingebe, kriege ich nicht etwa eine Fehlermeldung, sondern eine Webseite &#8211; wie \u00fcblich und zur Konfigurierung des Rechners. Ich will ja nicht immer eine Tastatur und eine Monitor anschlie\u00dfen, oder \u00fcber die Kommandozeile mir Zugang verschaffen.) Dieser Rechner schl\u00e4ft ein, wenn er nicht gebraucht wird, und verbraucht dann 6 Watt in diesem Ruhemodus. Wenn er gebraucht wird, wacht er auf, und bietet allen Ger\u00e4ten im lokalen Netz seinen Inhalt an: Fotos, Videos, Dokumente; f\u00fcr die Medienabspielger\u00e4te (Fernseher, K\u00fcchenradio, Tablet) auch in besonders aufbereiteter Form als Medienserver &#8211; das links oben ist er:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"658\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2b.png\" alt=\"Rechnernetz mit Router und Fileserver\" class=\"wp-image-8443\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2b.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2b-150x141.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2b-300x282.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk2b-660x620.png 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Anders als der Router ist dieser Rechner daf\u00fcr ausgelegt, gro\u00dfe Dateimengen zu verwalten und zur Verf\u00fcgung zu stellen. (Gr\u00f6\u00dfere und teurere Rechner k\u00f6nnten das noch besser, und zum Beispiel Videodateien in das jeweils passendste Format f\u00fcr den Klienten \u00fcbersetzen, aber das brauche ich nicht.) Auf Laptop und Rechner habe ich die Festplatte dieses Fileservers als Laufwerke eingebunden und kann diese verwenden wie ein ganz normales Laufwerk; auf dem Tablet habe ich einen Medien-Klienten laufen, der sich die Filme vom Medien-Server schicken l\u00e4sst. Nicht so schnell wie auf einer lokalen Festplatte oder gar SSD, aber schnell genug.<\/p>\n\n\n\n<p>(Backups kommen auf externe Festplatte. Keine richtige L\u00f6sung habe ich bisher f\u00fcr sensible Daten; im Moment sind die in verschl\u00fcsselten Containern, aber richtig oft muss ich nur an meine Firefox- und Thunderbird-Daten, f\u00fcr die h\u00e4tte ich gerne eine bessere L\u00f6sung. Doch mal eine ganze Partition verschl\u00fcsseln?)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Ein Heimnetz mit mehr Ger\u00e4ten, darunter einem Datei- und Medienserver, und Zugriff darauf von au\u00dfen<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn dieser Rechner ohnehin 24 Stunden am Tag an ist, zumindest im Ruhemodus, w\u00e4re es dann nicht sch\u00f6n, wenn ich auch von der Schule aus auf diesen Rechner zugreifen k\u00f6nnte? Zugegeben, ich will das eher, weil es m\u00f6glich und nicht, weil es unbedingt n\u00f6tig ist &#8211; aber es gab auch schon F\u00e4lle, wo es praktisch war, dass ich von unterwegs an meine Dateien herankam.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu k\u00f6nnte ich zum Beispiel meinem Router (der Firewall, die sonst nichts aus diesem Internet zu mir durchl\u00e4sst) sagen, dass er eben doch Anfragen durchlassen soll. Ich kann zum Beispiel auf meinem Datei- und Medienrechner einen FTP-Server laufen lassen, oder andere Dienste anbieten, oder einen Shell-Zugang. Aber gar so weit will ich mein Heimnetz auch wieder nicht \u00f6ffnen. Also habe ich mal das mit dem VPN (Virtual Private Network) ausprobiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein VPN ist eine M\u00f6glichkeit, wie ich verschiedenen Rechnern auf der Welt vorgaukeln kann, sie seien in einem gemeinsamen Netzwerk, quasi mit einem gemeinsamen gedachten Router \u00fcber WLAN oder Kabel verbunden. In Wirklichkeit sind sie das nicht, sondern in ganz verschiedenen eigenen Netzen, und nur \u00fcber das Internet miteinander verbunden.<br>In meinem Fall will ich nur einem Rechner, mit dem ich unterwegs bin, vorgaukeln, er sei mit meinem Heimnetz verbunden. Das sieht dann etwa so aus:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"658\" src=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk3.png\" alt=\"Router mit angeschlossenen Ger\u00e4ten \u00fcber Kabel, WLAN und VPN\" class=\"wp-image-8438\" srcset=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk3.png 700w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk3-150x141.png 150w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk3-300x282.png 300w, https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/archiv\/netzwerk3-660x620.png 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Tablet und der Rechner unten sind eigentlich irgendwo im Internet; daher die Wolke. \u00dcber eine VPN-Verbindung &#8211; hei\u00dft auch: VPN-Tunnel, man kann sich das auch als eine Art virtuelles VPN-Kabel vorstellen &#8211; sind die beiden aber doch irgendwie mitten im Heimnetz. Und damit kann ich das Tablet von unterwegs als Fernsteuerung f\u00fcr den Fernseher nutzen, und auf dem Drucker drucken; kann mit dem Rechner auf den gemeinsamen Festplattenrechner zugreifen, zum Beispiel ganz einfach als Laufwerk eingebunden, und \u00fcberhaupt kann ich alles machen, was ich auch machen k\u00f6nnte, wenn der Rechner \u00fcber ein echtes Kabel mit dem Router verbunden w\u00e4re. Auch wenn ich den Browser auf diesem Unterwegs-Rechner aufmache und im Web surfe, dann surfe ich quasi von zu Hause aus und unter der IP-Adresse, die aktuell meinem Router zugewiesen ist, und <em>nicht<\/em> unter der Adresse und den Bedingungen des Netzes, mit dem ich tats\u00e4chlich verbunden bin.<\/p>\n\n\n\n<p>So funktioniert das \u00fcbrigens bei manchen dieser Dienste, mit denen man im Web Videos sehen kann, die zum Beispiel nur f\u00fcr die USA freigegeben sind. Man verbindet den Browser \u00fcber einen amerikanischen VPN-Server, und surft dann unter dessen Adresse. Oder man umgeht die lokalen Zensursperren, indem man sich mit einem ausl\u00e4ndischen VPN-Server verbindet. Und wenn man am Flughafen in einem \u00f6ffentlichen und deshalb unsicheren Netz ist, dann kann man sich auch mit dem VPN-Server zu Hause verbinden und ist ab diesem Zeitpunkt sicher &#8211; denn die Verbindung ist ja quasi wie von zu Hause aus und nicht wie vom Flughafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit man so eine VPN-Verbindung herstellen kann, muss man einen VPN-Client auf dem entfernten Rechner installiert haben, und auf einem anderen Rechner (dem Router im Heimnetz, der nur f\u00fcr diesen Zweck vom Internet aus erreichbar ist) muss ein VPN-Server laufen: Da ist es wieder, unser Client-Server-Prinzip. Viele Router bringen so einen Server schon mit, man muss ihn nur einschalten und konfigurieren. Das mit dem Konfigurieren muss deshalb sein, weil die VPN-Verbindung ja sehr sicher sein muss und deshalb gut verschl\u00fcsselt ist. Wenn keine Fehler in der Client- oder Server-Software sind, kann man sich so sicher wie m\u00f6glich sein, dass die Verbindung nicht abgeh\u00f6rt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann sieht das so aus: Ich verbinde mich unterwegs mit dem Internet. Ich schalte meinen Client an und versuche &#8211; passwortgesch\u00fctzt &#8211; mit dem VPN-Server (hier: auf meinem Router) Verbindung aufzunehmen. Wenn der die Verbindung akzeptiert, dann l\u00e4uft ab diesem Zeitpunkt der Internetverkehr \u00fcber den VPN-Tunnel zum Server, vom Server zum restlichen Internet, und die Antworten kriege ich wieder \u00fcber den VPN-Tunnel. Das funktioniert auch auf Tablet und Handy, wobei ich darauf achte, die Zugangsdaten nicht dort zu speichern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fu\u00dfnote: DDNS<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Problem gibt es dabei: Wie kriege ich, wenn ich unterwegs bin, die Internet-Adresse meines Routers heraus? Der kriegt ja grunds\u00e4tzlich alle vierundzwanzig Stunden oder so eine neue Adresse. Ich k\u00f6nnte zu Hause anrufen, jemanden bitten, das Web-Interface vom Router aufzurufen, und mir die IP-Adresse sagen lassen. Das w\u00e4re nat\u00fcrlich unpraktisch. Also gibt es einen weiteren Dienst, der DDNS (Dynamic Domain Name System hei\u00dft). Ein DDNS-Server im Internet erh\u00e4lt den Auftrag, eine Webadresse &#8211; zum Beispiel geheim.domain.de &#8211; stets mit der aktuellen Adresse meines Routers zu verbinden. Und mein Router kriegt den Auftrag, seine aktuelle Adresse bei jedem Wechsel der IP-Adresse an diesen DDNS-Server zu melden. So verweist die leicht zu merkende Adresse geheim.domain.de immer auf mein Heimnetz, also den Router.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das sicherheitstechnisch ein Problem? Was k\u00f6nnte passieren? Der DDNS-Server wei\u00df, dass ich aus dem Internet heraus erreichbar sein will, also vermutlich f\u00fcr das Internet auf irgendeine Art (irgendeinen Port, irgendein Protokoll) offen bin. Wenn diese Information missbraucht wird, kann man meinen Router mit Anfragen bombardieren. Eben deshalb ist er immer noch f\u00fcr die meisten Anfragen geschlossen, nur nicht f\u00fcr den Wunsch nach einer VPN-Verbindung. F\u00fcr die braucht man Benutzername, Passwort, und ein separates Sicherheitszertifikat. Ein Geheimdienst kommt da nat\u00fcrlich heran, weil ein Geheimdienst mit etwas b\u00f6sem Willen ohnehin an meinen Rechner zu Hause kommt. Aber sonst ist das ziemlich sicher, solange ich das Zertifikat nicht herumliegen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Zukunft sagen viele ein <em>smart home<\/em> voraus, das aufgebaut ist so wie hier beschrieben. Nur dass ich \u00fcber das VPN auch die Heizung und das Licht und die Stereoanlage und sonstwas steuern kann. Im Moment brauche ich das \u00fcberhaupt nicht, aber schauen wir mal.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212; Gut m\u00f6glich, dass ich hier technisch ein paar Dinge ungenau oder falsch erkl\u00e4rt habe; ich bin ja nur Laie und f\u00fcr Erg\u00e4nzungen dankbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"http:\/\/www.linus-neumann.de\/2016\/11\/30\/warum-die-telekom-router-ausgefallen-sind\/\">http:\/\/www.linus-neumann.de\/2016\/11\/30\/warum-die-telekom-router-ausgefallen-sind\/<\/a> (zu Angriffen auf Router)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(4 Kommentare.) 1. Ein ganz einfaches Heimnetz Wie so viele habe ich einen Router zu Hause. Der Router ist mit dem Internet verbunden, und mein Rechner ist mit dem Router verbunden und kommt durch diesen auch ins Internet. 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