{"id":975,"date":"2007-05-03T22:20:27","date_gmt":"2007-05-03T20:20:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2007\/05\/spider-man-3.htm"},"modified":"2009-03-21T09:51:37","modified_gmt":"2009-03-21T08:51:37","slug":"spider-man-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2007\/05\/spider-man-3.htm","title":{"rendered":"Spider-Man 3"},"content":{"rendered":"<div style='text-align:right;'><small>(<a href='https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2007\/05\/spider-man-3.htm#comments'>7 Kommentare.<\/a>)<\/small> <\/div><p>Der erste Film hatte mir richtig gut gefallen. Und das war alles so unerwartet. Ich lese Marvel-Comics, allen voran Spider-Man, seit ich zw\u00f6lf bin, wenn auch mit langen Unterbrechungen. Vor allem in Deutschland war das immer ein Underdog-Zustand:  Superman-Leser wurden vielleicht bel\u00e4chelt, aber man kannte ihn wenigstens. Spider-Man war Groschenheft <em>und<\/em> erfolglos. An einen gro\u00dfen Marvel-Film war damals nicht zu denken.<br \/>\nAber nach den X-Men kam  Spider-Man und war erfolgreich bei Kritikern und Publikum &#8211; f\u00fcr mich war das wie aus einer anderen Welt. Als der zweite Spider-Man-Film kam, gefiel er mir ebenfalls sehr gut.<\/p>\n<p>Die Ausschnitte, die ich vom dritten Film gesehen hatte, gefielen mir nicht sehr; Venom mochte ich nie, und au\u00dferdem sind Fortsetzungen doch immer schw\u00e4cher, und Superheldenfilme mit mehr als einem Schurken sind \u00fcberladen. Also ging ich Dienstagabend mit geringen Erwartungen, aber doch noch einem Rest Vertrauen in Sam Raimi ins Kino.<\/p>\n<p>Kurz: Ich fand&#8217;s klasse, und in der Erinnerung wird er immer besser. Toll. Der Film ist nicht fehlerfrei: Am Schluss gibt es eine Szene, die zu unbeabsichtigem Gel\u00e4chter im Publikum f\u00fchrte. Au\u00dferdem ist ein Element in Handlungsverlauf zum Schluss hin absehbar <em>und<\/em> unklug und typischer f\u00fcr Filme als f\u00fcr Comics; mehr will ich nicht verraten. Und Mary-Jane h\u00e4ngt wieder zu oft von irgendwo herunter und kreischt. Die Entstehungsgeschichte des Sandman h\u00e4tte man weglassen oder k\u00fcrzen k\u00f6nnen, denn &#8222;die Genesis&#8220;, wie es in ganz anderem Zusammenhang hei\u00dft, &#8222;ist nicht interessant&#8220;. Allerdings ist das erste Auftreten des Sandman in seiner sandigen Form sehr liebevoll und kreativ gemacht.<\/p>\n<p>Insgesamt h\u00e4lt der Film, was die beiden Vorg\u00e4nger versprochen haben, und das h\u00e4tte ich nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Da musste soviel hinein: Zwei Superschurken, der klassische Sandman und Venom, diese Ausgeburt der 90er Jahre, die ich noch nie mochte. Beide bringen viel Gep\u00e4ck an Hintergrundgeschichte mit. Harry taucht wieder auf. Die Beziehung zwischen Mary-Jane und Peter Parker musste sich \u00e4ndern, alte Nebenfiguren sollten wieder erscheinen und neue dazu: Tante May, die Redaktionssekret\u00e4rin Betty Brant, Gwen Stacy als blonde und brave Konkurrentin, ihr Vater Captain Stacy, der einarmige Lehrer Dr Connors.<br \/>\nDiese Figuren gibt es auch in den Comics, und um jede von ihnen sind im Lauf der letzten 40 Jahre viele Geschichten geschrieben worden. Diese Geschichten werden im Film angedeutet; das freut den Aficionado und baut schon mal f\u00fcr einen n\u00e4chsten Teil vor, und vielleicht merkt auch der normale Kinobesucher, dass da noch viel Geschichten darauf warten, erz\u00e4hlt zu werden.<br \/>\nDer Film h\u00e4lt sich eng an die Comics (nat\u00fcrlich immer noch nicht eng genug f\u00fcr manche Fans), und das ist gut. Die Comics sind zwar formelhaft und schmalzig und trivial (wenn auch liebevoll gemacht), aber auch nicht mehr als der \u00fcbliche amerikanische Unterhaltungsfilm, dem das ja auch nicht \u00fcbel genommen wird.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt nicht verstehen kann ich die S\u00fcddeutsche-Kritik, in der der Rezensent moniert, dass das Drehbuch nicht alle Fragen beantwortet sondern sich mit offensichtlichen und einfachen L\u00f6sungen zufrieden gibt: Der Symbiont kommt als Meteor von irgendwoher und landet zuf\u00e4llig bei Peter Parker. Erstens m\u00f6chte ich gar nicht, dass mir alles erkl\u00e4rt wird. (Warum Dr Connors nur einen Arm hat, wird auch nicht thematisiert.) Und zweitens ist es f\u00fcr Comics typisch, dass Erkl\u00e4rungen f\u00fcr bestimmte Geschehnisse erst sp\u00e4ter geliefert werden, manchmal erst Jahre sp\u00e4ter. <\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6n sind die Szenen mit den Nachbarn. Und Bruce Campbell schaut sich in einer Szene, bei der ich mich im Kinosessel voller Pein gewunden habe, einen franz\u00f6sischen Oberkellner bei John Cleese ab. Schmerzhaft lustig. Aber gut. \u00c4hnlich peinsam die Szenen mit Peter Parker unter dem Einfluss des Symbionten: Die Tanzeinlage gibt es in dieser Form im Comic nicht, sie passt aber gut in den Film.<\/p>\n<p>Andere Leute haben&#8217;s besser gesagt, in einer <a href=\"http:\/\/forum.newsarama.com\/showthread.php?t=111234\">Filmkritik bei Newsarama<\/a> zum Beispiel. Wenn ich einen interessanten Verriss finde, verlinke ich ihn hier auch, zum Ausgleich. Meiner Begleitung zum Beispiel hat der Film nicht so gut gefallen.<\/p>\n<p>Ach ja, und Peter Parkers Vermieter und dessen Tochter spielen wieder mit, und Stan Lee (diesmal ziemlich abrupt), und die Titelmelodie der alten Zeichentrickserie und und und.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(7 Kommentare.) Der erste Film hatte mir richtig gut gefallen. 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