Vor den Pfingstferien 2026

Abiturkommentare

Eine Abgabe beginnt mit:

„Hello Adventurer! Welcome to the jungle of perils and horror, which is called Abikorrektur. May these funny and thoughtfull notes guide you on this treacherous path! Good Luck!

Das habe ich sehr geschätzt. Auch sonst gibt es immer wieder launige Kommentare zwischendrin. Die haben echt zu viel Zeit.

Die Aufgaben waren tatsächlich alle fair und machbar, aber machen müssen möchte ich sie selber nicht: Es sind viele, und man muss genau lesen, und konzentriert arbeiten, ich möchte das in meinem Alter nicht mehr müssen.

Deutschlandfunk-Podcast zu OpenAI

Ich höre gerade Podcast, also abseits der von mir abonnierten, und das mache ich nicht oft: „Die OpenAI Story“ vom Deutschlandfunk. (Tipp von Hufleikahn)

Mit ChatGPT hat Sam Altman OpenAI von einem kleinen Forschungslabor in ein milliardenschweres Tech-Imperium verwandelt. Das ist die Geschichte der KI-Revolution, einer entfesselten Technik – und des Mannes, der sie geprägt hat. Mit ChatGPT hat Sam Altman OpenAI von einem kleinen Forschungslabor in ein milliardenschweres Tech-Imperium verwandelt. Das ist die Geschichte der KI-Revolution, einer entfesselten Technik – und des Mannes, der sie geprägt hat.

Hier Episode 1: https://www.deutschlandfunk.de/die-openai-story-1-6-der-grosse-verkaeufer-100.html

Die ersten beiden Episoden, so viel sind bisher veröffentlicht, ließen mich ein wenig niedergeschlagen zurück. Man erfährt viel über die Hintergründe, wie Google und OpenAI und Anthropic zusammenhängen, aufgehängt an der Figur von Sam Altman, aber alles ein wenig unkritisch: sie sagen „effective altruism“, ohne auf den Boden spucken zu müssen, und reden von der KI-Apokalypse, ohne den Leuten ins Gesicht zu lachen. (Sehe ich das zu simpel? Wenn man an einen Zufallsgenerator eine Bombe hängt, geht die natürlich irgendwann hoch. Wenn man den Zufallsgenerator verbessert oder ihm wirklich gut zuredet, ändert das auch nichts daran. Die Lösung müsste sein, keine Bombe an einen Zufallsgenerator zu hängen. Ich fürchte, da ist die Verlockung zu groß.)

Was ist denn eigentlich mit Rokos Basilisk los, von dem hört man gar nichts mehr. Schon vorbei?

Noch ein Podcast: Der Century Safe 1876 bis 1877

Einen anderen Podcast, 99% Invisible, höre ich regelmäßig. In der letzten Episode ging es um den Century Safe: https://99percentinvisible.org/episode/100-objects-001-the-century-safe/ 1876, zur Hundertjahrfeier der USA, wurde eine Zeitkapsel angelegt, ein Tresor, mit Objekten gefüllt, der erst 100 Jahre später geöffnet werden sollte. Halb interessierte Bürger, halb Weltausstellung, halb Publicity-Aktion eines Verlags.

Jedenfalls wurde der Tresor dann tatsächlich 1976 vom Präsidenten der USA, Gerald Ford, geöffnet (nachdem man erst kurz vorher den Schlüssel dazu wiedergefunden hatte, weil die ganze Sache natürlich in Vergessenheit geraten war). Live, vor Publikum. Die Inhalte der Zeitkapsel, des Safes, stellten sich heraus als … Kram. Fotos von Abraham Lincoln, der Regierung, wichtiger Bürger. Ein eher langweiliges Objekt nach dem anderen wurde aus dem Tresor geholt:

Here is a, uh…
That’s a Tiffany ink stand, I understand…
It looks a little different than the ones we have…

… wie in der langweiligsten Lotterie aller Zeiten.

This is a photograph of an early statesman. I don’t see his name…
Lindy, I have a picture of the chairperson. I don’t have any indication of her name, but looks mighty pretty…
I guess the other picture was “Mr. M.F. Cooper, Electoral Commissioner…”

Die Historikerin Jill Lepore drückt es im Podcast behutsam aus: „Um… I think [the objects] don’t cross the valley of time with their significance intact.“

Man fragt sich unwillkürlich, was man heute in einen solchen Tresor packen würde, wird aber zu schnell ernst dabei – Ziel müsste nicht sein, etwas zu bewahren, was es in der Zukunft nicht mehr gibt, sondern etwas über uns mitzuteilen, was die Zukunft sonst vielleicht nicht erfährt.

Semi-automatische Support-Mail

Gelegentlich gibt es Probleme beim ByCS Drive. Am meisten nervt mich ein wiederkehrendes Problem beim Verbinden, das seit weit über einem Jahr bekannt ist. Auf guten Rat hin mache ich jetzt regelmäßig bei Support ein Ticket auf, auch wenn ich weiß, dass das Problem spätestens ein paar Stunden später temporär behoben sein wird: je mehr Tickets, desto mehr wird ein Problem oder überhaupt Unzufriedenheit wahrgenommen. Also habe ich mir den Beschwerdetext in eine Datei kopiert, damit ich die jederzeit wiederverwenden kann.

Idee! ich könnte wieder etwas für Shell-Skripts lernen. Wie wäre es mit einem Eintrag „Schreibe Support (Standardtext)“ im Startmenü, das automatisch diese Mail verschickt?

(Kurze Zeit später.)

Linux (mit aktuellem Thunderbird):

thunderbird -compose "to=support@bycs.de,subject='Ausfall Drive',format=2,from=himself@herr-rau.de,message=/home/rau/drive-ausfall.txt"

Windows (nicht getestet):

thunderbird.exe -compose "to=support@bycs.de,subject='Ausfall Drive',format=2,from=himself@herr-rau.de,message=c:\drive-ausfall.txt"

Diese Zeile kann man sich ins Menü einbauen. Der Text steht jeweils in der angegebenen Datei. Dann poppt ein Thunderbird-Fenster auf, bei dem man nur noch auf Abschicken klicken muss. Das Versenden völlig ohne Interaktion geht mit Thunderbird nicht, da gibt es sicher andere Möglichkeiten, aber das will ich ohnehin nicht.

Nachtrag: Und zack, schon eingesetzt, das Skript. Das wird sich schnell amortisieren.

Kassel

*Und* ich war in Kassel, wie schon vor vier Jahren, bei einem Treffen bildungsaffiner Internetmenschen, vormals Blogger und Bloggerinnen. Aber davon erzähle ich, wenn ich weniger erschöpft bin.


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