Erste Schulwoche 2020/21

Lief gut, unter den Umständen. Ich hatte vergessen, wie viel Absprachebedarf am Anfang jedes Schuljahres es gibt: Deutsch 10 bespricht gemeinsames Vorgehen, Deutsch 11 ebenso; erstes Treffen des Medienteams. Nächste Woche zweites Medienteam-Treffen, Mebisschulungen für alle 5. Klassen – damit auch die halbwegs vorbereitet sind, wenn die Schule oder die Klasse oder die Jahrgangsstufe halb oder ganz von zu Hause aus unterrichtet wird. Schön, wie Systembetreuung und manche Kolleginnen da schon vorarbeiten: Passwörter für Computerraum und Mebis haben sie alle, erste kleine Aufgaben gab es teilweise auch schon. Die eigenen Mebiskurse hübsch gemacht: Abschnitte und Unterabschnitte, klassenspezifischer Link zu Videokonferenz, …

The Lady, or the Tiger? Worldbuilding 905

(Unzusammenhänged, aber mir ist beim Schreiben die Lust etwas vergangen: weg damit. Muss auch niemand lesen.) Ein Mann steht vor der Wahl: Er muss eine von zwei Türen öffnen, hinter denen sich entweder seine zukünftige Ehefrau befindet oder ein Tiger, der ihn fressen wird. So endet Frank R. Stocktons berühmte Geschichte “The Lady, or the Tiger?” Sie beginnt: In the very olden time there lived a semi-barbaric king, whose ideas, though somewhat polished and sharpened by the progressiveness of distant Latin neighbors, were still large, florid, and untrammeled, as became the half of him which was barbaric. Viele kennen von …

Entwicklungsaufgaben

Mir fällt schon seit Jahren immer wieder ein Moment aus meiner Referendarszeit ein, diesmal bin ich ihm nachgegangen. Im Skript Pädagogische Psychologie (Akademiebericht Nr. 177, Dillingen 1991), das wir im Referendariat verwendeten und das ich noch habe, fand ich die Stelle. Es geht dabei um das Konzept der Entwicklungsaufgaben, 1948 von Robert J. Havighurst aufgestellt: Demnach gibt es im Zug der persönlichen Entwicklung und Reifung des Menschen regelmäßige Aufgaben, die bewältigt werden müssen. Wenn diese Aufgaben erfolgreich gelöst werden, führt das zu einer stabilen Persönlichkeit, Glück und mehr Erfolg bei späteren Aufgaben, ansonsten zu Unglücklichsein und gesellschaftlicher Missbilligung. Diese Aufgaben …

Gesehen, Gelesen, Gewesen

Gesehen Edgar Wallace: Das Geheimnis der gelben Narzissen (1961) Ohne Eddi Arent. Und auch sonst ein Film, der mir nicht ganz zu den üblichen Wallace-Filmen zu passen scheint. Er wurde in England gedreht, in London, es gibt also viele Außenaufnahmen aus der Großstadt – nicht unbedingt völlig noir, aber doch ein bisschen ernsthafter als sonst. Joachim Fuchsberger spielt zwar wohl nominell die Hauptrolle, aber die tatsächliche Hauptfigur ist ein sehr jung aussehender Christopher Lee, der um Jahre jünger aussieht als in seinem Dracula von 1958. Lee spielt den Chinesen Ling Chu und spricht deutsch (mit leichtem Akzent). – Gleichzeitig mit …

Gefühl und Vernunft und der tägliche Charaktertest

Wenn ich in der Schule unterwegs bin und ich brav Maske in den Gängen trage und Abstand zu Kollegen und Kolleginnen halte, sagt mir mein Gefühl, dass keiner von uns mit SARS-CoV‑2 infiziert ist. Auch in meinen Klassen habe ich das Gefühl, ich glaube, an meiner ganze Schule ist niemand (mehr) infiziert. In der S‑Bahn zur Schule sagt mir mein Gefühl, dass ich wahrscheinlich nicht infiziert bin. Der Mann gegenüber mit der heraushängenden Nase wahrscheinlich auch nicht, wenn auch nicht ganz so wahrscheinlich wie ich – erstens, weil ich ich bin, und zweitens, weil er ein Depp ist. Auf der …

Kartoffelkombinatsessen, eine Woche lang

Frau Rau und ich kriegen ja jede Woche eine Kiste mit den Anteilen aus dem Kartoffelkombinat, der Gärtnereigenossenschaft, an der wir beteiligt sind (Blogeintrag dazu). Im Sommer und Herbst ist viel drin, im Winter und Frühling weniger, aber alles machbar. Ich schreibe hier mal mit, was ich mit der Kiste in der letzten Woche gemacht habe. Donnerstag: Ein kleiner Eichblatt- und ein kleiner anderer Salatkopf, beide aus Ernteanteil. Den Salat macht Frau Rau, weil die sehr gut Salatdressings machen kann. Dazu Honigmelone, die noch im Haus war, und eigens gekaufter Parmaschinken. Foto vergessen. Freitag: Tater tots nach Ottolenghi aus Ernteanteilkartoffeln, …

Über Digitalkram: An manche Kolleg:innen

Warum soll ich diesen ganzen Digitalkram lernen? Was bringt mir das? Nichts, möglicherweise. Sich mit Computern und ihren Möglichkeiten auszukennen, bringt so viel, wie eine neue Fremdsprache zu lernen oder ein neues Musikinstrument. Das ist vielleicht ganz schön. Aber du liest schon englische Literatur und du spielst schon klassische Gitarre, und dein Garten verschafft dir Entspannung und Befriedigung – wozu noch etwas Neues lernen? Wozu musst du Podcasts hören oder gar erstellen können? Tatsächlich gibt es keinen Grund dafür. Die Frage darf aber nicht sein: Was bringt mir das?, sondern muss lauten: Was bringt das meinen Schülern und Schülerinnen? Die …

Twitterfundsachen zu Schulthemen, hauptsächlich

Nicht viel Neues aus der Schule, deshalb ein paar Fundsachen von Twitter: Das wusste ich nicht. Ich habe mal halbherzig mit einem Plugin gespielt, um die Schulhomepage etwas barrierefreier zu machen, es dann wieder aufgegeben. Vielleicht kommt etwas Offizielles, ohnehin braucht die Seite mal eine Runderneuerung. Ohne Pandemie hätte ich mir das für die Sommerferienvorgenommen, oder es jedenfalls vorgehabt, jetzt brauche ich Erholung und das muss noch ein Jahr warten. Auf Instagram bei einem Account meiner Schule gefunden: Zumindest bei der H5P-Aktivität “Quiz” steht die Lösung im Quellcode. Ich soll es zwar nicht weitersagen, aber es hat ja wohl ohnehin …

Updates am Computer: Warum eigentlich immer und immer wieder? Und: Will ich einen Dienstrechner?

(Eher grundsätzlich als konkret.) Maschinen, die etwas berechnen können Aus Neugier oder um sich mühsame Arbeit zu erleichtern, erfanden Leute immer wieder Maschinen, die etwas berechnen konnten. Eine einfache Registrierkasse zum Beispiel: Oder, schon viel komplizierter, aber acht Jahrzehnte zuvor, die Differenzmaschine von Charles Babbage, die mit, uh polynomialen Funktionen rechnen kann. Aber die Maschine war umständlich und konnte sicher nicht alles berechnen, was sich berechnen lässt. Eine andere solche Maschine ist der Taschenrechner meiner Jugend. Der kann auch Sachen berechnen, aber ebenfalls nicht alles, was sich berechnen lässt. Und letzten Endes kann man damit natürlich ganz viel berechnen, wenn …

Erste halbe Schulwoche

Es war eine ganze Woche, die erste nach den Pfingstferien, aber nur die Hälfte der Schüler und Schülerinnen war da. Von den Lehrkräften waren fast alle da, aber natürlich muss man auch im Lehrerzimmer Abstand halten. Deshalb gibt es jetzt weniger Tische bei uns, die auch neu aufgestellt sind: Richtig voll ist es im Lehrerzimmer nie, da man die Pausen in der Regel im Klassenzimmer verbringt. Und das kommt so: Seit ein paar Jahren gibt es bei uns Doppelstunden statt Einzelstunden, soweit nur irgendwie möglich, und die Klassen haben keine eigenen Klassenzimmer mehr – vielmehr haben die meisten der Lehrer …