Zeit für Konsolidierung?

Zu diesem Zeitpunkt haben wir hier in Bayern seit siebeneinhalb Wochen keine keine Schule, zwei Wochen davon waren Osterferien. Seit eineinhalb Wochen wird die 12. und letzte Jahrgangsstufe unterrichtet (an anderen Schularten andere Jahrgänge), kommende Woche soll die 11. Jahrgangsstufe wieder Fuß fassen. Danach, aber so weit denke ich nicht, irgendwann mal 5. und 6., Pfingstferien, dann die anderen, ein bisschen. Regulären Unterricht kann ich mich nicht vorstellen. Viele der letzten Wochen wurde mit Unterricht zu Hause verbracht. “Homeschooling” wird das oft genannt, aber das bedeutet etwas anderes, wie ich ja auch kein “Homeoffice” mache – dazu bräuchte es Geräte, …

Erster kleiner Schultag nach den Schulschließungen

Am Sonntag Yoga gemacht, und das ich! Also, ungewöhnlich eigentlich wegen der Bewegung, mit Buddhismus habe ich mich ja tatsächlich ein bisschen beschäftigt, udn weiß aus dieser Ecke ein bisschen was darüber. Aber ich hatte die zwei Nächte davor unruhig geschlafen, und am Freitag tagsüber war ich sehr erschöpft. Die letzten Wochen haben mich dann doch mehr angestrengt, als ich dachte. (Das mit dem Yoga fing schon schwer an. Auf den Boden auf die Matte setzen, eigentlich in irgendeiner Position, Hauptsache bequem. Au, au, au, irgendwas zwickt immer.) Danach habe ich wie schon am Samstag allen Schülern und Schülerinnen hinterhertelefoniert, …

Ein bisschen viel, ist es nicht

Mir geht es wirklich sehr, sehr gut. Ich war immer schon privilegiert: bildungsbürgerlicher Hintergrund, zwar weder Abitur noch gar Studium in der Familie, eher Hauptschulabschluss als Realschule, aber liebevolle und kluge und sehr weltoffene Eltern, die mir sehr viel von der Welt zeigten und mir ermöglichten, sehr viel von der Welt selbst zu entdecken. Außerdem hatte ich es von Temperament und Neigung her leicht in der Schule, im Studium, im Beruf, und hatte obendrein stets viel Glück. Auch jetzt bin ich privilegiert, aus so vielen Gründen. Auch jetzt geht es mir gut. Darf ich trotzdem etwas jammern? Das war zumindest …

Osterferien 2020, zweite Woche

In der ersten Woche hatte ich die üblichen Ferienarbeiten: Eine Klausur zu Ende korrigieren (zugegeben, Uni, nicht Schule), einen Test korrigieren (12. Klasse). Aber keine Aufsätze zu korrigieren und keine anderen Prüfungen. So muss das als Nicht-Sprachen-Lehrer immer sein. Aber ich habe natürlich sonst viel für die Schule vorbereitet, Videokonferenzen mit Kollegen ausprobiert und Sachen besprochen. Das hier ist aber die Videokonferenz zum sehr traditionellen Osterfrühstück von Frau Rau in vier Wohnungen mit elf Beteiligten und einem Besucher draußen im Garten, durch geschlossene Tür hereinwinkend. – Rote Bete mit Meerrettich als Beilage zu Wurst und Schinken, hier sehr wichtig. Außerdem …

Neil Gaiman, Coraline, als begehbarer Text

Coraline als Buch Ich habe vor, uh, sechzehn Jahren schon mal einen Blogeintrag dazu verfasst, und aktuell ist das die Englischlektüre in meiner 9. Klasse. (Damals eher 8.) Inzwischen gibt es auch eine Verfilmung, und ich glaube, ich lese das Buch tatsächlich zum ersten Mal mit einer Klasse. Es kommt gut an, auch mir gefällt es weiterhin gut. Die Handlung: Coraline lebt mit ihren Eltern in einer Hälfte eines älteren Hauses; es gibt eine verschlossene Tür im Wohnzimmer, hinter der aber nur Mauer ist – das Haus ist vor Zeiten mal in zwei Teile getrennt worden. Coraline verschlägt es durch …

Torrijas vom Torrijero

Dunstabzugshaube einschalten, 1 überbaguettegroßes Weißbrot vom Vortag (←Planung!) in fingerdicke Scheiben schneiden, 6 Eier trennen, die Eiweiße steif schlagen, dann die verquirlten Eigelbe unterheben, 0,8 Liter Mich + 4 Päckchen Vanillinzucker + 250g Zucker so gut mischen, wie eben geht, etwas erwärmen vielleicht, dann löst sicher Zucker schon auf, in Streifen abgelöste Schalen von 1 Zitrone und 1 Orange dazu, jeweils 4 Brotscheiben in Milch tauchen, bis sie noch nicht auseinanderfallen, in die Eimasse tauchen und in reichlich Öl (aber nicht notwendigerweise schwimmend) von beiden Seiten braten, in eine Form schichten und jede Schicht mit Zucker und Zimt bestreuen, am …

Horrorfilm zu Hause

Ein schöner kleiner dreiminütiger Horrorfilm, vom Profi David F. Sandberg in der eigenen Wohnung produziert: Noch interessanter ist das Making Of. Ich hatte keine Ahnung, wie so etwas produziert wird. Und wie gut man als Produzent-Regisseur selber mit der Software umgehen kann. Darauf gekommen über Film School Rejects, wo noch mehr zum Hintergrund. Und weil das vielleicht nicht reicht für einen Blogeintrag, hier Links zu Lehrern und Lehrerinnen und wie Schulen mit Schule zu Hause umgehen: Unterrichtsentwicklung durch Corona (Halbtagsblog) Croco bloggt täglich von zu Hause, ist inzwischen bei Tag 25 Hauptschulblues ist bei Tag 26 Patrick Brauweiler stellt vor, …

Essen am Wochenende

Malerisch mit Besteck und einem Klecks Senf – aber ich hab’s dann natürlich nicht so gegessen. Das ist die Kruste von einem Stück Schweineschulter, das ich gekauft und für andere Zwecke verwendet habe. Separat gebacken, wird sehr lecker auf diese Art. Das ist der andere Zweck des Schweinefleischs: Grünes Chili mit Corn Bread. Das Chili etwas zu milde in Ermangelung der geeignetsten Chilis, aber dennoch ganz ausgezeichnet. Das Corn Bread mit ganzem Mais und Polenta (statt: Mais- und Weizenmehl) und nur etwas Honig und keinem Zucker (der sonst dazu gehört). Da ist mein herkömmliches Corn Bread besser, auch wenn die …

Granatapfel

Granaten sind nach dem Granatapfel benannt, und Granada hat ihn als heraldisches Wappen, auch wenn der Name gar nicht von der Frucht kommt. Gepressten Granatapfelsaft kenne ich aus Tel Aviv, sehr lecker. Und den Granatapfel kennt man aus der griechischen Mythologie. Persephone, die Tochter Demeters, war in die Unterwelt gelockt worden, um Hades zu heiraten. Die Ernte blieb aus, oben, weil Demeter aus Trauer nichts mehr wachsen ließ. Man einigte sich: Einen Teil des Jahres, des dunklen, verbringt Persephone in der finsteren Welt bei Hades, einen anderen Teil ist sie im Hellen, bei Demeter. (Wenn Persephone nicht die Granatapfelkerne gegessen …

Wochen-Ende

Am Mittwoch letzte Veranstaltung des Semesters, Klausur hinter mich gebracht. Die liegt jetzt aber erst einmal. Aber ich gehe gleich etwas beschwingter. Danach waren wir beim Le Du, Dim Sum essen – gut, vor allem der Cocktail Maki Mule mit Meerrettich drin. Aber die besten Dim Sum jemals waren meine ersten, 2001 in Boston. Am Donnerstag die wöchentliche Kartoffelkiste (siehe Blogeintrag) geholt, und der Überblick über die Ernteplanung für 2020 war dabei: Es wird für das Jahr geplant, was wann angebaut wird; auf diesem Blatt sieht man, was vorausssichtlich oder vielleicht – es geht ja schließlich um Natur – wann …