Essen am Wochenende

Malerisch mit Besteck und einem Klecks Senf – aber ich hab’s dann natürlich nicht so gegessen. Das ist die Kruste von einem Stück Schweineschulter, das ich gekauft und für andere Zwecke verwendet habe. Separat gebacken, wird sehr lecker auf diese Art. Das ist der andere Zweck des Schweinefleischs: Grünes Chili mit Corn Bread. Das Chili etwas zu milde in Ermangelung der geeignetsten Chilis, aber dennoch ganz ausgezeichnet. Das Corn Bread mit ganzem Mais und Polenta (statt: Mais- und Weizenmehl) und nur etwas Honig und keinem Zucker (der sonst dazu gehört). Da ist mein herkömmliches Corn Bread besser, auch wenn die …

Granatapfel

Granaten sind nach dem Granatapfel benannt, und Granada hat ihn als heraldisches Wappen, auch wenn der Name gar nicht von der Frucht kommt. Gepressten Granatapfelsaft kenne ich aus Tel Aviv, sehr lecker. Und den Granatapfel kennt man aus der griechischen Mythologie. Persephone, die Tochter Demeters, war in die Unterwelt gelockt worden, um Hades zu heiraten. Die Ernte blieb aus, oben, weil Demeter aus Trauer nichts mehr wachsen ließ. Man einigte sich: Einen Teil des Jahres, des dunklen, verbringt Persephone in der finsteren Welt bei Hades, einen anderen Teil ist sie im Hellen, bei Demeter. (Wenn Persephone nicht die Granatapfelkerne gegessen …

Wochen-Ende

Am Mittwoch letzte Veranstaltung des Semesters, Klausur hinter mich gebracht. Die liegt jetzt aber erst einmal. Aber ich gehe gleich etwas beschwingter. Danach waren wir beim Le Du, Dim Sum essen – gut, vor allem der Cocktail Maki Mule mit Meerrettich drin. Aber die besten Dim Sum jemals waren meine ersten, 2001 in Boston. Am Donnerstag die wöchentliche Kartoffelkiste (siehe Blogeintrag) geholt, und der Überblick über die Ernteplanung für 2020 war dabei: Es wird für das Jahr geplant, was wann angebaut wird; auf diesem Blatt sieht man, was vorausssichtlich oder vielleicht – es geht ja schließlich um Natur – wann …

04.02.2020

Gespielt: Abends Ukulelespiel. Es gibt die monatliche große Runde, in Giesing, in einer Wirtschaft; da gehe ich meistens dann doch nicht hin – voll, laut, großartige Einrichtung, aber man hört sich selber nicht spielen. Und auch etwa einmal im Monat gibt es eine kleinere Runde, so fünfzehn Leute in wechselnder Besetzung, mit einem Tick mehr Geduld beim Üben und Lernen neuer Sachen, da bin ich dann meistens dabei. Es war sehr schön gestern – immer wieder interessant, wie sich bei manchen Liedern herausstellt, dass die wirklich fast alle kennen und fast alle gut kennen und fast alle rauf und runter …

Sonntag, 02.02.2020

Nein, ich werde hier nicht das Tagebuchbloggen anfangen. Das ist nur ein bisschen für mich, bis ich mich daran gewöhnt habe. Samstag gab es Kartoffel-Pastinaken-Gnocchi nach einem Rezept aus dem Guardian. (Pastinaken aus der Kartoffelkiste.) Es gubt kein Foto, weil sie zwar ganz ordentlich geschmeckt haben, aber gar nicht gut aussahen – ich hatte mir das schon beim Lesen des Rezepts gedacht. Mit den Rezepten von Meera Sodha werde ich nicht mehr warm. Ich wusste bereits vorher: nach zehn Minuten Kochen wird eine Pastinake nicht weich, auch wenn man sie in “large pieces” zerteilt. Sonntag dann Kombinatswirsing mit Kassler und …

Orangenmarmelade 2020, bittere

Die jährliche Orangenmarmelade, Ausgabe 2020: (Hier ist der erste Beitrag zum Thema, mit dem Rezept.) (So, jetzt aber genug Melodrama. In Zukunft weiter ohne.)

Eine Erschütterung in der Macht

Oder: “Something has changed in the Neath”, wie es bei dem Spiel Sunless Sea heißt. Frau Rau meinte vor zwei Tagen früh am Morgen lapidar, sie würde jetzt erst einmal nicht mehr bloggen. Aus heiterem Himmel. Keine Sorge, ihr geht es gut, soweit ich weiß, und uns beiden geht es auch gut miteinander, soweit ich weiß, gar kein Grund zur Sorge; aber ein bisschen verunsichert bin ich schon. Dazu muss man wissen, dass Frau Rau seit siebzehn Jahren bloggt, und seit vielen Jahren sogar so gut wie jeden Tag. Mit Fotos und Meinungen und Erinnerungen und Empfehlungen. Damit macht sie …

Tagebuchbloggen, grobschlächtig; Kinobesuche

Grob deshalb, weil das nur ein Überblick über die Woche gibt; ich werde nicht anfangen, regelmäßig über meinen Alltag zu schreiben. Die Weihnachtsferien waren bekanntlich schön. Inzwischen programmiere ich herum und komme dafür sehr, sehr wenig zum Lesen. Die Schule macht mir sehr Arbeit. Wenn das Leben dir Steckrüben gibt, mach Cornish Pasties daraus. (Damit es richtig gut wird, braucht man Kronfleisch dazu, aber das kriege ich glücklicherweise immer ohne Vorbestellung am Markt bei meinem Innereienmetzger. Im Kino gewesen, Knives Out gesehen. Hat mir ganz ausgezeichnet gefallen. Es hat Elemente von J. B. Priestleys An Inspector Calls – aber hat …

Diese Woche: Elternabend, Blade Runner, Abendbrot (rot)

Am Montag war ein kleines Treffen mit interessierten Parteien aus der Schule und dem Sachaufwandsträger: diese ganze Mediencurriculum erfordert ja auch Ausstattung, und für die ist immer noch der Sachaufwandsträger zuständig – nur dass es jetzt zusätzliche Fördermittel von Bund und Land gibt. Aber es bleibt dennoch Gesprächsbedarf. Dienstag war… weiß ich nicht mehr, das ist so lange her. Ich hangle mich gerade von Tag zu Tag: Prüfung erstellen, Prüfung korrigieren, Prüfung zurückgeben. Man ist gut, wenn man immer höchstens zwei gleichzeitig zu korrigierende Klassensätze zu Hause hat. Mittwoch vormittag kennt unter 14 Schülern und Schülerinnen in der Q12 – …

Yikes! Grusliges Podcastverhalten, Lovecraft BBC 4

Ein ganz kleines bisschen habe ich mich schon erschreckt. Aber dazu muss ich ausholen. Es gibt einen Kurzroman von H. P. Lovecraft, The Case of Charles Dexter Ward. Nichts für Lovecraft-Einsteiger. Es geht darin um den merkwürdigen Fall des Charles Dexter Ward, der sich im Jahr 1928 – so die Rahmenhandlung – in einer psychiatrischen Anstalt befindet. Sein Arzt recherchiert, wie es dazu gekommen ist, und findet immer mehr über den Fall heraus, zu weiten Teilen mittels Aufzeichnungen von Ward und anderen Personen. Die BBC hat daraus eine tolle Hörspielreihe gemacht. Die Geschichte ist dabei in die Gegenwart versetzt und …