Erste Schulwoche, aber dann doch nur über Essen

Geburtstagskuchen von oben

Die letzten Tage über habe ich Geburtstag gehabt, Twitter war voller Wünsche, vielen Dank. Hier ist der schöne Geburtstagskuchen, den mir Frau Rau gebacken hat: In der Schule bekam ich von zwei Schülern und Ex-Schülern – wir machen gerade Poe im Unterricht – diesen schönen Raben-Grabstein geschenkt (via 3D-Drucker der Schule): Dann werde ich also wohl auch „The Raven“ im Unterricht machen, vielleicht Übersetzungen vergleichen – davon gibt es sehr viele. „The Tell-Tale Heart“ sowieso, gerne mit der Alan-Parsons-Project-Version zum Einstieg – das macht neugierig auf die Kurzgeschichte. Ansonsten schreibe ich gerade nicht viel aus der Schule. Ich bin dann … Continue reading „Erste Schulwoche, aber dann doch nur über Essen“

Zwerchfell aller Art, zum Essen

Nierenzapfen gegrillt, aufgeschnitten

Es fing damit an, dass ich ein Rezept für Cornish pasties las. „Beef skirt“ wurde da als Fleisch empfohlen, und da begann ich ernsthaft zu recherchieren, was denn das mir vom Namen her bekannte „skirt steak“ eigentlich ist. Das ist aber alles andere als einfach, weil die Bezeichnungen wild durcheinandergehen, und nicht alles, was man im Web dazu liest, auch wirklich stimmt. Also: Das Rind hat ein Zwerchfell. Das ist ein Muskel, der rein technisch zu den Innereien zählt; er besteht aus zwei (oder vielleicht drei) Teilen. Horizontal gibt es eine linke und eine rechte Seite, die heißen „inside skirt“ … Continue reading „Zwerchfell aller Art, zum Essen“

Tagebuchbloggen, einen Tag mal jedenfalls (Auberginenscheiben, Irish Pub)

Schild am Ingolstädter Bierbrunnen

Am Vorabend gab es als Vorspeise überbackene Auberginenscheiben nach einem Rezept von Rachel Roddy. Frau Rau fand sie ganz okay, mir schmeckten sie ganz hervorragend: 1 Aubergine in dünne Scheiben schneiden (5mm), auf Backblech legen mit Olivenöl bepinseln und salzen 2 Mozzarella oder 1 Scamorza in Scheibchen oder Stückchen schneiden und auf den Scheiben verteilen (bei mir war’s jeweils die Hälfte) 1 Zwiebel in dünne Ringe schneiden und auf den Scheiben verteilen 1/2 Sardelle aus dem Glas auf jedes Türmchen legen – oder für Vorsichtige etwas weniger, aber ich fand gerade die Sardellen-Zwiebel-Kombination ausgesprochen lecker darauf ein bisschen frischer Oregano … Continue reading „Tagebuchbloggen, einen Tag mal jedenfalls (Auberginenscheiben, Irish Pub)“

Kommunikation mit Pokémon Go

Pokemon-Go-Screenshots

Bis vorgestern bin ich davon ausgegangen, dass ich weiter die Didaktik-Vorlesung 1 im Sommersemester halten werde. Mein Kollege, der im Wintersemester die Didaktik-Vorlesung 2 hält, hört auf; die Nachfolge war noch unklar. Und jetzt hieß es, dass ich seine Vorlesung übernehmen soll, jetzt gleich im Wintersemester. Also, inhaltlich ist das okay. Im Sommer macht dann jemand anderes meine Vorlesung 1, wird auch Zeit dafür. Aber es wäre besser gewesen, wenn der Zuständige, der mich fragen sollte, ob ich das überhaupt machen kann oder will, das getan hätte. (Weitere Interna behalte ich für mich.) Immerhin, so musste ich mich nicht auf … Continue reading „Kommunikation mit Pokémon Go“

Lord Dunsanys Gürtel

Einschusslöcher an Dubliner Hauptpostamt

In Dublin machten wir eine Führung zum Easter Rising mit. Das waren sechs Tage Aufstand in (hauptsächlich) Dublin; das Hauptpostamt wurde besetzt und zum Hauptquartier des Aufstands. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, die 15 Anführer hingerichtet – was wiederum zu Wahlgewinnen für die Unabhängigkeit fordernde Partei Sinn Féin im (englischen) Parlament führte, dann einer Unabhängigkeitserklärung, dem Krieg danach. Nicht gewusst hatte ich, dass eigentlich ein irlandweiter Aufstand vorbereitet war, der dann aber wegen mehrfacher Kommunikationsprobleme doch weitgehend auf Dublin begrenzt war. Ein englisch-irischer Autor jener Zeit, den ich sehr schätze, ist Lord Dunsany – Edward John Moreton Drax Plunkett, 18. Baron … Continue reading „Lord Dunsanys Gürtel“

„Das finde ich schon sehr stark übertrieben!“ (Meine Aufsätze aus der vierten Klasse)

Aufsatz aus der Grundschule

Wo ich gestern über effekheischende und sensationslüsterne Literatur geschrieben habe: Hier sind, beim Aufräumen gefunden und eingescannt, einige meiner Aufsätze aus der vierten Klasse, 1977/1978. Überrascht hat mich, dass die meisten Aufsätze in zwei Fassungen im Heft stehen, einer ersten und einer verbesserten. Außerdem habe ich viel mit Bleistift geschrieben, das muss wohl so verlangt gewesen sein. Man merkt vielleicht, dass ich schon damals ein fleißiger Leser und Filmeschauer war. Und Terroristen hat es damals schon gegeben.

Besuch herumführen in München, und Familien-Vergangenheit mit amerikanischen Soldaten

White Sands, New Mexico

Heute sollte ich einen Gast in München herumführen, D., männlich, aus den USA, vielleicht gut fünfzehn Jahre älter als ich. Das habe ich natürlich gerne gemacht, und zwar das volle Programm: Zuerst gingen wir durchs Sendlinger Tor und in die Asamkirche. Die ist (Spät-)Barock und vor allem sehr bunt innen. Dann zum Marienplatz, pünktlich zum täglichen Glockenspiel. Kurz dessen Geschichte recherchiert und weitergegeben. Weiter zur Feldherrnhalle (am Platz eines der weiteren alten Stadttore), in den Norden auf Siegestor und Königsplatz hingewiesen. Kurz in die Theatinerkirche. Die ist auch Barock, aber eher weiß und gold, wie man das so kennt. Ursprünglich … Continue reading „Besuch herumführen in München, und Familien-Vergangenheit mit amerikanischen Soldaten“

Ukuleletreffen in Giesing (nebst anderem)

Blaumeise an Wassernapf

Samstag auf Dinnerparty, Sonntag Biergarten in Augsburg, Montag Treffen mit ehemaligem Kollegen, Dienstag Ukuleletreffen – jetzt reicht es mir erst einmal mit den Menschen; ich freue mich darauf, einen Abend mit Frau Rau zu Hause zu verbringen. Aber dieses Ukuleletreffen, das war eine große Sache. Wir treffen uns etwa einmal im Monat, es war das 34. Treffen, ich bin dabei seit dem fünften oder sechsten Treffen, wechselnde Locations. Und dieses Mal haben wir eine sehr schöne Heimat gefunden, das Giesinger Bräu in, uh, Giesing: So richtig mit Ankündigung als „Ukulele Tuesday“. Dreißig Ukulelespieler und -spielerinnen, zwei Beamer und zwei Monitore, … Continue reading „Ukuleletreffen in Giesing (nebst anderem)“

Ist Trump Punk?

In den 1990er gab es im privaten Nachmittagsfernsehen viele und unsägliche Nachmittagstalkshows. Da saßen vier oder fünf Gäste nebeneinander und stellten – wahrscheinlich, ich weiß das nicht mehr genau – ihre Geschichte vor und kommentierten einander. Es kam nicht zu Prügeleien wie in amerikanischen Pendants, soweit ich weiß, aber es war auch so dämlich genug. In einer dieser Sendungen, lassen wir es Arabella gewesen sein, Thema egal, war ein Punker als Gast, oder zumindest jemand, der so aussah und sich so gerierte. Der sagte etwas, und als die Moderatorin das kurz darauf wiederholte, behauptete er, das nie gesagt zu haben. … Continue reading „Ist Trump Punk?“

Ein Spiel für die Klasse: Super-Babel

Von Robert Abbott gibt es ein altes, schmales dtv-Bändchen Kartenspiel als Kunst, in dem nicht nur das Spiel Eleusis vorgestellt wird, wenn auch in der alten Fassung (Blogeintrag dazu), sondern auch ein Spiel namens Babel, mit der Vielspielerversion Super-Babel. Babel ist ein nicht-rundenbasiertes Spiel, wie ich sie sehr schätze (Blogeintrag dazu). Super-Babel habe ich jetzt mit einer 6. und einer 10. Klasse gespielt, jeweils mit 15 Schülern und Schülerinnen – der Rest war auf Chor- und Orchesterwoche. Man müsste das aber auch gut mit einer ganzen Klasse spielen können, und wenn man das auf Englisch spielen lässt, kann man es … Continue reading „Ein Spiel für die Klasse: Super-Babel“