Das Internet ist nicht mehr böse

Thomas Knüwer von Indiskretion Ehrensache schreibt anlässlich der Verleihung der Goldenen Blogger, dass sich die Wahrnehmung von Blogs geändert hat: Die Presse beschmäht sie nicht, sondern interessiert sich dafür. Selber fällt mir auf, dass in der Tagesschau regelmäßig von Twitter die Rede ist, mehr noch als von Facebook. (Gut, das liegt an Trump.) Und vor ein paar Tagen war ich auf einer Fortbildung, wo ich mich ins Jahr 2005 zurückversetzt wähnte: Das Internet war plötzlich kein Ort des Bösen mehr, sondern auch ein Ort der Verwirklichung, der Kommunikation und Zusammenarbeit. Das war ja bereits die Sicht der Minderheit, die 2005 … Continue reading "Das Internet ist nicht mehr böse"

Ach. (KW 5, oder so.)

Am Montag war in Berlin die Verleihung der Goldenen Blogger 2017. Das ist ein Preis, der vor vielen Jahren wohl eigentlich als Parodie angefangen hat und jetzt aber schon etwas Ernstereres ist, jedenfalls freuen sich die Nominierten und Preisträger sehr. Es gibt verschiedene Kategorien, zwei waren mir dieses Jahr besonders wichtig, und in beiden haben meine Favoriten gewonnen: Frau Kaltmamsell vom Blog Vorspeisenplatte als Tagebuch-Blogger des Jahres – ein Urgestein, dieses Blog, das ich schon seit den Anfängen mit großem Interesse verfolge. Und Blogger des Jahres wurde – wie die große Anzahl an Bewunderern erwartet und gehofft hatte – Mademoiselle … Continue reading "Ach. (KW 5, oder so.)"

Erinnerungen ans Referendariat

Arne Paulsen hat einen schönen Eintrag über seine positiven Erinnerungen ans Referndariat geschrieben, Anlass war die Blogparade dazu von Bob Blume, Thema „Ein wunderbarer Moment im Referendariat“. Ich will wie Arne auch keinen einzelnen Moment herausgreifen. Ingesamt habe ich die angenehmsten Erinnerungen an das Referendariat. Aber das kann nicht alles gewesen sein: Frau Rau erinnert mich daran, dass ich arg geschimpft habe. Trotzdem, es war eine Zeit voller schöner Erinnerungen – ich war aber auch noch jung und aufnahmefähig. In Bayern ist man am Gymnasium das erste und letzte halbe Jahr an einer Seminarschule unter Aufsicht von Seminarlehrern, die die … Continue reading "Erinnerungen ans Referendariat"

Orangenmarmelade 2018

Diesmal habe ich etwas früher an das jährliche Ritual gedacht und Orangenmarmelade gemacht: Nach etwa zwanzig Jahren sind mir dann auch die Aufkleber für die Gläser ausgegangen. Gekauft habe ich die Packung jedenfalls noch in Augsburg, ganz sicher noch in DM bezahlt: Zweckform Vielzweck-Etiketten No. 3327, 486 St. zu 50 x 19 mm. Heute „Avery Zweckform“, gleiche Nummer, gleiches Format, im Versandladen für 4,15 Euro. Damals kostete die Packung, bei Karstadt gekauft, sicher nicht der günstigste Ort, 8,95 DM. Und da sage einer, alles sei teurer geworden!

Es geht mir gut: Weihnachtsferien 2017 und was gerade im Unterricht läuft

Die Weihnachtsferien heißen übrigens offiziell Weihnachtsferien, während die Faschingsferien offiziell in Bayern Frühlingsferien heißen (und gar nicht Winterferien, wie ich bis eben dachte). Und die Herbstferien sind namentlich gar keine. Ich war bei den Eltern und bei den Schwiegereltern, bei der Schwagerfamilie; habe viel gegessen und ein wenig gekocht; mittelviel gelesen. (Dicke Bücher.) Ich war im Bayerischen Nationalmuseum und habe dort eine allegorische gotische Statue der Grammatik gesehen. Außerdem war ich im Zoo. Und ich habe endlich ein wenig Arbeit aufgeholt. Seit Anfang des Schuljahres hatte ich das Gefühl, nur von einem Übungsaufsatz zum nächsten, von einer Schulaufgabe zur Klausur … Continue reading "Es geht mir gut: Weihnachtsferien 2017 und was gerade im Unterricht läuft"

Schul- und sonstige Woche: Dim Sum, Mebis, Räuber

Huhn kochen Letzte Woche kaufte Frau Rau ein Hühnchen. Ich löste die zwei Brüste heraus, zum Abendessen gab es Hühnerbrust à la Kim. (Hühnerbrüste einschneiden, mit Frischkäse und Pesto füllen, mit Parmaschinken umwinkeln und in Alufolie in den Ofen. Sehr lecker. Das Pesto hatte ich aus dem Grün der frischen Radieschen aus der letzten Kartoffelkiste gemacht, mit Parmesan, Öl, Salz, gerösteten Pinienkernen und Walnüssen.) Das Fleisch der Schenkel kam in den Kühlschrank, aus der Karkasse kochte ich eine Hühnerbrühe. Anlass des ganzen: Am Tag darauf kochten wir mit der neuen Nachbarin gemeinsam Dim Sum, und dazu brauchte ich Hühnerhack – … Continue reading "Schul- und sonstige Woche: Dim Sum, Mebis, Räuber"

Format zeigen

Spielt es eine Rolle, in welcher Art Datei ich jemandem Informationen schicke? Aber ja. Dieser Cartoon erklärt, wie viel Vertrauen man dem Inhalt einer Datei entgegenbringt, abhängig von deren Dateiformat: https://xkcd.com/1301/ Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 Eine .pdf-Datei ist glaubwürdiger als eine .doc-Datei, eine Grafik als .png glaubwürdiger als eine mit der Endung .jpg oder gar .jpeg, un d von .gif brauchen wir erst gar nicht anzufangen. Dieser Cartoon ist natürlich überspitzt, aber da ist auch Wahres dran. Wenn mir eine Behörde eine .docx-Datei schickt, seufze ich, und erwarte wenig und halte wenig von dieser Behörde. Beispiel: Fortbildungsangebot – kommt das … Continue reading "Format zeigen"

Arthur Bloch, Murphy’s Law (und: Planning Fallacy)

Spätestens 1985 kaufte ich, siebzehnjährig, in den USA an einem Flughafen (New Mexico, vielleicht?) das schmale Büchlein Murphy’s Law, and other reasons why things go wrong! von Arthur Bloch. Ich habe viel gelernt daraus. Murphy’s Law kannte ich wohl vorher schon irgendwoher, anderen Gesetzen – dem Peter-Prinzip, Clarkes 3. Gesetz – begegnete ich danach immer wieder. Aber ich weiß noch, dass es lange dauerte, bis ich diesen Kalauer verstand: Cole’s Law: Thinly sliced cabbage. Hier die Gesetze, die ich über all die Jahre auswendig behalten habe, weil ich immer wieder Anwendungen dafür sehe: Ginsberg’s Theorem: 1. You can’t win. 2. … Continue reading "Arthur Bloch, Murphy’s Law (und: Planning Fallacy)"

Salz nachfüllen

Es ist wie beim Contract Bridge. Da muss man sich mit seinem Partner auch verständigen über das eigene Innenleben, also die Karten, die man auf der Hand hält, ohne sie direkt zu nennen. In der Küche haben wir einen schönen, großen Behälter für Kochsalz. Der wird immer wieder nachgefüllt, wenn er leer ist, und gerade ist er ziemlich leer; es rieselt praktisch nur noch Rieselhilfe. Neues Salz ist schon gekauft und liegt daneben. Tag 1: Ich fülle nicht nach und signalisiere Frau Rau, dass ich das nicht gerne mache, wegen Hantieren mit Trichter und so. Noch ist ja der kleine … Continue reading "Salz nachfüllen"

Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)

Für den Englischunterricht, Q11: Alle Schüler und Schülerinnen kriegen einen Buchstaben A-Z zugewiesen und suchen sich aus dieser Liste von Europa-Mythen aus der britischen Presse eines aus und präsentieren das den Mitschülern: http://blogs.ec.europa.eu/ECintheUK/euromyths-a-z-index/ Meine Favoriten: Erstens P wie „Pets, dead“: Haustiere müssen laut einer Europa-Regelung vor der Beerdigung in einem pressure cooker gekocht werden. (Stimmt nicht: Es gab vergleichbare Regelungen für BSE-Fälle.) Zweitens R wie „Recycling“: Laut einem EU-Gesetz müssen Frauen ihr gebrauchtes Sexspielzeug zum Recyclen abgeben bevor sie neues kaufen können. (Stimmt nicht. Aber man kann laut EU Elektrogeräte natürlich beim Verkäufer zur Entsorgung abgeben.) Stand alles so in … Continue reading "Euromyths, Offline-Kommunikationssystem, Bilder von oben, Schulmöbel (Schulwoche)"