Schuljahresanfang 2021/2022, und neue Mebiskurse

Ich mag diese ersten Tage im Schuljahr. Es ist alles voller Hektik, ein Dutzend Dinge gibt es zu erledigen, am besten gleichzeitig: Zettel austeilen, Zettel einsammeln, Hausordnung erklären, eigenen Stundenplan lesen, Stundenplan der Klasse austeilen, Änderung des eigenen Stundenplans im Empfang nehmen, Änderung des Klassenstundenplans (meist nur eine Raumänderung) mitteilen. Passwörter vergeben, Mebisseiten einrichten, Sonderfälle notieren. Zu kleinen improvisierten Pop-up-Sitzungen gehen, Sachen alphabetisch sortieren, im Sekretariat abgeben, Raum inspizieren, Wandertag planen, Herausfinden, wer überhaupt Klassleitung-Stellvertretung ist, Klassensprecher:in wählen, Sprechstunde eintragen, Bücher abzeichnen – und dieser Kollege will etwas und jene Kollegin hat etwas. Das macht Spaß, da muss man den …

So, aufgeräumt

Das ist jetzt einerseits viel ordentlicher. Allerdings: Unter das Bett passt jetzt nichts mehr davon.

Sechs Tage im Bayerischen Wald

Es war eher feucht, aber noch so, dass man gut wandern konnte. Also: Wandern ja. Ist auch alles gut ausgeschildert. Pilze gibt es enorm viel, aber ich kenne ich mich nicht aus und wir hätten ohnehin keine Kochgelegenheit gehabt. Ansonsten gab es in Bodenmais zu unserer Überraschung nur liebloses Essen. Wir haben uns halt beholfen, der Chinese ging noch halbwegs. Interessieren sich andere Touristen überhaupt nicht fürs Essen, oder wieso greift das niemand auf? Einmal erkundete sich ein amerikanisches Paar nach vegetarischen Gerichten in einem der größten Gasthöfe am Ort. Die Bedienung ging mit ihnen die Speisekarte durch. “Meat… that’s …

Schullektüren meiner Schulzeit

Das sind die Schullektüren meiner eigenen Schulzeit. Es waren sicher ein paar mehr dabei, Woyzeck vielleicht, und irgendetwas in der Unterstufe. Aber anscheinend blieben nur Werke aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 bei mir hängen, und eben da nicht mal alle. Gedichte (Archaischer Torso! Hälfte des Lebens!) gab es natürlich auch, und kleinere Geschichten, die ich hier nicht anführe. Antoine de Saint-Exupéry, Le Petit Prince (11) Das war auf Französisch und damit fast außer Konkurrenz. Französisch machte mir keinen Spaß, das Buch schreckte mich nicht, war aber auch nicht wirklich gut. Johann Wolfang Goethe, Iphigenie auf Tauris (11, 12) Sogar …

Butterfinger

Das erste Mal in den USA war ich 1973, glaube ich, so mit sechs Jahren. Und dann immer wieder mal, 1978, 1979, 1980, 1985. Diese Reisen haben mich sehr geprägt. Die kleine Broschüre “Was Sie über das Land wissen sollten” habe ich schon Monate vor jedem Urlaub herausgezogen und fast auswendig gelernt: Nickel, Dime, Quarter; George Washington und die Catskills und Trinkgeld, ein Sammelsurium von Informationen. Drüben habe ich aus Comics und Fernsehen (aber noch nicht: Zeitungen, und vermutlich nicht einmal Speisekarten in größerem Umfang) und den Rückseiten von Cereal-Packungen alles Neue aufgesogen wie ein Schwamm. Und zwischendrin gab es …

Schuljahresende 2020/21

Manche sagen, das sei ein schlimmes Schuljahr gewesen. So schlimm fand ich es gar nicht. Es war anstrengend, ja. Und arbeitsam – aber mit anderer, abwechslungsreicher, neuartiger Arbeit. Ich begrüße das. (Und dafür weniger Korrekturen, das auch.) Mit dem, was die Schülerinnen und Schüler gelernt haben, bin ich auch zufrieden. Nicht alles lief ideal, ich bin mit mir in vielen Aspekten nicht zufrieden, aber passt schon, damit komme ich klar – die Umstände. Die Schüler und Schülerinnen wirken zufrieden. Selbst nach der langen Distanzphase keinerlei Fremdeln unterinander oder mit den Lehrkräften. Stoff auch okay. In den letzten Tagen alle etwas …

Nachrichten aus der Schreibpause, Bücher scannen

Ich merke, das ich lange nicht mehr gebloggt habe: Im Moment viel los. Letztes Wochenende habe ich Eltern und Schwiegereltern getroffen, was sehr schön war und immer noch sehr viel seltener geschieht als vor der Pandemie; am Tag davor eine Art Gartenparty. Alle geimpft, dennoch ein bisschen mulmig. Denn: Es gilt immer noch, dass jedes bisschen Treffen die Pandemie weiter trägt. Allerdings kann man deswegen nicht auf jedes bisschen Treffen verzichten, also muss man irgendwo für sich eine Grenze ziehen, was nötig ist und was nicht. Meine Eltern: nötig, nächtliche Partyszene am Gärtnerplatz: nicht nötig – aber damit mache ich …

Letzte Pfingstferientage

Zweite Impfspritze gekriegt, wieder keine Impfreaktion außer halt ein paar Stunden danach der leicht schmerzenden Einstichstelle. Abitur-Erstkorrektur Informatik, Abitur-Zweitkorrektur Deutsch. Sonst weiß ich nicht mehr viel, weil ich meine abgearbeiteten Listenpunkte immer gleich lösche. Ich habe aber schon das Gefühl, dass ich viel getan habe. Den größten Teil der Umzugskartons losgeworden. Frau Rau hatte bei ebay-Kleinanzeigen inseriert, gleich danach meldete sich jemand, gleich am nächsten Tag abgeholt. Das alles hat in einen Kombi gepasst, wir hätten es selbst fast nicht geglaubt: Die großen Kartons sind Kleiderboxen, mit Metallstange, um Kleidung an Bügeln einzuhängen. Ich weiß seit über zwanzig Jahren, dass …

Kochen mit Knollen & Zoobesuch

Ich hatte Kraut; der Guardian ein Rezept für Okonomiyaki, fehlte nur noch japanischer Bergyams. Okonomiyaki hat man gerade, oder kommt gerade; im Fernsehen kam etwas darüber und Frau Rau sprach schon häufiger davon: das ist ein mit wenig Teig zusammengehaltener Krautpfannkuchen, auf den japanische Mayonaise und Bonitoflocken und sonst noch vieles kommt. das ich kaum kenne. Aber gemacht habe ich das Rezept, und es schmeckte gut: Der Teig besteht aus Ei, etwas Mehl und Stärke und – wenn man das kriegen kann – Bergyamswurzel. Die verhält sich ganz anders als das, was unsereiner so kennt. Diese Art Yams ist eine …

Über die verschiedenen fehlgeschlagenen Versuche der Illuminaten, mich zu kontaktieren

Auslöser war ein Anruf heute, auf dem Telefon (huch!), unter der Nummer, die hier in meinem Impressum steht. Das ist eine von mehreren Nummern, die alle zum gleichen Apparat führen. Frau (Home Office) Rau ging ran, weil ich gerade in einer Videokonferenz war; aber dann musste doch ich sprechen. Ein Herr erkundigte sich nach den Illuminaten, da ich in meinem Blog so viel über die geschrieben hatte. (Hier, aber auch andernorts.) Er habe eine spirituelle Erfahrung oder Begegnung mit ihnen gehabt und suche nach Gleichgesinnten. Ich reagiere spontan nicht sehr lustig oder ironisch, erklärte also, dass ich viel über die …