Nach Ostern ist vor Pfingsten: Abitur, Knie, Sommersemester, Frühling

Essen nach Wanderung

Nur kurzes Lebenszeichen: Ich genieße den Frühling, vorletztes Wochenende erste Wanderung, letztes Wochenende die zweite. Schon mal üben für den Frühling. Es ist so sonnig und warm, ich freue mich direkt aufs Balkonputzen – sobald ich mal dazu komme, ich möchte nicht, dass mir Frau Rau zuvorkommt. Aber es ist viel zu tun, auch wenn mir die Arbeit gerade leicht von der Hand geht: Das Sommersemester hat begonnen und damit die Informatikdidaktikvorlesung. Bin immer noch aufgeregt und unsicher, was ich wirklich lehren kann, aber wird schon. Außerdem kriege ich dubiose Spritzen in die Knie, weil ich Meniskus habe; nicht sehr, … Continue reading „Nach Ostern ist vor Pfingsten: Abitur, Knie, Sommersemester, Frühling“

Paella-Premiere

Zwei Pfannen mit fertiger Paella

Bei meinen Schwiegereltern kriege ich immer alle ein, zwei Jahre im Sommer eine Paella. Keine echt authentische originale , weil es so etwas nicht gibt, da hat jeder sein eigenes Rezept. Paella ist in Spanien auch kein typisch spanisches Gericht, sondern ein valenzianisches, so wie Flamenco auch kein typisch spanischer Tanz ist, sondern ein andalusischer. Ursprünglich, und früher, so etwas ändert sich ja. Ich mag diese Paella sehr gern, und ich habe sie endlich einmal nachgekocht. Fazit: Ja, es geht einigermaßen, auch ohne Gaskocher und Paellapfanne mit Meterdurchmesser. Dafür zwei normale große Pfannen, und die ursprüngliche Menge der Zutaten alle … Continue reading „Paella-Premiere“

Padlet, und was die Schule zahlt

Padlet ist ein schönes Informatiksystem, browserbasiert, mit dem man wie an einer virtuellen Pinnwand Zettelchen mit Text und Bildern und anderen Inhalten auf einer Oberfläche verteilen und verschieben und verbinden und ergänzen kann: Eine schöne Sache, um die eigenen Gedanken zu sortieren; noch schöner, wenn man das mit anderen gemeinsam tut. Padlet war bisher ein kostenloses Angebot; in Zukunft gibt es eine etwas eingeschränkte Grundversion, die kostenlos – aber mit Werbung – bleibt, sowie die Möglichkeit, den Dienst für Geld zu abonnieren. Da geht ja ohnehin der Trend hin: Man kauft Software nicht mehr, sondern abonniert sie; bei webbasierten Systemen … Continue reading „Padlet, und was die Schule zahlt“

Zweierlei Rinderfett, mit Rezept: Steak and Kidney Pie

In England gibt es zwei Arten Rinderfett, denen man in Deutschland selten begegnet. „Beef dripping“ kann man im Supermarkt und beim Metzger kaufen, so wie bei uns Schweineschmalz – nur dass es eben quasi Rinderschmalz ist. Bratkartoffeln kann man darin machen, und Zwiebeln anbraten, für Yorkshire Pudding ist es ganz wichtig. Früher wurden Fish & Chips in beef dripping zubereitet. Der Name kommt noch aus den Zeiten, als das Stück Rindfleisch über dem offenen Feuer oder den Kohlen gebraten wurde, an einem Spieß oder von oben herabhängend. Darunter befand sich die dripping pan, in die das Fett tropfte und wo … Continue reading „Zweierlei Rinderfett, mit Rezept: Steak and Kidney Pie“

Notenmachen, leidiges: Transparenz und Notengerechtigkeit

Neulich klagte eine Oberstufenschülerin über ihre mündliche Note (nicht in meinem Fach, und ohne dass der Name der anderen Lehrkraft oder des anderen Fachs fiel). Neun Punkte seien einfach nicht angemessen für die rege und kluge Mitarbeit. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Schülerin da kluge Sachen sagt. Schülerinnen und Schüler glauben immer noch daran, dass es die eine mündliche Mitarbeitsnote gibt. Wir machen es ihnen auch leicht, in diesem Glauben zu verharren – weil es vielleicht manches einfacher macht. Tatsächlich ist es so, dass es einen Durchschnitt aus „kleinen Leistungserhebungen“ gibt, also angesagten und nicht anegsagten kleineren schriftlichen … Continue reading „Notenmachen, leidiges: Transparenz und Notengerechtigkeit“

Das Internet ist nicht mehr böse

Thomas Knüwer von Indiskretion Ehrensache schreibt anlässlich der Verleihung der Goldenen Blogger, dass sich die Wahrnehmung von Blogs geändert hat: Die Presse beschmäht sie nicht, sondern interessiert sich dafür. Selber fällt mir auf, dass in der Tagesschau regelmäßig von Twitter die Rede ist, mehr noch als von Facebook. (Gut, das liegt an Trump.) Und vor ein paar Tagen war ich auf einer Fortbildung, wo ich mich ins Jahr 2005 zurückversetzt wähnte: Das Internet war plötzlich kein Ort des Bösen mehr, sondern auch ein Ort der Verwirklichung, der Kommunikation und Zusammenarbeit. Das war ja bereits die Sicht der Minderheit, die 2005 … Continue reading „Das Internet ist nicht mehr böse“

Ach. (KW 5, oder so.)

Am Montag war in Berlin die Verleihung der Goldenen Blogger 2017. Das ist ein Preis, der vor vielen Jahren wohl eigentlich als Parodie angefangen hat und jetzt aber schon etwas Ernstereres ist, jedenfalls freuen sich die Nominierten und Preisträger sehr. Es gibt verschiedene Kategorien, zwei waren mir dieses Jahr besonders wichtig, und in beiden haben meine Favoriten gewonnen: Frau Kaltmamsell vom Blog Vorspeisenplatte als Tagebuch-Blogger des Jahres – ein Urgestein, dieses Blog, das ich schon seit den Anfängen mit großem Interesse verfolge. Und Blogger des Jahres wurde – wie die große Anzahl an Bewunderern erwartet und gehofft hatte – Mademoiselle … Continue reading „Ach. (KW 5, oder so.)“

Erinnerungen ans Referendariat

Türschild "Privatphilosoph"

Arne Paulsen hat einen schönen Eintrag über seine positiven Erinnerungen ans Referndariat geschrieben, Anlass war die Blogparade dazu von Bob Blume, Thema „Ein wunderbarer Moment im Referendariat“. Ich will wie Arne auch keinen einzelnen Moment herausgreifen. Ingesamt habe ich die angenehmsten Erinnerungen an das Referendariat. Aber das kann nicht alles gewesen sein: Frau Rau erinnert mich daran, dass ich arg geschimpft habe. Trotzdem, es war eine Zeit voller schöner Erinnerungen – ich war aber auch noch jung und aufnahmefähig. In Bayern ist man am Gymnasium das erste und letzte halbe Jahr an einer Seminarschule unter Aufsicht von Seminarlehrern, die die … Continue reading „Erinnerungen ans Referendariat“

Orangenmarmelade 2018

Gläser mit Orangenmarmelade

Diesmal habe ich etwas früher an das jährliche Ritual gedacht und Orangenmarmelade gemacht: Nach etwa zwanzig Jahren sind mir dann auch die Aufkleber für die Gläser ausgegangen. Gekauft habe ich die Packung jedenfalls noch in Augsburg, ganz sicher noch in DM bezahlt: Zweckform Vielzweck-Etiketten No. 3327, 486 St. zu 50 x 19 mm. Heute „Avery Zweckform“, gleiche Nummer, gleiches Format, im Versandladen für 4,15 Euro. Damals kostete die Packung, bei Karstadt gekauft, sicher nicht der günstigste Ort, 8,95 DM. Und da sage einer, alles sei teurer geworden!

Es geht mir gut: Weihnachtsferien 2017 und was gerade im Unterricht läuft

Orang Utan im Zoo

Die Weihnachtsferien heißen übrigens offiziell Weihnachtsferien, während die Faschingsferien offiziell in Bayern Frühlingsferien heißen (und gar nicht Winterferien, wie ich bis eben dachte). Und die Herbstferien sind namentlich gar keine. Ich war bei den Eltern und bei den Schwiegereltern, bei der Schwagerfamilie; habe viel gegessen und ein wenig gekocht; mittelviel gelesen. (Dicke Bücher.) Ich war im Bayerischen Nationalmuseum und habe dort eine allegorische gotische Statue der Grammatik gesehen. Außerdem war ich im Zoo. Und ich habe endlich ein wenig Arbeit aufgeholt. Seit Anfang des Schuljahres hatte ich das Gefühl, nur von einem Übungsaufsatz zum nächsten, von einer Schulaufgabe zur Klausur … Continue reading „Es geht mir gut: Weihnachtsferien 2017 und was gerade im Unterricht läuft“