Osterferien 2021

Zeit für einen neuen Avatar, Unterricht neulich: Nach den Ferien lasse ich mir vielleicht von einem Kurs oder einer Klasse die Haare schneiden, das wäre lustig. Osterferien, verdiente, oder zumindest ersehnte: Das sind hot cross buns, süßer Hefeteig mit Rosinen und Zitronat und Orangeat und Gewürzen, ein englisches Ostergebäck. Ich habe sie schon einmal gemacht, aber das muss vor Blogzeiten gewesen sein, weil es keine Spuren davon gibt. Damals gelangen sie mir besser, aber sie schmeckten gut. Heute wandern gewesen in der Stadt, den Auer Mühlbach entlang. Der fängt in Thalkirchen hinter dem Zoo an und fließt nach dem bayerischen …

Noch zwei Wochen bis Osterferien

In zwei Wochen sind Osterferien. In diesen zwei Wochen ist Unterricht – Wechselunterricht zwar, tageweise (epidemiologisch weniger klug), und mit Masken, aber ohne vollmundig angekündigte Tests. Nicht dass ich mir von den viel erwarte; sinnvoll wäre allein, die Schulen geschlossen zu halten. Ich verstehe nicht, warum die Schule jetzt für diese zwei Wochen aufmachen. Natürlich wird es schön sein, Schüler und Schülerinnen zu sehen, für mich und vor allem sie selber. Aber es ist für meine Schulart pädagogisch nicht nötig und psychologisch nicht so nötig, dass das die Infektionen rechtfertigt. Der Großteil der Bürger und Bürgerinnen verlangt nicht nach Öffnungen …

Fortbildung: Dienst-Email-Adressen

Nu, jetzt sind sie da. Also, das sind sie schon länger, sie werden nach und nach eingeführt. Wie oft machten sich Leute, die es nicht besser wissen, lustig darüber, dass Lehrkräfte an staatlichen Schulen noch keine Dienst-Email-Adressen haben – wobei das ja von Bundesland zu Bundesland verschieden ist. Und wie oft (allerdings etwas seltener) krähten Lehrkräfte danach. Also bitte, wer fragt, kriegt Antworten. Die Dienstadressen sind nämlich unpraktisch. Das müssen sie leider auch sein. Die Dienstadressen erfüllen alle Anforderungen, was Datenschutz betrifft, die auch die Adressen etwa von Finanzbeamten erfüllen müssen. Heißt: Ich kann sie nur im Browser ansehen, sie …

Mein Zimmer in der neuen Wohnung, mit alten Möbeln

Jetzt bitte erst einmal keine Aufregungen mehr. (Und ja, wie vermutlich viele Schulen bereitet auch meine einen virtuellen 360-Grad-Rundgang vor, weil es jetzt zum Übertritt schwierig wird, sich ein Bild der Schule zu machen.) Wohnzimmer:

Es war alles ein bisschen zu viel in letzter Zeit

Stretching yourself too thin, sagt man auf Englisch. Ich habe mir viel zugemutet in den letzten Monaten, und erst langsam lichtet sich das. Da ist natürlich die Schule, die anstrengend ist. Mündliche Schulaufgaben in Englisch in der elften Klasse im Januar. Und da das einstündige Fach Informatik in der 7. Jahrgangsstufe bei uns in Doppelstunden, dafür nur im ersten Halbjahr unterrichtet wird, habe ich im ersten Halbjahr auch diese zwei Stunden mehr Unterricht als im zweiten Halbjahr, so dass das sich das erst übernächste Woche entspannt, wenn dann endlich mal, irgendwann, ich weiß es nicht, das verschobene zweite Halbjahr beginnt. …

Malen mit langem Pinsel

Am Anfang mancher Videostunde in der 6. Klasse Informatik, aber auch in anderen Klassen, wenn ich gerade ganz wichtige organisatorische Sachen erkläre, poppt im Chat die Frage auf: “Dürfen wir malen?” Alle meine Videostunden beginnen mit einer Folie, auf der nur das Datum steht. (Manche andere Lehrkräfte machen kaum mehr, als ihren Bildschirm zu teilen, und zwar rein als Tafelersatz mit dem eigenen Textverarbeitungsprogramm. Dabei gäbe es auch da so viel mehr Online-Möglichkeiten, ohne dazu den Bildschirm teilen zu müssen. Ach, ich geb’s bald auf.) Das heißt, auf der Folie ist immer auch Platz zum Malen, absichtlich, und weil ich …

Virtuelle Video-Woche und die erstaunliche Frage, ob Lehrkräfte ihre Kamera auch mal ausmachen dürfen

Videos in der Videokonferenz Mit der zehnten Klasse ein bisschen die ersten fünfzehn Minuten der Unterrichtsstunde von Herrn Böhmermann: geguckt: Für Erwachsene zumindest eines gewissen Alters cringeworthy und lustig. Für die Schüler:innen tatsächlich eher so mittel. Keine Fans dabei, anscheinend. Das meiste davon ist Karikatur und zumindest an meiner Schule überholt. Tageslichtprojektoren wie den im Eck gibt es bei uns nicht mehr. (Warum haben die alle so orange Kabel? Warum hat nichts sonst so orange Kabel?) Meinen Namen habe ich seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr an die Tafel geschrieben. “7 Minuten habt ihr jetzt zum Lösen der Aufgaben” …

Orangenmarmelade 2021 (und Cornish Pasties)

Wie jedes Jahr um diese Zeit wird aus dem hier: das hier: (Noch mit Wasser und Zucker und dem Saft der Pomeranzen dazu, versteht sich.) Das war der Samstag. Am Sonntag machte ich Cornish Pasties. Immer wenn die Kartoffelkiste uns eine Steckrübe einsteckt, gibt es die. (Und manchmal auch ensaladilla russa, spanischen russischen Salat, aber nicht mitten im Winter.) Inhalt sind Steckrübe und Kartoffel aus dem Karotffelkombinat, dazu Zwiebel und Zwerchfell vom Rind. Nicht den Nierzenzapfen, sondern “die dünne Kron”, wie mein Metzger sagt. (Wenn man bei dem nach Kronfleisch fragt, heißt es: vom Schwein oder vom Rind? Dicke oder …

Was ist ein Mensch? Virtueller Hintergrund in BBB.

In Zoom oder Skype kann man virtuelle Hintergründe erstellen oder den tatsächlichen Hintergrund verschwommen darstellen lassen. Das ist schön, wenn man weniger Privates von sich preisgeben möchte, und oft noch schöner, weil man Scherze damit treiben kann. Warum geht das mit BigBlueButton nicht? Kurz: Ich vermute, das liegt daran, dass man für BBB keinen eigenen Client, also kein eigenes Programm installieren muss, sondern das einfach in einem Browser laufen lassen kann. Lang: Da muss ich ausholen. Also: Mit einem geeigneten Programm kann man berechnen, was man zeigen möchte – Gesicht, Oberkörper, Arme, den Menschen halt. Den Rest ersetzt das Programm …

Asynchrones Arbeiten adelt Althergebrachtes*; Wurstwaren

In zeitgemäßen Kreisen sind Hausaufgaben verpönt. Weil… weiß nicht genau, muss man diese Kreise fragen; schlechte Erinnerungen an den eigenen Matheunterricht, Belegstellen bei Hattie und vielen anderen Studien, unglückliche Erfahrungen mit den eigenen Kindern? Natürlich gibt es blöde, unsinnige, schlecht gestellte Hausaufgaben. Aber Hausaufgaben an sich als Problem? Ich sehe drei Möglichkeiten für das schulische Lernen: a) Lernende verbringen einen Zeitraum, sagen wir: zwei Stunden am Nachmittag außerhalb der Schule mit selbstständiger Arbeit, b) Lernende haben den Nachmittag außerhalb der Schule frei,c) Lernende sind den Nachmittag über in der Schule. Das heißt dann Ganztagsschule, und ich denke natürlich an sinnvolle …