Schneefrei! (2019 Edition)

Am Freitag, den 11. Januar 2019 fiel an den Gymnasien im Landkreis der Unterricht aus. Die Entscheidugn des Landratsamts wurde am Donnerstagmittag bekannt gegeben; Jubel in den Klassenzimmer. Und so musste am Freitag nur eine kleine Rumpfbesatzung an Lehrern und Lehrerinnen in der Schule bleiben – um Schüler oder Schülerinnen, die dennoch in die Schule gekommen wären, Herberge bieten zu können. Tatsächlich waren aber alle zu Hause geblieben, jedenfalls nicht in der Schule. Ich will das hier nur aus Chronistenpflicht festhalten. Denn dass es das letzte Mal im März 2006 und Januar 2007 schneefrei gegeben hat, das weiß ich nur … Continue reading „Schneefrei! (2019 Edition)“

Ist das in Ordnung, dass mündliche Noten so viel besser sind als schriftliche?

In Bayern gibt es wie in allen Ländern verschiedene Möglichkeiten, Noten zu machen, aber vor allem gibt es mündliche Noten und schriftliche Noten. Schriftliche Noten sind meistens größere oder kleinere, angesagte oder überraschende Prüfungen, die sich auf einen kleineren oder größeren Zeitraum beziehen können. Mündliche Noten fallen dabei deutlich besser aus als schriftliche. (Weiß schon, Ausnahmen, ist aber dennoch so, da sind wir uns wohl einig.) Die schriftlichen Noten zählen dabei mehr als die mündlichen. (Auch das kann man differenzieren; es gibt kleine und große Leistungserhebungen, und große zählen mehr, und meist sind die mündlichen klein und die schriftlichen groß … Continue reading „Ist das in Ordnung, dass mündliche Noten so viel besser sind als schriftliche?“

Letzte Schulwoche, Weihnachten 2018

In der letzten Schulwoche fiel ein Referat in der Q11 aus. Ich mache gerade eine kleine Runde amerikanische Geschichte des 20. Jahrhunderts, auch anhand von Liedern – Strange Fruit; Buddy, can you spare a dime; Ten cents a dance – und da füllte ich vor Weihnachten die fehlenden dreißig Minuten mit einem thematisch passenden Film. Erst hielt ich die DVD zu O Brother, Where Art Thou? hoch und erklärte den leuchtenden Kinderaugen, dass wir das heute nicht ansehen würden. Sondern dafür einen anderen Film, schwarzweiß, von 1941, sie sollten sich also darauf einstellen. Der andere Film war Sullivan’s Travels, über … Continue reading „Letzte Schulwoche, Weihnachten 2018“

Zerreißt eure Schulbücher!

Es gibt ein in Spielerkreisen bekanntes Brettspiel, das heißt Pandemic, die Spieler und Spielerinnen müssen dabei gemeinsam die Welt vor einer Pandemie retten. Auf dieses Spiel gibt es eine Art Variante, die heißt Pandemic Legacy. Sie lehnt sich an das Ursprungsspiel an, enthält aber völlig neue Komponenten, und zwar vor allem diese: Man spielt nicht jedesmal das gleiche Spiel, sondern eine Art Kampagne. Die zweite Runde hat zusätzliche Regeln zur ersten, die nächste zusätzliche Spielfiguren, eine weitere ändert das Spielfeld. Wenn ich mich richtig erinnere, kann man das Spiel 18 mal spielen, dann ist es aus. Denn im Lauf des … Continue reading „Zerreißt eure Schulbücher!“

Hausaufgaben, die gar nicht so gemeint sind

Wenn am Ende der Lehrprobe die Schüler und Schülerinnen die Hausaufgabe gestellt kriegen, wissen sie genau, dass sie die dann doch nicht zu machen brauchen. Oft ist sie ja eh von einer Form, die bisher noch nie da gewesen war, sie ist ja auch eher für die Seminarlehrer gedacht. Auch Lehrer kriegen manchmal solche Anweisungen. Gerne fangen die an mit „Wie Sie alle wissen“ (ein Signalwort dafür, dass man vergessen hat, rechtzeitig an eine Sache zu erinnern), aber auch so ist manchmal klar, dass man diese Anweisung nicht so ernst nehmen muss wie andere. Details sind hier leider nicht möglich. … Continue reading „Hausaufgaben, die gar nicht so gemeint sind“

Bahnstreik, Zombies, Lehrpläne lesen

Ich habe eine meiner vielen E-Mails bei den Münchner Verkehrsbetrieben hinterlassen und werde damit darüber informiert, wenn es auf der Linie, die ich nutze, um zur Arbeit zu kommen, Schwierigkeiten gibt. Alle drei Tage kommt da etwa eine Nachricht, meist betrifft sie mich von der Uhrzeit her nicht. Aber am Sonntagabend wurde ich dadurch darüber informiert, dass bundesweit und wohl auch für München am Montag Warnstreiks drohen. Also ging ich heute eine S-Bahn früher aus dem Haus (das sind etwa zwanzig Minuten), und nach wenigen Schritten an der frischen Luft erreichte mich die nächste Mail: Ja, es wird gestreikt, meine … Continue reading „Bahnstreik, Zombies, Lehrpläne lesen“

Ein wenig Gejammer, ein wenig Musik

Dezember ist der anstrengendste Monat für Lehrer, noch vor dem Juli, jedenfalls für mich. Und diesmal hat der Dezember schon weit im November begonnen. Jedenfalls ist gerade viel los, ich bin nicht zufrieden, weil ich weder zum Lesen noch zum Bloggen komme. Dienstliche und private Termine, die Arbeit an der Uni (die ich immer wieder aufzugeben plane, vielleicht nächstes Mal), den Unterricht bereite ich schon ordentlich vor – aber indem ich quasi weit im Voraus plane, dass ich in drei Tagen diesen einen Slot von 45 Minuten nutze für die Vorbereitung jener anderen konkreten Stunde. Nu, irgendwann wird das auch … Continue reading „Ein wenig Gejammer, ein wenig Musik“

10 Videospiele, die mich beeinflusst haben

Screenshot Magnavox Odyssey Ski

Mein Freund Bernhard hat mir ein Stöckchen zugeworfen, bei dem ich jeden Tag ein Computerspiel, das mich beeinflusst hat, posten soll, zehn Tage lang. Und ich mache das lieber hier auf einmal im Blog, statt zehn Facebook- oder Twitter-Einträge zu schreiben. Ich denke, es sind typische Spiele ihrer Zeit und keiensfalls Insiderspiele – ich war halt nur früh dabei. 1. Magnavox Odyssey: Ski Tatsächlich steht das Spiel stellvertrend für die anderen Odyssey-Spiele. Das war 1972, 1973, und ich war zu jung dafür, aber ich will das hier stehen lassen als Beispiel dafür, wie cool mein Vater war (und noch ist). … Continue reading „10 Videospiele, die mich beeinflusst haben“

Keine Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes

Ich habe dieses Fundstück aus dem Heft 3 von Schule & wir aus dem Jahr 2016 zwar schon einmal erwähnt, habe aber immer noch keinen rechten Frieden damit gefunden: Texte und Angaben von schulischen Leistungserhebungen gelten nach der Rechtsprechung nicht als Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes (vgl §2 UrhG). Daher genießen sie auch keinen Schutz vor Vervielfältigung, Weitergabe oder öffentlicher Zugänglichmachung. Davon ausgenommen sind Angabentexte zentral gestellter schulischer Abschlussprüfungen wie etwa des Abiturs. Tatsächlich habe ich auf Twitter von einer Schule gelesen, wo Eltern die gesammelten Schulaufgaben als Büchlein (für 15 Euro) veröffentlichten. Ich habe damit gar nicht so viele … Continue reading „Keine Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes“

Stan Lee mit 95 Jahren gestorben

Und dann doch überraschend: Stan Lee ist gestorben, 2018, mit 95 Jahren. Stan Lee kenne ich seit Herbst 1978. da war ich gerade mal elf Jahre alt, Stan Lee 56 – aber für mich zehn bis fünfzehn Jahre jünger. Und das kam so: In der 5. Klasse entdeckte ich Marvel Comics, namentlich die Serie Die Spinne aus dem Williams-Verlag. EIn Mitschüler brachte mich darauf, und ich war schnell regelmäßiger Leser. Die Hefte kriegte ich am Kiosk an der Endhaltestelle der Straßenbahn in meinem Stadtteil; da fuhr ich mit dem Bus hin und von da aus weiter mit der Straßenbahn in … Continue reading „Stan Lee mit 95 Jahren gestorben“