Hack the Web: Unterrichts- und Fortbildungsformat?

Vor ein paar Wochen war in meiner 9. Klasse in Informatik nach einem Test noch eine Stunde Zeit; Wiederholung und Vertiefung passte danach nicht. Glücklicherweise hatte einer der Praktikanten eine schöne Idee: Er hatte als Projekt eine Webseite erstellt mit gemischten kleinen Aufgaben aus der, hm, Web-Bearbeitung? Informatik? Angewandten Informatik? – Benutzer legen sich dabei ein Konto an und haben dann 30 Minuten Zeit, auf Hack the Web möglichst viel Aufgaben zu lösen und viele Punkte zu erreichen. Die Punkte kann man dann auf einer High-Score-Liste vergleichen. So ähnlich habe ich das als “Capture the Flag” mal auf einer Fortbildung …

Programmierhormone und der weihnachtlich-neujährlichen Komplex

Schön die Familienfeiern, nicht so schön, dass ich zu korrigieren hatte. Ich werde auch nicht schneller dabei, der Widerwille wächst, und ich zweifle am Sinn vieler meiner Prüfungen. Aber dafür gib es immer wieder neue Möglichkeiten, mich abzulenken. In der ersten Hälfte der Weihnachtsferien war es das Programmieren: Erdnussflips kommen mir nicht ins Haus, weil ich da immer gleich die ganze Tüte auf einmal esse. Und auch beim Programmieren muss ich vorsichtig sein: Wenn ich nicht aufpasse, habe ich mich plötzlich tagelang nicht rasiert oder angezogen und keinen Kontakt zur Außenwelt, von Frau Rau abgesehen. Aber es geht mir gut …

Licht im Tunnel, Calliope-Vorlesung, Glühwein

Im Moment bin ich ein kleines bisschen im Stress. Das heißt, ich sehe jetzt schon wieder Licht. Die letzten vier Wochen war ich ständig am Korrigieren, Unterricht habe ich nur so notdürftig wie möglich vorbereitet – immer noch bemüht, aber leider nicht so gründlich, wie ich gerne hätte. Außerdem war ich krank, erkältet, so sehr, dass ich einmal die Didaktik-Vorlesung ausfallen lassen musste. Weil das eine System zur Kursverwaltung neu ist und nicht richtig funktioniert… also gut, Bedienerfehler, wohl… und das andere System, Moodle, gerade aus anderen Gründen nicht richtig funktioniert, ging meine Nachricht über die ausfallende Veranstaltung leider nicht …

CHIP‑8: Teil 2, in welchem das eigentliche Programm vorgestellt wird

Stehen geblieben waren wir bei diesem Computerprogramm für den CHIP‑8: A2 1E C2 01 32 01 A2 1A D0 14 70 04 30 40 12 00 60 00 71 04 31 20 12 00 12 18 80 40 20 10 20 40 80 10 Es erzeugt ein Zufallslabyrinth so wie dieses hier: Wie geht das? Wie können ein Haufen Zahlen so etwas erzeugen? Sie können es natürlich nicht allein, sondern nur, wenn sie einem Computer gefüttert werden, der genau mit diesen Zahlen umgehen kann. Zentral an so einem Computer ist die Recheneinheit (die kann rechnen), dazu kommen der Arbeitsspeicher und …

CHIP‑8 Teil 1, in welchem es vor allem erst einmal um 0 und 1 geht

Bei Marco habe ich vom CHIP‑8 gelesen. Das war eine Spezifikation aus dem Jahr 1978 für einen möglichst simplen Computer, mit dem man dennoch Spiele programmieren können sollte. Und zwar solche einfachen Spiele: Ob es physisch je einen CHIP-8-Computer gegeben hat, weiß ich nicht; aber es gibt etliche virtuelle CHIP-8-Computer – das heißt, dass die in Wirklichkeit ein Programm auf einem beliebigen anderen Rechner sind (zum Beispiel mit Windows darauf), das so tut, als wäre es ein Computer. Auch Java funktioniert so, mit einem virtuellen Java-Rechner – dem Java-Programm ist es egal, ob es in Wirklichkeit unter Windows oder Linux …

Lebenszeichen: Klassenelternabend und Info-Fortbildung

Seit einer Woche bin ich erkältet, aber jetzt schon wieder über den Berg. Am Dienstag waren die Praktikanten für dieses Semester zum ersten Mal an der Schule – das ist das studienbegleitende Praktikum in einem Fach, hier Informatik; ein Semester lang einen Tag pro Schulwoche an der Schule bei einer Praktikumslehrkraft (das bin ich). Letztes Jahr war das im zweiten Halbjahr, vom Lehrplan her nicht so geschickt, weil da noch mehr ausfällt und viel Projektarbeit ansteht – und die ist eben nicht Alltag, und den sollte man kennenlernen. (Die beiden Praktikanten für dieses Jahr kenne ich schon von der Uni.) …

Schildkröten & Otter in Informatik, Essays in Deutsch

Informatik 11 Es gibt eine alte Geschichte (Wikipedia), nach der die Welt auf einer Schildkröte ruht. Die wiederum steht auf einer weiteren Schildkröte, und die wieder auf einer, und so weiter. Fragen zweifelnde Menschen, was denn ganz unten kommt, lautet die Antwort: “It’s turtles all the way down.” Das war der Einstieg in das erste große Informatik-Kapitel in der 11. Jahrgangsstufe: Das Bild oben kann man nämlich als Objektdiagramm darstellen, wo jede Schildkröte einzeln dargestellt wird, oder einfacher als Klassendiagramm, in dem man Aussagen über alle Welten und Schildkröten macht. Das sieht dann so aus: Und so sehen auch einfach …

Pi-hole in den Ferien, und weiteres

Angeregt durch diesen Blogeintrag und weil ich ohnehin einen gerade ungenutzten Raspberry Pi herumliegen habe, habe ich jetzt endlich auch einmal Pi-hole ausprobiert. Das ist eine Möglichkeit, störende Werbung auszublenden. Also: Wenn ich im Browser einen Adblocker habe, filtert der mir Werbung heraus, mehr oder weniger. Im Handy geht das allerdings schwieriger, und gegen die Werbeanzeigen innerhalb von Apps (wenn man Apps verwendet, die Werbung anzeigen) kann man so gar nichts machen. Pi-hole geht die Sache anders an. Dazu muss man wissen, was der DNS (Doman Name Service) ist. Das ist ein Dienst, der dafür sorgt, dass ich in die …

Der Seam-Carving-Algorithmus

Via Twitter auf diese Anregung gestoßen, von dort zu dieser ausführlichen und sehr hilfreichen Princeton-Programmieraufgabe geleitet worden, und am Ende einfach Wikipedia dazu gelesen, wo man das schön interaktiv ausprobieren kann. Natürlich zum Lernen gleich nachprogrammiert und Blogpost daraus gemacht, damit es sich lohnt und ich es wirklich verstehe. Aber man kann statt dessen auch einfach Wikipedia lesen, da steht das auch alles. Es geht um einen gar nicht mal so alten Algorithmus zur Bildbearbeitung. Nehmen wir mal dieses Bild, das wir bearbeiten wollen: Da sieht man sechs Tiere, das Bild ist 700 Pixel breit, und wenn man nur 350 …

Tag der Informatiklehrer und ‑lehrerinnen 2019

Seit zehn Jahren oder so gehe ich jedes Jahr auf den TdI an der LMU, eine familiäre Veranstaltung inzwischen. Seit acht Jahren habe ich zum ersten Mal keinen Workshop angeboten. Unüberraschend war das so viel entspannender, und ich konnte mit zwei Workshops anschauen. Ich war in einem Workshop zu Capture the Flag. Darunter versteht man Wettbewerbe aus dem Bereich Computersicherheit; man versucht den eigenen Server zu schützen und den der anderen Teams zu hacken, indem man Schwachstellen ausnützt. In einer anderen, häufigeren Variante erfüllt man verschiedene Aufgaben aus dem Bereich der Computersicherheit, die Hartnäckigkeit und Computer-Fachwissen erfordern – SQL-Injection, Quellcode …