Lebenszeichen: Klassenelternabend und Info-Fortbildung

Seit einer Woche bin ich erkältet, aber jetzt schon wieder über den Berg. Am Dienstag waren die Praktikanten für dieses Semester zum ersten Mal an der Schule – das ist das studienbegleitende Praktikum in einem Fach, hier Informatik; ein Semester lang einen Tag pro Schulwoche an der Schule bei einer Praktikumslehrkraft (das bin ich). Letztes Jahr war das im zweiten Halbjahr, vom Lehrplan her nicht so geschickt, weil da noch mehr ausfällt und viel Projektarbeit ansteht – und die ist eben nicht Alltag, und den sollte man kennenlernen. (Die beiden Praktikanten für dieses Jahr kenne ich schon von der Uni.) …

Schildkröten & Otter in Informatik, Essays in Deutsch

Informatik 11 Es gibt eine alte Geschichte (Wikipedia), nach der die Welt auf einer Schildkröte ruht. Die wiederum steht auf einer weiteren Schildkröte, und die wieder auf einer, und so weiter. Fragen zweifelnde Menschen, was denn ganz unten kommt, lautet die Antwort: “It’s turtles all the way down.” Das war der Einstieg in das erste große Informatik-Kapitel in der 11. Jahrgangsstufe: Das Bild oben kann man nämlich als Objektdiagramm darstellen, wo jede Schildkröte einzeln dargestellt wird, oder einfacher als Klassendiagramm, in dem man Aussagen über alle Welten und Schildkröten macht. Das sieht dann so aus: Und so sehen auch einfach …

Pi-hole in den Ferien, und weiteres

Angeregt durch diesen Blogeintrag und weil ich ohnehin einen gerade ungenutzten Raspberry Pi herumliegen habe, habe ich jetzt endlich auch einmal Pi-hole ausprobiert. Das ist eine Möglichkeit, störende Werbung auszublenden. Also: Wenn ich im Browser einen Adblocker habe, filtert der mir Werbung heraus, mehr oder weniger. Im Handy geht das allerdings schwieriger, und gegen die Werbeanzeigen innerhalb von Apps (wenn man Apps verwendet, die Werbung anzeigen) kann man so gar nichts machen. Pi-hole geht die Sache anders an. Dazu muss man wissen, was der DNS (Doman Name Service) ist. Das ist ein Dienst, der dafür sorgt, dass ich in die …

Der Seam-Carving-Algorithmus

Via Twitter auf diese Anregung gestoßen, von dort zu dieser ausführlichen und sehr hilfreichen Princeton-Programmieraufgabe geleitet worden, und am Ende einfach Wikipedia dazu gelesen, wo man das schön interaktiv ausprobieren kann. Natürlich zum Lernen gleich nachprogrammiert und Blogpost daraus gemacht, damit es sich lohnt und ich es wirklich verstehe. Aber man kann statt dessen auch einfach Wikipedia lesen, da steht das auch alles. Es geht um einen gar nicht mal so alten Algorithmus zur Bildbearbeitung. Nehmen wir mal dieses Bild, das wir bearbeiten wollen: Da sieht man sechs Tiere, das Bild ist 700 Pixel breit, und wenn man nur 350 …

Tag der Informatiklehrer und ‑lehrerinnen 2019

Seit zehn Jahren oder so gehe ich jedes Jahr auf den TdI an der LMU, eine familiäre Veranstaltung inzwischen. Seit acht Jahren habe ich zum ersten Mal keinen Workshop angeboten. Unüberraschend war das so viel entspannender, und ich konnte mit zwei Workshops anschauen. Ich war in einem Workshop zu Capture the Flag. Darunter versteht man Wettbewerbe aus dem Bereich Computersicherheit; man versucht den eigenen Server zu schützen und den der anderen Teams zu hacken, indem man Schwachstellen ausnützt. In einer anderen, häufigeren Variante erfüllt man verschiedene Aufgaben aus dem Bereich der Computersicherheit, die Hartnäckigkeit und Computer-Fachwissen erfordern – SQL-Injection, Quellcode …

Markow-Ketten und Textgenerierung

Ich entschuldige mich dafür, dass ich das hier schreibe, weil es dazu so viel schon im Web gibt, und ich alles, was ich dazu wissen muss, in wenigen Minuten gefunden habe. Aber mein Blog ist ja auch Archiv. Automatische Textproduktion ist wohl gerade ein Thema. Manche Leute haben Angst vor “social bots”, kleinen Programmen, die selbstständig und automatisch Nachrichten etwa bei Twitter verfassen, die klingen, als wären sie von einem Menschen geschrieben, und die zur politischen Einflussnahmen genutzt werden können. Anderswo heißt es, dass diese Angst völlig unbegründet ist, weil es solche Programme in der freien Wildbahn gar nicht gibt. …

Rätselkoffer programmieren

Ich habe hier schon schon einmal das Spiel “Keep Talking and Nobody Explodes” vorgestellt. Ein Spieler oder eine Spielerin sitzt dabei am Rechner vor einem virtuellen Bombenkoffer, den es zu entschärfen gilt, und zwar alle drei (oder mehr) Module am Koffer. Eines davon ist das Drahtdurchschneiden, das man aus Filmen kennt: Es gibt eine Reihe von farbigen Drähten, die man in bestimmter Reihenfolge durchschneiden muss. Nur welche Reihenfolge? Die anderen Spieler und Spielerinnen, und nur die, haben alle das hochkomplizierte Bombenentschärf-Handbuch vor sich liegen, sehen aber nicht den Bombenkoffer. Also muss man miteinander reden – es ist ein Dialogspiel: Wie …

Runcode

Von Christoph, der das schöne Datenflussdiagramm-Werkzeug Orinoco geschrieben hat, gibt es etwas Neues: Runcode. Das ist eine Art Robot Karol mit Minecraft-Ästhetik. In einer einfachen Lernersprache (abwärtskompatibel zu Robot Karol) programmiert man eine Robotergestalt in einer 3D-Welt. Per Knopfdruck kann man Teile der Welt aber planieren; in einer flachen Welt lässt sich erst einmal leichter programmieren. Wenn man mehr mit der Welt interagieren will, kann man zwei Anweisungen verwenden, die es bei Robot Karol nicht gibt: Man kann den Würfel vor sich (unmittelbar oder schräg oben/unten) abbauen und hat dann im Inventar ein Stück des entsprechenden Rohstoffs – Erde oder …

Badges in Moodle (und damit auch Mebis)

Badges in einem Moodle-Kurs
Badges in einem Moodle-Kurs

Für meine Informatik-Vorlesung an der Uni gibt es auch einen Moodlekurs mit den Vorlesungsfolien, Material und Links und so weiter. Diesmal gibt es auch Auszeichnungen (Bagdes), eine Möglichkeit, die Moodle zur Verfügung stellt: Ein Sortiment an hübsch entworfenen Bildchen, die man jeweils erhält, wenn man bestimmte Leistungen erbracht hat. Im Idealfall, denke ich, weiß man vorher, welche Auszeichnungen man erwerben kann und was man dafür tun muss. Dann kann man darauf hinarbeiten. In der Schule hieße das: Man kriegt die Auszeichnung, wenn man in Moodle/Mebis einen automatisierten Test bestanden hat, den man jederzeit ablegen kann, wenn man sich bereit dazu …

Turing Tumble

Schachtel von Turing Tumble
Schachtel von Turing Tumble

Für $80 (einschließlich Mehrwertsteuer) und $14 Porto, also etwa 80 Euro, habe ich mir – damals noch über eine Kickstarter-Vorbestellung – ein Spielzeug gekauft: Den Turing Tumble (Webseite). Der Turing Tumble ist eine murmelgetriebene Rechenmaschine, der deutlich an den Digi Comp II erinnert (Blogeintrag). Aber nicht nur ist er ein klein wenig billiger, er trägt auch in freundlichen Lettern die Aufschrift “Kann sogar mehr” – oder er könnte sie jedenfalls tragen; tatsächlich fehlt jeglicher Hinweis auf den Vorgänger. Wie beim Digi Comp II laufen Murmeln eine Bahn herab und legen dabei kleine Schalter um. Unten angekommen, lösen sie den nächsten …