S-Bahn-Fahren

Mein ehemaliger Schulleiter machte sich gelegentlich Sorgen um meine Gesundheit wegen der vielen Bazillen in der S-Bahn – vielleicht wollte er aber nur, dass ich näher an die Schule ziehe. Aber in der S-Bahn gibt es so vieles zu lernen.

Im Gespräch mit einer mitfahrenden Gynäkologin erfuhr ich, dass sie vor allem eines an den Herr-der-Ringe-Filmen nicht mochte: Die Enya-artige Dudelmusik, immer wenn irgendwelche Elben auftauchten oder es ganz besonders mystisch wurde. Die Musik ginge ihr nämlich schon bei den Geburten auf die Nerven – anscheinend hören manche Mütter, wenn auch nicht die meisten, Musik im Kreißsaal bei der Geburt. Und zwar ganz besonders gerne Enya.

Der Gynäkologin waren die Mütter mit Rockmusik lieber. Das gibt’s nämlich wohl auch. Es kommt aber vor, dass die Hebamme sich zum Lautstärkeregler schleicht und ihn ein bisschen herunter dreht. Worauf der Vater ebenso heimlich zurückschleicht und die Musik wieder lauter stellt. Wie in der Schule.

Während der Europameisterschaft hätten alle natürlich Fußball gehört.

Und da soll ich mit dem Auto fahren?

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