(Ich soll mehr zu Deutsch machen und weniger zu Informatik, hat man mir gesagt. Nun gut!) Das Semester 13/2 ist extrem kurz. Das liegt auch daran, dass es 9 verschiedene schriftliche Abiturtermine gibt; im G8 waren es vier oder so. Und man muss mindestens 3 verschiedene Themen unterbringen, damit man die entsprechenden Schwerpunkte für das Kollqouium hat. Mehr als zweieinhalb Wochen hat man praktisch nicht.
Weil ich nicht nur Literatur und Literaturgeschichte machen wollte, hatte ich nach einem solchen Schwerpunkt gesucht und mich entschieden für
[Die Schülerinnen und Schüler] diskutieren Vorzüge und Probleme der Mediengesellschaft sowie Konsequenzen der eigenen Mediennutzung, um als Produzierende und Konsumierende von Informationen mündig und reflektiert in der aktuellen Medienwelt handeln zu können.
Ein Themengebiet, das für mich – und für viele meiner Schülerinnen und Schüler – erst einmal unglaublich langweilig wirkt. Alles schon mal gehabt, schon mal gehört, alles vage und oberflächlich und gemeinplätzlich. Aber dann habe ich mal gesammelt und zusammengetragen, was man zu diesem Thema alles wissen und bedenken sollte. Und das ist eine Menge vieler, auch vieler interessanter Aspekte:

Ich finde Mindmaps hübsch, aber nicht sehr hilfreich. Das gilt ganz besonders, wenn die so groß sind wie die da oben. Dennoch notiere ich Gedanken gerne mal in dieser Form, genauer gesagt, ich schreibe sie so auf:
```mermaid
mindmap
Mediengesellschaft
Soziale Medien
Influencer
Andrew Tate
Tourismus-Hotspots
Konsumismus, Dubai Schoki, Labubu
Mobbing, Grooming
Algorithmus, Extremismus
Hatespeech
Klarnamenpflicht
Schutz vor Hatespeech
Datenschutz, Identifizierbarkeit
Zu schützende Minderheiten
Privatsphäre auf dem Dorf
Alterskontrolle
Jugendschutz
Datenschutz, Identifizierbarkeit
Recht auf Verschlüsselung
Ende-zu-Ende
Polizei-Interessen
Musik
CD, MP3-Download v. Spotify
Weniger Verdienst für KünstlerInnen
Notwendigkeit von Konzerten
Merchandise
Sponsoring, Social Media
Literaturbetrieb
Verwertungsgesellschaft Wort
Literaturpreise und -messen
Bestsellerlisten
Self-Publishing
Neue Genres/neues Publikum
Romantasy, New Adult
Fan-Fiction
Hörbücher
Urheberrecht
Schattenbibliotheken
Ursprung 18. Jahrhundert
Existenzgrundlage für Kunstschaffende, ursprünglich
'Intellectual property is not a shield, it's a weapon.'
Zeitungen
Zeitungssterben
Finanzierung
Print v. Online
ÖRR
Rundfunksstaatsvertrag
Programmauftrag
Neutralität
Lineares Fernsehen v. Mediathek
Depublizierung
Finanzierung
Werbung
Rundfunkabgaben, in rechter Sprache auch „Zwangsbeitrag“
Öffentliche Bibliotheken
Filme, Spiele, Software, CDs
Onleihe, auch Zeitungen
Podcast
ursprünglich enge Definition
Nachrichtenquellen
Fälschungen
Film und Streaming-Plattformen
Firmenkonzentration
Disney
Lucasfilm, Star Wars
Marvel
20th Century Fox
```
Angezeigt und ausgedruckt wird das als die Mindmap-Grafik oben. Ich könnte sie noch mit Schriftgröße und Farben und Formen anpassen, aber dann ist es schon nicht mehr so schön, das einfach so notieren zu können. Und diese Einfachheit ist doch die Hauptsache: Schnell etwas ergänzen, verbessern, ausschneiden, aktualisieren. Denn vollständig ist diese Liste ja auch noch nicht.
Also: Die Themen sind interessant und ergiebig und wichtig. Der Begriff der Mediengesellschaft dagegen… wenn der schon fällt, muss man sich auch fragen, was das eigentlich ist, und seit wann wir in einer Mediengesellschaft leben, und wie die Art Gesellschaft hieß, in der wir vorher lebten. Abgesehen vielleicht von dem Begriff Leitmedium finde ich diese Diskussion aber nicht sehr produktiv, deshalb würde ich gar nicht erst von Mediengesellschaft reden.
Wie geht man jetzt weiter vor? Das weiß ich noch nicht. Von Referaten bin ich abgekommen. Eigentlich müsste ich eine Sammlung zusammenstellen mit Texten und Material dazu; das ist viel Arbeit. Vielleicht für den nächsten Durchgang. Vermutlich lasse ich die Schüler und Schülerinnen sich Themen heraussuchen und recherchieren und für die anderen zusammenfassen, jeweils mit Pro und Contra. Erörtern ist damit noch nicht geübt, und nicht alles wird sehr tief werden, ab hey.
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